Bei Pfeffers saß die Familie indessen noch in einer recht wehmüthigen
Stimmung beisammen, denn Jeremias' eben angekündigter und so nahe
bevorstehender Abschied lag Allen auf der Seele. Pfeffer selber ging mit
immer größeren Schritten auf und ab und dampfte immer stärker; Fräulein
Bassini strickte, als ob der Strumpf noch heute fertig werden müßte, und
Rebe stand niedergeschlagen am Fenster, während Jettchen der Mutter Hand
in der ihrigen hielt und ihr mit leisen Worten Trost zuflüsterte.
Da klopfte es an die Thür, und auf das etwas erstaunte »Herein!«
Pfeffer's trat Graf Rottack in's Zimmer.
»Störe ich?«
»Herr Graf!« rief Pfeffer in einiger Verlegenheit, daß er schon wieder
in seinem alten Schlafrock ertappt wurde. »Sie entschuldigen einen
Augenblick!«
»Bitte, lassen Sie sich nicht stören!« rief Rottack. »Es ist eine
Familienangelegenheit, in der ich komme. Verehrte Frau, ich freue mich
herzlich, Sie dieses Mal so wohl und munter anzutreffen; Sie haben sich
wirklich in der kurzen Zeit merkwürdig erholt. Mein liebes Fräulein,
wenn auch verspätet, doch nicht minder herzlich ist mein Glückwunsch --
oder eigentlich sollte man besonders Ihnen Glück wünschen, Herr Rebe,
denn ich glaube, Sie sind am meisten zu beneiden. Ah, auch eine alte
Bekannte, Fräulein Bassini, wenn ich nicht irre -- aber bitte, wollen
denn die Damen nicht Platz behalten? Und was für betrübte Gesichter sehe
ich hier? Thränen in den Augen, mein Fräulein? Das schickt sich aber
nicht für eine Braut!«
Fräulein Bassini, die, als der Graf eintrat, rasch ihren etwas sehr
mitgenommenen Strickstrumpf bei Seite geschoben hatte und dann auf und
nieder geknixt war, bis er sie anredete, rief jetzt: »Ach, Herr Graf,
wenn Sie dem Jeremias nur zureden wollten, daß er nicht wieder nach
Brasilien ginge!«
»Und sind Sie _darüber_ so traurig?«
Die Frauen seufzten tief auf, als sich die Thür wieder öffnete und
Pfeffer, der rasch hinausgefahren war, ohne Pfeife und in seinem
unvermeidlichen langen braunen Rock erschien.
»Nun, Herr Graf, womit können wir Ihnen dienen?«
»Wir sprachen gerade über Jeremias' Abreise nach Brasilien,« sagte
Graf Rottack lächelnd, »und da die Damen hier nicht damit einverstanden
scheinen, kann ich Ihnen vielleicht einen Vorschlag zur Güte machen.«
»Sie?« rief Auguste rasch. »Oh, wenn Sie das über ihn vermöchten, Herr
Graf, daß er hier bei uns bliebe! Ich weiß, er hält außerordentlich viel
auf Sie.«
»Aber doch wohl nicht so viel, verehrte Frau,« lächelte der junge Graf,
indem er den ihm von Rebe gebotenen Stuhl dankend nahm, »daß ich mehr
über ihn vermöchte, als Sie, wenn Sie ihn schon darum gebeten haben.«
»Aber er sagt, er müsse zurück,« klagte Henriette, »seine Geschäfte und
Ländereien zwängen ihn dazu.«
»Das ließe sich doch vielleicht arrangiren,« meinte Rottack. -- »Ich
danke, ich schnupfe nicht.« Und Pfeffer schob seine Dose ordentlich
erschreckt wieder in die Tasche. -- »Darüber hab' ich mit ihm
gesprochen. Er kann mit leichter Mühe Alles brieflich abmachen; aber«
-- und sein Blick haftete dabei fest auf der Frau -- »eine andere Sorge
liegt ihm am Herzen, die er nicht den Muth hat auszusprechen.«
»Nicht den Muth?« rief Pfeffer. »Was in aller Welt kann das aber denn
nur sein?«
»Er hat kein Logis in Haßburg,« sagte Rottack, wieder den Blick der Frau
suchend.
»Kein Logis?« schrie Pfeffer. »Na, so schlage doch Gott den Deu -- Bitte
um Entschuldigung! Das geht über die Möglichkeit! Kein Logis?«
»Aber ich begreife den Vater nicht,« sagte auch Henriette; »das kann ihm
doch unmöglich Sorge machen.«
»Er muß rein verrückt geworden sein!« rief Fräulein Bassini. »Ich wollte
ihm genug Wohnungen in der Stadt verschaffen, um ein ganzes Regiment
einzuquartieren.«
Rottack sah still und lächelnd vor sich nieder. »Und glauben Sie auch,
verehrte Frau,« sagte er endlich, indem er zu Augusten aufsah, »daß ich
ihm das zusagen darf?«
Ein paar Thränen glänzten in den Augen der Frau, ihre Wangen glühten,
aber sie sagte leise: »Wenn er will -- ich glaube es gewiß.«
»Ich danke Ihnen in seinem Namen!« rief Rottack, indem er aufsprang und
ihr die Hand reichte. »Also werden wir von Ihrer Güte Gebrauch machen,
mein gnädiges Fräulein.«
»Von meiner Güte?« rief Fräulein Bassini. »Ja, ich verstehe aber kein
Wort davon!«
Henriette hatte ihre Mutter rasch und erstaunt angesehen; hohes Roth
färbte auch ihre Wangen, aber jubelnd warf sie sich an der Mutter Brust,
während Rebe auf Rottack zuging, seine Hand ergriff und sie herzlich
schüttelte.
