Ventral schließen sich an die Maxillen die Bestandteile der

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Anmerkungen zur Transkription

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1916 so weit

wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler

wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht

mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original

unverändert; fremdsprachliche Ausdrücke wurden nicht korrigiert.

Besondere Schriftschnitte werden im vorliegenden Text mit Hilfe der

folgenden Symbole gekennzeichnet:

kursiv: _Unterstriche_

fett: =Gleichheitszeichen=

gesperrt: +Pluszeichen+

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DER

AMEISENLÖWE

EINE BIOLOGISCHE, TIERPSYCHOLOGISCHE

UND REFLEXBIOLOGISCHE UNTERSUCHUNG

VON

DR. FRANZ DOFLEIN,

O. PROFESSOR DER ZOOLOGIE AN DER UNIVERSITÄT FREIBURG I./BR.

MIT 10 TAFELN UND 43 ABBILDUNGEN IM TEXT

[Illustration]

JENA

VERLAG VON GUSTAV FISCHER

1916

Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort.

Die vorliegende Arbeit wurde schon vor einer Reihe von Jahren begonnen.

Erst während der Kriegszeit kam ich dazu, sie zum vorläufigen Abschluß

zu bringen. Es war nicht immer leicht, beim Donner der Geschütze der

nahen Front die Beobachtungen im Freien und im Laboratorium in Ruhe

durchzuführen. Um so unvergeßlicher werden mir die Zeit dieser Arbeit

und die Eindrücke bleiben, die sie brachte. Meinem Verleger bin ich

sehr zu Dank verpflichtet für die Bereitwilligkeit, die Arbeit in der

jetzigen Zeit herauszugeben und so liberal auszustatten.

Die Durchführung der experimentellen Untersuchungen wurde mir sehr

erleichtert durch neue Einrichtungen meines Instituts, welche

ursprünglich zu anderen Zwecken aus einer Zuwendung der +Freiburger

Wissenschaftlichen Gesellschaft+ beschafft worden waren. Ihr sei

hiermit auch öffentlich gedankt.

+Freiburg+ i./Br. im März 1916.

=Franz Doflein.=

Inhaltsverzeichnis.

Seite

Einleitung 1

I. +Vorkommen des Ameisenlöwen+ 4

II. +Bau des Ameisenlöwen+ 6

a) Aeußere Morphologie 6

b) Färbung und Zeichnung 23

III. +Das Verhalten des Ameisenlöwen in freier Natur+ 24

IV. +Das Verhalten des Ameisenlöwen unter experimentellen

Bedingungen+ 28

1. Das Totstellen 28

2. Die Bereitschaftsstellung 36

3. Die Umdrehreaktion 38

4. Die Wanderbewegungen 45

5. Das Einbohren in den Sand 49

6. Der Bau der Sandtrichter 51

7. Der Ameisenfang 59

V. +Sinnesorgane und Sinnesreaktionen des Ameisenlöwen+ 63

1. Bau und Funktion der Augen 63

2. Die Lichtsinnesreaktionen 67

3. Temperatursinn und Thermotaxis 80

4. Interferenz von Phototaxis und Thermotaxis 86

5. Der Tastsinn und seine Organe 87

a) Die Sinneshaare der Körperoberfläche 87

b) Die Erscheinungen der Tangorezeption 93

6. Thigmotaxis 104

7. Chemische Sinne 109

VI. +Die wichtigsten Reflexe des Ameisenlöwen+ 111

VII. +Die Reizbarkeit des Ameisenlöwen+ 116

VIII. +Abriß der Lebensgeschichte des Ameisenlöwen+ 117

IX. +Abschluß und Ergebnisse+ 126

Literaturverzeichnis 135

Erklärung der Tafeln 137

Die Ameisenlöwen, die Larven einer Gruppe der planipennen Neuropteren,

haben schon seit langer Zeit die Aufmerksamkeit der Naturbeobachter auf

sich gelenkt. Die alten Naturforscher haben zahlreiche Schilderungen

ihrer eigenartigen Lebensweise gegeben, welche fast stets als

Musterbeispiel planmäßigen, intelligenten Handelns beschrieben wurde.

Ameisenlöwen im eigentlichen Sinn des Wortes sind nur die Larven

gewisser Arten und Gattungen der Gruppe -- bei uns in Deutschland

die Larven von Arten der Gattung Myrmeleo, während z. B. die nahe

verwandten Arten der in Süddeutschland an vielen Orten vorkommenden

Gattung Ascalaphus frei umherschweifend sich meist von Blattläusen

ernähren, wie das ja auch viele andere Neuropterenlarven tun.

Die echten Ameisenlöwen trifft man aber nur selten frei umherwandernd.

In der Regel findet man sie in der Tiefe eines in feiner Erde oder Sand

eingesenkten Trichters bis zu den Mandibeln eingewühlt. Die Mandibel

strecken sie aus dem Sand weit klaffend hervor, bereit, jedes Insekt

zwischen ihnen zu erfassen, welches den steilen Hang des Trichters mit

seinem weichenden Boden herabgeglitten ist. Der Sturz der Ameisen wird

häufig herbeigeführt oder befördert dadurch, daß der Ameisenlöwe Sand

und Steinchen in die Höhe schleudert, welche das Opfer treffen oder

es beim Herabrollen mitreißen, oft auch Partien der Trichterwand zum

Herabgleiten bringen.

Die herabstürzende Ameise wird sofort von den zusammenklappenden

Mandibeln der räuberischen Larve erfaßt und in einer eigenartigen Weise

ausgesaugt, auf die wir später noch eingehen werden.

Der Bau der seltsamen Tierfalle, das Schießen nach den Opfern -- das

ganze Benehmen des Ameisenlöwen -- macht den Eindruck einer ganz

besonderen tierischen Leistung, und man glaubt, einem raffinierten

Räuber gegenüberzustehen.

So ist das Tier auch meist beurteilt worden, und die zahlreichen

Schilderungen in der Literatur laufen fast stets auf eine Hervorhebung

der Tierintelligenz hinaus. Es ist aber sehr verwunderlich, daß ein

so leicht erreichbares Objekt niemals einer genauen analytischen

Untersuchung und gewissenhafter Beobachtung unterzogen wurde. Ja, unter

den zahlreichen Schilderungen der Lebensweise des Ameisenlöwen scheint

immer eine sich auf die andere zu stützen, und es wurde im Laufe der

Zeit nicht allzuviel an kritisch beobachteten Tatsachen den alten

Beschreibungen hinzugefügt.

Wie bei so vielen einheimischen Tieren, gehen die Schilderungen der

Lebensweise des Ameisenlöwen meist auf die Beschreibung +Rösels von

Rosenhof+ zurück. Diese Beschreibung enthält aber neben sehr richtigen

Beobachtungen einige auffällige Irrtümer; es berührt einen ganz

seltsam, daß man den gewissenhaften +Rösel von Rosenhof+ auch einmal

in einigen Dingen richtigstellen muß, während er sonst so oft späteren

Beobachtern gegenüber recht behalten hat.

