=Baader= s. a) I. Bad (V.) b) III. Bader.
=Baake= s. 1) Bag 2) Bald (einst. K.).
=Baar-= s. Bera (V., einst. K.).
=Baath, Baatz= s. Bad (einst. K.).
=Babbe= s. Bad (zweist. K.).
=Babendererde= III. niederd. (Mecklenb.) „über der Erde“ (in
welchem Sinne?), vgl. Chonradus uf der Erde 1194.
=Babst= s. Pabst.
=Bach= s. a) I. Bag b) III. Bach.
=Bach= III. ahd. pah, bah, mhd. bach, altsächs. biki bildet urspr.
Flußnamen, dann auch Benennungen von Orten, die an den Flüssen liegen
-- heutzutage hochd. -_bach_ in tausenden von Namen, niederd. -_beck_
(spr. bäk, mit gedehntem, offenem e, daher auch in der Schreibung)
-_bek_, -_beek_; -_becke_. Häufig elliptisch: _Weißenbach_ = zum weißen
Bach; _Langenbeck_.
FN. _Bach_ (= am Bach, s. Lubbeke bi der beke fries. Urk. Pott 543
-- Bach auch häufiger ON.) _Zumbach_. -- _Bachmann_. _Anspach_.
_Hilspach_. _Perkhausen von Aiglspach_ (wie auch _Pachmayr_
Münch.). -- _Achenbach_. _Erlebach_; niederd. _Ellerbeck_.
_Feuerbach_. _Grumbach_. _Hagenbach_. _Marbach_. _Raupach_ (O.
Raubach). _Roßbach_. _Seebach_. _Süßenbach_. Niederdeutsch:
_van der Beck_, _Beeck_ (Bek niederd. weiblich). _Terbeck_. --
_Billerbeck_. _Düsterbeck_. _Einbeck_. _Goldbeck_ (Klemp. Goltbeke
1369). _Langenbeck_ (O. in Hannover, welchem hochd. Langenbach
in Bayern, Nassau entspricht). _Lilienbeck_. _Lutterbeck_ (O.
Lutterbeck u. -bek). _Mühlenbeck_; ganz niederdeutsch _Möllenbeck_
(westf.). _Nordbeck_ (O. Nordenbeck). _Overbeck_. _Rohrbeck_.
_Schwanebeck_. _Schwarzenbeck_ (neben hochd. _Schwarzenbach_).
_Seebeck_. _Steinbeck_. _Westerbeck_. _von dem Knesebeck_ (Kn. Dorf
in Hannover).
Selten -_becke_: _Harbecke_ (O. im Regb. Arnsberg). _Thorbecke_
(flämisch, deutsch Thorbeck O. in Mecklenb., Hannov.).
Ableitung auf -er (oberd.):
1) -_pacher_ (bes. nach s): _Dürenpacher_ (neben _Durnbacher_,
O. Dürnbach in Gottschee). _Gerspacher_. _Rinderspacher_.
_Rummelspacher_. _Überpacher_ (Wien, O. -bach).
2) -_bacher_: _Embacher_. _Föhrenbacher_. _Kuchelbacher_.
_Speckbacher_. _Steinbacher_.
Daneben ist bemerkenswert eine F. mit Umlaut:
3) -_bächer_, gew. -_becher_ (wo dann der Schein einer Zss.
mit dem Hauptw. Becher entsteht). Während im Hochdeutschen die
umlautfreie F. bei solchen Ableitungen von ON. auf -bach jetzt
alleinige Geltung hat, z. B. „das Hambacher Fest“, „Weilbacher
Brunnen“, weisen oberdeutsche Mundarten den Umlaut auf, z. B. die
alemannische (Hebel: „’s Mam~becher~ Hätteli“ von Mambach im
Oberrheinkreis). Demnach finden sich:
_Arzbächer_. _Offenbächer_. _Vogelbächer_. _Weilbächer_.
_Dörrenbächer_, auch _Dörrenbecher_. _Reichenbächer_, auch
-_becher_. _Isselbächer_, auch -_becher_ (s. Verlustliste Nr. 91:
Isselbecher aus Isselbach, wo demnach die Zusammengehörigkeit recht
in die Augen springt). _Eberspecher_ neben _Eberspacher_ (München).
-- _Cumbecher_. _Eschenbecher_. _Leutbecher_. _Merschbecher_.
