Beilage 1 (von Aurifabers Hand).[194]

Am freittage nach Jacobj hat die Denissche vnd Lubissche armada in der

see die schwedische schiffart angetroffen, vnd von morgens vmb 8 vhr an

mit inen geschlagen biß auff den abendt vmb sechs vhr. Es seind aber

die Schweden in der nacht nach dem gehalttenen schermmutzeln wider

nach den scheren gelauffen, dohin den Dehnen vnd Lubeckern vnmuglich

zu folgen, vnd nach deme ein mastbaum dem Lubisschen ammiralschieff

war abgeschossen worden, do were das Lubissche ammiralschieff gern

nach Dantzig gelauffen, das man einen neuen mastbaum in sein schieff

setzete. aber die Dehnischen haben nicht folgen wollen, sondern

gebeten, das man vnter Gottlandt gegen Wisbj lieff, welches ehemals

eine große kauffstadt gewesen. da wolten sie einen denischen edelman

so auff dem dehnischen vndterammiralschieff ein oberster gewesen,

begraben, deme der kopff im schermmutzel abgeschossen worden. Haben

derhalben die denissche vnd lubissche armada dohin gesetzet vnd ire

ancker fallen lassen vnd denselbigen todten zur erden bestedtiget.

Als sie nun nicht viel stunden alda verharret, hat sich so ein

grausamer sturmwindt gegen dem abendt erhoben, das man nicht anders

gemeinet, es sej ein erdbeben gewesen, welcher die gantze nacht

gewehret vnd die besten schieffe jemerlich etzliche zu grunde auff die

klippen geschlagen, etzliche mit wasser verfullet, das sie gesuncken

vnd sampt allem volcke vertruncken.

Von den lubisschen schiffen haben wir verloren den ammiral[195],

darauff der burgermeister, herr Bartholomeus Tinnappel genant gewesen,

mit haubtman, fenrich sampt allen knechten, schiffern und boßleuthen

geblieben. dergleichen ist verloren der vnterammiral vnd noch ein

schieff, das meerweib genanth, mit allem volck.

Aber von des konigs von Dennenmarcken armada ist in diesem storm

vmbkommen, der ammiral vnd vnterammiral sampt noch acht schiffen, die

grösten vnd besten, mit allem volck, so darauff gewesen, derer seelen

gott gnedig vnd barmhertzig sein wolle, dan es wirdt das volck, so

allenthalben darauff gewest, in die sieben tausend personen geschetzet,

die so erbermlich vmb ir leben kommen. Wir hetten villieber eine

feldtschlacht verlieren mögen, solt nicht so viel volcks vnd geschutz

sampt allerlej munition vnd prouianth verloren worden sein, als mit

dieser 13 schieff vntergang geschehen.

Was aber der Schwede auff seinen schieffen in diesem gehaltenen

schermmutzeln durch vnser geschütze verloren, vnd wie es seinen

schieffen in den storm ergangen, solches konnen wir noch nicht

erfharen, den es sind wenig feilschusse[196] von den vnsern in die

schwedische schieffe geschehen. das aber gottes wetter vnd windt vns so

grausamen schaden gethan, mussen wir vnsern sunden die schuldt geben

vnd dem almechtigen gott in sein gerichte heimstellen.

Es ist itzt in dieser stad von weibern vnd kindern ein solch heulen,

weinen vnd klagen, das es einen stein erbarmen möchte. Gott wolle vns

trösten vnd hinforder besser glück geben.

Dieser schieff vntergang ist geschehen am sontage nach Jacobj.

Den 21. tag Augusti sind zwene vnsere rathsherrn mit vnser pincken[197]

wider zu hause aus der see ankommen, welche noch aus dem storm sind

erhalten worden. Auch seind diesen morgen den 22. tag Augusti zwej

Orlagerschieff[198] aus vnser armada zu Tramunde vor die hafen

angelanget, die gott aus der notth errettet. wo die andern sind, weiß

man noch nicht eigentlich, hoffen aber, das sie in guten hafen liegen.