+Rösels+ Schilderung ist ohne weitere Kritik in die meisten Lehrbücher

und in Schilderungen des Insektenlebens übergegangen; so steht sie

noch in der letzten (3.) Auflage von +Brehms+ Tierleben, wo sie ohne

weiteres als richtig hingenommen wird. „Ausdauer und +Schlauheit+“

werden da als die wesentlichen Eigenschaften hervorgehoben, welche den

Ameisenlöwen zu seinen eigenartigen Leistungen befähigen; sie sollen

ihm ersetzen, was ihm „durch den Mangel anderer Naturanlagen versagt

worden ist“ (+Brehm+).

Der Bau des Trichters wird im Anschluß an +Rösel+ folgendermaßen

geschildert: Das Tier baut unter ruckweisen, rückwärts gerichteten

Bewegungen. „Es beginnt den Bau mit einem kreisförmigen Graben,

dessen Größe durch seine eigene bedingt wird, und dessen Außenrand

gleichzeitig den der zukünftigen Wohnung absteckt. In der Mitte steht

demnach ein stumpfer Sandkegel, welchen er auf eine ebenso fördernde,

wie sinnreiche Weise zu beseitigen versteht. Er wühlt sich da, wo er

den ersten Kreis eben vollendete, mit dem Hinterleib in den Sand, und

in einer immer enger werdenden Schraubenlinie zurückweichend, bringt

er mit dem nach innen liegenden Vorderfuß den Sand auf seinen breiten,

schaufelartigen Kopf und wirft ihn mit demselben so gewandt und mit

solcher Gewalt über den Außenrand des ersten Grabens, daß er mindestens

5 cm weit wegfliegt. Dann und wann ruht er aus; ist er aber bei der

Arbeit, so erzeugen die flinken Bewegungen einen ununterbrochenen

Sandregen. Der innere Kegel nimmt mit jedem Umgang immer mehr ab, wie

sich von selbst versteht, und schwindet vollständig mit der Ankunft

des kleinen Minengräbers im Mittelpunkt, wo er sich mit Ausschluß der

Zangen einwühlt und Platz greift. Um sich die Arbeit, welche eine

bedeutende Muskelkraft in Anspruch nimmt, zu erleichtern, geht er

nicht von Anfang bis zu Ende in derselben Richtung, sondern dreht sich

von Zeit zu Zeit um, damit einmal das linke Bein Handlangerdienste

verrichte, wenn es bisher das rechte getan hatte. Kommen gröbere

Sandkörner in den Weg, was nicht ausbleibt, so werden sie einzeln

aufgeladen, noch größere, welche sich nicht werfen lassen, wohl gar auf

dem Rücken hinausgetragen. Man hat beobachtet, daß in dieser Hinsicht

mißlungene Versuche öfter wiederholt werden, und daß erst dann, wenn

sich alle Bemühungen erfolglos zeigten, ein anderer Platz in der

Nachbarschaft ausgesucht wurde, um hier die Arbeit in Erwartung eines

glücklicheren Erfolgs von vorn zu beginnen.“

In fast allen zusammenfassenden Darstellungen findet sich diese

Schilderung nach +Rösel+ wiederholt; neue Originaluntersuchungen des

interessanten Vorgangs finden sich kaum. Nur eine Beschreibung von

+Redtenbacher+ fand ich, welche auf eigenen Beobachtungen fußt.

+Redtenbachers+ Beobachtungen stimmen in vielen Punkten mit den

meinigen überein, doch weichen sie auch in einigen nicht unwesentlichen

Einzelheiten von ihnen ab. Dies ist vielleicht darauf zurückzuführen,

daß er die nahe verwandte Art Myrmeleo europaeus M’L. untersuchte,

während mir M. formicarius L. wohl in all meinen Versuchen vorlag. In

späteren Abschnitten, so besonders in demjenigen über Trichterbau, wird

auf die verschiedenen Abweichungen unserer Beobachtungen im einzelnen

hingewiesen werden.

Welch seltsam durcheinandergehende Anschauungen über die Handlungen des

Ameisenlöwen von den verschiedenen Autoren geäußert werden, lehrt jeder

Blick in die Literatur, welche allerdings mehr von Dilettanten als von

sorgfältig und kritisch beobachtenden Fachleuten herrührt. Man beachte

nur, wie schwer den Beobachtern einzelner Vorgänge, wenn sie ohne

größeren Zusammenhang, ohne planmäßige Arbeit registriert werden, ihre

Beurteilung fällt. So als Beispiel die kurzen Notizen von +Chapman+ und

+Lucas+ in des letzteren Arbeit (1906).

Meine Beobachtungen am Ameisenlöwen weichen von der Mehrzahl der

vorhandenen Beschreibungen so sehr ab, ihre Analyse ergibt zudem eine

so von der herrschenden sich unterscheidende theoretische Beurteilung

der physiologischen Grundlagen der Handlungen des Tieres, daß eine

ausführliche Darstellung gerechtfertigt erscheint.

I. Vorkommen des Ameisenlöwen.

Seit einer Reihe von Jahren (seit 1910) beobachte ich Ameisenlöwen,

experimentiere mit ihnen und beachte ihr Vorkommen. Ich habe sie auf

der oberbayrischen Hochebene, in der weiteren Umgebung von München,

beobachtet, erhielt sie aus Landshut a. d. Isar zugeschickt, fand sie

in den bayrischen Alpen bei Garmisch. In großer Menge kommen sie an

der Salzach in der Nachbarschaft von Burghausen vor. Mein wichtigstes

Beobachtungs- und Versuchsmaterial stammt aber aus der Umgebung von

Freiburg i. Br., wo Ameisenlöwen sowohl auf den Schwarzwaldausläufern

in der Nähe der Stadt, als auch im eigentlichen Schwarzwald, wie in

Kaiserstuhl und Vogesen sehr häufig sind.

Meist fand ich die Trichter der Larven an Waldrändern, auf Lichtungen,

an Wegböschungen, am Rand von Hecken und Buschwerk, auch an

heidekrautbewachsenen offenen Stellen. Wo Kiefernwälder gedeihen,

pflegen auch für Ameisenlöwen die geeigneten Existenzbedingungen

vorzuliegen.

Nie fand ich sie im tiefen Schatten des Waldes, immer ist Sonnenschein

eine der notwendigen Bedingungen für ihr Vorkommen. Doch beobachtete

ich sie bei uns in Deutschland nie in ganz offenem Gelände, wo sie

wohl im Mittelmeergebiet und in südlichen, regenarmen Gebieten leben.

Schutz vor Regen, der die Trichter zusammenschwemmen, die Erd- und

Sandkörner zusammenbacken würde, ist eine notwendige Vorbedingung für

ihr Vorkommen.

So finden wir denn die Trichter meist an überdachten Stellen,

wo Wurzeln eines Baumes, Rasenpolster, Felsen und Steine etwas

unterwühlt und beständigen atmosphärischen Einflüssen unterworfen

sind. Unter solchen vorstehenden Böschungen, also vor allem an Wald-

und Straßenrändern gibt es immer Stellen, welche in der Regel dem

Regen unzugänglich sind und nur bei ganz schweren Regengüssen naß

werden. Der Wind und das langsam durchrieselnde Wasser haben aber eine

verarbeitende Wirkung auf deren Material. Es wird in feine Körner und

Staub zerlegt, welche an der Böschung herabrieseln und sich da der

Schwere nach anordnen, so daß oben das feinste Material liegen bleibt,

während die größeren und schwereren Stücke die Böschung hinabrollen.

