3. Der Zellkern oder Nucleus.

Der Zellkern ist seit einigen Jahrzehnten ein Lieblingsobjekt

morphologischer Untersuchungen geworden, und es hat sich hier eine

psychologische Tatsache bemerkbar gemacht, die sich in der Geschichte

des menschlichen Geistes immer und immer wiederholt, seitdem der

Mensch überhaupt über die Dinge nachzudenken angefangen hat, das

ist die +Uebertreibung+. Die älteren Protoplasmaforscher, besonders

~Max Schultze~, hatten sich überzeugt, daß das Protoplasma wichtige

Lebensäußerungen zeigt, und alsbald hatte sich durch übertriebene

Verallgemeinerung die Ansicht herausgebildet, daß das Protoplasma

der alleinige Träger aller Lebensvorgänge sei, während der Zellkern

eine nebensächliche Bedeutung haben sollte. Seitdem hat man bei

gewissen Lebensäußerungen gerade eine hervorragende Beteiligung des

Zellkerns erkannt. Eine Reihe von Forschern hat gezeigt, daß der

Zellkern bei der Fortpflanzung, Befruchtung, Sekretion etc. eine sehr

wichtige Rolle spielt, und sofort ist die ursprüngliche Meinung von

der Alleinherrschaft des Protoplasmas in übertriebener Reaktion in

das Gegenteil, in die Vorstellung von der Alleinherrschaft des Kerns,

umgeschlagen. Wie wir in einem späteren Abschnitt sehen werden, liegt

hier, wie so oft, die Wahrheit in der Mitte. Aber jede Reaktion ist

übertrieben. Wie ein Pendel gehen die Meinungen zuerst nach beiden

Extremen über den Ruhepunkt hinaus, und erst nach einiger Zeit wird

die richtige Mitte dauernd eingehalten. Immerhin haben wir es diesen

Untersuchungen über den Zellkern zu verdanken, daß sich unsere Kenntnis

desselben bedeutend erweitert hat[50].

a) Die Gestalt des Zellkerns.

Was zunächst die +Gestalt des Zellkerns+ betrifft, so ist dieselbe in

verschiedenen Zellen sehr verschieden.

Die Bildung des Zellkernbegriffs ging aus von solchen Zellformen, bei

denen inmitten einer umgrenzten Protoplasmamasse ein einziger, mehr

oder weniger rundlicher Kern gelegen ist, der sich hinsichtlich seines

Lichtbrechungsvermögens und seiner Konsistenz wesentlich von dem ihn

umgebenden Zellprotoplasma unterscheidet. Später fand man, daß er auch

durch sein charakteristisches Verhalten gewissen Reagentien, besonders

Farbstoffen, gegenüber in scharfem Gegensatz zum Protoplasma der

Zelle steht. Diese Art des Auftretens der Kernmasse in der Zelle ist

denn auch die verbreitetste in der ganzen Organismenwelt. Ein großer

Teil der freilebenden und die meisten gewebebildenden Zellen im Tier-

und Pflanzenreich zeigen diesen Typus. Dabei ist das Verhältnis des

Volumens des Kerns zu dem des Zellprotoplasmas ein sehr verschiedenes.

Es finden sich Zellen, in denen ein verhältnismäßig kleiner Kern von

einer großen Menge von Protoplasma umgeben ist, wie z. B. bei manchen

Foraminiferen, während in anderen Zellen die Menge des Zellprotoplasmas

gegen die der Kernmasse äußerst gering ist, wie bei den meisten

Spermatozoen.

