II.

Mein dinst wist Lieber Jorig, ich han vernummen wye ich in den ostern

feiertagen haim hyn sol gan (_gen_) Hawenstain nu wais du wol das mir

nit wissenleichen ist was man von yeder man entlehent hat da mit doch

yettlesch an sein stat kaͤm da mit das wir kain nach ret haͤtten. Vnd

ich waͤr wol daran dich schikaͤt dein herr selbert herain da mit das

als an sein stat kam vnd was deines herren maynung sein was ich tuen

sol hye alder (_oder_) czu hawenstain des wil ich also willig sein cze

tuen Vnd sag mir deinem herren ich hab anders kain vorgeer wenn[48]

denn christel narren wenn[49] der sneider nyemer hinen wolt peleiben

Vnd der geier hacht vast das holcz auf. Vnd wenn des weins nyemer sey

ob ich denn roten sol anczäpfen das liest du mich ouch her wider ein

wissen lieber jörig vnd la dir deinen herren enpholchen sein das wil

ich trewleich vmb dich verdienen Vnd schick mir denn ring der da ist

von dem oswolt goltswit (!) vnd sichk (!) mir pein dem[50] richter von

meran Vnd la dirs enpholchen gen dem pächlen des solt du genyessen

Ouch las ich dich wissen das mir der purgkraff ab tyrol dye pharet[51]

nit geleichen mag in den ostern feiertag wenn[52] er vnd sein weib

auf nös wellen vnd möcht er mir den maul[53] geschiken wer der klain

oder gros das säch ich vast[54] gerne vnd lieber jorig vnd last es

mich agenkleich[55] alsant wissen wye ich mich halten sol das wil ich

also tuͤen pein dem richter her wider ein Geben an meran des nagsten

eritag[56] vor sand (......)tag ann domini xliiiii^o.

Dem erberen vnd weisen Margret von wolchen stain.

jorigen meinem diener.

Original auf Papier.

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 27. Band, 1880 Organ des Germanischen Museums · 第 43 / 173 题