Besonders da, wo unter dem schützenden Dach eine der Wagrechten sich

annähernde Ebene feinsten Materials sich bildet und wo dessen Schicht

eine gewisse Dicke erreicht, siedeln sich die Ameisenlöwen mit Vorliebe

an (Abb. 1).

[Illustration: Abb. 1. Typischer Fundort von Ameisenlöwen: Böschung an

einem sandigen Hang, von Wurzeln überdacht. Photographische Aufnahme

bei Freiburg i./Br.]

Dabei machen sie keinen großen Unterschied in dem Material, aus welchem

ihr „Sand“ besteht. Ich fand sie ebenso im Quarzsand, wie in dem aus

Tuff und Löß stammenden Staubsand des Kaiserstuhls. Auch in Humus

bauen sie ihre Trichter. Es muß das Material nur hinreichend trocken

sein, und aus Gründen, die wir später kennen lernen werden, müssen die

einzelnen Partikel ein gewisses Gewicht besitzen. So kommen sie nicht

leicht in dem feinen Kalkstaub der bayrischen Hochebene vor, wohl

aber in dem grobkörnigen Kalksand des Gebirgsrandes, bevorzugen aber

den aus Buntsandstein, Granit, Gneis usw. sich bildenden schweren,

feinkörnigen Sand.

Nach heftigen Regengüssen findet man die Ameisenlöwen bewegungslos

unter den eingestürzten Trichtern im nassen Sand. Erst wenn dieser

wieder ziemlich trocken geworden ist, wird der Trichter neu gebaut.

Das Vorkommen an den charakteristischen Fundorten ist wohl zum Teil

dadurch bedingt, daß die Muttertiere die Eier gleich an geeigneten

Stellen ablegen werden. Meine Experimente weisen aber auch darauf hin,

daß die Larven zum Trichterbau geeignete Stellen durch aktive Wanderung

aufsuchen können.

II. Bau des Ameisenlöwen.

a) Aeußere Morphologie.

Zum Verständnis der Bewegungen und der Reizreaktionen des Ameisenlöwen

ist -- wie aus den späteren Abschnitten dieser Untersuchung klar

werden wird -- eine genaue Kenntnis des Baues dieses merkwürdigen

Tieres unbedingt notwendig. Die bisher vorliegenden Beschreibungen

berücksichtigen die für uns wichtigen Einzelheiten kaum. Daher habe

ich im Verlauf meiner Forschungen -- wie es jeweils die Experimente

und Beobachtungen am lebenden Tier nötig machten -- viele Einzelheiten

seines Baues untersucht, welche ich im nachfolgenden gemeinsam mit dem

früher schon von dem Tier Bekannten darstellen will.

[Illustration: Abb. 2. Myrmeleo formicarius L. Ameisenlöwe, vom Rücken

gesehen, in typischer Haltung, nur 2 Beinpaare sichtbar. Vergr. 10mal.]

[Illustration: Abb. 3. Kopf des Ameisenlöwen, von oben gesehen.

Vergr. 60mal. _A_ Auge. _F_ Fühler. _Md_ Oberkiefer. _E.H_ dessen

Endhaken. _Rb_ Randborsten. _Ä.Br_ Aeußere Borstenreihen. _J.Br_ Innere

Borstenreihen. _Stb_ Stirnborsten. _Bb_ Obere Reihe von Gelenkhaaren am

Kiefergelenk. _Z₁_–_Z₃_ Innenzähne des Oberkiefers.]

[Illustration: Abb. 4. Kopf des Ameisenlöwen, von unten gesehen.

Vergr. 60mal. _A_ Auge. Unterkiefer (_Mx_) aus der Rinne (_Ri_) des

Oberkiefers (_Md_) herausgeklappt. _F_ Fühler. _W_ Wimperreihe unter

dem Auge. _M_ Mittelstück der Unterlippe. _Gl_ deren „Glossa“. _Lt_

Lippentaster. _L_ Lippenborsten. _E_ unteres Ende der Kieferrinne.]

Bei dem ruhig auf einer Unterlage mit der Bauchseite aufliegenden

Ameisenlöwen -- es sei hier zunächst nur von den vollkommen oder

annähernd erwachsenen Individuen die Rede -- sehen wir von oben auf

einen ungefähr wappenschildförmigen Körper, dessen Vorderrand einen

bogenförmigen Ausschnitt zeigt; von den „Schultern“ aus erweitert sich

der Körperumriß noch etwas, um dann nach hinten bis zur abgerundeten

Hinterleibsspitze allmählich zuzulaufen. Der Querschnitt des Körpers

ist hochoval, der Leib beim gut genährten Tier hochgewölbt und prall.

Den vorderen Teil des Leibes bilden die beiden großen und breiten

hinteren Thorakalsegmente; der Metathorax sieht fast genau so aus,

wie die an ihn sich anschließenden Segmente des Abdomens; er grenzt

an den Mesothorax mit einem schwach konkaven Bogen, während seine

hintere Begrenzung schwach konvex nach vorn ist. Auch der Mesothorax

hat an der Rückenseite eine konkave Vorderkontur, hinter welcher

eine tiefe Einbuchtung nach hinten verläuft, die von einem wulstigen

Rand eingefaßt ist. Der vordere Rand des Mesothorax überwölbt das

hintere Ende des Prothorax. Vor dem Hinterrand des Mesothorax bildet

sich bei Längskontraktion des Körpers, wie auch auf dem Metathorax

und den Abdominalgliedern ein dem Segmentrand paralleler Wulst.

Ueber den eigentlichen Körperumriß ragt wie ein +Hals+ der bedeutend

schmälere Prothorax hervor (Abb. 2). Er ist nur etwa so breit wie der

Kopf, hat bogenförmige Seitenränder und auf der Mitte der Rückenfläche

einen Längswulst. Der hintere Teil des Prothorax kann unter die oben

erwähnte Vorwölbung des Mesothorax zurückgezogen werden. Von unten sind

die drei Thorakalglieder relativ glatt, abgesehen von einem Wulst in

der Mittellinie und den durch die Einlenkung der Beinpaare bedingten

Vertiefungen. Dazu kommen an den Seiten des Meso- und Metathorax jene

„Schultern“ mit ihren Borstenbüscheln, die nachher im Zusammenhang mit

dem Borstenkleid des ganzen Tieres besprochen werden sollen.

Der Hinterleib (Abb. 2) besteht aus 9 deutlich sichtbaren Ringen,

welche bis zum sechsten allmählich, dann plötzlich kleiner werden.

