»Was hast du mehr, wanngleich ich sterbe?«
»Und du, wann du mich hättest niedergeschossen, sintemal ich keinen
Heller bei mir habe.«
Darauf bat er um Verzeihung und ich ließ mich erweichen. Wir stunden
auf und gaben einander die Hände, daß alles, was geschehen, vergessen
sein sollte. Verwunderte sich einer über den andern, daß er seinen
Meister gefunden, dann jener meinte, ich sei auch mit einer solchen
Schelmenhaut überzogen wie er.
Ich ließ ihm dabei bleiben, damit er sich mit seinem Gewehr nicht noch
einmal an mir reibe. Er hatte von meinem Schuß eine große Beule an der
Stirn und ich hatte mich sehr verblutet.
Weil es gegen Abend war, ließ ich mich überreden und ging mit ihm, da
er dann unterwegs oft mit Seufzen bezeugte, wie leid ihm sei, daß er
mich beleidigt habe.