+Außen:+

Zeittung von dem erliddenen schaden der Denischen vnd Lubischen

schiffart. Datirt den 22. tag Augusti in Lubeck anno 1566.

Beilage 2 (von anderer Hand).

Zeitung auß Dennemarck vonn vnnsernn kriegesvolck, so zu lannde nach

Schwedenn gezogenn sein, kann ich euch nicht verhaltenn, das sie alle

durch die klippenn vnnd holenn weg seinn vnnd vnnser volck habenn

drei blockheuser vonn dem Schwedenn bekommen vnnd 18 stuck groß

geschutz. so habenn die vnnsern viel volck verlorenn. Frantz Banner

vnnd Josua Cwalenn[199] habens meiste volck verlorenn vnnter jhrenn

fahnenn. auch sinndt dar viel vonn denen zu fuße erschossenn, also das

viel volcks ist vmbkommenn so wol auf des Schwedenn, als auf vnnser

seitenn. doch hatt vnnser volck die vberhanndt behaltenn vnnd sinndt

nun vber die bößenn wege kommenn, also das sie nun guetenn wegk habenn

biß vor denn Stockholm. Daniel Rantzaw hatt zurucke geschriebenn,

das sie jhm soltenn eine freie offene straß haltenn, da sie möchtenn

zufhur bekommen, so wolt er mit gottes hulf sein windterleger vor

denn Stockholm schlahenn. so ist Heinrich Brade aufgezogenn mit 10

fahnenn hollenndischen burenn, auf das er denn annder zu hulf kommen

sol, so das sie nun freie zufuhr vonn prouiandt bekommenn konnenn.

so verhoffenn wir mit gottes hulffe, es sol zu einem guetenn ennde

gereichenn. Nach dato haben wir zeitung bekommenn, das Daniel Rantzaw

Warsteinn sampt dem schlosse erobert habenn sol. gott gebe jhm ferner

seinenn segenn.

+Außen:+

Zeittungen, wie es vmb den schwedisschen krieg zu lande stehe.

3.

Gottes gnad vnd fried durch Christum Jhesum vnsern heiland, erbar

vnd vhester grosgonstiger lieber herr vnd förderer. Euer herrn eines

erbarn vhesten vnd wolweisen raths der stadt Nurmbergk antwortt[200]

auff mein vberschickt buch der colloquien Lutherj sampt der 20

goltgulden verehrung hab neben euerm an mich gethanem schreiben jch

jungst bej meinem bothen wohl empfangen. Sage einem erbaren vhesten

vnd wolweisen rath meinen grosgonstigen vnd gebietenden herrn fur dieß

stadlich geschenck vnd verehrung dienstliche vnd vleissige dancksagung,

wils auch vmb ihre hehrlickeit zu verdienen vnd zu verschulden mich

bevleissigen. vnd fur die angewanthe förderung bin ich euer ehrenvhest

auch danckbar. wils hinwider zu verdienen willig befunden werden.

Bitte auch einem erbarn, vhesten vnd wolweisen rath von meiner wegen

hoche vnd dienstliche dancksagung fur die verehrung zu thun, vnd

weil ich itzt vergebliche zufellige bothschafft aus Erffurdt gegen

Norimberg hat, so hab ich nicht vnterlassen konnen, euer ehrenvhest

dieß briefflein mit zuschreiben, vnd fuge derselbigen zu wissen, das

ich aus der graffschafft Mansfeld mich in Erffurdt wesentlich[201]