In der Richtung von vorn nach hinten sind die Hinterleibsringe

untereinander etwa gleich breit. Doch sind infolge der Verlängerung

der Zwischensegmenthäute zwischen je zwei der Chitinringe sogenannte

Zwischensegmente eingeschoben, deren es also bei 3 Brust- und 9

Hinterleibsringen im ganzen auch 12 gibt. Jeder Ring stellt infolge

seiner Wölbung einen den Körper umfassenden, wulstartigen Gürtel

dar; über das ganze Abdomen verlaufen sowohl auf der Ober- wie auf

der Unterseite parallel dem hochgewölbten Mittelteil je zwei Furchen

von vorn nach hinten, welche meist ziemlich seicht sind und nur bei

ausgehungerten Individuen sich stärker vertiefen. Sie liegen etwas

näher der Rückenmitte als dem Seitenrand.

Der Kopf ist, von oben (Abb. 3) betrachtet, etwa herzförmig, da die

Stirn konkav ausgeschnitten ist und sein Umriß gegen den „Hals“ zu

etwas zuläuft. Gegen die Stirnbucht vertieft sich auch die Stirnfläche,

während die beiden Vorderecken wulstig verdickt sind. Letztere beiden

tragen die +Augen+ und +Fühler+. Von unten ist der Kopf stark gewölbt,

sehr glatt und glänzend (Abb. 4). In der Mundregion ist eine tiefe

Bucht. Gegen den Hals hin ist die Unterseite des Kopfes schwach

kinnartig vorgewölbt.

Von den +Mundteilen+ fallen äußerlich zunächst nur die mächtigen

Mandibel, die Oberkiefer, auf. Sie sind große, hakenförmige Bildungen,

etwa von gleicher Länge wie der ganze Kopf (Abb. 3).

Die Mandibel verlaufen in ihrem basalen Teil ziemlich gerade, um gegen

das Ende in einer säbelförmigen Krümmung nach innen umzubiegen. Außer

einer Einbuchtung an der Basis ist der Außenrand glatt, allerdings sehr

dicht mit Borsten bestanden. Der Innenrand zeigt an entsprechender

Stelle wie der Außenrand eine Ausbuchtung, so daß an der Basis der

Mandibel auf diese Weise eine Einbuchtung entsteht (Abb. 3 und 4). Die

gerade Strecke des Innenrandes trägt in gleichmäßigem Abstand drei

mächtige, feste, spitze Zähne, welche schief nach vorn gerichtet sind.

Sie sind wie die Mandibel selbst von oben nach unten abgeflacht. Der

Endhaken der Mandibel ist auch flach und an der Außenseite ganzrandig.

Auch ist er borstenlos (Abb. 3). Die Innenseite der Spitze ist jedoch

gezähnelt; und zwar sind es 8-10 Sägezähne, welche mit ihrer Spitze

nach hinten gerichtet sind. Die Reihe dieser Sägezähne geht dann auf

die Unterseite der Mandibel über und bildet da eine Reihe schiefer

Rillen und Höcker (vgl. Abb. 5). Das Ganze ist ein vorzügliches

Hilfsmittel, um Beutetiere während des Aussaugens festzuhalten. An der

Außenseite sind nach vorn gerichtete Zähne vorhanden, welche wohl beim

Bohren der Wunde Dienste leisten.

Der Innenrand der Mandibel trägt eine Reihe mittellanger, sehr

kräftiger Borsten, welche stumpf, ungezähnt und ungefiedert sind. Eine

von ihnen steht vor dem vordersten Zahn, zwischen den Zähnen meist

zwei, manchmal auch drei, hinter dem hintersten Zahn auch zwei bis

drei, in der inneren Einbuchtung noch zwei kleinere. Der Außenrand

trägt eine größere Anzahl sehr kräftiger und besonders langer Borsten,

deren erste etwa gegenüber dem ersten Zahn, meist etwas weiter vorn

steht. Zwischen ihnen stehen kleinere Borsten. Sie alle sind am

vorderen Teil der Mandibel glattrandig, an deren Basis eigenartig

gezähnelt. Auf der Oberseite der Mandibel finden sich ferner zwei

Reihen von kurzen, kräftigen Borsten, welche schwach gekrümmt sind und

in zwei Hauptgruppen stehen. Eine meist einfache Reihe (Abb. 3 _J.Br_)

verläuft parallel dem Innenrand der Mandibel, eine im proximalen Teil

doppelte Reihe parallel dem Außenrand (Abb. 3 _Ä.Br_). Alle diese

Borsten sind schief nach vorn geneigt (Abb. 3 und 4).

[Illustration: Abb. 5. Endhaken der Maxille (des Unterkiefers).]

An der Unterseite findet sich nur am Außenrand in der Nähe der Basis

eine Gruppe von Borsten, die einigermaßen dicht stehen, glatt, gekrümmt

und nach vorn gerichtet sind (Abb. 4). An der Unterseite zieht sich

ferner bis zur Spitze der Mandibel eine +Rinne+ hin, welche an der

Basis breiter, an der Spitze schmäler ist, und deren äußerer Rand dem

Außenrand der Mandibel parallel verläuft (Abb. 4 _Ri_). Sie wird von

Wülsten begrenzt, von denen der äußere stärker entwickelt ist.

[Illustration: Abb. 6. Basis der rechten Mandibel, mit schuppenförmigen

gezähnelten Höckern.]

[Illustration: Abb. 7. Basis der rechten Maxille, ebenfalls mit

Schuppen bedeckt.]

Der untere Teil der Mandibel steckt im Kopfe drin; er endet mit

verschiedenen zipfelförmig ausgezogenen Ansatzstellen für die

Beißmuskeln, nach einwärts ziehenden Abductores und nach abwärts

ziehenden Adductores. Oberhalb derselben ist die Mandibel nach

innen halbkugelig angeschwollen. Die Wölbung dieses Gebildes ist

durch zahlreiche schuppenförmige, nach vorn gerichtete, gezähnelte

Granulationen rauh. Offenbar dienen diese Granulationen dazu, um die

Mandibel in den verschiedensten Stellungen zu +sperren+. Auch werden

sie ermöglichen, daß sie ohne Muskelwirkung zuhalten, wenn sie über

einer Ameise zusammengebissen wurden (Abb. 6).

In derselben Region zeigt die in der Rille der Mandibel verborgene

+Maxille+ eine entsprechende Verbreiterung, die ebenfalls mit

solchen Schuppen bedeckt ist (Abb. 7). Sonst zeigt die Maxille auf

ihrer Oberfläche weder Haare noch Zähne. Nur an der Spitze ist sie

mit Zähnchen versehen, welche umgekehrt wie beim Oberkiefer an der

Innenseite nach vorn, an der Außenseite nach hinten gerichtet sind

(Abb. 5). Sie ist sehr schlank, säbelförmig und hat auf beiden Seiten

ganz glatte Ränder (Abb. 4 _Mx_). Sie ist abgeplattet und hat selbst

auf der Oberseite eine Rinne und bildet so mit der Rinne der Mandibel,

in welche sie ganz genau hineinpaßt, eine Röhre, durch welche der

Ameisenlöwe seine Nahrung einsaugt und der Mundhöhle zuleitet. Nach

+Dewitz+ sind die am Ober- und Unterkiefer befindlichen beiden

Längsleisten eine „Führung“, dazu bestimmt, den beiden eng vereinigten

Mundgliedmaßen eine Verschiebung in der Längsrichtung zu gestatten,

ohne daß die beiden Teile auseinanderklappen.