»Ja, aber Fürchtegott,« rief Fräulein Bassini, »begreifst _Du_ etwas?«
»Und darf ich den Ausreißer herschicken?« fragte der junge Graf.
»Schicken Sie ihn,« sagte die Frau leise, »es kann ja Alles -- Alles
wieder gut werden!«
Rottack ging. Als aber kaum eine Viertelstunde später Jeremias zu ihnen
in's Zimmer trat, als ihm Henriette schon an der Thür um den Hals fiel,
und der kleine Mann, der vor Rührung kein Wort über die Lippen
bringen konnte, auf seine verlassene Frau zuging und ihr die Hand
entgegenstreckte, da lehnte sie die thränenbenetzte Wange an seine Brust
und flüsterte bewegt: »Ich danke Dir für Deine treue Liebe, Jeremias!«
Und glücklichere Menschen waren wohl kaum an dem Tage in Haßburg
versammelt, als in dem kleinen Raum, der diese hier umschloß.
Indessen aber war Rottack thätig. Er hatte in Haßburg in dem
Ober-Bürgermeister der Stadt einen Jugendfreund und Studiengenossen
seines Vaters gefunden und war mit ihm bekannt geworden. Diesem legte er
die Sache vor und befürwortete eine rasche oder vielmehr augenblickliche
Erledigung derselben, um es Jeremias zu ermöglichen, seinen
Lieblingswunsch zu erfüllen und die Erneuerung seiner Trauung mit den
Kindern zusammen zu feiern.
Es ging leichter, als er geglaubt hatte. Jeremias, als brasilianischer
Bürger, brauchte keinen Heimathschein. Zufällig, traf es sich, daß heut
Abend noch Rathssitzung war, wo das Gesuch vorgelegt werden konnte. Mit
dem Geistlichen, einem liebenswürdigen und aufgeklärten Manne, ließ
sich ebenfalls reden, von dem dreimaligen Aufgebot konnte dispensirt und
dasselbe gleich morgen erlassen werden. Rottack erbot sich dabei, jede
nur verlangte Bürgschaft zu leisten. Das Einzige, was Jeremias zu
thun hatte, war, seine Papiere noch heut Abend vor sechs Uhr in des
Bürgermeisters Haus zu bringen. Alles Andere ließ sich arrangiren.
Der alte Herr hatte auch in der That nicht zu viel versprochen. Wo der
gute Wille ist, geht Alles; nur der nöthigen und nicht zu vermeidenden
Form muß genügt werden, und am nächsten Montag machte Graf Rottack
selber in der menschengedrängten Kirche, da Alle einer so merkwürdigen
Trauung beiwohnen wollten, Jeremias' Brautführer.
Als der Zug fröhlicher Menschen aus der Kirche kam, begegneten sie dem
großen, schwarz verhangenen und mit silbernen Stickereien bedeckten
Leichenwagen der Stadt, der den alten Grafen Monford zu seiner letzten
Ruhestätte führte. Nur ein einziger Wagen folgte, in dem die Gräfin, das
Haupt mit einem dichten schwarzen Schleier bedeckt, saß.
Der alte Graf hatte es so, noch kurz vor seinem Tode, wo er wieder zur
Besinnung kam, verlangt. Niemand weiter sollte ihm folgen, auch keine
Leichenrede gehalten und bei dem Einsenken in die Gruft nur von vier
Männerstimmen Mendelssohn's herrliches »Auf Wiedersehen« gesungen
werden.
Rottack überlief ein ganz eigenes, eisiges Gefühl. Wie wunderbar
zeigte sich hier die schwankende Laune des Glücks, denn das, was seinen
Freunden hier Heil und Segen brachte, warf dort ein altes, edles Haus in
Trümmer.
Und wie einsam, wie verlassen die arme Frau in ihrer Staatscarrosse saß
-- aber hatte sie es anders gewollt? Starr und eisern war sie ihre Bahn
gewandelt, und jetzt bedeckte der Schleier freilich ihr Antlitz, aber
Rottack war fest überzeugt, daß diese Züge unter dem Schleier auch
ihre kalte Unerbittlichkeit gewahrt hatten und keine Thräne ihre Wange
netzte.
Oh, hätte er die arme Gräfin weinen sehen!
34.
Schluß.
Die Hochzeit -- die Beerdigung war vorüber, und während dort in der
Stadt frohe, glückliche Menschen der Zukunft entgegen jubelten, fuhr die
Trauer-Equipage, mit welcher die Gräfin allein ihrem Gatten das letzte
Geleit gegeben, in das Schloß zurück, und die in schwarze Wolle vom Kopf
bis zu Füßen gekleidete Frau -- der Schleier aber noch immer das Gesicht
verhüllend -- schritt langsam, wie die Ahnfrau ihres Hauses, die Stufen
hinauf, die in ihr Zimmer führten.