begeben, vnd alda in der Kirchen zun predigern das pfarrampt angenommen

vnd mich wider ins predigtampt begeben hab. der liebe gott wolle mir

seinen heiligen geist vnd gnade darzu mildiglich verleihen. Vnd kan

euer ehrenvhest nicht pergen das die echter noch alle zu Gotha sind,

vnd man alda itzt viel abreitens hat. man hat auch innerhalb 14 tage

im Duringer walde bej funfftausend klaffter holtz fellen vnd hauen vnd

in großer eile nach der vhestung fuhren lassen, dergleichen aus dem

lande eine große prouianth in die vhestung gebracht, also das iederman

gefurcht, es würde ein neuer lerm für der handt[202] sein. aber es

ist (got lob) noch alles stille. vnd ist wohl etwas im werck gewesen,

als das der churfürst zu Sachsen nach absterbung des ertzbischoffs zu

Magdeburg gerne die bejden stiffte Magdeburg und Halberstadt hette an

sich gebracht. Nun wollens die marggraffen zu Brandenburg aus iren

henden nicht lassen vnd haben dem capittel furgeschlagen marggraf

Hans Georgens sohn oder des hertzogen von der Lignitz sohn, welcher

churfurst Joachims zu Brandenburgs tochter sohn ist. vnd wollten

derer einen gerne zum bisschofe haben, auff das die marggrafen diese

bejde stifte an der handt hetten. Vnd haben auch die marggrafen viel

postirens[203] itzt gegen Gotha, das sichs ansehen lest, als sej es

itzt ein kuchen.[204] Aber der churfürst zu Sachsen thut itzt gahr

gemache vnd halte es auch darfur, er werde sich vmb diese stiffte nicht

annemen, den daraus gahr ein großer lermen im deutschen lande erfolgen

durffte.

Grumbach lest ein neue buch zu Jhena drucken, dorinnen er sich

verantworttet wider des von Schwartzburgs aufflage vnd die vrgichten,

das er leuthe solt abgeferttiget[205] haben den churfursten lassen zu

erschießen. Diese bucher werden nichts guths anrichten. Gott wolt es

gnediglich abwenden.

Hat euer ehrenvhest gewisse zeittung, wie es in Vngern stehe vmb der

keiserlichen matt. kriegsvolck, so bitte ich dienstlich euer ehrenvhest

wolten mirs mittheilen. Gegeben zu Erffurd den freittag nach Burckhardj

[18. October] anno 1566.

Euer ehrenvhest williger diener

Joannes Aurifaber.

+Außen:+

Dem erbarn vnd vhesten Paulus Behaim, rathsherrn zu Norimberg meinem

großgonstigem lieben herrn vnd förderern Norimberg zu handen.

+Meißen.+ W. +Loose+.

Die heraldischen Wecken.

Die sogen. Wecken[206] kommen schon seit der ältesten heraldischen Zeit

in zweifacher Eigenschaft in den Wappen vor:

I. als heraldisches Muster (dessin) und

II. als heraldische Figur (künstliche).

In der alten Züricher Wappenrolle finden sich verschiedene Beispiele

von beiden Gattungen, und zwar ad I in den Wappen Nr. 18, 21, 180, 185

und 559 und ad II in den Wappen Nr. 153, 359, 389 und 391. Ich theile

hier Abbildungen mehrerer dieser Wappenschilde mit, und erlaube mir,

einige allgemeine Bemerkungen beizufügen, welche allerdings für den

Heraldiker von Fach nichts Neues enthalten, aber manchem Freunde der

edlen Heroldskunst unter den Lesern dieser Blätter doch nicht ganz

unerwünscht sein dürften.

Ad I. Geweckte Schilde und Felder. Fig. 1. „Baiern“ (Nr. 18): ein von

Weiß und Blau geweckter lediger Schild; Fig. 2. „Tek“ (Nr. 21): ein

von Gelb und Schwarz geweckter lediger Schild[207]; Fig. 3. „Criech“

(Nr. 185): ein getheilter Schild, oben ein von Weiß und Schwarz

gewecktes Feld, unten ein rothes Feld; Fig. 4. „Grünberg genannt

Salzfaß“ (Nr. 559): ein schräg getheilter Schild, oben ein wachsender

rother Leopard, unten von Weiß und Blau geweckt.

[Illustration: Fig. 1.]

[Illustration: Fig. 2.]

[Illustration: Fig. 3.]

[Illustration: Fig. 4.]