Ventral schließen sich an die Maxillen die Bestandteile der Unterlippe

an. Ich unterscheide ein in der Mitte leicht eingekerbtes einheitliches

Mittelstück (Abb. 4 _M_), aus welchem jederseits eine schwach

bewegliche Glossa (Abb. 4 _Gl_) hervorragt, welche den viergliedrigen

Labialtaster (Abb. 4 _Lt_) trägt. Alle Teile tragen kurze starre und

einige längere Borsten. Auffallend ist die sehr regelmäßige Verteilung

der letzteren auf dem Mittelstück. Zwischen den Glossen stehen 2 große

Borsten, 2 ebensolche weiter hinten auf der Kinnfläche, je eine in

den äußeren Winkeln, und auch die kleineren Borsten sind symmetrisch

verteilt (vgl. Abb. 3).

Der Zugang in die Mundhöhle befindet sich, wie besonders +Lozinski+

nachgewiesen hat, in den äußersten Winkeln der eigenartig

zusammengepreßten Mundspalte. Dort, wo die Kiefer ihren Gelenken

zustreben, steht die Mundspalte beiderseits etwas offen, und hier

findet die Verbindung zwischen der Mundhöhle und den Längskanälen der

Mandibel statt. Die Mundspalte ist nicht etwa zugewachsen, sondern

zusammengepreßt und wird durch Einfügung von Fortsätzen in Rinnen

zusammengehalten. Dabei spielt ein als Labrum gedeutetes Plättchen am

Oberrand des Kopfes eine besondere Rolle.

Zu beiden Seiten der Unterlippe finden sich zwei bewegliche Stücke im

Skelett des Kopfes. Sie werden von verschiedenen Untersuchern als Cardo

und Stipes der Mandibel gedeutet.

Im untersten Teil der Maxille findet sich ferner nach +Lozinski+ eine

Drüse, welche ihr Sekret in den Kanal entleert und wohl als Giftdrüse

zu deuten ist.

Oberhalb des Ansatzes der Mandibel ragt der Kopf bogenförmig vor. An

der äußersten Kante sitzen die +Augen+. Diese stellen kegelförmige

Höcker dar, welche schief nach außen und etwas nach oben gerichtet sind

(Abb. 3 und 4 _A_). Die exponierte Lage der Augen bringt es mit sich,

daß sie leicht aus dem Sande hervorragen, wenn der übrige Tierkörper in

ihm verborgen ist. Das Auge besteht aus einem Chitinzapfen, dessen Wand

dunkelbraun pigmentiert ist. Nur an einigen Stellen sind kreisförmige

Unterbrechungen des pigmentierten Chitins; hier befinden sich die

Linsen, welche sehr stark kuppelförmig über den äußeren Umriß des

Augenkegels vorragen (Abb. 4). Ich zähle auf der unteren Fläche 1 Linse

und deren 6 auf der oberen Fläche des Augenstiels, also insgesamt 7

Linsen. Der feinere Bau der Augen wird weiter unten bei Besprechung des

Lichtsinnes des Ameisenlöwen beschrieben. Unterhalb des Augenkegels

zieht sich im Bogen bis zur Stirn, fast wie eine Wimperreihe aussehend,

eine Reihe feiner, flacher und gefiederter Borsten hin (Abb. 3 _Bb_).

Etwas vor dem Auge, unterhalb dieser Wimperreihe und oberhalb des

Mandibelursprungs entspringt jederseits die +Antenne+ (Abb. 3 und 4

_F_). Sie beginnt mit einem starken Basalglied, auf welches eine aus

kleineren Gliedern zusammengesetzte Antennengeißel folgt. Das erste

Geißelglied ist doppelt so lang und etwas dünner als die folgenden

Glieder; diese, 11-13 an der Zahl, sind untereinander gleich groß,

jeweils am inneren Rande etwas schmäler als am äußeren. Sie stecken

infolgedessen dütenförmig eins in dem anderen. Das letzte Glied der

Antenne ist etwa dreimal so lang wie diese Geißelglieder, ebenso breit

wie diese und am äußersten Ende mit einem feinen, stiftchenförmigen,

wahrscheinlich hohlen Fortsatz versehen. Auf den Gliedern der Antennen

finden sich keine Haare. Der erwähnte Unterschied in der Zahl der

Antennenglieder bei den verschiedenen Individuen ist wahrscheinlich

darauf zurückzuführen, daß die beiden Geschlechter schon im

Larvenzustand zu unterscheiden sind. Wir werden später noch weitere

Angaben hierüber machen.

Auch an der Unterseite des Kopfes, zwischen dem Auge und der Antenne

einerseits und der Mandibelbasis andererseits verläuft eine ähnliche

Wimperreihe, wie wir sie oberhalb der Mandibel antrafen (Abb. 4 _W_).

Doch besteht diese untere Wimperreihe aus sehr groben, kurzen, stumpfen

und an der Längskante feingesägten Borsten. Zwischen ihnen stehen

einige feine, dünne Borsten, wie wir sie in der oberen Wimperreihe

antrafen. Da einzelne der Borsten dieser unteren Reihe Spitzen

besitzen, so nehme ich an, daß der Mangel von Spitzen auf der Abnützung

derselben beruht. Die nach vorn gerichteten Spitzen erfahren sicher bei

den Bewegungen des Tieres durch den Widerstand des Sandes eine starke

Abnützung. Auch andere Borsten der Kopfregion zeigen abgebrochene oder

abgenützte Spitzen. Jene untere Borstenreihe vermag wohl auch infolge

ihrer Anordnung das Eindringen von feinen Sandteilchen in das Gelenk

der Maxille zu verhindern.

Die Oberseite des Kopfes ist ähnlich wie die Mandibel mit zahlreichen

schwarzen, starken Borsten besetzt (Abb. 3). Dieselben stecken alle mit

Kugelgelenken in wulstigen Pfannen, welche von der Chitinbedeckung des

Kopfes gebildet werden. Vorn und am Seitenrand sind die Borsten lang

und dick, vor allem auch in der Umgebung der Augen. Am Vorderrande des

Kopfes sind sie gerade nach vorn gestreckt; an den Seitenrändern des

Kopfes sind sie etwas nach innen gebogen und ragen mit ihren Spitzen

gerade nach vorn. Auf der Mitte der Stirnregion steht eine regelmäßig

angeordnete Gruppe von 9 starken Borsten (vgl. Abb. 3). Weiter nach

hinten auf der Oberseite des Kopfes sind die Haare etwas kürzer und

dünner; alle stehen nach vorn und sind etwas nach unten gekrümmt. Ganz

ähnlich verhält sich die Behaarung auf der Unterseite des Kopfes, doch

ist sie häufig sehr viel schwächer als auf der Oberseite. Auch besteht

sie in der Hauptsache aus untereinander gleich großen, relativ kleinen

Haaren; nur am Rand und vor allem vorn in der Augenregion steht eine

Anzahl langer und starker Borsten. Die Region hinter der Unterlippe

und das Kinn sind fast borstenfrei; doch lassen die wenigen hier

vorhandenen Haare eine auffallend symmetrische Anordnung erkennen (Abb.

