2. Fam. Salenidae.

Die meist kleinen Schalen der Saleniden gleichen entweder durch

ihre schmalen am-Felder (Fig. 130 B) denjenigen der Cidariden, oder

durch ihre breiteren, mit Stachelwarzen bedeckten am-Felder (Fig.

130 A) denen der Diadematiden (p. 128). Stets aber zeichnet sich das

Scheitelschild durch eine oder mehrere überzählige, annähernd centrale,

undurchbohrte Platte aus (Fig. 130 x), wodurch die Lage der Afterlücke

excentrisch wird (Fig. 130 A a, B a). Mundlücke stets mit 10, wenn auch

nur wenig tiefen Einschnitten. Die Hauptentwickelung dieser kleinen

Familie fällt in die Jura- und Kreidezeit. Wenige Formen kommen noch

tertiär und lebend (in Tiefen von 330-1200 Faden) in den wärmeren

Meeren vor.

[Illustration: Fig. 130. A Acrosalenia spinosa Ag. Oberer Dogger.

Frankreich. Schale von oben. ↕ = Symmetrieebene; a = Afterlücke;

x = centrale Platte; o = Augentäfelchen; g = Genitaltafeln; g’

= Madreporenplatte. B Salenia Prestensis Des. Aptien. Dauphiné.

Bezeichnung wie bei A.]

Salenia Gray (Fig. 130 B). Schale Cidariden-ähnlich, mit schmalen,

nur von Körnerwarzen bedeckten am-Feldern. Afteröffnung (a) durch

die centrale Platte (x) aus der Symmetrielinie (↕) nach rechts

gerückt. Madreporenplatte (g’) mit einer unregelmässigen Oeffnung und

durch dieselbe leicht kenntlich. Die Nähte zwischen den Platten des

Scheitelschildes periodisch nach beiden Seiten erweitert. Kreide,

tertiär und lebend.

S. prestensis Des. (Fig. 130 B). Aptien. England, Schweiz,

Frankreich, Algier.

S. petalifera Desm. sp. Cenoman. England, Frankreich.

S. scutigera Mnstr. sp. Cenoman, Senon. England, Frankreich,

Deutschland.

Die schon im Jura vorhandene Gattung Peltastes Ag. (P. stellulatus

Ag. sp. Untere Kreide) unterscheidet sich durch die mediane Lage der

Afterlücke.

Acrosalenia Ag. (Fig. 130 A). Die corona weist keine durchgreifenden

Unterschiede von Hemicidaris (Fig. 131, p. 128) auf. Nur das (oft

ausgefallene) Scheitelschild, in welchem eine (A x), oder mehrere

undurchbohrte überzählige Platten die Afterlücke in der Symmetrielinie

nach hinten schieben, schützt vor Verwechselungen. Mundlücke mit (10)

ziemlich tiefen Einschnitten. Stachelwarzen durchbohrt. Nähte der

Scheitelschildplatten einfach. Madreporenplatte (g’) normal. Im Jura

und in der unteren Kreide häufig.

A. spinosa Ag. (Fig. 130 A). Im Dogger, namentlich im oberen.

England, Frankreich, Schweiz.

A. hemicidaroides Wright. Oberer Dogger. Ebendaselbst.

A. angularis Ag. sp. Häufig im Malm, namentlich im oberen. England,

Norddeutschland, Frankreich, Schweiz.

A. patella Ag. sp. Neocom. Oestl. Frankreich, Schweiz.

Elemente der Paläontologie · 第 78 / 606 题