Von dem Typus des mehr oder weniger rundlichen, in der Einzahl

vorhandenen Zellkerns finden sich Abweichungen nach den verschiedensten

Richtungen hin. Zunächst in bezug auf die Zahl der Kerne. Wie wir

bereits oben sahen, gibt es Organismen, die aus einer einheitlichen

Protoplasmamasse bestehen, in der eine große Menge von Zellkernen

eingebettet liegt, wie das bei den mehrkernigen Zellen und Syncytien

der Fall ist. Dabei kann die Zahl der Kerne so groß und ihre Größe

so verschwindend klein sein, daß, wie es ~Gruber~[51] bei gewissen

Rhizopoden aus dem Hafen von Genua, speziell bei +Pelomyxa pallida+,

beobachtet hat, die Zellkerne wie ein feiner Staub durch das ganze

Protoplasma zerstreut liegen (Fig. 36). Bei solcher Verteilung der

Kernmasse, wie sie bei den vielkernigen Formen auftritt, ist die

Oberfläche der Kernmasse natürlich erheblich größer als bei der

Anordnung derselben Menge zu einem einzigen großen Kern, ein Umstand,

der in physiologischer Hinsicht besonders wichtig ist.

Dasselbe Prinzip der Oberflächenvergrößerung kommt aber auch zur

Geltung durch Formdifferenzierung des in der Einzahl vorhandenen

Kernes. Von der typischen rundlichen Form kommen die mannigfachsten

und weitgehendsten Abweichungen vor. Wurstförmige, bandförmige (Fig.

37 _a_), rosenkranzförmige (Fig. 37 _b_) Kerne sind namentlich

unter den ciliaten Infusorien sehr verbreitet. Noch weiter gehend,

führt das Prinzip der Oberflächenvergrößerung zu den sternförmigen

und verzweigten Kernen, wie sie z. B. in gewissen Zellen des

Insektenkörpers gefunden werden, und wie sie in den geweihförmig

verästelten Kernformen der Spinndrüsenzellen vieler Raupen ihre höchste

Ausbildung erreichen (Fig. 37 _c_). Als bemerkenswert erscheint es,

daß es gerade die Kerne von sezernierenden, also durch lebhafte

Tätigkeit charakterisierten Zellen sind, die besonders das Prinzip der

Oberflächenvergrößerung durch Verzweigung zum Ausdruck bringen.

[Illustration: Fig. 36. +Pelomyxa pallida+, eine Rhizopodenzelle aus

dem Hafen von Genua mit fein verteilter Kernsubstanz im Protoplasma.

Nach ~Gruber~.]

b) Die Substanzen des Zellkerns.

Bezüglich der +substantiellen Beschaffenheit des Zellkerns+ gilt

genau dasselbe wie für das Protoplasma. Der Zellkern ist ebensowenig

wie das Protoplasma eine einheitliche Substanz. Er ist ein

morphologisches Gebilde, ein Organoid der Zelle, das aus mehreren

verschiedenen Bestandteilen sich aufbaut, aus Bestandteilen, die

sich mikroskopisch in manchen Fällen mehr, in anderen Fällen weniger

deutlich voneinander unterscheiden lassen, die auch nicht immer

sämtlich in allen Zellen vertreten sind. Bei der ungeheuren Kleinheit

der Objekte ist es vielfach nicht leicht, die einzelnen Bestandteile

scharf zu charakterisieren. Infolgedessen ist die Identität mancher

Kernbestandteile einer Zellform mit denen einer anderen Zellform nicht

immer über allen Zweifel erhaben, und es bedarf noch ausgedehnter

Untersuchungen, bis wir zur völligen Klarheit darüber gelangen,

welche Kernbestandteile der einen Zelle den oder jenen Bestandteilen

einer anderen genau entsprechen. Immerhin kann man eine Reihe von

Kernbestandteilen, die, wie es scheint, eine sehr weite Verbreitung

haben, schon jetzt ziemlich gut charakterisieren. Am meisten konstant

in den Kernen der verschiedensten Zellen sind folgende Kernsubstanzen

zu finden:

1. +Der Kernsaft+ stellt die flüssige Grundsubstanz vor, in der die

übrigen geformten Kernbestandteile enthalten sind (Fig. 38).