3).

Der Kopf ist an seinem Uebergang zum Hals stark verschmälert und

steckt mit seinem Ansatz in dem letzteren wie in einem Futteral.

Der +Hals+ oder das +erste Thorakalglied+ ist lang und schmal. Auf

reinen Chitinpräparaten macht er den Eindruck, als sei er aus zwei

Segmenten aufgebaut. Der hintere Teil kann unter den Vorderrand des

zweiten Brustringes zurückgezogen werden. Der vordere Teil wird als

ein sogenanntes Zwischensegment angesehen. In der Mitte befindet

sich eine Gelenkstelle. Der Vorderrand des ganzen Halsgliedes sowie

derjenige des mittleren Gelenkes ist mit einer Reihe nach vorn

stehender Borsten bestanden. Ueberhaupt sind Ränder und Oberfläche des

Halses mit Borsten vollkommen bedeckt. Seitlich vorn findet sich ein

zitzenförmiger Höcker, der einige Borsten trägt (Abb. 2). Im hinteren

Teil der zweiten Hälfte dieses Gliedes befindet sich der Ursprung des

ersten Beinpaares. Die Beinpaare werden wir nachher im Zusammenhang

beschreiben.

[Illustration: Abb. 8. Kapsel des ersten Stigmas mit Eingang in das

Tracheensystem. Vergr. 200mal.]

Es folgt nun das +zweite Thorakalglied+, welches schon um ein gutes

Stück breiter ist als der Hals. Es zeigt an den Seiten des Körpers

wulstige Vorragungen, welche mit Gruppen langer, dicker Borsten

besetzt sind. Man unterscheidet beiderseits zwei solche Wülste, von

denen der eine kleinere dem Hals näher liegt, während der größere mehr

nach außen gewendet ist. Die Region dieses äußeren Wulstes habe ich

oben als die „Schulter“ bezeichnet (vgl. Abb. 2). Der Vorderrand des

zweiten Thorakalgliedes zeigt jene muldenförmige Eindellung, welche

wir schon früher geschildert haben. An deren Vorder- und Hinterrand

stehen mit den Spitzen nach vorn gekehrte Reihen starker Borsten. Auch

auf der Oberfläche des Gliedes finden sich zahlreiche Borstengruppen.

Die Spitzen aller sind nach vorn gekehrt. Die Eindellung hinter

dem wulstigen Vorderrand verbreitert sich nach den Seiten hin;

an ihrer tiefsten Stelle ist eine scheibenförmige Region dicken,

glänzenden und harten Chitins erkennbar. Diese Stellen entsprechen

den Bildungsstellen der Flügel. Sie wiederholen sich auf dem dritten

Thorakalglied. An der Unterseite des zweiten Thorakalgliedes sitzen

an den vorderen Ecken die zwei Oeffnungen des ersten Stigmenpaares;

diese befinden sich auf vorragenden kapselförmigen Ausbauchungen der

Körperwand, welche ungefähr die Form einer Taschenuhr besitzen. Sie

stehen mit ihrer vorderen Schmalkante nach vorn und unten vom Körper

ab. Sie sind an ihrem Vorderrand mit einem schmalen, längsverlaufenden

Schlitz versehen. Die Ränder dieses Schlitzes sind mit Zähnen besetzt,

welche die Enden von rippenartigen Verdickungen der Chitinwand des

ganzen Gebildes darstellen. Die Zähne greifen eng zusammen und bilden

so einen sehr schmalen Durchgang, durch welchen Staub und Sand nicht

in die Atemröhre eindringen können. Letztere beginnt mit einer weiten

Tracheenblase, von der große, bald sich verästelnde Tracheen von

typischem Bau in den Körper eindringen. Der Eingang in die Haupttrachee

ist von einer deckelartigen Bildung überdacht (Abb. 8).

[Illustration: Abb. 9. Gelenkfläche zwischen erstem und zweitem

Thorakalglied mit Bremshöckern. Vergr. 500mal.]

Nicht weniger eigenartig als diese Stigmenkapseln ist die Fläche,

welche die Gelenkverbindung zwischen dem ersten und zweiten

Thorakalsegment bildet. Rechts und links von der Mittellinie,

welche durch dünneres Chitin und zwei parallele Reihen von Borsten

gekennzeichnet ist, befinden sich je zwei Höcker, welche seitlich fast

bis zu den Stigmenkapseln reichen (Abb. 9). Die Oberfläche dieser

Höcker ist vollständig mit kleinen Granulationen bedeckt, wie wir sie

schon an der Basis der Mandibel und Maxillen kennen gelernt haben. Sie

sind aber mehr kugelig abgerundet als jene. Wie dort, so dienen sie

offenbar auch hier zur Bremsung der Bewegung der beiden Thorakalglieder

gegeneinander. Wir werden später sehen, daß gerade in diesem Gelenk

die für den Schnapp- und Umdrehreflex wichtigste Bewegung ausgeführt

wird. Ich nehme daher an, daß wie bei den Mundgliedmaßen das rauhe

Höckerfeld insofern als Bremse wirkt, als es bei kontrahiertem Muskel

die Gelenkbewegung bis zu einem gewissen Moment hindert. Wird die

Bremsung aufgehoben, so erfolgt ganz plötzlich die schnellende Bewegung

des betreffenden Gliedes. Auch kann mit Hilfe der Bremsung die Bewegung

in jeder Phase gestoppt werden. Aehnliche Höckerfelder finden sich an

den ventralen Gelenkflächen der hinteren Abdominalsegmente.

Auf dem hinteren Teil der Unterfläche des zweiten Thorakalgliedes,

ziemlich weit gegen den Außenrand hin, liegt die Einlenkungsstelle des

zweiten Beinpaares.

Das dritte Thorakalglied fügt sich direkt in den Verband der

Hinterleibsglieder ein. Sie sind alle durch tiefe Einkerbungen

voneinander getrennt. Am Hinterrande jedes Gliedes verläuft ähnlich

wie am Vorderrand ein verstärkter Wulst des Chitins. Diese Wülste

sind stets mit einer oder mehreren Reihen von Borsten besetzt, deren

Spitzen nach vorn gekehrt sind, meist auch eine Wendung gegen die

Mittellinie hin zeigen (Abb. 2). In der Nähe der Mittellinie des

Rückens findet sich überhaupt eine Anhäufung von Borsten. Auch an den

Seiten entlang zeigt jedes Segment einen mit langen, nach verschiedenen

Seiten abstehenden Borsten besetzten, fast halbkugeligen Wulst, ähnlich

wie wir deren zwei am Vorderrande des zweiten Thorakalgliedes an der

„Schulter“ kennen lernten. Derjenige auf dem dritten Thorakalglied ist

der größte von allen und zeigt auch die stärkste Borstenbedeckung (Abb.

2). Vom dritten Thorakalglied an bilden diese Wülste an den beiden

Seiten des Hinterleibes zwei gegen die Schwanzspitze konvergierende

Reihen.

Der Metathorax ist auch ähnlich dem Mesothorax hinter dem Wulst,

welcher seinen Vorderrand einfaßt, muldenförmig eingedellt. Dahinter

befindet sich eine Rinne, welche in der Mittellinie nach vorn

ausgebogen, seitlich um zwei flache Mulden nach hinten gebogen ist.

