FN. _Schlegel_. (Burcard. de Bliensowe dict. Bruggenschlegel 1265.)

=Schlegelmilch= III. „Buttermilch“ (von schlagen mhd. slegemilch,

slêmilch). Auch _Schleemilch_; _Schlömilch_.

=Schlemmer= III. „Schlemmer“, der slemmer 1595.

=Schlesing= III. ein „Schlesier“ -- neben dem neueren

_Schlesinger_ und auch _Schlesier_.

=Schlichtegroll=, auch =Schlichtkrull= III. Satz-N.

„schlichte die Locken“, mhd. krülle „Haarlocke“.

=Schlick= III. mhd. slic „Fresser“.

=Schließer= III. der „Schließer“, bes. in dem Sinne von

„Gefängniswärter“. Niederd. _Schlüter_ (Klemp. Matrikeln der

pommerschen Ritterschaft S. 136: Sluter = claviger).

=Schlindewein= III. Satz-N. von mhd. slinden schlingen =

„Weinsäufer“.

=Schlockebier= s. Schluckebier.

=Schlöhbaum= III. „Schleebaum, -busch“ (ahd. slêha Schlehe,

prunella).

=Schlömilch= s. Schlegelmilch.

=Schlosser= III. neuere Bezeichnung statt der älteren Kleinschmied.

FN. _Schlosser_ -- _Schlösser_ -- _Schlötzer_.

=Schlothauer= III. „Schlosser“. Auch _Schlotzhauer_.

=Schluckebier= III. Satz-N. Nach Vilmar ist ein ganzes hessisches

Dorf von Schluckebieren bewohnt. Auch _Schlockebier_.

=Schluraffe= s. Schlauderaff.

=Schmeekebier= III. Satz-N. „schmecke Bier“ (s. Schluckebier).

=Schmeckpeper= III. Satz-N. niederd. „schmecke Pfeffer.“

=Schmed-, Schmetje= s. Smid.

=Schmid= a) I. s. Smith b) III. got. smitha, ahd. smid, mhd. smit

jeder „der aus Metall Geräte verfertigt“.

FN. in verschiedener Schreibung, gew. _Schmidt_, daneben _Schmid_,

_Schmitt_, _Schmiedt_. Gen. _Schmidts_, _Schmitz_ (häufig am

Niederrhein) -- _Smets_ -- _Smeets_. Der ursprüngliche Anlaut sm

ist erhalten in den aus Nordwest-D. stammenden FF. _Smidt_, _Smid_,

_Smitt_.

a) I. s. Smid (auch S. 43).

b) III. noch häufiger sicherlich aus der 3. Periode stammend, wohin

auch die vielen Zss. gehören:

Die Deutschen Familiennamen, geschichtlich, geographisch, sprachlich · 第 147 / 178 题