S.

=Saacke= s. Sac.

=Saar-= s. Sar.

=Saaß= s. Sahs.

=Sabellius= II. Presbyter in Ptolemais (3. Jh.).

FN. _Zabel_ (Zabellus, Szabel VN. Klemp.).

=SAC= I. got. sakan, ahd. sahhan „streiten“. Sahmar.

Einstämmige Kürzung Sac-.

Sacco: _Sach_ -- _Sack_ -- _Saacke_.

=Sachs-= a) s. I. Sahs b) III. _Stammesname_: _Sachse_; _Sachs_,

_Sax_.

=Sack= a) I. s. Sac. b) III. zu den Gerätnamen, bes. in Zss., die

wohl großenteils Spottnamen sind: _Biersack_. _Buttersack_. _Botsack_

(Botentasche). _Habersack_. _Hopfensack_. _Ledersack_. _Milchsack_

(mhd. milchsac „Hirtentasche“). _Strohsack_. _Vollsack_. _Wadsack_. c)

III. ON. in _Bohnsack_ (Westpreußen).

=Sackmann= III. mhd. sacman „Troßknecht“ (auch = Plünderer).

=Sadler, Sädler= s. Sattler.

=Sager= III. der „Säger“, vgl. Ludeke de sager Ehrentraut fries.

Archiv. Bd. I, H. 3.

=Sägert= s. Sig (V.).

=Sägesser= s. Segisser.

=Sahlmann= s. Sal.

=Sahr= s. Sar.

=SAHS= I. zum Volksnamen der „Sachsen“, ahd. Sahso, mitteld.

niederd. Sasse (vom ahd. sahs Messer, urspr. Steinmesser, vgl. lat.

saxum. S. 15). Sahsbert. Sahsarich.

FN. (einstämmig) Saxo, Sasso: _Sachse_, _Saxe_; _Sachs_ -- _Sasse_

-- _Saaß_.

Vklf. (l): _Sassel_ -- _Seßle_. (k) Sahsiko: _Saske_.

=Saitz= s. Sig (einst. K.).

=SAL= I. vielleicht zu got. saljan „darbringen“, ahd. sala, mhd.

sal „rechtliche Übergabe eines Gutes“. Salabald.

FN. Salager: _Salger_ -- _Seeliger_ -- _Selker_.

Salaman: _Sahlmann_ -- _Seelmann_.

(Zsgeworfen mit Salomon).

Einstämmige Kürzung Sal-.

(Salo): _Selle_.

Vklf. (k) Salaco: _Sallge_ -- _Seligo_. Patr. A. _Sehling_.

=Sallwerk= III. mhd. sarwurke, später entstellt salwurke (z. B.

Berchtold Salwurk 1373) „Harnischmacher“. Auch _Sallwürk_.

=Salomo= II. hebr. „der Friedliche“.

FN. (christlich und jüdisch): _Salomon_. Gen. _Salomons_.

=Salzer= III. der „Einsalzer“.

FN. _Salzer_ -- _Sälzer_. Niederd. _Solter_ -- _Sölter_.

Dazu die Zss.: _Salzgeber_. _Salzmann_. _Salzsieder_.

=Samariter= III. wohl mit Bezug auf den „barmherzigen Samariter“

Ev. Luc. 10.

=Sambol= s. Sand.

=-samer= s. Heim III.

=Samm-= s. Sand.

=Samuel= II. hebr. Schemuêl „von Gott erhört“ (1. Sam. 1, 20).

FN. _Samel_ -- _Zamel_, _Zahmel_ (mit Verhärtung des s in z, wie in

Niederd. bei fremdsprachigen N. öfter). Gen. _Samuels_. Patr. Zss.

_Samuelsohn_ (jüd.) -- _Samelsohn_.

=SAND= I. hochdeutsche F. des altsächsischen sôdh (dän. sand)

„wahr“.

FN. Sandebold: _Sambol_.

Sandebert: _Sammert_.

Sandheri: _Sander_; _Sandherr_ -- _Santer_ -- _Söder_.

(Sandmar): _Sammer_.

Sandarat: _Sandrat_.

(Sandroch): _Sandrog_; _Sandrock_.

Sandolt: _Sannwald_; _Sandol_. Zss. _Sandelmann_. Gen. _Sandholz_.

Einstämmige Kürzung Sand-.

_Sando_; _Sande_ -- _Santo_; _Sandt_.

