DER DOCTOR. Die Romantik allein gewährt, was der grämliche Philosoph,
Politiker und Diplomat mit bleicher, kalt schleichender Vernunft umsonst
erstrebt! Sie lebe, mein Schätzchen; sie lebe hoch! — Fort mit allem,
was sinnlos bethörte Nachbeter Moral, Gesetz, Nothwendigkeit, Beruf,
Recht, Wahrheit preisen! — Ein paar Gläschen Champagner, mein
Schätzchen, erschließen Ihnen den ernsten tiefen Gehalt meiner
Worte . . . Theilen Sie das Frühstück mit mir. — Kommen Sie. — Die
Schrift liegt fertig und wandert nach Tische gleich zu Papa. (Marie
folgt ihm erstaunt und verwirrt, er entpfropft Champagner und schenkt
ein.) Auf Ihr Wohlsein! (Sie stoßen zusammen und trinken.) Wie
schmeckt's?
MARIE. Ziemlich gut.
DER DOCTOR. Noch eins . . . Auf das was wir hoffen! — — Ah' thut's einem
schwachen Magen wohl! Der Arzt verordnete mir's als Medicin . . . Noch
eins.
MARIE. Danke.