(Nr. 4696-4715.)
=Münchberg.= +Paul Haas+, Pfarrer: Zwei Kaufbriefe über das Haus
zu Nürnberg in der Brunnengasse L. 483 alte Nummer. 1624, Juli 19
und 1702, August 14. Perg. -- =Nürnberg.= +J. Mesthaler & Comp.+,
Maschinenfabrik und Eisengießerei: Kaufbriefe über das Haus S. 1161
in der Tucherstraße von: 1406, März 4, 1425, Juli 18, 1447, Februar
10, 1453, Juli 12, 1458, November 20, 1488, Mai 13 u. 15, 1507, August
28, 1544, Mai 26, 1602, November 22, 1604, Juni 1 (doppelt), 1655,
April 9, 1655, Mai 10, 1661, Februar 2, 1701, Juli 15, 1801, Mai 30
(doppelt), 1828, November 19, 1835, August 10-29 (doppelt). Dazu zwei
Verzeichnisse, zusammen 23 Stück. Perg.- und Pap.-Orig. und Abschr.
Schriften der Akademieen, Museen und historischen Vereine.
+Geschichte des Dorfes Plauen bei Dresden.+ Nach den Quellen bearbeitet
von Adolf Hantzsch. Herausgegeben vom +Verein für Geschichte und
Topographie Dresdens und seiner Umgegend+. 3. Heft der Mittheilungen
etc. Dresden. 1880. 8.
+Der deutsche Herold. Zeitschrift für Heraldik, Sphragistik und
Genealogie.+ Organ des Vereins „+Herold+“ in Berlin. XI. Jahrg. 1880.
Nr. 2. Berlin, 1880. 4.
Vereinsangelegenheiten. -- Verzeichniß von Leichensteinen.
Zusammengestellt von Dr. G. Schmid. (Forts.) -- Ueber die Wæle als
Helmschmuck. Von W. Crecelius. -- Die Geschichte des Geschlechts von
Schönberg. Von L. Clericus. -- Literatur. -- Berichtigungen.
+Verhandlungen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin.+ Band VII. Nr.
1. Berlin, 1879. 8.
Gesellschaftsangelegenheiten. -- Geographische und Literatur-Notizen.
+Kämmereirechnungen der Stadt Hamburg.+ Herausgegeben vom +Verein für
Hamburgische Geschichte+. IV. Band. Kämmereirechnungen von 1482-1500.
Von Karl Koppmann. Hamburg, 1880. 8. IV. und 468 Seiten.
+Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde
zur Beförderung einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher
Geschichten des Mittelalters.+ Fünfter Band. Zweites Heft. Hannover,
1879. 8.
Lateinische Handschriften in St. Petersburg. Von K. Gillert. -- Die
Kaiserurkunden des Bisthums Utrecht. Von K. Foltz. -- Die Papstbriefe
der Brittischen Sammlung. Von P. Ewald. -- Zur Frage nach den Quellen
der Historia Langobardorum. Von G. Waitz. -- Miscellen. -- Nachrichten.
+Anzeiger für Schweizerische Geschichte.+ Herausgegeben von der
+allgemeinen geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz+. Zehnter
Jahrgang. (N. F.) 1879. Nr. 5. Solothurn, 1879. 8.
Ueber das Schlachtfeld von Wangen. Von J. Amiet. -- Fragment einer
Luzerner Urkunde vom Jahre 918. Von Th. v. Liebenau. -- Conrad’s
von Mure Schrift de Sacramentis. Von F. Fiala. -- Elisabeth, die
Gemahlin des Grafen Hartmann I. († vor 1271, 24. September) von
Werdenberg-Sargans. Von Frz. Jos. Schiffmann. -- Der Chronist Mathias
von Neuenburg. Von J. J. Merian. -- Zwei Judenbriefe von Zürich 1332
und 1345. Von C. Brunner. -- Zur Basler Chronik des Nikolaus Gerung,
genannt Blauenstein. II. Die Fortsetzung. Von Dr. Th. v. Liebenau.
-- Ludovic Steiner, Greffier à Fribourg en Uechtland et Secrétaire
de Ville à Bienne (1496-1540). Von Alex. Daguet. -- Eine Chronik von
Altenrief und Freiburg. Von E. v. M. -- Wer sind die Bildschneider der
Chorstühle in Wettingen? Von M. Estermann. Louis Vulliemin. Von P.
Vaucher.
+Anzeiger für schweizerische Alterthumskunde. Indicateur d’antiquités
Suisses.+ Zürich, October 1879. Nr. 4. und Januar 1880, Nr. 1. 8.
