Hier, im Arbeitszimmer des hohen Verwaltungsamtes, wuchs Apollon
Apollonowitsch zu einem wahrhaften Zentrum heran: in eine Serie von
Staatsämtern, Abteilungen und grünen Tischen. Hier war er, der Kraft
aussendende Punkt, der Kreuzungspunkt der Kräfte, und der Impuls
unzähliger, reich gegliederter Manipulationen. Hier war Apollon
Apollonowitsch eine Kraft im Newtonschen Sinne; Kraft im Newtonschen Sinne
aber ist, wie Sie sicher wissen, eine okkulte Kraft.
Hier war er die letzte Instanz.
Apollon Apollonowitsch war heute besonders genau: bei Entgegennahmen der
Berichte winkte er kein einziges Mal mit dem nackten Schädel; Apollon
Apollonowitsch fürchtete Schwäche zu zeigen: bei Erfüllung der amtlichen
Pflichten! . . . Schwer fiel es ihm heute, sich zur logischen Klarheit zu
erheben: weiß Gott wieso -- doch Apollon Apollonowitsch kam zu dem
Schlusse, daß sein eigener Sohn Nikolai -- ein ausgemachter Schuft sei
. . .
* * *
Im Begriff, vor die Schar wartender Bittsteller zu treten, lächelte Apollon
Apollonowitsch; dieses Lächeln aber kaum aus Schüchternheit: was mochte nur
seiner hinter der Tür harren . . .
Apollon Apollonowitsch verbrachte sein Dasein zwischen zwei Schreibtischen,
zwischen dem seines eigenen Arbeitszimmers und dem des Verwaltungsamtes.
Ein dritter beliebter Ort war für ihn sein Wagen.
Und nun war er -- schüchtern.
Schon ging die Tür auf; der Sekretär, ein junger Mann mit einem etwas
liberal über die Bruststärke hängenden Orden, flog der hohen Persönlichkeit
entgegen, und dabei knisterte ehrfurchtsvoll der überstärkte Rand seiner
schneeweißen Manschette. Auf seine schüchterne Frage brüllte ihn Apollon
Apollonowitsch an:
»Nein, nein! . . . Machen Sie so, wie ich gesagt habe . . .«