Sie hatte heute noch nichts gegessen. Der alte Haushofmeister brachte
ihr selber auf einem großen silbernen Präsentirbrett einen Imbiß hinaus.
Sie schüttelte den Kopf und winkte mit der Hand, daß es fortgenommen
würde.
So verbrachte sie den ganzen Tag. Sie saß in ihrem Stuhl am Fenster und
blickte auf das vor ihr ausgebreitete Thal hinaus; sie sprach nicht, sie
rührte sich nicht, und nur wenn sich ihr Jemand nahen wollte, winkte sie
ihn fort. So saß sie die ganze Nacht, nur erst am nächsten Morgen warf
sie sich, halb angekleidet, auf ihr Lager, und ihre Kammerfrau gerieth
schon in Angst und Sorge, als sie um zwölf Uhr Mittags ihr Zimmer noch
nicht wieder geöffnet hatte und Todtenstille darin herrschte. Aber sie
brauchte nichts zu fürchten, die Gräfin lebte und war gesund, und was
auch ihr Geist leiden mochte, ihr Körper unterlag dem Druck nicht.
Es war Nachmittag, als der Haushofmeister durch die Kammerfrau um die
Kofferschlüssel bitten ließ, da die Frau Gräfin neulich bestimmt habe,
daß sie gleich nach der Beisetzung ihres Gatten Haßburg verlassen
wolle. Sie ließ ihm wieder sagen, es habe noch Zeit; sie sei noch nicht
entschlossen, wann sie abreisen werde.
Er wollte selbst zu ihr, aber die Thür war wieder verschlossen, und erst
gegen Abend wurde er beordert, der Frau das Diner hinauf zu schaffen.
Einer der Diener deckte den Tisch, der alte Haushofmeister bediente
sie selber. Während sie aß, wurde kein Wort gesprochen. Als er abräumen
wollte, sagte die Gräfin:
»Ihr habt mich heute nach den Kofferschlüsseln fragen lassen?«
»Ja, gnädige Frau Gräfin...«
»Dort liegen sie auf dem Tisch.«
»Wann gedenken Sie abzureisen?«
»Wahrscheinlich Ende der Woche -- ich weiß es noch nicht. Ihr könnt Eure
Sachen immer zurecht machen. Ich werde nur meine Kammerfrau und Euch
mitnehmen, Hußmann.«
Der Haushofmeister erwiderte nichts -- er hatte die Hände eben an einen
der Präsentirteller gelegt, um ihn vom Tisch zu nehmen. Er blieb in der
Stellung -- endlich sagte er leise:
»Frau Gräfin, ich werde Sie bitten müssen, mich diesmal zu
entschuldigen.«
»Zu entschuldigen? Weshalb?« sagte die Frau, deren Gedanken indessen
schon weit abgeschweift gewesen.
»Von dem Mitreisen zu entschuldigen, Frau Gräfin,« sagte der alte Mann
leise, aber entschlossen.
»Ihr wollt mich auch verlassen, Hußmann?« rief die Gräfin ordentlich
erschreckt.
»Ich bin jetzt neunundvierzig Jahre in Ew. Gnaden Dienst, schon bei dem
hochseligen Herrn Vater, dann bei Ihnen -- ich werde alt, Frau Gräfin,
ich kann meinem Dienst nicht mehr so vorstehen, wie ich wohl möchte, und
-- das Reisen vertrage ich gar nicht mehr. Ich könnte Ihnen unterwegs
krank werden, und da ist's viel besser, ich -- bitte Sie in Zeiten um
meine Entlassung.«
Die Gräfin antwortete ihm nicht -- still und regungslos, den Kopf in
die Hand gestützt, saß sie am Tisch und starrte vor sich nieder. Der
Haushofmeister stand noch immer in ehrfurchtsvoller Stellung neben ihr,
eine Erwiderung erwartend.
Endlich winkte ihm die Herrin leise mit der Hand. »Es ist gut, Hußmann,«
sagte sie, »ich will es mir überlegen. Ihr habt Euren freien Willen --
geht jetzt, laßt mich allein, mir ist nicht recht wohl, ich muß Ruhe
haben -- geht doch nur!«
Sie sah auf, aber sie war schon allein. Der Haushofmeister hatte das
Zimmer so geräuschlos verlassen, daß sie sein Gehen gar nicht bemerkt.
Wie die Stunden dahin schlichen und die Tage in dem öden Haus, und wie
unheimlich selbst die Pracht das Ganze machte! Sammt, Silber, Seide und
Marmor schienen des Elends ordentlich zu spotten, das jetzt heimisch
in diesen Räumen geworden, und wie Schatten glitten die wenigen
zurückbehaltenen Diener über die weichen Teppiche der Stuben, durch die
kein Lichtstrahl mehr fiel, so dicht waren die Gardinen verhangen --
wie ein Schatten selbst schlich die düstere Gestalt der Gräfin mit
todbleichem Antlitz in den Sälen umher, die ihre einzige Heimath
bildeten und doch keine Heimath mehr boten.