_Nußbecher_. _Odenbecher_. _Rohrbecher_. _Schneckenbecher_.
_Seidenbecher_. _Steinbecher_. _Stürzelbecher_. _Weidenbecher_.
_Wittenbecher_.
Zu diesen sämtlichen N. finden sich entsprechende ON. auf -_bach_
in Rudolphs Lex. Dementsprechend wird auch _Holzbecher_ abzuleiten
sein, da es mehrere O. Holzbach gibt, obwohl der N. auch von einem
Geräte abgeleitet, „(der mit dem) Holzbecher“, einen guten Sinn
ergäbe.
(In Bayern und Österreich begegnet mitunter -beck, -böck für
-bach (-bacher) als FN., so _Hotzbeck_, _Adenböck_, _Deisböck_,
_Waitzenböck_ s. Steub S. 146).
=-bacher, -bächer= s. Bach.
=Bäck= s. Beck.
=Backe= s. a) Bad (einst. K.) b) Bag c) Bald (einst. K.).
=Backer= s. Becker.
=Backfisch= III. „Fisch zum Backen d. i. Bratfisch“.
=Backhaus= III. „der am (oder im) Backhause wohnt“. Niederd.
_Backhus_ (S. 54, Anm. 2). Doch gibt es auch ein Dorf Backhaus (im Rbz.
Koblenz).
=Backmeister= III. auch _Bacmeister_, mhd. bachmeister „Aufseher
der Bäckerei“, Oberbäcker. („Lütke oder Lüdeke, d. i. Ludwig Willens
war oberster Bäcker bei dem Herzog von Braunschweig zu Lüneburg, und
da er hiernach aller andern Bäcker Meister war, so wurde er von den
Hofleuten gemeiniglich „Lütke Backmeister“ genannt. Sein Fürst, als er
dies hörte, befahl, daß er und seine Nachkommen diesen N. immer als
einen Geschlechts- und Zunamen führen sollten“. Adolf Bacmeister,
Germanist. Kleinigkeiten).
=BAD= I. zu altnord. bodh, angels. beado „Kampf“, die ein ahd.
patu voraussetzen (S. 14).
FN. Patager: _Bagger_ -- _Bättger_.
Bathari: _Bader_, _Baader_ -- _Bäder_ -- _Päder_ -- _Better_.
(Baduman): _Bahmann_ -- _Bethmann_.
Badomar: _Battmer_ -- _Bammer_ -- _Pammer_.
(Badold): _Badelt_ -- _Bathelt_.
Einstämmige Kürzung Bad-.
Bado, Pato: _Bade_ -- _Pahde_ -- _Bathe_; _Baath_ -- _Pathe_ --
_Beede_ -- _Bethe_ -- _Päthe_.
Patr. A. _Bading_.
Vklf. (l) Patilo: _Padell_ -- _Pätel_ -- _Bathel_. (k) Baducho:
_Badeke_ -- _Battig_ -- _Backe_ -- _Bätke_ -- _Bethge_ -- _Pethke_.
(z) Pazzo, Bezo: _Batz_, -- _Patze_ -- _Batsch_ -- _Baatz_. (z + l)
Bezilo: _Batzel_. (z + k) Bezeco: _Patzke_; _Patzig_.
Zweistämmige Kürzung Badb-.
Babo, Papo: _Pape_ (doch s. auch Pfaffe) -- _Babbe_. Patr. A.
_Papinga_ (ostfries.).
Vklf. (l) Babilo: _Bebel_. (k): _Papke_ -- _Päpke_.
=Bad-= s. Bad (V., einst. K.).
=Badenheuer= s. Bardenheuer.
=Bader= a) I. s. Bad (V.) b) III. urspr. der, welcher den Badenden
bedient, dann „Besitzer einer Badestube“. (Hans Paders Padstuben 1437
Bacm.). Derselbe schor auch den Bart. (Vgl. Badstüber).
=Bäder= s. Bad (V.).
=Badstüber= III. Die öffentliche Badestube (ahd. stuba, mhd.
stube aus lat. stupa „heizbares Zimmer“), wo auch zur Ader gelassen
und geschröpft wurde, spielte früher eine große Rolle im städtischen
Leben, sie war vielfach der Mittelpunkt, an welchem sich Bürger zur
Besprechung städtischer Angelegenheiten versammelten. Daher zahlreiche
FN., die auf Besitzer solcher Badestuben zurückgehen:
_Badstuber_ (Wien); _Badstüber_ (wie es auch „Badstüberstraßen“
gibt -- merkwürdig entstellt (sächs.) _Patschdieber_.
