VATER ZIEMENS. Mein guter, guter Albert.
ALBERT. Wer ruft mich? — Mein Vater!
VATER ZIEMENS. Wo bist Du? Komm, komm. — Sag' mir doch, wo er ist?
FRAU ZIEMENS. Dich macht die Freude blind — Da, da hast Du ihn.
VATER ZIEMENS. In meine Arme, Himmelsbote — Noch kommst Du zur rechten
Zeit, noch findest Du sie bei uns, noch — — Du bebst zurück? Welche
finstere, verzweifelte Mine?
ALBERT. Armer Vater!
VATER ZIEMENS. Melancholische Seufzer — Bringst Du meinem Töchterchen
keinen Trost? Dies Papier verbrieft und besiegelt —
ALBERT. Vergrößert ihre Pein.
VATER ZIEMENS. Ei, ei, hatte sie Wahrsagergabe vergangene Nacht? . . .
Lass' mal sehn — Ist sie im Garten?
ALBERT. Hier sitzt sie — erstarrt von des Geschicks Meduse.
VATER ZIEMENS. Was, was! um Gotteswillen — Kinder, Kinder, ihr werdet
nichts Böses . . . Mütterchen, Du scheinst alles schon zu wissen.
FRAU ZIEMENS. Die Kinder sind närrisch.
VATER ZIEMENS. Durch welche Mittel erweichten sie so schnell des Herren
kaltes Herz?
FRAU ZIEMENS. 's ist einfach.
VATER ZIEMENS. Erzähle — sei so gut.
FRAU ZIEMENS. Erinnerst Dich noch wohl, daß Marie früher, verstehe
recht, bevor sie Albert kannte —
VATER ZIEMENS. Ich versteh'.