Eine Woche mochte fast nach der Beisetzung des Grafen vergangen
sein. Die Gräfin hatte ihre Koffer noch nicht packen lassen, der alte
Haushofmeister aber den erbetenen Abschied erhalten. Seine Familie
lebte hier in Haßburg, und die Gräfin bat ihn nur, die Aufsicht über das
Schloß in ihrer Abwesenheit so lange zu übernehmen, bis sie einen andern
zuverlässigen Mann gefunden habe. Der Alte blieb also indessen als
Castellan des Schlosses zurück. -- Aber noch immer wurden keine
Anstalten zum Reisen gemacht, wenn auch das Silbergeschirr und andere
werthvolle Sachen schon lange gepackt und in die Stadt geschafft waren.
Da fuhr ein Wagen vor -- seit lange der erste wieder vor dem öden Platz.
Die Gräfin hatte ihn gehört und dem Geräusch, emporfahrend, gelauscht --
dann fiel sie wieder in ihre alte Stellung zurück.
Ein Diener trat in's Zimmer und überreichte ihr eine Karte.
»Herr Graf Rottack wünscht der Frau Gräfin seinen Abschiedsbesuch zu
machen -- die Frau Gräfin Rottack ließe sich entschuldigen, sie fühle
sich nicht wohl.«
Gräfin Monford zuckte zusammen, als sie den Namen hörte -- wie
unschlüssig hielt sie die Karte in der Hand, aber unwillkürlich fast
machte der Arm eine abwehrende Bewegung.«
»Ich kann nicht -- jetzt nicht -- ich fühle mich nicht wohl.«
»Der Herr Graf sagte mir,« berichtete der Diener, »daß die gräfliche
Familie morgen Haßburg verlassen würde.«
Die Gräfin blieb regungslos mehrere Secunden, aber wieder winkte sie
abwehrend mit der Hand.
Der Diener verließ das Zimmer, und gleich darauf rollte der Wagen wieder
fort; in ihren Stuhl aber sank die Gräfin und deckte ihr Antlitz mit den
Händen. -- --
Graf Rottack kehrte in seinem Cabriolet, das er selber fuhr, nach Hause
zurück. Schon vorher hatte er von Jeremias' jetzt glücklicher Familie
Abschied genommen, alle anderen Abschiedsbesuche waren ebenfalls
gemacht, und es band ihn nichts mehr an Haßburg, da er die Aufsicht über
sein Haus, bis er zurückkehrte, seinem kleinen brasilianischen Freund
übergeben.
Er war sehr langsam gefahren und sah ernst und niedergeschlagen aus.
Seine arme Helene! Wie hatte sie die Zeit ihres Aufenthalts in Haßburg,
wie der Mutter Liebe ersehnt, und wie trüb', wie furchtbar mußte sich
da Alles gerade in dieser Zeit gestalten! Aber er brauchte sich selber
keine Vorwürfe zu machen. Er hatte gethan, was in seinen Kräften stand,
und kein mögliches Mittel unversucht gelassen, um das eiserne Herz
der Frau zu erweichen. Es war Alles umsonst gewesen; nicht einmal die
unglückliche Paula durfte es wagen, ihr zu nahen, wenigstens jetzt noch
nicht, denn ihr Körper war so geschwächt, daß er die kalte Zurückstoßung
der Mutter nicht ertragen hätte. So mußte es denn der Alles lindernden
Zeit überlassen bleiben, auch diese Wunde zu heilen, auch diese starre
Brust zur Sühnung zu stimmen, und für Helene und Paula hoffte
jetzt Rottack in einem fremden Land -- wenn nicht Vergessen des
Unabänderlichen, doch Zerstreuung zu finden. Beide waren ja noch jung,
und eine schöne Natur, fremde Scenen und Bilder würden gewiß nicht ihren
Eindruck auf ihre Herzen verfehlen.
Nur jetzt fort von hier -- der letzte Versuch war gemacht, das Letzte
abgeschüttelt, und er konnte die Zeit der Abreise kaum erwarten.
Es dämmerte schon, als er in seine Wohnung zurückkehrte. Paula und
Helene saßen, seiner harrend, im Salon, der aber auch freilich schon die
Spuren bevorstehender Abreise zeigte.
»Und hast Du sie gesprochen?« rief ihm Helene mit bebender Stimme
entgegen, als er den Saal betrat, und auch Paula's Blick hing angstvoll
an seinen Zügen.
