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Amerikanisches Copyright 1920 by Ullstein & Co., Berlin
I
Der alte vornehme Herr stellte sich selber vor. Wie üblich, verstand
niemand den Namen. Aber er war elegant und in diskretes bestes Tuch
gekleidet. Er hatte als Vorstecknadel eine einfache weiße Perle, etwas
barock, aber von der Weiße eines blonden Frauenrückens, wie Karstens
sagte, und legte gleich so gegen 20000 Mark vor sich auf den Spieltisch.
Der junge Hull, Stämmling eines Industrie-Millionen-Vermögens, an dem
sein Vater ihn reichlich teilnehmen ließ, hatte ihn mitgebracht.
Man begann gleich zu spielen. Der Gast nahm mit einer stummen Verbeugung
das Spiel an, das man vorschlug: Einundzwanzig. Die Sätze waren
unbegrenzt. Ritter hielt die Bank als erster.
Zunächst zeigte das Spiel durchaus nichts Ungewöhnliches. Verlust,
Gewinn gingen reihum.
Aber bald begann es, daß Hull verlor. Das begann fast mit demselben
Augenblick, da die Reihe, die Bank zu halten, an den alten Herrn kam.
Hull verlor zuerst Hundertmarkscheine. Er spielte gelassen und in sein
Pech ergeben. Vor dem alten Herrn mischten sich kleinere Noten in den
Haufen der Tausender, die er vor sich hingelegt hatte.
Nur nach außen spielte Hull gelassen. Innerlich befand er sich in einer
heißen Erregung. Es gingen Schleier vor seinem Hirn hin und her. Seine
Noten chassierten zu dem Gast hinüber, ohne daß er es eigentlich merkte.
Seine Sinne waren wie von einem feinen und unsichtbaren Spinnweb belegt,
das ihn immer mehr einengte.
Er trank einige Kognaks und ließ sich dann eine Flasche Sekt bringen.
Das half aber zu nichts weiterem, als daß er das Fach seiner Brieftasche
wechselte und zu den Tausendern griff. Er hatte sie nachmittags von der
Bank geholt.
Sein Spielpech wurde unwahrscheinlich. Hatte er gute Karten, so war ihm,
als ob aus irgendeinem in Dunkel verhüllten Winkel seines Innern heraus
eine mahnende Hand sich auf seinen Mund legte. Er verließ die Höhe
seiner Einsätze und nannte eine geringfügige Summe.
Der alte Herr sollte nun die Bank weitergeben. Aber er erbot sich, Hull
zuliebe sie noch zu behalten. Er sagte:
»Wenn die Herren einverstanden sind, so behalte ich die Bank noch einige
Runden. Sie sehen, wie sich vor mir das Geld häuft. Ich bin der Gast
Ihres liebenswürdigen Klubs. Tragen Sie meinen peinlichen Gefühlen gegen
Herrn Hull Rechnung, und gestatten Sie mir, um was ich Sie bitte.«
Aber obgleich das in bescheidener Redeform gesagt wurde, klang es doch
herrisch, jede Abweisung fortschiebend.
Der Klubdiener beäugte den Gast argwöhnisch. Aber er spielte mit den
Karten, die der Klub selber stellte und die stets eben erst aus der
Hülle gebrochen wurden.
Das Spiel feuerte in den Kreis. Man trank auch viel. Ein leichter Rausch
umsponn den Tisch. Der Gast schloß sich beim Trinken nicht aus. Er
benahm sich in keiner Weise auffällig. Er hatte einen ruhigen, lang in
jedem Auge, das ihn anschaute, verweilenden Blick, große graue Augen,
die etwas Herrenhaftes hatten und die das Spiel kaum zu begleiten
schienen. Seine Hände waren groß, massiv und ruhig, als seien sie aus
Holz. Den andern, viel jüngern, zitterten schon die Finger vom
Widerschein innerer Erregtheit.
Hull spielte weiter, obgleich er seine Tasche immer dünner werden
spürte.