Dann geteilt 1) _Bader_. 2) _Stüber_ -- _Stieber_ -- _Steuber_ --
_Stoiber_ (österr.). Niederd.: _Stöber_ -- _Stöwer_ (Gött. UB.
1383: Stovere).
Mit dem n der schwachen Bildung:
_Badstübner_ -- _Stübener_ -- _Stöbener_.
=BAG= I. zu ahd. bâgan „streiten“. Bagodeo.
FN. (Bagarih): _Beyrich_.
Einstämmige Kürzung Bag-.
Bago, Bacco: _Bage_ -- _Backe_ -- _Baacke_ -- _Bach_ -- _Pach_.
Gen. _Backes_ -- _Bax_. (Doch s. auch Bald u. Bad).
=Bagger= s. Bad (V.).
=Bahl-= s. Bald (V., einst. K.).
=Bahmann= s. Bad (V.).
=Bähr-= s. 1) Ber (einst. K.) 2) Berin (V., einst. K.).
=Bahr-= s. Ber (einst. K.).
=Baier= III. „der Baier“. Auch _Bayer_, _Beyer_ -- _Peyer_.
Vklf. _Beierle_.
=Baintner= s. Bünd.
=Bakker= s. Becker.
=BALD= I. got. balths, ahd. pald, bald, mhd. balt „kühn“ (jetzt
nur noch Umstandsw. „bald“); vom deutschen entlehnt ital. baldo.
FN. Baldhard: _Ballert_ -- _Bollert_ -- _Pollart_; _Pollert_ --
_Bohlert_.
Baldher: _Balter_ -- _Baller_ -- _Bolder_ -- _Boller_ -- _Poller_
-- _Böller_. Patr. A. _Baldring_.
Paldhram: _Paldramus_ -- _Peldram_.
Baldroh: _Poltrock_.
Baldmann: _Baldemann_ -- _Bahlmann_ -- _Boldemann_ -- _Boldtmann_
-- _Bollmann_ -- _Pollmann_ -- _Bohlmann_.
Baldemar: _Ballmer_ -- _Palmer_ -- _Pollmar_ -- _Bellmer_.
Baldarich: _Baldrich_.
Paldewart: _Bollward_.
Baldwig: _Ballweg_; _Balwey_ -- _Bollwöck_.
Baldavin: _Baldewein_ -- _Bolwin_, _Bollwien_ -- _Pollwein_ --
_Bullwein_.
Baldulf: _Baldauf_ -- _Balluf_; _Ballauf_ _Pallauf_ (bayr.) --
_Waldauf_ (Gottschee, wo b u. w mundartl. wechseln) -- _Bolluf_.
(Baldawan): _Bollwahn_ -- _Bolduan_ (Boldewan 17. Jh.).
Einstämmige Kürzung Bald-.
Baldo, Ballo: _Balde_; _Bald_ -- _Ball_ -- _Bahl_ -- _Pahl_ --
_Bolde_ -- _Bolte_ -- _Bölte_ -- _Bolle_ -- _Poll_ -- _Bohle_ --
_Böhl_. Gen. _Baldes_ -- _Bolten_ -- _Bohlen_. Patr. A. Baldung:
_Balling_ -- _Bolling_ -- _Bölling_ -- _Böhling_.
Vklf. (k) Baldiko, Bolko: _Balke_ -- _Backe_, _Baake_ (s. Stark S.
73; nordfries. Backe = Baldicke) -- _Bolke_ -- _Böldicke_; _Böldge_
-- _Böhlke_; _Bölk_ -- _Bock_ (s. auch Burg). Patr. A. _Böcking_.
(k + l): _Bockel_ -- _Böckel_. (z) Balzo: _Balze_ -- _Balleis_ --
_Boltze_; _Bolz_ (_Boltzmann_) -- _Polz_. (z + l): _Pölzl_.
Auslautend (199 mal Först.):
-_bald_: _Sebald_.
-_bold_: _Siebold_.
-_pold_: _Seypold_ -- selten -_polt_: _Seepolt_.
-_blot_: _Humblot_.
-_belt_: _Liebelt_.
-_pelt_: _Leipelt_.
-_ball_: _Niedball_.
-_bol_: _Sambol_.