Felix schüttelte langsam den Kopf. »Nein,« sagte er leise -- »es ist
umsonst. In ihrem Herzen ist kein verwundbarer Punkt, und so stolz
und unerbittlich sie im Glück war, so kalt und so verschlossen hat das
Unglück sie erhalten. So, fort denn mit allen Plänen und Hoffnungen,
Kinder! Morgen früh ziehen wir hinaus in die weite Welt, und draußen im
Sonnenlicht und der freien, herrlichen Natur mag ein neues Leben seine
Pforten für Euch öffnen.«
»Und wollen Sie die arme Waise mit sich nehmen, Graf Rottack?« sagte
Paula gerührt -- »oh, womit habe ich das verdient?«
»Meine liebe Paula,« lächelte Felix, »Helene hat Sie als Schwester
adoptirt, und da müssen Sie es sich schon gefallen lassen, mir auch eine
freundliche und liebevolle Schwägerin zu sein -- aber als solche gehören
Sie doch jedenfalls mit zur Familie.«
»Und was wäre ohne Sie aus mir geworden?«
»Die Zeit ist vorbei, meine beste Paula,« rief Felix, »bannen Sie die
trüben Gedanken. Das Leben hat noch manchen sonnigen Tag für Sie!«
»Für mich?« sagte Paula, traurig mit dem Kopf schüttelnd, »der Bruder
und Vater todt -- von der Mutter verstoßen -- nur trübe Schatten liegen
auf meiner Bahn. Aber Gott lohne Euch Beiden tausendfach die Liebe, die
Ihr mir entgegenbrachtet, und je unerklärlicher es mir ist, daß Ihr das
arme, verlassene Mädchen an Eure Herzen ziehen konntet, so viel mehr
Dank schulde ich Euch dafür.«
»Meine Paula, meine Schwester,« rief Helene, und schloß sie in ihre
Arme. Rottack aber, der diese Scene um jeden Preis abzukürzen wünschte,
weil er fürchtete, daß die noch immer nicht vollkommen Genesene sich zu
sehr aufregen möchte, rief dazwischen:
»Nun muß ich Sie aber darauf aufmerksam machen, meine Damen, daß der Zug
morgen früh um halb zehn Uhr geht und Damen gewöhnlich eine Masse von
zu packenden Gegenständen bis zum letzten Augenblick aufheben. Ich bitte
Sie dringend, hiervon diesmal eine Ausnahme, und heut Abend wo möglich
noch Alles fertig zu machen, was irgend fertig gemacht werden kann.«
»Ja, Herz,« sagte Helene, »Felix hat Recht -- komm, ich helfe Dir, daß
sich unser gestrenger Herr und Gebieter morgen nicht zu beklagen hat,
oder uns vorwerfen kann, wir wären lässig gewesen. Komm, Paula, und nun
nicht mehr weinen,« fuhr sie fort, der Trauernden die Thränen mit ihrem
eigenen Tuch von den Augen wischend, »Du mußt hübsch folgen und brav
sein,« und ihren Arm um sie schlagend, führte sie die Schwester in ihr
Zimmer hinüber.
Felix blieb allein im Saale. Er hatte sich eine Cigarre angezündet
und ging eine Weile sinnend auf und ab. Es war indessen völlig dunkel
geworden, aber er klingelte noch nicht nach Licht -- er merkte es gar
nicht. Mit seinen Gedanken war er wieder in Brasilien. Wie wunderbar
sich Alles gestaltet hatte -- heute gerade wieder der Jahrestag seines
Abschieds von Santa Clara, wo er zu jener Frau in's Zimmer trat und sie
zwang, ihm das Couvert für Helene zu geben! Welche Hoffnungen hatten
sich daran geknüpft -- wie hatte Helene die Zeit herbeigesehnt, in der
sie ihrer Mutter in die Arme fliegen könne, und jetzt? Alles vorbei.
Wieder standen, wie damals, die Koffer gepackt, aber nicht mehr der
Heimath strebten sie entgegen, die Heimath gerade wollten sie eben
fliehen.
Der Diener kam mit Licht, und Rottack erschrak ordentlich, als der helle
Glanz sein Auge traf; aber er duldete es und warf sich, die Gedanken
abschüttelnd, in einen Fauteuil, um die den Nachmittag eingetroffenen
Zeitungen zu durchfliegen.
Eine Stunde mochte er so gesessen haben, als Helene zurückkehrte und,
ihren Arm um ihn legend, seine Stirn küßte.
»Ist Paula ruhiger?«
»Ja, Felix; sie hat sich erst drüben noch einmal ordentlich ausgeweint,
denn auf Deinen heutigen Besuch schien sie doch noch im Stillen wohl
eine letzte Hoffnung aufgebaut zu haben. Jetzt ist es vorbei und
überstanden, und sie sehnt sich nun selber weg von Haßburg mit seinen
furchtbaren Erinnerungen.«
»Wunderbar,« sagte Felix, »wie fast Alles, was mit dieser entsetzlichen
Katastrophe zusammenhing, todt und dahin ist. Da lese ich eben in der
Zeitung, daß Hubert, Graf von Bolten, vor wenigen Tagen in
Oesterreich beim Zureiten eines wilden, störrischen Pferdes von diesem
abgeschleudert, geschleift und todt nach Hause getragen wurde.«
»Es war ein wilder, übermüthiger Mensch.«
»Jetzt ist er ruhig,« sagte Felix leise -- »aber wo ist Paula? Laß
sie nicht so lange allein, Herz -- ihre trüben Gedanken kommen wieder.
Denke, was das arme Kind verloren hat!«
»Was ich verloren habe,« flüsterte Helene, die Stirn auf des Gatten
Haupt lehnend.
Draußen im Vorsaal hatte einer der Diener eben das Theegeschirr
herausgebracht und auf einen Tisch gestellt, um es der Herrschaft hinein
zu tragen, als sich die Hausthür öffnete und eine schwarz gekleidete
Dame, das Gesicht verschleiert, eintrat.