2. +Die achromatische Kernsubstanz+ bildet in dieser Grundsubstanz ein

Gerüstwerk aus feinen Strängen, die dadurch charakterisiert sind, daß

sie sich ebensowenig wie der Kernsaft, in dem sie aufgehängt sind,

durch die typischen Kernfärbemittel, wie Karminfarbstoffe, Hämatoxylin

etc., färben lassen.

3. +Die chromatische Kernsubstanz+ unterscheidet sich von der

achromatischen gerade durch ihre Färbbarkeit mit diesen Färbemitteln.

Sie ist in der Regel in der Form von kleinen Körnchen und Bröckchen

in den Strängen der achromatischen Substanz enthalten und auf ihrer

Färbbarkeit beruht zum größten Teil unsere Kenntnis vom feineren Bau

des Zellkerns.

[Illustration: Fig. 37. +Zellen mit verschiedenen Zellkernformen.+

_a_ +Vorticella+, ein Wimperinfusor mit wurstförmigem Zellkern. _b_

+Stentor+, ein Wimperinfusor mit rosenkranzförmigem Zellkern. _c_

+Spinndrüsenzellen+ von Raupen, mit geweihförmig verzweigtem Zellkern.

Nach ~Korschelt~.]

4. +Das Kernkörperchen+ (Nucleolus) ist ein homogenes Körnchen, das nur

selten in der Mehrzahl im Kern vorhanden ist, und besteht aus einer

stark lichtbrechenden Substanz, die mit der chromatischen Substanz

nahe verwandt zu sein scheint. Da sich die Substanz der Nukleolen mit

den Kernfarbstoffen in der Regel ebenso färbt wie die chromatische

Substanz, so ist das Kernkörperchen von manchen Forschern nur als eine

besondere Ansammlung von chromatischer Substanz betrachtet worden,

eine Ansicht, der indessen das abweichende Verhalten beider Substanzen

gewissen chemischen Reagentien gegenüber zu widersprechen scheint.

Alle diese Substanzen, zu denen sich bei weiter fortschreitender

Kenntnis des Zellkerns vielleicht noch andere gesellen werden, sind

in den verschiedenen Zellen in sehr wechselnder Menge enthalten.

Während manche Zellen die eine oder die andere Substanz in größerer

Menge in ihrem Zellkern enthalten, tritt dieselbe Substanz in

anderen Zellen ganz in den Hintergrund, ja, es scheint sogar, als ob

einzelne Substanzen in manchen Zellkernen vollständig fehlen könnten.

Umschlossen und vom Protoplasma abgegrenzt sind die Kernsubstanzen in

vielen Fällen durch eine besondere +Kernmembran+, die aber ebensowenig

wie die Zellmembran für die Zelle ein allgemeiner Bestandteil des Kerns

ist.

[Illustration: Fig. 38. +Verschiedene Zellkerne+ aus Samenmutterzellen

vom Pferdespulwurm. Nach ~Hertwig~.]