Was ist los? fragte er sich immer. Er wollte aufstehen und ein Spiel
vorübergehen lassen, um an einem Fenster Luft zu schöpfen und einmal in
die Stille der Nacht hinauszuschauen, aus der er einen Strom Ruhe für
sich selber atmen zu können hoffte. Aber er saß wie gefesselt auf dem
Leder, preßte die Ellbogen auf den roten Filz, und alle Gedanken fielen
unbeherrscht aus ihm in eine Leere, wie in die Dimensionslosigkeit eines
Schlafs.
Sonst war er nicht gerade ein leichtsinniger Spieler. Er überlegte,
verfolgte den Gang des Glücks und war immer dran, ihn auszunutzen, wenn
er ihm günstig war, oder sich zu dämpfen, wenn ein anderer an der Reihe
war.
Doch an diesem Abend kannte er bald keine Hemmungen mehr. Keine Note
hatte einen Wert für ihn. Ja, es war fast als ob er mit Lust verlöre.
Mit Genuß seine Noten hinüberwechseln sah. Es mußte nur immer etwas
geschehen. Man teilte die Karten viel zu träg. Man verzögerte ins
Endlose das Nennen der Einsätze. Das Geld schlich um den Tisch für ihn
wie kranke Kröten.
Dazu trank er, und alle Sinne, über die er die Herrschaft verloren
hatte, wurden feurig wie Vollbluthengste, die auf einer Heide dem
Kutscher durchbrennen. Sie rannten mit ihm in eine Wüste. Es gab keinen
Menschen und keinen Weg mehr. Ja, die Luft schien weggeatmet. Er fiel
nur hin im Spiel.
Man begann sein Pech zu besprechen. Er bekam schlechte Karten, das war
gewiß, aber er spielte auch schlecht. Er war unvernünftig. Man begann
von befreundeter Seite aus das Spiel zu zügeln und sprach von letzten
Runden.
Hull erfaßte das Wort zuerst nicht. Man mußte es ihm begreiflich machen.
Da lehnte er sich auf. Er ward unvermittelt jähzornig, schrie und schlug
mit der Faust auf den Tisch.
Das große Auge des Unbekannten zog sich da leicht etwas von ihm und den
andern zurück, und es schien, als glitte es nach innen. Leis erlosch
etwas von dem Glanz. Der Gast legte die Karten hin und stopfte das Geld
in die Tasche; doch tat er das nur so nebensächlich, als sei es ein
Taschentuch. Es stand aber noch eine Runde.
Hull schrie:
»^Va banque!^«
Der alte Herr gab die Karten. Hull deckte die seinigen rasch für sich
auf. Er hatte 21.
Da geschah etwas in ihm, etwas ganz Unverständliches, Widersinniges ...
er warf seine Karten mit den Bildern nach unten auf das Paket der
andern, beiseite geschobenen und rief:
»Ich habe wieder verloren.«
Rasch deckte der alte Herr seine Karten auf. Sein Auge erflammte wieder,
hastig und blitzschnell verlöschend. Er zählte die Summe, nannte eine
Zahl und warf seine Karten mitten auf den Tisch.
Hull geschah es, als fiele er von einem schwankenden Brett, das irgendwo
in einer Finsternis schwebte, in unsichtbare Dinge aufgehängt.
Wo war ich? fragte er sich zaghaft und verblüfft.
Er begann, alles um sich neu zu sehen, so als träte er jetzt erst in den
Kreis: die drei Glühbirnen, rund, matt unter dem Schirm, das rote,
lichtbeschienene Tuch, seine Freunde, den fremden, alten Herrn,
zerstreute Karten und Geld.
»Wo war ich? Wo war ich?« stammelte er.
Seine Gedanken erwachten, wurden aus einem nebelhaft Umfangenen zu einer
kleinen, nüchternen Klarheit. Es war so, als ob er Behänge von ihnen
fortzöge, um sie zu entkleiden.