-_bel_: _Sybel_.
-_pel_: _Seyppel_.
-_bet_: _Gerbet_. _Siebeth_.
-_bt_: _Seibt_.
=Balke= s. Bald (einst. K.).
=Ball-= s. Bald (V., einst. K.).
=Ballester= III. „Armbrustschütze“. (Vgl. altfranz. arbalestrier.)
=Ballschmieter= III. niederd. (Rügen) „Ballwerfer“. Auch
_Balschmieder_.
=Balster= s. Balthasar.
=Balter= s. Bald (V.).
=Balthasar= II. Beltschazar, Belsazar, (babylon.) „sein Leben
schirme“, einer der h. drei Könige, wozu die Legende die Weisen aus dem
Morgenlande gemacht hat (Kal. 6. Jan.).
FN. _Balthasar_. Zsgz. _Balzer_ (als VN. noch im 18. Jh.: Baltzer
Bruswitz 1870 KB.) -- _Balster_. Gen. _Balsters_ (ostfries.).
Mit Kürzung im Anlaut: _Hauser_ (bayr.).
=Balwey= s. Bald (V.).
=Balze= s. Bald (einst. K.).
=Balzer= s. Balthasar.
=Bammer= s. Bad (V.).
=BAND= I. zu langobard. bandu „Kriegsbanner“, vgl. ahd. pant,
bant, mhd. bant, Band (doch ist auch altsächs. bant, ahd. panz „Gau“ in
Betracht zu ziehen).
FN. Bandhard: _Bannert_ -- _Bendert_.
(Bandheri): _Pander_ -- _Bender_.
(Bandmar): _Bandemer_. Vklf. _Pemmerl_.
(Bandold): _Bandhold_.
Einstämmige Kürzung Band-,
Bando: _Bando_ -- _Bante_ -- _Bonne_ (fries.). Patr. A. _Banning_
-- _Panning_ -- _Bentinck_.
Vklf. (l): _Bandel_ (_Bandelmann_); _Bandle_ -- _Pandel_ --
_Pantell_ -- _Bantel_ -- _Pendele_ -- _Bendel_. (l + n):
_Bandelin_. (k): _Bandich_ -- _Bantke_ -- _Panneke_. Gen. _Bantjes_
(ostfries.). (z) Panzo, Benze: _Pantz_ -- _Pantsch_ -- _Banse_ --
_Benz_ -- _Bense_ (_Bensemann_). (z + l) Patr. A. _Benzler_ --
_Benseler_.
=Bann-, Banse, Bant-= s. Band.
=Baptista= II. griech. „der Täufer“; St. Johannes der Täufer.
FN. _Battist_.
=Bar-, Bär-= s. 1) Ber (V., einst. K.) -- 2) Berin (V., einst. K.).
=BARD= I. ahd. barta „Barte“ (Axt) -- altnord. bardi „Riese“
(mischt sich mit beraht).
FN. Bartholf: _Bardolph_.
Einstämmige Kürzung Bard-.
Bardo: _Barde_ -- _Bahrdt_.
Vklf. (l) Bardilo: _Bardel_.
=Bardelmes= s. Bartholomäus.
=Bardenheuer= III. „der Barten (ahd. parta, mhd. barte, Beil,
Streitaxt) zuhaut“, anfertigt. Entstellt: _Bardenheier_; _Badenheuer_.
=Bardolph= s. a) Beraht (V.) b) Bard.
=Barends= s. Berin (V.).
=Bärenfänger= III. s. S. 41 -- auch allgem. „Bärenjäger“, da
Bärenfang nicht bloß die angelegte Grube bed., in welcher sich B.
fangen sollen, sondern auch überhaupt die Bären~jagd~.
=Bärens= s. Berin (einst. K.).
=-barg, -bargen= s. Berg.
=Barfuß= III. (schon im 12. Jh.) -- _Parfuß_ (österr.). Niederd.
barft aus barfot, dah. _Barfknecht_.
=Bargmann= s. Bergmann.
=Barnert= s. Berin (V.).
=Bart= III. der „Bart“. Chonrad Mitembart, Ch. cum barba 13. Jh.
Vgl. auch Eberhard _im Barte_, H. Ludwig _mit dem Barte_.
Seit dem 12. Jahrh. ward (nach Schultze Modenarrheiten S. 43) das
glatte Gesicht die Regel, und alle Bartformen waren Ausnahmen,
besonders bei hohem Alter und hoher Würde (der Fürsten) sich findend.