~Zacharias~[52] und ~Frank Schwarz~[53] haben vor einiger Zeit die

herkömmlichen Namen für die einzelnen Substanzen durch andere Namen zu

ersetzen gesucht. So ist die chromatische Substanz als Nuklein, die

achromatische als Linin, die Nukleolarsubstanz als Paranuklein oder

Pyrenin, der Kernsaft als Paralinin und die Substanz der Kernmembran

als Amphipyrenin bezeichnet worden. Es empfiehlt sich indessen

durchaus nicht, diese Namen einzubürgern, denn sie führen so leicht

zu Verwechslungen mit chemischen Begriffen, daß der Irrtum entstehen

könnte, als handle es sich hier um die chemische Charakterisierung

der betreffenden Kernelemente, und doch sind die Begriffe der

Kernsubstanzen zunächst nur rein morphologische. Wollten wir aber den

Begriff Nuklein wirklich in chemischem Sinne anwenden, dann würden wir

die chromatische Kernsubstanz dadurch zu den übrigen Kernsubstanzen

in einen chemischen Gegensatz bringen, der in Wirklichkeit nicht in

dieser Weise existiert, denn die Mehrzahl der übrigen Kernsubstanzen

gehört chemisch ebenfalls zu den sogenannten Nukleinen und stellt nur

verschiedene Arten derselben vor. Daher ist es zweckentsprechender,

die morphologischen Kernbestandteile mit den ursprünglichen, oben

verwendeten Namen zu belegen und sie nicht mit chemischen Stoffen

begrifflich zu vermischen.

Von Interesse aber ist noch eine Beobachtung bezüglich der

Differenzierung der einzelnen Kernsubstanzen. Das ist die Tatsache,

daß von den Substanzen, die sich in den meisten Zellen innerhalb des

Zellkerns zusammen vorfinden, sich in manchen Zellen auch einzelne zu

räumlich im Zellprotoplasma getrennten Massen differenziert haben,

so daß zweierlei ganz verschiedene Kernformen in derselben Zelle

nebeneinander vorkommen. Dieser Zustand ist fast durchgehends bei

den ciliaten Infusorien verwirklicht, die neben einem großen Kern,

dem „+Makronucleus+“, der hauptsächlich aus chromatischer Substanz

gebildet wird, noch einen oder mehrere, oft eine größere Anzahl

sogenannter Nebenkerne oder „+Mikronuklei+“ besitzen, die vorwiegend

aus chromatischer Substanz bestehen. Die Forderung, die zweierlei

Elemente in der Infusorienzelle wirklich als zwei verschiedene

+Kern+substanzen aufzufassen, ist in den Vorgängen begründet, die

nach den ausgezeichneten Untersuchungen von ~R. Hertwig~[54] bei der

Konjugation zweier Infusorien auftreten. Hier zerfällt der Hauptkern

völlig im Protoplasma, und seine neue Anlage differenziert sich nach

der Konjugation aus der Substanz der Nebenkerne. Während bei den

ciliaten Infusorien der Zustand mit zwei differenten Kernformen im

ganzen Leben der dauernde bleibt, wurde bei der Rhizopodenfamilie der

+Difflugien+ festgestellt, daß eine räumliche Differenzierung von

zweierlei Kernen nur während der Konjugationsperiode auftritt, um

nachher wieder dem einkernigen Zustande Platz zu machen[55].

Schließlich sind in neuerer Zeit von ~R. Hertwig~[56] und seinen

Schülern bei verschiedenen Zellformen, namentlich aus dem Reiche

der einzelligen Organismen, außerhalb des Zellkerns liegende Massen

beschrieben worden, die sich mit Kernfarbstoffen wie Chromatin färben

und daher von ~R. Hertwig~ als „+Chromidien+“ bezeichnet worden

sind. Dieser außerhalb des Kerns liegende „+Chromidialapparat+“ kann

sehr verschiedene Formen annehmen. Er kann als dichte Masse den Kern

außen umlagern (Fig. 39 _a_), er kann in Form eines strangförmigen

Gerüstes als „Chromidialnetz“ das Protoplasma durchziehen (Fig. 39

_b_) und er kann schließlich in der Gestalt einzelner isolierter

Fäden und Bröckchen im Protoplasma zerstreut sein (Fig. 39 _c_). Bei

bestimmten Lebensvorgängen in der Zelle, beim Wachstum, beim Hunger,

vor allem aber bei der Fortpflanzung geht der Chromidialapparat

bestimmte Veränderungen ein. So geht z. B. bei der Sporenbildung

mancher Rhizopoden der bläschenförmige Zellkern zugrunde und aus

einem Teil der Chromidialkörner bildet sich in jeder aus dem

Protoplasmazerfall hervorgegangenen Spore ein neuer Zellkern.

