Frau Wesenern. Marie. Charlotte.
Frau Wesenern. Es ist eine Schande, wie sie mit ihm umgeht. Ich seh
keinen Unterscheid, wie du dem Desportes begegnet bist, so begegnest
du ihm auch.
Marie. Was soll ich denn machen, Mama? Wenn er nun sein bester
Freund ist, und er uns allein noch Nachrichten von ihm verschaffen
kann.
Charlotte. Wenn er dir nicht so viele PrÄsente machte, wÜrdest du
auch anders mit ihm sein.
Marie. Soll ich ihm denn die Präsente ins Gesicht zurückwerfen? Ich
muß doch wohl hÖflich mit ihm sein, da er noch der einzige ist, der
mit ihm korrespondiert. Wenn ich ihn abschrecke, da wird schön Dings
herauskommen, er fängt ja alle Briefe auf, die der Papa an seinen
Vater schreibt, das hört Sie ja.
Frau Wesenern. Kurz und gut, du sollst nun nicht ausfahren mit
diesem, ich leid es nicht.
Marie. So kommen Sie denn mit, Mama! Er hat Pferd und Cabriolet
bestellt, sollen die wieder zurückfahren?
Frau Wesenern. Was geht's mich an.
Marie. So komm du denn mit, Lotte--Was fang ich nun an? Mama, Sie
weiß nicht, was ich alles aussteh um Ihrentwillen.
Charlotte. Sie ist frech obenein.
Marie. Schweig du nur still.
Charlotte (etwas leise für sich). Soldatenmensch!
Marie (tut als ob sie's nicht hörte, und fährt fort, sich vor dem
Spiegel zu putzen). Wenn wir den Mary beleidigen, so haben wir alles
uns selber vorzuwerfen.
Charlotte (laut, indem sie schnell zur Stube hinausgeht).
Soldatenmensch!