Vklf. (l): _Sandel_ -- _Sendel_. (k): _Sandig_ -- _Sannig_; _Sanke_

-- _Senteck_. (z) Sanzo: _Santz_ -- _Sentz_.

=Sand= a) I. s. Sand b) III. = Sandfläche, vgl. Ulrich im Sand

1264. Auch häufiger ON.

=Sander= a) I. s. Sand b) II. Alexander.

=Sandfuchs= III. „sandgelbes Pferd“.

=Sanftleben= III., niederd. _Sachtleben_ (schon 1369 Heneke

Sachtelevent), „der ein sanftes d. i. ruhiges Leben führt“.

=Sann-, Sant-= s. Sand.

=Santjohanser= III. von dem Dorfe u. ehemaligen Kloster St. Johann

in Toggenburg (Tobler-M.).

=SAR= I. got. sarvo, ahd. saro, mhd. sar- (nur in Zss.) „Rüstung“.

FN. (Sarafrid): _Sarfert_; _Sarfart_.

Saraman: _Saarmann_ -- _Sermann_.

Serald: _Sehrwald_.

(Sarwig): _Sarwey_.

Einstämmige Kürzung Sar-.

_Saro_; _Saare_; _Sahr_ -- _Sarre_ -- _Serre_ -- _Seer_. Patr. A.

_Säring_.

Vklf. (k): _Sarach_ -- _Serig_; _Sehrke_. (k + l): _Sargeli_.

=Sarrazin, Sarazin= (gewöhnl. in franz. Aussprache) III. mhd.

Sarrazîn, franz. Sarrasin, mittellat. Saracenus, arab. scharakyn

„Sarazen, Morgenländer“.

=Sarre= s. Sar.

=Sartor= III. Latinisierung für „Schneider“.

FN. _Sartor_; erweitert _Sartorius_. Gen. _Sartori_ (aus Sartorii).

=Saske, Sass-= s. Sahs.

=Sattler= III. ahd. satalâri, mhd. satler.

FN. _Sattler_; mit Umlaut _Sättler_. Niederd. _Sadler_ -- _Sädler_.

=Sauer= III. einfach und in mancherlei Zss. (S. 47): _Sauerapfel_.

_Sauerbier_. _Sauerbrei_; _Saurbrey_. _Saueressig_. _Sauermilch_.

_Sauermost_. _Sauersenft_. _Sauerteig_. _Sauerwein_. -- _Sauerbeck_.

=Saufaus= III. Satz-N. „ein Saufaus“ (Säufer).

=Säugling= III.

=Saupe= s. Sund.

=Sauter= s. Suter.

=SCAC= I. zu altnord. skaka, angels. scacan „schütteln,

erschüttern“ (engl. shake; Shakespeare = Schüttelspeer).

FN. _Schachert_.

Einstämmige Kürzung Scac-.

Scacca: _Schacko_; _Schacke_; _Schack_ -- _Schaake_ -- _Schache_.

Vklf. (l): _Schackerl_ -- _Schäckel_ -- _Schächle_.

=SCALC= I. got. skalks, ahd. scalc, mhd. schalc, schalch „Knecht,

Diener“. Scalcoman 8.

FN. Scalco: _Schalke_ -- _Schalch_ -- _Schall_.

Auslautend (14 mal Först.):

_-schalk_: _Gottschalk_.

_-schall_: _Gottschall_.

=SCAR= I. ahd. scara, mhd. schar „Schar“ (Heeresabteilung) --

oder ahd. scar, mhd. schar „schneidende Waffe“ (Pflug~schar~).

Scaramunt.

FN. (Scaribert): _Scheerbarth_.

(Scaraman): _Scharmann_ -- _Scherrmann_.

(Scarold): _Scharold_.

(Scarolf): _Scharloff_.

Einstämmige Kürzung Scar-.

_Scharr_ -- _Schar_, _Schaar_ -- _Scherr_ -- _Scheer_. Patr. A.

_Schäring_, _Schering_.

Vklf. (l) Scherilo: _Scharl_ -- _Scherle_. Patr. A. _Scherling_.

(k): _Scharck_ -- _Scherck_.

=SCARP= I. ahd. scarf, mhd. scharf, scharpf, alts. scarp „scharf“,

Skerfold u. a.

FN. (Scarpo): _Scharfe_ -- _Scharpff_ -- _Scherpe_ -- _Schärffe_;

_Scherff_. Gen. _Scharpen_. Patr. A. _Scharping_ -- _Scherper_

(Preuß).