Daher mußte ein bärtiges Gesicht um so mehr auffallen und konnte um so
eher zu einem Beinamen Veranlassung geben.
Erst während der Reformationszeit begann man allgemeiner den Bart
wachsen zu lassen, und während des dreißigjährigen Krieges war derselbe
in den mannigfachsten Formen Mode. Als solche zählt Moscherosch
auf: Zirkelbärtel, Schneckenbärtel, Jungfrauenbärtel, Dellerbärtel,
Spitzbärtel, Entenwädele, Schmalbärtel, Zuckerbärtel, Türkenbärtel,
spanisch Bärtel, italienisch Bärtel, Sonntagsbärtel, Osterbärtel,
Lillbärtel, Spill-, Drill-, Schmutzbärtel, Stutz-, Trutzbärtel usw.
FN. _Bart_, _Barth_. -- Zss. _Breitbart_. _Buntebarth_.
_Flachsbart_. _Judenbart_. _Rauschbart_ (vgl. Eberhard der
Rauschebart). _Rothbart_. _Schlitzbart_. _Schmalbart_.
_Schweizerbarth_. _Spitzbart_ („Everhardus der Spizebart“ Stark S.
153). _Weißbart_.
=Bart-= s. Beraht (V., einst. K.).
=-bart= s. a) I. Beraht b) III. Bart.
=Bartel= s. a) I. Beraht (einst. K.) b) II. Bartholomäus.
=Barth= a) I. s. Bard b) I. s. Beraht c) III. „der mit dem
(langen) Barte“ (Golz mit dem Barte 1327) -- auch ON.
=Barthol= s. a) I. Beraht b) II. Bartholomäus.
=Bartholomäus= II. hebr. „Sohn des Tolmaï“; Apostel. (Kal. 24.
Aug.)
FN. _Bartholomäus_ -- _Bartelmus_ -- _Barthelmeß_ -- _Bardelmes_ --
_Bartlme_. Gen. _Bartholomä_ -- _Bartholmey_.
Gewöhnlich wegen seiner Länge in zwei Hälften zerschnitten: 1)
_Barthol_; _Bartel_ (vgl. schweiz. Bartli, bayr. Bartl). 2) _Mewes_
(mit eingeschobenem w, vgl. niederd. Bartelmeews, Meewsdag: 24.
Aug., up ollen Bartelmeiwes: 5. Sept. nach dem alten, julianischen
Kal. Berghaus, Sprachschatz der Sassen); _Mews_ -- _Möwes_; _Möws_
-- das w in b verhärtet: _Mebus_; _Mebes_ -- _Möbus_; _Möbes_.
Latinis.: _Mevius_ -- _Möbius_. Patr. Zss. _Mewissen_.
=Bartsch, Bärtschi= s. Ber (einst. K.).
=Barz= a) I. s. Ber (einst. K.) b) III. ON. (in Mecklenb.).
=Basler= III. „einer aus Basel“. Auch _Bäsler_.
=Bassüner= III. mhd. busûnaere, mittelniederd. basûner
„Posaunenbläser“.
=Bast-= s. Sebastianus.
=Bastineller= III. (Tirol) „einer aus Bastianello“.
=Bath-, Bätke= s. Bad (einst. K.).
=Batt-= s. Bad (V., einst. K.).
=Bättger= s. Bad (V.).
=Batsch, Batz-= s. Bad (einst. K.).
=Bauch= III. in einigen Zss.: _Breitenbauch_ (der mit dem br. B.).
_Gutschebauch_. _Schmerbauch_.
=Bauck= s. Baug.
=Baudissin=, von III. altes lausitzisches Adelsgeschlecht,
Stammort Bautzen (früher Baudissin).
=Bauer= III. mhd. bûr (auch bûwaere, ahd. pûâri, bûâri) „der
den Acker ~baut~“, Gegensatz zu herre (Ritter), später auch zu
burgaere.
FN. _Bauer_, in älterer F. _Baur_. Südd. _Paur_; _Pauer_. Niederd.
_Buhr_ -- in Ostfriesland mit Artikel _de Buhr_, in holländischer
Schreibung _de Boer_ (S. 40).
Vklf. (l): Bäuerle (schwäb.); Bäuerlein.
