3. »Eile zum Licht des Vaters, von welchem deine Seele ausgeflossen ist.«

Der Anonymus und Plethon deuten diesen Spruch übereinstimmend dahin, daß

die Gottheit das höchste Licht, und in diese Lichtheimat zurückzukehren das

einzige Verlangen der Seele sein müsse. Psellos dagegen sagt etwas

abweichend:

»Die Seele entwickelt drei Kräfte: Verstand, Gedächtniß und Urtheilskraft;

diese drei Potenzen vereinige, um über das Wesen der Gottheit nachzudenken

und sich mit dieser zu vereinigen.«

Bis hierher haben wir in der Aufeinanderfolge der Aphorismen einen

gewissen Zusammenhang beobachten können. Jetzt aber folgt ein dem Sinn nach

gar nicht verwandter Spruch, was auf einen verloren gegangenen Teil des den

drei Bearbeitungen zu Grunde liegenden Originals deutet. Dieser in der

ersten Fassung als siebenter folgende Aphorismus ist bei Psellos der

achtundzwanzigste und bei Plethon der achte. Sein Wortlaut ist der

Reihenfolge nach:

Der Occultismus des Altertums · 第 99 / 155 题