Vklf. (k): _Scharpke_ -- _Scherfig_.

=SCAUN= I. got. skauns, ahd. scôni, mhd. schoene „glänzend --

schön“.

FN. (Scaunibert): _Schombert_. Vklf. (l): _Schömperle_.

(Sconhart): _Schonhardt_; _Schonert_ -- _Schönhardt_; _Schönert_.

Sconhari: _Schöner_; _Schönherr_.

(Sconrich): _Schönreich_.

Sconolf: _Schönewolf_.

Einstämmige Kürzung Scaun-.

(Scono): _Schoon_ -- _Schöne_; _Schön_ (_Schönemann_). Gen.

_Schonen_. Patr. _Schöning_.

Vklf. (l): _Schönell_; _Schönle_. Patr. A. _Schönling_. (l + n):

_Schönlin_; _Schönlein_. (k): _Schönecke_; _Schönig_. (k + n):

_Schönichen_.

=Schaar= s. Scar.

=Schach-, Schächle= s. Scac.

=Schachtschabel= III. mhd. schûchzabel „Schachbrett“.

=Schack-, Schäckel= s. Scac.

=Schade= III. ahd. scado. mhd. schade „schädigender Feind,

Widersacher“ (doch auch schon im 8. Jh. Scatto).

FN. _Schade_; _Schad_. Zss. _Landschade_.

=Schadenfroh= III. S. 48.

=Schaf= III. (Hauszeichen S. 61); mit der Zss. _Schlachtschap_,

dem N. eines Wiedertäufers in Münster 1534.

=Schäfer= III. ahd. scâphare, mhd. schaefer „Schafhirt“.

FN. _Schäfer_. Gen. _Schäfers_. Zss. _Horstschäfer_. _Neuschäfer_.

_Schäfersmann_. Niederd. _Schaper_ -- _Schäper_. Gen. _Scheepers_;

_Schäpers_ (niederrhein.). Zss. _Bauerschäfer_; niederd.

_Buerschaper_. -- _Schäpermeier_.

=Schaffenhauer= III. „Verfertiger von Schaffen“ (ahd. scaph, mhd.

schaf, altsächs. scap Schaff, Holzgefäß), etwa = Bötticher.

=Schäffer= III. (mit geschärftem Vokal) ahd. scaffâri, mhd.

schaffaere, schaffer, scheffer „Schaffner“ (Verwalter, Hausmeister).

FN. _Schäffer_, _Scheffer_ -- auch _Schaffer_ -- _Schöffer_ (aus

dem Gebrauche des 15.-16. Jh. in Mitteldeutschland, wo man das e in

ö vergröberte, woher noch Schreibungen wie „Schöpfer, Hölle“). Zss.

_Neuschöffer_. Niederd. _Schapper_. Gen. _Scheffers_.

Mit dem n der schwachen Bildung: _Schaffner_ -- _Scheffner_.

=Schaffnicht= III. Satz-N. „schaffe nichts“ (ein Faullenzer). Auch

_Schaffnit_.

=Schaffrath= III. „schaffe Rat“ (einer der immer Rat zu schaffen

weiß) -- auch _Schaffenrath_.

=Schalch, Schalk, Schall= s. Scalc.

=Schaper, Schäper= s. Schäfer.

=Schapper= s. Schäffer.

=Scharf-, Schärf-= s. Scarp.

=Schäring, Scharl-, Scharold= s. Scar.

=Scharp-= s. Scarp.

=Scharr= s. Scar.

=Schaubert= s. Schubert.

=Schauer= s. Scur.

=Schaufert= s. Schubert.

=Schauinsland= III. Satz-N. (O. in Baden); auch zsgz.

_Schaunsland_.

=Schaumkell= III., =Schaumlöffel= III. s. S. 44.

=Schaur-= s. Scur.

=Scheele= s. Schiele.

=Scheelhaß= s. Schellhase.

=Scheepers= s. Schäfer.

=Scheer= a) I. s. Scar b) III. mhd. scher der „Scherer, Barbier“.

FN. _Scheer_ (latinis. Rasor). Zss. _Bartscheer_. _Tuchscheer_.

=Scheerpelz= III. Satz-N.

=Scheff(n)er= s. Schäffer.

=Scheffler= III. mhd. scheffelaere, von scheffel kleines Schaff

(niederd. Schapp), der „Faßbinder“. In München Bezeichnung des Gewerbes

(Schäffler).

FN. _Scheffler_ -- _Schöffler_. Niederd. _Schepeler_.