»Ist Deine Herrschaft zu Hause?«
»Ja, gnädige Frau,« sagte der Diener, über die plötzliche,
eigenthümliche Erscheinung fast erschreckt, »wen habe ich die Ehre zu
melden?«
»Niemanden,« sagte die hohe, stattliche Frau, aber mit fast tonloser
Stimme, »ich werde mich selber melden.«
»Bitte um Verzeihung, ich...« wollte der Diener einwenden, aber
eine gebietende Bewegung der verschleierten Dame, die ihm wie eine
Erscheinung vorkam, scheuchte ihn zurück, und diese schritt jetzt selbst
auf die Thür zu und öffnete sie.
»Meine Helene,« rief Felix, das Antlitz zu der Gattin emporhebend und
ihrem Kuß begegnend, »mein liebes, süßes Herz, vertraue auf die Zeit,
die auch Dir das Verlorene bringen kann!«
Die Thür öffnete sich, eine schwarz gekleidete Gestalt stand auf der
Schwelle. Felix hatte das Geräusch gehört und wandte den Kopf dorthin.
Er fuhr überrascht in seinem Stuhl empor. Eine Dame -- unangemeldet
Abends in seinem Zimmer?
»Was ist das?« flüsterte Helene.
Die Fremde schlug den Schleier zurück, und ein bleiches Antlitz starrte
daraus hervor.
»Gräfin Monford!« schrie Felix, von seinem Stuhl emporspringend.
»Meine Mutter!« flüsterte Helene und mußte sich an der Stuhllehne
anhalten, um nicht umzusinken.
Die Gräfin sprach kein Wort. Schweigend drückte sie die Thür hinter sich
in's Schloß und trat dem Tisch näher. Dort blieb sie stehen; aber jede
Spur von Stolz war aus den bleichen Zügen gewichen, in die der Gram
seine tiefen Furchen gegraben, und die rechte Hand langsam gegen die
Tochter ausstreckend, sagte sie mit leiser, kaum hörbarer Stimme:
»Helene!«
»Meine Mutter!« wiederholte Helene; aber nur wie ein Hauch quollen die
Worte über ihre Lippen. Sie rührte sich nicht, keine Bewegung machte
sie, dem Anruf zu begegnen.
»Helene, kennst Du Deine Mutter nicht mehr?« sagte die Gräfin aber so
weich, so bittend.
Felix sah staunend seine Frau an; aber sie rührte sich nicht. Ihre ganze
Gestalt bebte, ihr Antlitz war fast noch bleicher geworden, als das der
Mutter; aber während sie krampfhaft die Lehne des neben ihr stehenden
Stuhls gefaßt hielt, sagte sie mit fester Stimme:
»Und wo ist Deine Tochter Paula, Mutter?«
Die Gräfin barg ihr Antlitz in den Händen und stand regungslos; aber
plötzlich fuhr sie empor:
»Das ist der Name, der mich Tag und Nacht gequält,« rief sie in wilder
Erregung aus, »das ist der Wurm, die Reue, die an meinem Herzen genagt,
und Alles, Alles hat mich verlassen! Helene, willst auch Du mich
verstoßen? Du allein hättest ein Recht dazu -- aber sieh hier die
Thränen einer Mutter! Helene, mein Kind -- mein letztes Kind, stoße
mich nicht in Nacht und Verzweiflung!« Und in wilder Leidenschaft zu
ihr hinstürzend, ehe Felix noch eine Ahnung haben konnte, was sie
beabsichtige, warf sie sich vor Helenen nieder, umfaßte ihre Kniee und
barg das thränende Antlitz in ihrem Kleide.
»Frau Gräfin!« sagte Felix erschreckt. Aber jetzt hielt sich Helene auch
nicht länger.
»Mutter, Mutter!« rief sie, und sich neben die Knieende niederwerfend,
umschlang sie dieselbe mit ihren Armen und preßte ihr heiße und glühende
Küsse auf Kopf und Nacken.
»Und hast Du Erbarmen mit Deiner armen, armen Mutter, Helene? Willst Du
mich wenigstens nicht von Dir stoßen?«
»Nie, nie, Mutter! Nie, so lange dieses Herz noch schlägt!«
»Mein Kind -- mein liebes Kind!«
»Aber wie ist mir denn,« rief Helene plötzlich, sich ihrer Umarmung
entziehend, »stehl' ich denn hier nicht den Mutterkuß einem theuern
Haupt? Felix, Felix, bring der Mutter ihre Tochter!«
»Ihre Tochter -- welche?« rief die Gräfin, erschreckt emporzuckend.
Aber Helene hatte sie umfaßt, und sie von der Diele zu sich aufziehend,
warf sie sich an ihre Brust und rief unter Thränen jubelnd: »Dein Kind
-- Dein verlorenes Kind!«
»Paula?«
In der Thür stand Felix; aber in seinen Armen hielt er die
zusammenbrechende Gestalt Paula's, die, flehend und mit unsagbarem
Schmerz in ihrem bleichen Antlitz die zitternden Hände der Mutter
entgegenstreckte.