Cimetière burgonde à Bassecourt. Par Quiquerez. -- Das älteste
Stadtsiegel von Basel. (Mit Abbild.) Von R. Wackernagel. -- Zwei
Grabmäler aus dem Fraumünster in Zürich. (Mit Abbild.) Von J. R. Rahn.
-- Petite cloche de la Tour-de-Peilz. Von H. O. Wirz. -- Die Saluxer
Tafel. Von Chr. Kind. -- Façadenmalerei in der Schweiz. Forts. Von
Sal. Vögelin. -- Schalenstein im Bagnethal (Wallis). Von H. O. Wirz.
-- Une double hache en cuivre de Locras. Par V. Gross. -- Ruines d’un
etablissement romain à Cheseaux près Lausanne. Par Julien Cornu. --
Römische Alterthümer und Töpfernamen aus Solothurn. Mit Abbild. Von J.
Amiet. -- Ueber die Stadtmauer von Augusta Raurica. -- Zur Legende des
heil. Ambrosius. Mit Abbild. Von J. R. Rahn. -- Maler Jacob von Wyl
von Luzern. Von Dr. Th. v. Liebenau. -- Zur Statistik schweizerischer
Kunstdenkmäler. Zweite Abtheilung. Gothische Monumente. -- Miscellen.
-- Kleinere Nachrichten. -- Literatur.
+Mémoires et documents+, publiés par la +Société d’histoire de la
Suisse romande+. Tome XXXII. Documents relatifs à l’histoire du Vallais
recueillis et publiés par l’abbé J. Grenaud. Tome IV, 1331-1350.
Lausanne. 1880. 8. 648 Stn.
+Publication de la Section historique de l’Institut Royal Grand-Ducal
de Luxembourg.+ Année 1879. XXXII. (XI).
+Chartes de la famille de Reinach+... Nr. 1674-4399. Table généalogique
de la famille Mohr de Wald.
+Bydragen en mededelingen van het historisch genootschap, gevestigd te
Utrecht.+ Derde deel. Utrecht, Kemink & zoon. 1880. 8.
Gesellschaftsangelegenheiten. -- De rekeningen van de Kerkmeesters der
Buurkerk te Utrecht in de 15^e eeuw. Door.. F. A. L. van Rappard. --
Stukken uit het Archief van Hilten. -- Brieven van den Generaal-Major
W. G. van der Hoop an den Hertog van Brunswijk-Wolfenbuttel.
Medegedeeld door.. P. A. Leupe.
+Werken uitgegeven door het historisch genootschap gevestigd te
Utrecht.+ Nieuwe serie. Nr. 29 & 31. De rekeningen der Grafelijkheit
van Zeeland onder het Henegouw’sche huis uitgeg. door Dr. G. H.
Hamaker. 1. deel. Utrecht, Kemink & zoon. 1879. 8. 542 Seiten.
Literatur.
_Neu erschienene Werke._
6) +Wandmalereien des christlichen Mittelalters in den
Rheinlanden.+ Herausgegeben von +Ernst aus’m Weerth+. Zugleich als
II. Abtheilung, Band 4 und 5 der Kunstdenkmäler des christlichen
Mittelalters in den Rheinlanden. Leipzig, 1879. T. O. Weigel. Imp.
2. 21 Stn. und 46 Tafeln.
Der reiche, farbige Schmuck, welcher ehemals die Wände der
mittelalterlichen Kirchen bedeckte, ist im Laufe der Zeit großentheils
verschwunden. Die Tünche hat in jener Zeit, als man die Kunstwerke des
Mittelalters nicht mehr „schön“ fand und glücklicher Weise verblichene
Malereien lieber zudeckte, als auffrischte, den bunten Schmuck meist
überweißt, so daß allenthalben reiche Schätze von Gemälden unter der
Tünche schlummern. Unserer Zeit war es vorbehalten, einen großen
Theil derselben von der deckenden Hülle zu befreien. Leider nur
haben dieselben kaum irgendwo solche Frische, noch sind sie in ihren
Farbtönen so wohl erhalten, in ihrer Zeichnung so unverletzt, daß sie
in demselben Zustande erhalten werden könnten, in welchem sie aus
der Tünche herausgeschält werden. Was nicht vorher schon beschädigt
war, wird beim Entfernen der Kalkkruste durch die Arbeiter zerstoßen.