=Scheibner= III. einer aus dem O. Scheiben (in Böhmen, Steiermark

u. a.)

=Scheide= III. im Sinne von „Wasserscheide“ seit dem 8. Jh. in

ON. Heutzutage die einfachen _Scheide_, _Scheidt_ und viele Örter

auf _-scheid_, die eine zusammenhängende Masse in dem Regierungsbez.

Arnsberg, der preuß. Rheinprovinz, Nassau, Luxemburg bilden.

FN. _Scheid_. _Arnscheidt_. _Brandscheid_. _Burtscheidt_.

_Dürrscheidt_. _Langenscheid_. _Mittelstenscheid_. _Reifferscheid_.

_von Rohrscheidt_. _Thanscheidt_.

Ableitung auf _-er_ (oberd.):

_Wegscheider_ (O. Wegscheid u. Wegscheiden, häufig in Österreich

und Bayern). _Lugscheider_. _Marscheider_.

=Scheidemann= III. mhd. scheideman „Schiedsrichter“.

=Scheil= s. Schiele.

=Schein= III. in den Zss. _Blumenschein_. _Hausschein_ (verlateint

Oecolampadius). _Maienschein_. _Monschein_.

=Scheld-, Schell-= s. Scild.

=Schellhase= III. „scheu aufspringender (mhd. schellec) Hase“.

Entstellt _Scheelhaß_.

=Schellhorn= III. Schelchshorn 1677, _Schelshorn_ (München) „Horn

des Schelchs“ (Riesenhirsches Nib. 880). Auch _Schöllhorn_.

=Schellkopf= III. „Kopf des Schelchs“ d. i. Riesenhirsches.

=Schelt-= s. Scild.

=Schenk= III. ahd. scenco, mhd. schenke der „Schenke, Mundschenk“

-- bes. auch ein Hofamt; daher in den N. mehrerer edler Geschlechter,

die dann dem Amte zur weiteren Unterscheidung oft noch den Stammsitz

hinzufügten: Kuonrat der schenke von Wintersteten. Gegenwärtig noch:

_Schenk von Stauffenberg_ (ehemals Schenken der Hohenstaufen); _Schenk

von Geyern_; _Schenck zu Schweinsberg_ u. a. -- Zss. _Bierschenk_.

_Weinschenk_.

=Schenkel= III. Körperteil -- mit den Zss. _Kurzschenkel_.

_Langschenkel_.

=Schepeler= s. Scheffler.

=Scher-= s. Scar.

=Scherer= III. mhd. scheraere „Scherer“ d. i. Barbier, doch auch

Feldscher und Tuchscherer.

=Scherf-, Scherp-= s. Scarp.

=Schermer= s. Schirmer.

=Scherr-= s. Scar.

=Scheubenpflug= III. Satz-N. „schiebe den Pflug“ (ein tüchtiger

Pflüger).

=Scheuchenpflug= III. Satz-N., vom mhd. schiuhen scheuen: „scheue

den Pflug“.

=Scheuer-, Scheur-= s. Scur.

=Scheunemann= III. „der an der Scheune“. Niederd. _Schünemann_.

=Schick= s. Scic.

=Schickedanz= III. Satz-N. „schicke den Tanz“ d. i. ordne den Tanz

an -- auch _Schickendans_ -- _Schücktanz_ (österr.).

=Schiele= III. „schielend“. Schile-Peter.

FN. _Schiele_ -- _Scheele_ -- _Scheil_.

=Schietendüvel= III. Satz-N. „schieß den Teufel“.

=Schier-= s. Scir.

=Schiffer= III. Gen. _Schiffers_ (niederrhein.).

Vklf. _Schifferli_. Niederd. _Schipper_. Gen. _Schippers_.

=Schifferdecker= III. = _Schieferdecker_.

=Schiffmann= III. ahd. scefman, mhd. schifman der „Schiffer“

(welches letztere erst seit dem 16. Jh. auftritt). Niederd.

_Schippmann_.

=Schild-= s. Scild.

=Schild= III. in Haus-N. _Grünschild_. _Rothschild_.

=Schildwächter= III. der „in voller Rüstung Wache stehende

Krieger“ (s. Luthers Bibelübers. Richt. 7, 11).

=Schilf-, Schilk-, Schill-= s. Scild.