Dann wurde er von einem plötzlichen Mißtrauen gegen sich selber erfaßt,
das ihn krank machte. Eine Weile grub er den Kopf in die Fäuste, badete
die Augen in den Handhöhlen, die wie mit eisigem Reif belegt sich
anfühlten, und sich aufrichtend, sagte er:
»Was habe ich getan? Ich hatte 21! Da hat jemand mit meiner Stimme
gesagt: Ich habe wieder nichts! ... Da ...«
Er riß die fortgeworfenen Karten vom Haufen und deckte sie auf.
Es war ein As, eine Zehn und ein Bube!
Einundzwanzig!
Der alte Herr zog seine großen grauen Augen nun ganz in sich hinein. Sie
wurden klein und sahen aus, als ob sie in einer großen Ferne stünden.
Durch den Körper des Fremden ging sichtbar ein gewaltsames Reißen --
rasch, hastig besiegt. Dann dehnte sich der Brustkorb, und der Atem ging
einige Male tief und schwer, als müsse er Luft unmittelbar in die Seele
pumpen.
»Zu spät!« sagte er dann leis und streng.
Hull schüttelte nur den Kopf.
»Meine Bemerkung ging nicht gegen Sie,« antwortete er wieder gefaßt,
»sondern gegen mich. Wieviel schulde ich?« fragte er liebenswürdig.
»30000!«
Hull leerte seine Brieftasche.
»Sie müssen sich bis morgen nachmittag vier Uhr mit 10000 Mark begnügen
und einem Schuldschein natürlich. Wollen Sie die Freundlichkeit haben,
mir Adresse und Summe in mein Notizbuch zu schreiben!«
Als Hull sein Buch zurückbekam, stand darin:
_Balling_
Hotel Excelsior, Zimmer 15.
Er übergab mit einer lächelnden Verbeugung seinen Schuldschein dagegen.
»Zur Revanche bereit, Herr Hull!« sagte Balling, indem er sich erhob.
»Meine Herren, darf ich Ihnen für die Gastfreundschaft des Abends
danken? Gute Nacht!«
Er sagte das in einem fast unhöflichen Ton, aber mit einer
Entschiedenheit, die die anderen Herren auf die Beine brachte.
Karstens bot ihm sein Auto an.
»Nein, danke, mein eigenes erwartet mich unten.«
Er ging etwas steif, als sei er ermattet, hinaus, ohne weitere
Höflichkeitsbezeugung. Der Klubdiener führte ihn zur Haustür.
»Hull, du bist verrückt,« sagte Karstens, als der Fremde den Raum
verlassen hatte.
»Was ist nun eigentlich geschehen?« fragte Hull ruhig dagegen.
»Frage deinen Geldbeutel!«
»Meine Geldtasche ist leer. Wer hat mein Geld gewonnen?«
»Dein Freund!« machte Karstens, indem er zur Tür hinaus zeigte.
»Wieso mein Freund? Ich sehe den Mann zum erstenmal. Wie kam er
hierher?«
»Hull, entschieden, du brauchst die Adresse von einem guten Arzt. Emil,
Telephonbuch!«
Karstens blätterte:
»Da, Dr. Schramm, psycho-pathologische Behandlung, Ludwigstraße 35 ...«
»Ich verstehe deine Scherze nicht, lieber Karstens!«
»Wer hat denn diesen herrlichen Einundzwanzig-Spieler mitgebracht? --
Du!«
»Das ist nicht wahr, Karstens!«
»Ludwigstraße 35, mein Teurer! Rasch!«
»Natürlich haben Sie ihn hergebracht, Hull,« sagte ein anderer.
»Ich? Ich? Ich erinnere mich jedenfalls nicht mehr. Es kann sein.«
Hull zog sich dann zurück, erschlafft, erstaunt, grübelnd über das
Rätsel, das dieser Abend so unerwartet und brutal über ihn geworfen
hatte.
Gegen Morgen, als er einmal erwachte, kam ihm eine blasse, rasch
vergehende Erinnerung, als ob der fremde alte Herr an einem Tisch im
Café Bastin mit ihm gesessen und als ob sie zusammen gesprochen hätten,
und zwar über das Theater. Aber was sie gesagt, wußte er nicht mehr,
noch über welches Theater gesprochen wurde. Das dunkle Gewebe seines
Hirns hielt nur noch die blitzende Empfindung eines schrillen
Scheinwerfers fest, der ihn während des Gespräches bestrahlte. Er bohrte
sich, nicht mehr zum Schlaf kommend, hinter den grauen Fetzen dieser
Erinnerungen her; aber mehr bekam er nicht mehr zusammen.