Wenn nun auch der Kunstfreund sich mit solchen Resten begnügen würde,
so gestattet meistens der fromme Sinn nicht, daß die Wände des
Heiligthums sich in dieser Gestalt zeigen, in welcher allerdings auch
kein profaner Mensch die Wände seines Wohnzimmers belassen würde. Die
Gemälde sollen restauriert werden. Restaurieren ist aber da nichts
Anderes als Uebermalung. Wir bekommen neue Gemälde, bei denen mehr
oder weniger gut die alte Zeichnung zu Grunde liegt und die alte
Farbe in ursprünglicher(?) Frische wieder erscheint. Ist nun auch
die Kirche in würdiger Weise wieder ausgestattet, so sind doch an
Stelle der Originale Kopieen getreten, die eine kunstgeschichtliche
Beweiskraft nur mehr in geringem Grade haben. Darin liegt eine der
Hauptschwierigkeiten der Publikation solcher Wandgemälde, deren Lösung
nur ein Mann wie der Herausgeber des Werkes versuchen konnte, dessen
Titel an der Spitze dieses Aufsatzes steht. Als sich das Interesse
für die kirchliche Kunst des Mittelalters in den Rheinlanden in jener
Tiefe entwickelt hatte, daß alle Zweige derselben Beachtung fanden,
waren auch, wol zuerst in Deutschland, dort mehrere umfassende
Wandmalereien aufgedeckt worden, die nicht nur das Dekorationssystem
aus verschiedenen Zeiten vor Augen führten, sondern auch heute noch,
wenn auch inzwischen viel Anderes gefunden wurde, zu dem Schönsten
in ihrer Art gehören. Es war der Maler Hohe in Bonn, welcher schon
im Beginn der fünfziger Jahre die Aufdeckung verschiedener solcher
Wandgemälde durchgeführt und solche restauriert hat, nachdem er erst
Pausen der Originale genommen, die auch für das vorliegende Werk die
Zeichnungen liefern sollten. Sein 1868 erfolgter Tod brachte Störung,
noch größere der Umstand, daß sich bei Vergleichung seiner Zeichnungen
mit den Wandgemälden selbst Abweichungen ergaben, die zu großem Theile
Neuzeichnungen nothwendig machten. So konnte das Werk erst jetzt
erscheinen, das sich als Fortsetzung des allen Alterthumsfreunden
rühmlichst bekannten großen Werkes desselben Verfassers darstellt,
dessen erster Band schon 1857 erschienen ist.
Es sind im Wesentlichen 3 Reihen, die uns hier gegeben werden: die
ältesten jene des Kapitelsaales zu Brauweiler, der Mitte des 12.
Jahrhunderts angehörend und die Illustration der Märtyrergeschichten
des Hebräerbriefes darstellend, sodann die der Ober- und Unterkirche
von Schwarzrheindorf, deren letztere die letzten Visionen des Propheten
Ezechiel darstellt, während die Oberkirche Stellen aus der Offenbarung
Johannis zur Darstellung bringt, die wol gleichzeitig mit der ersteren
sind, sodann die bereits dem gothischen Stile angehörigen Malereien der
Deutschordenskapelle zu Ramersdorf, ein Cyklus von hoher Schönheit,
welcher leider heute nicht mehr existiert. Ihnen schließt sich sodann
an, was an Resten der Malerei in der Kirche zu Brauweiler, frei
restauriert, noch vorhanden ist, im Buche nach Hohes alten Zeichnungen
wiedergegeben. Dann folgen die Gemälde der jetzt abgebrochenen
Kirche zu Bergheim an der Sieg. Den Schluß bildet die Darstellung
eines steinernen Altars aus Küdinghoven, dem Schlusse des 14. Jhdts.
angehörig.
Der Kunstgeschichte ist auch durch diese neue Publikation des
verdienten Verfassers reiches Material zugeflossen. Es ist deshalb
um so lebhafter zu bedauern, daß die Schwierigkeiten, welche sich
der Herausgabe entgegenstellten, und die nicht blos den Eingangs
geschilderten inneren Gründen ihre Entstehung verdanken, sondern auch
äußeren, den Verfasser entmuthigt zu haben scheinen, so daß er es in
Frage stellt, ob überhaupt noch Fortsetzungen folgen, ob der reiche
Schatz an Werken aller Art, den die Rheinlande noch bergen, in solch
sachgemäßer Weise zur Publikation gelangen und eine Kunstgeschichte der
Rheinlande, welche seit frühester Zeit eine in sich zusammenhängende,
abgeschlossene Kunstschule in sich gebildet, als Krönung des Werkes
folgen werde.