Diese Mulden sind mit hartem glänzendem Chitin ausgekleidet, wie jene

auf dem Mesothorax, und sie entsprechen auch den Stellen, an denen sich

ein Flügelpaar entwickeln wird.

[Illustration: Abb. 10. Mikrophotographie des Hinterleibsendes eines

Ameisenlöwen. Nach einem reinen Chitinpräparat. Die Spinnröhre

schimmert durch.]

Auch die Bauchseite des ganzen Hinterleibes ist mit Borstenreihen

besetzt, deren Spitzen im allgemeinen nach vorn gekehrt sind. Die

Borsten der Unterseite sind meist viel länger und zarter als diejenigen

der Oberseite (Abb. 10). Auf der Mitte jedes Abdominalsegments zieht

sich quer über die Breite des ganzen Tieres ein breites Band von

mittelgroßen, nach vorn gerichteten Borsten. Zwischen diesen stehen

in regelmäßigen Abständen, symmetrisch zur Mittellinie angeordnet,

+sechs+ ähnliche, nur kleinere Wülste, wie wir sie am Seitenrand

des zweiten und dritten Thorakalsegments kennen lernten. Dieselben

sind mit einer Lage stärkeren Chitins bedeckt als ihre Umgebung und

tragen auf stark entwickelten Gelenkknöpfen 6-14, ja oft noch mehr

sehr lange Borsten. Diese Wülste samt ihrem Borstenbesatz werden auf

den hinteren Abdomensegmenten immer kräftiger. Es sind schließlich

nur mehr 4, zuletzt 2. Ihre starren Borsten stehen nach allen Seiten

ab. Die letzten Segmente des Abdomens sind mit sehr zahlreichen, sehr

starken Borsten bedeckt, welche fast alle nach hinten stehen; nur

wenige sind nach der Seite gerichtet. Auf dem letzten Abdomensegment

kann man jederseits eine seitliche Gruppe von langen, starken Borsten

unterscheiden. Zwischen ihnen finden sich kurz vor dem Hinterende, nahe

der Mittellinie 4 sehr starke, kurze, stumpfe, nach hinten gerichtete

Borsten. An der Hinterleibsspitze selbst stehen etwa 8 ebensolche

Borsten, umgeben von einem Kranz etwas kleinerer, um welche dann die

vorhin erwähnten langen Borsten sich anordnen (Abb. 10). Jene kurzen

Borsten der Hinterleibsspitze zeigen fast stets deutliche Spuren

starker Abnützung. Sie spielen eine wesentliche Rolle bei der Arbeit,

welche die Hinterleibsspitze beim Einbohren in den Sand zu leisten hat.

[Illustration: Abb. 11. Abdominale Stigmenöffnung mit ihrer beborsteten

Umgebung. Vergr. 400mal.]

Es bleibt noch nachzutragen, daß sich auf der Unterseite des dritten

Thorakalsegments, ziemlich weit gegen die Außenkante gelegen,

jederseits eine zweite Stigmenöffnung findet, welche ähnlich wie die

ersten eine senkrecht auf die Längsachse des Tieres verlaufende,

spaltförmige Oeffnung besitzt. Auch sie ist mit dem fein gezähnelten

Verschluß versehen wie das vorige Stigmenpaar, hinter welchem sie aber

bei weitem an Größe zurückbleibt. Diese Stigmenöffnung hat nur etwa

ein Viertel des Durchmessers der ersten, ist aber etwas größer als die

abdominalen Stigmen, deren jedes Segment außer dem letzten ein Paar an

der Bauchseite nahe dem Seitenrand trägt (Abb. 11). Nur das Stigma des

dritten Thorakalsegments ist stark nach oben gerückt.

Auch das dritte Beinpaar ist auf seinem Segment weit gegen den

Außenrand der Bauchseite eingelenkt.

Alle Beinpaare sitzen so am Körper, daß in der Regel ihre Endglieder

nach vorn oder höchstens nach den Seiten gerichtet sind, was für

die Rückwärtsbewegung des Tieres von Bedeutung ist. Sie sitzen alle

auffallend weit außen am Körper.

[Illustration: Abb. 12. Endglieder des dritten Beinpaares mit

Stellungshaaren, Endklauen und Klauenmuskel. Vergr. 50mal.]

Die Beine selbst sind alle stark behaart. Auf den beiden vorderen

Beinpaaren finden sich fast ausschließlich lange und dünne Haare,

deren Spitzen nach vorn gerichtet sind. Am ersten und zweiten Beinpaar

sind besonders an Femur und Tibia die Haare sehr regelmäßig in geraden

Reihen den Kanten der Glieder entlang eingepflanzt. An den Gelenken,

besonders der proximalen Beinglieder, finden sich Borstenreihen, wie

ich sie seinerzeit bei anderen Arthropoden als „+Stellungshaare+“

bezeichnet habe. Ich gab ihnen diesen Namen, weil sie als Tasthaare

infolge ihrer Stellung an den Gelenken durchaus geeignet sind, um das

Tier über die gegenseitige Haltung seiner Glieder zu unterrichten.

Bekanntlich fehlt bei den Arthropoden eine sensible Innervation der

Muskeln. Es kann also bei diesen Tieren keinen dem Muskelsinn der

Wirbeltiere vollkommen entsprechenden Sinn geben. Bei den äußerst

präzisen Bewegungen, welche sehr viele Arthropoden haben, müssen wir

aber doch annehmen, daß der Muskelsinn irgendwie ersetzt ist. Es ist

durch neue Untersuchungen bekannt geworden, daß tatsächlich sensible

Nerven zu den Gelenken der Arthropoden ziehen. Diese Nerven werden wohl

in der Regel die von mir beschriebenen Stellungshaare innervieren.

Auch sonst zeigen die Beine des Ameisenlöwen einige bemerkenswerte

Eigentümlichkeiten. Zunächst ist schon ihre Stellung am Körper eine

sehr eigenartige. Das erste Beinpaar ist meist geradeaus zu beiden

Seiten des Kopfes nach vorn gestreckt, dabei liegen Coxa, Trochanter

und Femur dem Kopf und Hals ziemlich parallel, während Tibia und

Endglieder etwas abgespreizt sein können. Das zweite Beinpaar ist meist

vom Körper sehr stark abgestreckt, wobei alle Glieder beinahe eine

gerade Linie bilden können. Das dritte Beinpaar dagegen ist stets stark

eingebogen. Die Tibia ist im Winkel gegen das Femur stark eingeknickt.

Der nach vorn gerichtete Rand dieses Beinpaares, also speziell der

Vorderrand der Tibia, muß beim Graben im Sand stark mithelfen. So sehen

wir ihn denn nicht, wie die übrigen Beinglieder, mit relativ langen und

dünnen Haaren, sondern mit starken und kurzen Borsten bedeckt (Abb.