* * * * *
Das Erlebnis gewann nicht an Klärung durch das, was Hull am Nachmittag
des dem Spieltag folgenden Tages widerfuhr.
Er hatte bis vier Uhr die 20000 Mark flüssig gemacht und brachte sie ins
Hotel Excelsior.
Man telephonierte ins Zimmer Nr. 15.
Herr Balling sei da, hörte Hull, und bitte um die Karte des Herrn. Die
gab er und fuhr bald hinauf.
Mitten im Zimmer Nr. 15 stand ein Mann, den Hull in seinem Leben noch
nicht gesehen hatte. Ein kleiner, dicker, glatt rasierter Mann mit
amerikanischen Zügen. Er machte auch eine puritanische Verbeugung.
»Ich bin wohl falsch geführt worden. Verzeihen Sie!« sagte Hull zu ihm.
»Ich wollte ins Zimmer Nr. 15.«
»Da sind Sie!« antwortete der andere.
»Dann hat Herr Balling mir eine fremde Nummer aufnotiert.«
»Ich heiße Balling!«
Diesmal träume ich nicht. Ich bin ganz bei Sinnen. Ich spiele nicht
einundzwanzig, sagte sich Hull und fuhr dann laut redend zu dem Fremden
fort: »Aber das Rätsel wird sich ja gleich lösen. Haben Sie dies
geschrieben?«
Er hielt Balling sein Notizbuch hin, in das der Fremde von gestern Abend
Namen und Adresse eingetragen hatte.
»Nein!« antwortete der Dicke.
»Dann bin ich Ihnen auch nicht beim Einundzwanzig 20000 Mark schuldig
geblieben?«
»Meine Zeit ist kurz bemessen. Ich erwarte einen Geschäftsfreund,« sagte
der Dicke und zog seine Uhr.
»Ich überlasse Sie sofort Ihrem Freund, mein Herr, und bitte nur noch
eine Frage stellen zu dürfen. Es ist nicht meine Schuld, daß ich Sie
belästige. Ich bin irgendwie irregeführt worden.«
Der andere nickte.
Hull fuhr fort: »Ist Ihnen dann vielleicht ein Herr bekannt, der große
graue Augen hat, etwa sechzig Jahre, weiße Favorites, grauer Zylinder,
elegant diskret gekleidet, große Nase, und der auch Herr Balling heißt?«
»Ich kann Ihnen immer nur nein sagen!« antwortete Balling von Zimmer Nr.
15.
Da empfahl sich Hull. Er fragte unten, ob nicht ein zweiter Herr Balling
im Hotel wohne?
Nein!
Ob Zimmer Nr. 15 nicht vielleicht von einem inzwischen verreisten Herrn
Balling ...?
Nein!
Ob die Schrift hier bekannt sei?
Nein!
Zum ersten Male in meinem Leben kann ich eine Spielschuld nicht an den
Mann bringen, sagte sich Hull, als er das Hotel verließ.
Allmählich aber wurde er unruhig.
Welche geheimnisvollen Zusammenhänge! So etwas war ihm nie geschehen. Er
hatte gewonnen ... verloren ... viel und wenig. Er war in Geldnöten
gewesen. Er hatte Pech mit einem Mädchen gehabt. Er hatte sich einmal
seriös auf Pistolen geschossen. Aber das konnte man alles mit der Hand
greifen sozusagen ...
Doch diese Geschichte mit dem Herrn Balling und den 20000 Mark flatterte
immer irgendwie hinter einem. Er hatte vergessen, daß er selber den
Fremden in den Klub gebracht. Er hatte gespielt, als habe er den Kopf in
einem Sack. Er war 20000 Mark schuldig geblieben; der andere gibt eine
Adresse an, die zwar besteht, aber nicht die seinige ist, und auch das
Geld will er nicht haben ...?