=Schiller= a) I. III. wohl durch Rückangleichung aus Schilter,

Schilder entstanden, wie Hiller aus Hilder. Man vergleiche auch

„~schillern~“ = schildern (Schildwach stehen) in einem bei

Moscherosch aufbewahrten Volksliede des 17. Jh.:

„Gott ist des Christen Hülf’ und Macht,

Ein’ feste Citadelle;

Er wacht und ~schillert~ Tag und Nacht,

Tut Rond’ und Sentinelle.“

b) III. „ein Schielender“ (schwäb. schilla „schielen“).

(Der N. Schiller findet sich in Oberschwaben schon im J. 1403.)

=Schilling= III. die bekannte Münze, schon im got. skillings (wohl

zu ahd. scellan klingen), seitdem in allen germanischen Sprachen, mhd.

schillinc. (Doch schon im Angels. ein Scilling der „Tönende“, als

Gefährte des sagenhaften Sängers Vidsidh).

FN. _Schilling_. -- _Schelling_. Gen. _Schillings_ (niederrhein.).

-- Zss. _Fünfschilling_. (S. auch Scild.)

=Schilter= a) I. s. Scild b) III. ahd. schiltâri mhd. schiltaere

der „Schilde und überhaupt Lederwerk anfertigt“; der „Schildmaler,

Wappenmaler“ (woher nhd. das Zeitwort „schildern“). Wolchwin der

Sciltaer 1190, Johannes dictus Schildere (pictor).

FN. _Schilter_ -- _Schilder_ -- _Schiller_.

Mit dem n der schwachen Bildung: _Schildner_.

=Schimmelpfennig= III. einer der den Pfennig erst mit Schimmel

sich überziehen läßt, ehe er ihn ausgibt. Vgl. _Wucherpfennig_.

FN. _Schimmelpfennig_; _Schimmelpfeng_. Niederd. _Schimmelpenninck_.

=Schindler= III. mhd. schindelaere „Schindelmacher“.

=Schipper= III. s. _Schiffer_.

=Schirmeister= III. bei den Schmieden der „Vorschläger“; sonst

„Geschirrmeister“ auf Schiffen, bei den Posten usw. (Kann aber z. T.

auch aus mhd. schirmmeister „Fechtmeister“ entstanden sein.)

=Schirmer= III. ahd. schirmâri, mhd. schirmaere 1) „Schützer“ 2)

„Fechter“. Auch _Schürmer_ -- _Schermer_.

=Schirott, Schirrey= s. Scir.

=Schittenhelm= s. Schüttenhelm.

=-schitz= III. in ON. slawisch, s. S. 90.

FN. _Lipschitz_. -- _Dobschütz_ (O. Dobschitz). _Niebelschütz_.

=Schlächter= III. slahtâri, mhd. slahtaere, slahter, slehter der

„Fleischer“.

FN. _Schlächter_ -- _Schlachter_ (südd.).

=Schladenhauffen= s. Schlagdenhauffen.

=Schladoth= III. niederd. Satz-N., ein „Schlagetot“.

=Schlag= III. in ON. vom Schlagen eines Waldes: Puoheslaga

9. u. a., jetzt Buchenschlag -- mitunter auch aus loh „Busch“ mit

vorhergehendem s entstellt: Adelschlag aus Adaloltesloh. (Noch andere

Bed. von „Schlag“ in Flur-N. bei Buck S. 239-40).

FN. _Asperschlag_. _Giesenschlag_. _Rottschlag_.

Ableitung auf _-er_ (oberd.): _Partenschlager_ (Baden).

=Schlagdenhauffen= III. Satz-N. für einen tapfern Dreinschläger;

auch _Schlaginhaufen_ -- aus beiden abgekürzt: _Schlagenhauf_. Ähnlich

=Schlagenteuffel= III. Satz-N. s. S. 52.

=Schläger= III. einfach und in Zss.: _Kesselschläger_.

_Lautenschläger_.

=Schlagintweit= III. niederd. Satz-N. aus „Schlag in ~dat~

Weite“.

=Schlauderaff= III. ein nichtstuender „schluderiger Affe“ (woher

Schlaraffe. Schlaraffenland).

FN. _Schlauderaff_ -- _Schlauraffe_ -- _Schluraffe_.

=Schleemilch= s. Schlegelmilch.

=Schlegel= III. ahd. slegil, mhd. slegel „Schlägel“, Werkzeug zum

Schlagen (auch Schlachten). Hermann der slegel 1299.

Die Deutschen Familiennamen, geschichtlich, geographisch, sprachlich · 第 146 / 178 题