Ad II. Wecken als Figuren. Fig. 5. „Friberg“ (Nr. 153): im blauen

Schilde 3 weiße Wecken[208]; Fig. 6. „Egkher“ (Nr. 359): von Schwarz

und Weiß getheilter Schild mit 3 weißen Wecken im schwarzen Felde;

Fig. 7. „Schaler“ (Nr. 389): im rothen Schilde 5 (schrägbalkenartig)

schräg an einander gestellte weiße Wecken[209]. Bei Blasonierung

eines mehrfarbigen heraldischen Musters kann von einer Tinktur des

betreffenden +Feldes+ eben so wenig die Rede sein, wie von

+Figuren+ und von einer bestimmten +Zahl+ der einzelnen

Plätze, die sich ohnehin mit der Schildform beliebig verändert.

[Illustration: Fig. 5.]

[Illustration: Fig. 6.]

[Illustration: Fig. 7.]

Beide Tinkturen haben ganz die gleiche Eigenschaft; denn sie sind

organisch zu dem betreffenden heraldischen Muster miteinander verbunden

und bilden zusammen nur eine zusammengesetzte Tinktur, gehören somit

ebenso zu den „ledigen Wappen“, wie die mit einer einzigen Tinktur

(ohne Figur)[210].

Es gibt aber auch +Wappenbilder+ von +zusammengesetzter+ Tinktur.

Der Adler im Wappen von „Maͤrhern“ (Mähren, Nr. 81) ist z. B. weder ein

weißer Adler mit rothen Würfeln, noch ein rother mit weißen Würfeln

oder Schach, sondern ein von Weiß und Roth geschachter Adler.

Alle heraldischen Pelzmuster sind +zusammengesetzte+ Tinkturen

kat’exochän; z. B. der Adler im Wappen von „Froburg“ (Nr. 28) und der

Fürstenberg’sche Schildrand (Nr. 37) von weiß und blauem Kürsch, und

der öttingen’sche Schildrand (Nr. 29) von gelb und rothem Kürsch. So

sind auch die beiden kreuzweise über den rothen Schild der „Gutenberg“

(Nr. 91) gelegten weiß und blauen Streifen keine weißen Streifen mit

blauen „Eisenhütlein“[211], sondern einfache Pelzstreifen.

Ebenso verhält es sich mit allen heraldischen Mustern[212]. +Daher ist

das bayerische Stammwappen einfach ein von Weiß und Blau geweckter

lediger Schild.+ Es kann also eben so wenig von blauen Wecken im weißen

Feld oder umgekehrt die Rede sein, als von einer bestimmten Zahl von

Wecken (resp. Felderlein oder Plätzen), oder von Bezeichnung einer der

beiden Tinkturen als „Hauptfarbe“[213].

Wenn früher dieses Wappen als „blaw und weiß Wegk“ blasoniert wurde, so

beweist das nur, daß beide Tinkturen +zusammen+ das Wappen bildeten.

Wenn aber damals und später von einer bestimmten +Zahl+ von Wecken die

Rede ist, so ist das eben einfach einer jener heraldischen Verstöße

unserer +deutschen+ Heraldiker, über welche eine wissenschaftlichere

Kritik längst den Stab gebrochen hat.

Schon vor anderthalb hundert Jahren sagte Trier: „Die Hertzoge zu

Bayern führen schrägrechts von Silber und Blau geweckt. Die Zahl der

Reyhen wird bey dem Geweckten im Blasoniren nicht benamet, zuweilen

aber zehlet man die Felderlein,[214] doch ist die Zahl derselben selten

ausgemacht. Zum Exempel in gegenwärtigem hertzoglichen Bayrischen Wapen

wird von vielen die Zahl der Felderlein auf ein und zwantzig gesetzt.

Die Menge aber der Münzen und anderer Monumenten, wo diese Zahl nicht

beobachtet worden, zeiget, daß es dißfalls willkührlich sey;“ und O.