»Paula!« schrie die Gräfin, aber mehr vermochte sie nicht. Ihr
starrer Geist hatte Alles ertragen, Schlag nach Schlag des Schicksals
wirkungslos ihr Haupt getroffen, das Glück dieses Augenblicks ertrug es
nicht, und ohnmächtig sank sie in Helenens Arme.
Aber die Freude tödtet nicht so leicht. Von ihren Kindern zum Sopha
getragen, schlug sie die Augen wieder auf, und wer vermöchte die
Seligkeit dieses Wiedersehens zu schildern! Helene weinte und lachte,
und beide Töchter, vor der Mutter knieend, hielten sie fest umschlossen
und bargen ihr Haupt an ihrem Herzen.
* * * * *
Am nächsten Tage wurde in Schloß Monford gepackt, und der alte
Haushofmeister, der wie der Geist einer vergangenen Zeit in dem öden
Gebäude umherschlich, schüttelte erstaunt mit dem Kopf, denn so ruhig,
ja heiter hatte er die Frau Gräfin seit dem Tage nicht gesehen, wo das
Unglück über das edle Haus hereinbrach und Säule nach Säule niederriß.
Was konnte nur mit ihr vorgegangen sein? Gestern Abend hatte sie zu Fuß
das Schloß verlassen und war durch den Grafen Rottack in dessen eigener
Equipage erst nach zwölf Uhr zurückgebracht -- und heute --
»Hußmann,« sagte die Gräfin, die eben aus ihrem Zimmer trat, »seid doch
so gut und tragt dieses Paket selber zum Grafen Rottack hinunter; es ist
für eine junge Dame bestimmt, die bei ihm wohnt. Mir liegt aber daran,
daß Ihr es in deren eigene Hände gebt, es ist werthvoll -- habt Ihr mich
verstanden?«
»Zu Befehl, gnädige Gräfin.«
»Der Wagen ist angespannt, Ihr fahrt hinunter, ich möchte, daß Ihr bald
zurückkämet.«
Der alte Haushofmeister nahm das Paket und fuhr in die Stadt. Aber er
blieb länger aus, als er eigentlich zu dem Weg gebraucht hätte, und wie
er zurückkam, sah er ordentlich verklärt aus.
»Habt Ihr meinen Auftrag ausgerichtet, Hußmann?« fragte die Gräfin, als
er wieder zu ihr in's Zimmer trat.
»Frau Gräfin,« rief der alte Mann, und seine ganze Gestalt bebte,
»gnädige Frau Gräfin!«
»Ich hätte so gern gehabt, daß Ihr uns auf der Reise begleitetet,
Hußmann, aber wenn Ihr denn gar nicht wollt...«
»Frau Gräfin,« sprach der alte Mann mit zitternder Stimme, ergriff ihre
Hand und netzte sie mit seinen Thränen, »darf ich denn mit?«
»Also deshalb, Hußmann?« sagte die Gräfin leise und wehmüthig.
»Oh, zürnen Sie mir nicht,« bat der Alte, »meine ganze Seele hing ja an
dem Kind, und daß Sie -- aber jetzt ist ja Alles gut, Alles gut, und so
lange ich nur kriechen kann, weiche ich ja nicht von Ihrer Seite.«
Am nächsten Morgen war ein ganzer Berg von Koffern am Perron des
Haßburger Bahnhofs aufgeschichtet, und Hußmann und Jeremias lösten eine
Anzahl Billets und gaben das Gepäck dann auf. Sämmtliche Marken daran
lauteten aber nach Triest.
Kurz vor Abgang des Zuges trafen die Equipagen der Herrschaften ein,
zwei von der Rottack'schen Wohnung, eine vom Schlosse Monford herunter,
und die alte Gräfin Monford, die allein in ihrem Wagen gekommen
war, eilte auf Rottacks zu, half die Kinder mit herausheben und nahm
Helenchen, die sich gar nicht vor ihr fürchtete, auf den Arm.
Helene selber nahm Günther an die Hand, und Graf Rottack führte eine
dichtverschleierte Dame dem Coupé zu.
Die Haßburger zerbrachen sich den Kopf, wer die Fremde wohl sein könne;
aber lange Zeit blieb ihnen nicht dazu übrig, denn eben brauste der
Schnellzug heran, und die Reisenden nahmen gleich ihre Plätze ein.
Jeremias stand draußen am offenen Fenster.
»Hurrjeh, Herr Graf,« rief er noch in den Wagen hinein, »ist das nicht
beinahe genau so, wie damals in Brasilien, nur daß wir dorten keine
Eisenbahn hatten -- wissen Sie noch, wie ich Ihnen die Sachen...?« Er
schwieg erschrocken still, denn wenn er sich seiner früheren Arbeit auch
nicht schämte, machte er doch nicht gern Staat damit.
»Und Sie haben treulich bei uns ausgehalten.«
»Bin nun schon beinahe daran gewöhnt, Sie auf den Trab zu bringen,«
lachte der kleine Mann. »Aber haben Sie keine Angst, hier soll indessen
Alles richtig besorgt werden.«
»Nehmen Sie sich in Acht, der Zug geht ab!« rief der Schaffner.