12). An dem Endglied jedes der 6 Beine sitzt ein Paar starke, gekrümmte

Klauen, welche gegeneinander beweglich sind. Diese Beweglichkeit wird

durch einen eigenartigen Mechanismus bewirkt. Die beiden Klauen, deren

konvexer Rand abgerundet, deren konkaver Rand jedoch scharf ist,

bestehen ausschließlich aus Chitin. Sie sind miteinander durch eine

starke Chitinspange verbunden, welche im Endglied des Beines sich

befindet. Diese elastische Spange hat die Gestalt eines Halbringes; die

Enden dieses Halbringes sind mit den Klauen in fester Verbindung. In

der Ruhestellung werden durch die Elastizität dieses Ringes die Klauen

auseinandergespreizt. Nun sitzt an der höchsten Stelle der Wölbung

des Ringes die Sehne eines Muskels an. Es ist dies ein kräftiger, aus

mehreren Bündeln zusammengesetzter Muskel, welcher das ganze letzte

Fußglied (die Tibia) durchzieht, in dessen oberen Teil er fächerförmig

sich ausbreitet. Die Klauen mit ihrem Ring und ihrer basalen Umhüllung

durch das Chitin des sehr kurzen eigentlichen Tarsalgliedes sind in der

kreisförmigen unteren Oeffnung des Chitinpanzers des letzten Fußgliedes

fest verankert. Wenn nun der Muskel, welchen ich den +Klauenmuskel+

nennen will, sich kontrahiert, so muß, da eine Bewegung sonst nicht

möglich wäre, der Chitinring seine Form verändern; er wird in die Länge

gezogen, und dadurch werden automatisch die beiden Klauen, besonders

mit ihrem Spitzenteil, einander genähert. Sie greifen zusammen, und

ich habe öfter gesehen, daß dabei Sandkörnchen und andere Gegenstände

zwischen den Klauen erfaßt werden. Die Sehne des Klauenmuskels ist aus

zwei parallel laufenden dünnen Fasern zusammengesetzt. Beim ersten und

zweiten Beinpaar ist das kurze Tarsalglied frei, beim dritten Beinpaar

jedoch mit der Schiene verwachsen.

b) Färbung und Zeichnung.

Nimmt man einen Ameisenlöwen aus dem Sand, so ist er infolge des

anhaftenden Staubes grau und unscheinbar. Benetzt man ihn jedoch mit

Wasser, so tritt seine charakteristische Färbung deutlich hervor.

Die Grundfarbe des ganzen Körpers ist ein fahles, erdiges, helles

Gelb. Manche Individuen sind etwas dunkler, gelbbraun, manchmal sogar

rotbraun oder gar dunkelbraun gefärbt. Von dem hellen Grundton heben

sich die zahlreichen Haare und Borsten, welche dunkelbraun oder schwarz

gefärbt sind, scharf ab. Am hellsten ist die Oberseite der Beine.

Ueber die Mitte der ganzen Rückenseite des Tieres zieht sich ein

breites, rötliches Band. Diese Färbung, welche bei jüngeren Tieren mehr

fleischfarbig, bei älteren mehr braun zu sein pflegt, dehnt sich auf

dem dritten Thorakalsegment und dem ersten Abdominalsegment weit nach

den Seiten aus (vgl. Abb. 2).

Die Mandibel sind in der Hauptsache bleich gelblich gefärbt; doch

zieht sich über die Mitte ihrer Oberfläche ein brauner Streifen;

das hakenförmige Ende sowie die Spitzen der großen Stacheln sind

dunkelbraun gefärbt. Auch die Taster und Fühler und die Umgebung der

Augen sind dunkelbraun.

Ueber die ganze Rückenseite sind nun ferner Flecken dunkelbraunen

und schwarzen Pigments verteilt. Auf dem Kopf und den ersten

Thorakalsegmenten bilden sie ein Doppelband, welches eine hellere

schmale Mittelzone freiläßt. Auf dem Rücken, vor allem des Abdomens

sind diese dunkeln Flecken regelmäßig angeordnet. Sie finden sich

in Querreihen am Vorderrand besonders der vorderen Segmente; am

auffallendsten sind aber die Längsreihen. Von ihnen kann man 9

unterscheiden; am deutlichsten ausgeprägt ist die Mittellinie und

zu ihren beiden Seiten je eine parallele Linie großer, in die

Quere gezogener Flecken. Zwischen der Mittellinie und den beiden

Hauptseitenlinien ziehen je eine, außerhalb der Hauptseitenlinien je

zwei Linien kleinerer, rundlicher Pigmentflecke hin. Je ein Flecken ist

auf je einem Segment angeordnet; in der Mittellinie liegen vielfach

auf jedem Segment zwei in der Quere ausgedehnte strichförmige Flecken;

in den Hauptseitenlinien sind solche meist zu einem gelappten Flecken

zusammengeflossen. Zwischen diesen 9 Hauptreihen können noch zerstreute

oder andeutungsweise in Reihen angeordnete kleinere Flecken vorkommen.

Bemerkenswert ist, daß auf den Pigmentflecken fast stets entweder

Gruppen und Büschel von Haaren oder einzelne, besonders starke Borsten

stehen.

Noch auffälliger ist die Fleckung der Unterseite. Die Grundfarbe

ist da mehr wachsgelb; fast schwarze, hier und da dunkelbraune

Pigmentflecken bilden in der Hauptsache 7 Längslinien. Relativ klein

und schwach sind die Flecken der Mittellinie, deren Ränder oft

verwischt sind. Unregelmäßig gelappt und oft in mehrere Teilflecke

zerlegt sind die Flecken der ersten seitlichen Linien. In einigem

Abstand von ihnen folgen Doppellinien, welche die Basis des zweiten

und dritten Beinpaares umfassen. In diesen 6 seitlichen Längslinien

ist im allgemeinen eine Verkleinerung der Flecken von vorn nach hinten

festzustellen.

Nahe dem Seitenrand zieht sich schließlich jederseits eine Reihe heller

brauner Flecken hin, welche etwa die Spitze der die Borstenbüschel

tragenden Warzen einnehmen.

Auch auf der Unterseite des zweiten Beinpaares finden sich einige

hellrotbraune, auf der des dritten Beinpaares mehrere (3-5) hell- und

dunkelbraune Flecken. Die Klauen aller Beinpaare sind dunkelbraun.

Die Unterseite des Kopfes ist mit kleinen, ziemlich symmetrisch

angeordneten dunkelbraunen Fleckchen bedeckt.

III. Das Verhalten des Ameisenlöwen in freier Natur.

Zum Unterschied von seinen Verwandten sieht man unsere gewöhnlichen

einheimischen Ameisenlöwen in der Natur selten frei herumlaufen. Man

findet sie fast stets in ihrem Trichter eingegraben. Je nach der

Größe der Tiere können diese Trichter verschieden groß sein. Die

kleinsten, die ich gesehen habe, hatten kaum einige Millimeter im

Durchmesser, während die größten 10-12 cm breit waren. Uebrigens hängt

die Größe der Trichter außer von der Größe ihrer Erbauer, wie wir

später sehen werden, auch von deren physiologischem Zustand und von

der physikalischen Beschaffenheit des Sandes oder der Erde, in dem sie

gebaut sind, ab.

Der Ameisenlöwe · 第 1 / 12 段