T. v. Hefner sagt[215]: „daß man die einzelnen +Weken+ gezält habe,

dafür finde ich nur ein Beispiel im Wappenbriefe der Stadt Gundelfingen

vom Jahre 1462, wo es heißt: „etc..... den dritten Tailn des Wappens

Bayerland, das sind siben blaw und weiß Wegk“ (siehe mein Wappenwerk,

I. 1, S. 15). Aber hundert bayerische Siegel und Wappen geben Beweis,

daß man es mit den 21 Weken nie so genau genommen habe.“

Schließlich will ich noch bemerken, daß die besäeten und bestreuten

Wappenschilde (+ohne+ oder +mit+ einem eigentlichen Wappenbilde) auch

unter die heraldischen Muster gerechnet werden können, da die +Zahl+

der Bilder auch bei ihnen willkürlich ist und sich nach der Größe und

der Form des Schildes richtet. Es wird wol keinem Kenner einfallen, im

alten Wappen von Frankreich (Nr. 13) -- (d’azur semé de fleurs-de-lys

d’or,) die +Zahl+ der Lilien anzugeben, oder in dem Wappen von

„Klingen“ (Nr. 138) die 10 Schindeln als feststehende +Normalzahl+ --

dieselben für +dieses+ Wappen annehmen zu wollen[216].

+Kupferzell.+ F.-K.

Zur Geschichte der Giesserfamilie Hilger in Freiberg.

Der Görlitzer Magistrat schreibt am 24. Juni 1521 an den Glockengießer

+Andreas Hilliger+ zu Breslau einen Brief folgenden Inhalts: Nachdem

wir wegen der Glocke (für die Peterskirche) mit Euch haben reden

lassen, haben wir unserem Diener Fabian befohlen, Euch Kupfer und

anderes Zubehör zu beschaffen. Auch findet Ihr inliegend (es ist aber

nur das Concept des Schreibens im lib. missiv. erhalten!) der Stadt

Wappen mit etzlichem Texte zu St. Peters Bilde. -- Der Name Hilliger

ist unzweifelhaft nur eine andere Form für den obigen Zunamen, als

deren Träger Lübke (deutsche Renaissance II, S. 783) zuerst die Brüder

+Wolf+ und +Oswald+ zu Freiberg zum Jahre 1545 als Hersteller der

großen Dedications-Tafel von Bronze in der Torgauer Schloßkirche laut

Inschrift anführt. In Rücksicht auf den Zeitabstand dürfte nunmehr in

dem Meister Andreas der Vater jener Künstler zu suchen sein, der gewiß

nur vorübergehend seinen Aufenthalt in Breslau genommen hatte. Die

Vermuthung stützt sich auf folgende Angabe der Görlitzer Rathsannalen

(Script. rerum Lusaticarum III, S. 425), wo es zum Jahre 1516 heißt,

daß der Rath im Einverständniß mit den Kirchenvätern eine neue Glocke

für St. Peter einem +Kannengießer von Freiberg+ angedingt habe, welcher

den Guß derselben durch seine zwei Söhne am 26. September d. J. im

Parchen jenseits des Frauenthurmes habe ausführen lassen. Sie wog 165

Centner, und von je einem bekamen die Verfertiger 2 Mark Görlitzer

Währung. Man ist versucht, die drei Ungenannten für Andreas, Wolf

und Oswald Hilger zu halten, welche letztere beide nach anfänglich

handwerksmäßigen Leistungen zur wirklichen Künstlerschaft sich werden

aufgeschwungen haben.

Im Breslauer Zeughaus befand sich ein Geschütz von 87 Centnern, genannt

die alte Sau. Es trug die Inschrift: „Hilf Gott aus Noth, der Junge ist

todt.“ Von dem Gießer +Michael Heiliger+ (sic!) aus Meißen, welcher den

Guß desselben 1543 vollzog, weiß die Sage Aehnliches zu erzählen, wie

von dem Meister der Sünderglocke zu Breslau.

+Bunzlau.+ +Dr. Ewald Wernicke+.

Verantwortliche Redaction: Dr. +A. Essenwein+. Dr. +G. K. Frommann+.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in

Nürnberg.

Gedruckt bei +U. E. Sebald+ in Nürnberg.

Mit einer Beilage.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880 Organ des Germanischen Museums · 第 89 / 173 题