Wenn nicht Hull gerade ohne Geliebte gewesen wäre, so hätte er sich
mitteilen können. Nun fraß er es in sich hinein, während er über den
Lenbachplatz und die Promenade hinaufschlenderte und allen Menschen ins
Gesicht schaute, ob nicht vielleicht zufällig der alte vornehme Herr
unter ihnen komme. Er ging ins Café Bastin und schaute jedem, der dort
saß, unter die Nase. Er setzte sich hin und wartete darauf, ob nicht
vielleicht, wie er sich sagte, der ^genius loci^ seinen Erinnerungen
unter die Arme greife.
Aber es endigte alles in einem wüsten Durcheinander. Er fand sich immer
weniger zurecht und bekam allmählich mit einer kleinen, aber zähen
Beunruhigung zu tun. Es war ihm, als liefe unsichtbar neben ihm eine
zweite Kraft, die mit ihm nichts zu tun hatte, als daß sie darauf drang,
auf ihn aufzuhocken wie ein Affe und ihn zu irgendwelchen bösen
Abenteuern zu führen.
Hull drückte sich daran vorbei, in seine einsame Junggesellenwohnung zu
gehen. Da traf er Karstens. Er rief ihn erleichtert an.
Aber Karstens fragte:
»Nun, ist dir die Erinnerung gekommen?«
»Mein Lieber, mir geht es böse!«
»Mit den 20000?«
»Da sind sie!« Er klopfte auf die Brusttasche. »Nein, die will keiner
haben, denke dir. Im Zimmer Nr. 15 im Excelsior wohnt ein Herr Balling,
aber es ist nicht der meinige. Wir haben uns nie gesehen. Er hat nie
Einundzwanzig gespielt, und niemand ist ihm 20000 Mark schuldig. Ich
werde die 20000 Mark nicht los! Aber dafür bekomme ich das Gruseln. Es
geschieht etwas mit mir. Wer ist um mich? Und ich sehe ihn nicht! Mit
mir wird es noch böse gehen!«
»Auf in den Klub! Vielleicht kommt dein Herr Balling, sich heute sein
Geld selber holen!«
»Und der wirkliche Herr Balling von Zimmer 15 im Excelsior?«
»Ja, Mensch, du hast Sorgen! Ich gestehe dir's zu. Komm!«
»Gut! Vielleicht kommt er.«
Abends im Klub kam es nicht zum Spiel. Der Fall regte die Phantasien
dermaßen auf, daß niemand den Pfeffer des Hasards nötig hatte. Man
überhäufte Hull mit dummen oder gleichgültigen Ratschlägen.
»Emil,« fragte einer den Diener, »wie war denn sein Auto?«
»Förstklassig, Herr Baron, etwa ein Zwanziger zumindest, geschlossen,
elegant, eine Karosserie wie die Wiege eines Kronprinzen, wenn man
diesen Vergleich heute noch machen darf, so ... gerundet, geschweift, so
... so ... Er setzte mit einem Sprung von fünf Metern an und fort war
er. Seine 24 hatte der Wagen. Aber auf die Finger habe ich ihm geschaut,
wie er das Sauglück gegen den Herrn von Hull gehabt hat. Reinlich
gespielt hat er.«
Mehr erfuhr man nicht über den Fremden. Es meldete sich niemand weder im
Klub noch bei Hull, um die 20000 Mark einzukassieren oder Revanche zu
geben.
Hull lernte tagsdarauf ein Mädchen kennen, das in der Bonbonniere
Grotesktänze aufführte. Sie war halb mexikanischer Abstammung, sagte
sie. Sie beschäftigte ihn sofort in ausgiebigem Maße, lenkte ihn ab, und
bei ihr befreite er sich rasch vom Druck der 20000 Mark, die er nicht an
den Mann bringen konnte.
»Es war halt bestimmt, daß du sie an die Frau bringen solltest,« sagte
ihm Karstens, als er diesen von der wieder zurückgekehrten Sorglosigkeit
unterrichtete.