»Na, so behüt' Sie Alle Gott!« rief Jeremias, die Hand noch
einmal treuherzig in das Coupé hineinreichend. »Und auf ein frohes
Wiedersehen!«
»Mein alter, wackerer Freund!«
»Wir werden Sie nie vergessen!« sagte die verschleierte Dame und reichte
ihm die kleine weiße Hand.
»Gott lohne es Ihnen, Gott lohne es Ihnen!«
Ein scharfer Pfiff -- Jeremias trat vom Wagen zurück, Günther und
Helenchen winkten ihm noch jubelnd mit den Händchen zu -- und fort
rasselte der Zug seine wilde Bahn dahin.
_Ende._
Druck von G. Pätz in Naumburg a/S.
[Hinweise zur Transkription
Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt.
Offensichtliche Fehler wurden korrigiert, bei Zweifeln der Originaltext
beibehalten. Änderungen in der Schreibweise sind in der nachstehenden
Liste ausgewiesen, Änderungen in der Zeichensetzung nicht.
Aenderungen:
Seitenangabe
originaler Text
geänderter Text
Seite 4
über dem kleinen, mit bunten Kattun bezogenen Sopha
über dem kleinen, mit buntem Kattun bezogenen Sopha
ein Lobeerkranz verband sogar Beide mit einander
ein Lorbeerkranz verband sogar Beide mit einander
Seite 8
Was das für eine reizende Frau und was
Was das für eine reizende Frau ist und was
Seite 12
kannst Du es mir und dem Oukel verdenken
kannst Du es mir und dem Onkel verdenken
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die sich durch die verschienenen Baumgruppen schlängelten
die sich durch die verschiedenen Baumgruppen schlängelten
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plötzlich und mit einem Schlag sein eigener, freier Herr.
plötzlich und mit einem Schlag sein eigener, freier Herr war.
Seite 59
was die sonstigen kleinen Leiden und Aegernisse betrifft
was die sonstigen kleinen Leiden und Aergernisse betrifft
Seite 61
der das Fach der Charakterollen am Theater bekleidete
der das Fach der Charakterrollen am Theater bekleidete
Seite 64
ehrlich bringt sie sich mit ihren kleinen Gage durch
ehrlich bringt sie sich mit ihrer kleinen Gage durch
Seite 79
ihr Theatertername war damals Bassini
ihr Theatername war damals Bassini
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Das ist kein Gesicht für einen Bräutchen!
Das ist kein Gesicht für ein Bräutchen!
Seite 132
und ireudige Dankbarkeit ... glänzte dabei in fhren Zügen
und freudige Dankbarkeit ... glänzte dabei in ihren Zügen
Seite 135
»Ja, gewiß,« lächte Rottack
»Ja, gewiß,« lächelte Rottack
Seite 147
versäumt haben, um sein Diebeshandwerk forzusetzen
versäumt haben, um sein Diebeshandwerk fortzusetzen
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und nachher wär's vielleich möglich
und nachher wär's vielleicht möglich
Seite 180
es ist für den Commerizenrath
es ist für den Commerzienrath
Seite 208
nach der Leseprobe noch einen Augenblick zu ververweilen
nach der Leseprobe noch einen Augenblick zu verweilen
Seite 218
die Gräfin, dem jungen Grafen Bolten frenndzunickend
die Gräfin, dem jungen Grafen Bolten freundlich zunickend
Seite 219
von den Zügel dabei gerissen, auf die Seite und an dem Karren
von dem Zügel dabei gerissen, auf die Seite und an den Karren
Seite 247
noch Niemand sehen, den die staken noch alle
noch Niemand sehen, denn die staken noch alle
Seite 263
die dem Rang der jungen Gräfin ensprechend war
die dem Rang der jungen Gräfin entsprechend war
Seite 298
Sie können heute auf Ihren Lorbern ausruhen
Sie können heute auf Ihren Lorbeern ausruhen
Seite 307
Jetzt war Alles todenstill
Jetzt war Alles todtenstill
Seite 317
Eeau de Cologne
Eau de Cologne
Seite 341
der nicht mehr länger an sich halten konne
der nicht mehr länger an sich halten konnte
Seite 347
zu Ihrem gestrigen ungeheuern Erfoge Glück wünscht
zu Ihrem gestrigen ungeheuern Erfolge Glück wünscht
Seite 357
das Herz des armen Kindes so zu berücken mußte
das Herz des armen Kindes so zu berücken wußte
Seite 364
Ihre Wangen hatte ordentlich etwas Farbe bekommen
Ihre Wangen hatten ordentlich etwas Farbe bekommen
Seite 373
25. Der reiche Mann.
26. Der reiche Mann.
Seite 414
»Knellner, zwei Glas Bier!«
»Kellner, zwei Glas Bier!«
Seite 459
»Herr Boslaw?« sagte Jemerias.
»Herr Boslaw?« sagte Jeremias.
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»Was sagt sie?« fragte Jeremais
»Was sagt sie?« fragte Jeremias
Seite 473
das unbeholfere Gestell ließ sich nicht die schmale Treppe
das unbeholfene Gestell ließ sich nicht die schmale Treppe
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an gar nichts, als -- an der Haupsache
an gar nichts, als -- an der Hauptsache
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Paula's Blick hing anstvoll an seinen Zügen
Paula's Blick hing angstvoll an seinen Zügen]