Zss. (bes. zahlreich im eigentlichen Bayern): mit Vornamen:
_Christlbauer_. _Kasparbauer_ -- mit Eigenschaften: _Jungbauer_.
_Neubauer_; -_pauer_; niederd. _Niebuhr_ -- nach der Beschaffenheit
des Hofes: _Großbauer_. _Hallbauer_; niederd. _Halbuer_ (Halb-) --
nach der Lage: _Bruckbauer_. _Kreuzbauer_. _Oberbauer_; _Oberpaur_.
_Mitterbauer_. _Holzbauer_; niederd. _Holtbuer_. _Moosbauer_
(Moor-). _Seebauer_ -- nach den Erzeugnissen: _Rosenbauer_.
_Rubenbauer_ (Rüben-). _Gerstbauer_. _Waitzenbauer_ -- nach
der Zugehörigkeit und Verpflichtung: _Hoffbauer_; _Hofpauer_.
_Kirchenpauer_. _Königsbauer_.
=Bauerfeind= s. Baurenfeind.
=Bauermann=, (ostfries.) Boerma.
=Bauermeister= III. vom mhd. bûr Wohnung, eine städtische
Obrigkeit = „Bürgermeister“, auch auf ländliche Gemeinden angewandt (z.
B. in der Umgegend von Münden in Hannover, Pauli II, 27).
FN. _Burmeister_ -- _Baurmeister_; _Bauermeister_. Niederd.
_Burmester_ (mit langem e in der mittleren Silbe).
=BAUG= I. ahd. pouc, mhd. bouc „Ring“, Spange für Hals, Haupt oder
Arm, von biugan „biegen“. Die bouge waren ein sehr begehrter Schmuck
für Frauen und auch Männer. Baugulf 8.
FN. Bougrat: _Peukert_.
Einstämmige Kürzung Baug-.
Bauco: _Bauke_; _Bauck_ -- _Pauck_. Gen. _Baukes_; _Bauken_.
=Baum= III. ahd. poum, boum, mhd. boum, altsächs. bôm, mittels
dativischer Ellipse zu ON. verwendet, zuerst im 11. Jh. in Budenbomen
-- gegenwärtig nicht viel unter 200 bewohnte O. auf -_baum_ in
Deutschland (außerhalb Deutschlands z. B. Oranienbaum).
Andere FN. sind durch Häusernamen vermittelt, wie ein Haus „zum
Mulboum“ 1315 zu Mainz, im 12. Jh. zu Basel war (s. Buck, oberd.
Flurnamenbuch S. 176 unter Maulbeerbaum) -- noch andere sind
unmittelbar von den Baumnamen abgeleitet; eine Scheidung ist schwer
durchzuführen.
Vgl. Henr. Nuzboum 1223. Hinrik Heisterbom 1413. (Franz. Cerisier,
Poirier).
FN. _Baum_. -- Zss. _Apfelbaum_. _Birnbaum_. _Eichbaum_;
_Eichelbaum_. _Eschbaum_. _Grünbaum_. _Holderbaum_;
_Hollinderbaum_. _Honigbaum_. _Kienbaum_. _Kirschbaum_.
_Krähenbaum_. _Kriechenbaum_. _Nußbaum_. _Pappelbaum_.
_Pfraumbaum_. _Quittenbaum_. _Rosenbaum_. _Schlöhbaum_.
_Weidenbaum_. --
halbniederd.: _Appelbaum_. _Beerbaum_. _Blöbaum_. _Busenbaum_.
_Dannenbaum_. _Kassebaum_. _Kreikenbaum_. _Nottebaum_; _Nuttebaum_
--
ganz niederd.: _Bohm_. _Beerboom_. _Cassebohm_. _Dannenbohm_.
_Lindeboom_. _Nottebohm_. _Plumbohm_. _Rosenbohm_.
Ableitung auf -_er_ (Conrad Holderbäumer 1285. Heinr. dict.
Kirsbaumer 1297).
1) _Baumer_ (z. B. von dem O. Bauma im Tößtal, Schweiz.
Tobler-Meyer). _Bierbaumer_. _Eschbaumer_ (Münch.). _Kerschbaumer_
(tirol.). _Nußbaumer_.
2) _Bäumer_. _Altenbäumer_. _Brinkbäumer_. _Hägerbäumer_.
_Hasenbäumer_. _Hollinderbäumer_. _Strothbäumer_ -- alle in
Westfalen, wo auch mehr vereinzelt.