~Schaudinn~[57] und ~Goldschmidt~[58] betrachten die Chromidien als

gleichwertig mit den Nebenkernen der Infusorien und verallgemeinern

die bisher verhältnismäßig wenigen Befunde von Chromidialmassen

im Protoplasma zu der allgemeinen Lehre von einem Dualismus der

Kernsubstanzen in der Zelle, von denen die eine „vegetative“, die

andere „generative“ Funktionen haben soll. ~R. Hertwig~ selbst schließt

sich dieser Auffassung indessen nicht an. Für ihn existiert nur ein

einheitliches Chromatin in der Zelle und seine Veränderungen sind

lediglich die Folgen verschiedenartiger Bedingungen in verschiedenen

Zuständen des Zelllebens. Indessen die Untersuchungen über diese

Kerndifferenzierungen und ihre physiologische Bedeutung sind noch

lange nicht zum Abschluß gelangt und es kann kein Zweifel bestehen,

daß der ursprünglich einheitliche Begriff des Zellkerns, je mehr sich

diese Untersuchungen vertiefen, um so mehr sich auflösen wird in

eine große Vielheit von verschiedenartigen Substanzen, die bei den

verschiedenen Zellformen in mannigfaltiger Weise morphologisch und

räumlich differenziert sind, und von denen jede in dem Lebensprozeß

ihrer spezifischen Zellform eine ganz bestimmte Rolle spielt als ein

notwendiges Glied in der gesamten Kette von Wechselbeziehungen zwischen

den einzelnen Zellteilen.

[Illustration: Fig. 39. _a._ +Radiolarienzelle+ (+Acanthochiasma+).

Der Kern ist mit einer mächtigen Rindenschicht von Chromidialmasse

umgeben. _b._ +Süßwasser-Rhizopodenzelle+ (+Arcella vulgaris+). Durch

die mit runder Oeffnung (_s_) versehene Schale hindurch sieht man zwei

Kerne, _n_, und das Chromidialnetz _ch_ im Protoplasma liegen. _c._

+Muskelzelle vom Spulwurm+ (+Ascaris+). Um den runden Kern mit seinen

Kernkörperchen (Nucleolus) liegen dunkel gefärbte Chromidialschleifen

und -fäden herum. Den unteren basalen Teil der Zelle bildet die

kontraktile Fasermasse. _a_ und _b_ nach ~R. Hertwig~, _c_ nach

~Goldschmidt~.]

c) Die Struktur der Kernsubstanzen.

Werfen wir schließlich noch einen flüchtigen Blick auf +die

Struktur der Kernsubstanzen+, so haben wir bereits gesehen, daß die

achromatische Substanz in der Grundmasse des Kernsaftes ein Gerüstwerk

bildet, in dessen Strängen und Knotenpunkten die chromatische Substanz

und die Kernkörperchen eingebettet liegen in ganz derselben Weise

wie die geformten Elemente, die Granula etc. in den Wabenwänden des

Protoplasmas. Ja, die Aehnlichkeit des Verhältnisses geht sogar,

wie ~Bütschli~ gezeigt hat, in einzelnen Fällen so weit, daß die

achromatische Substanz genau dieselbe Wabenstruktur im Zellkern

zeigt, wie sie die Grundmasse des Protoplasmas als Regel besitzt

(Fig. 40). Sie schließt dann den Kernsaft in den Wabenräumen selbst

ein. In anderen Fällen erscheint im Kernsaft eine äußerst feine

Granulierung. So hat z. B. ~Korschelt~[59] gefunden, daß die Zellkerne

von Spinndrüsenzellen der Raupen ganz von gleichmäßig feinen Körnchen

(Mikrosomen) erfüllt sind, zwischen denen die chromatische Substanz in

Form von dickeren Brocken (Makrosomen) eingelagert erscheint (Fig. 41).

[Illustration: Fig. 40. +Wabenstruktur im Zellkern einer

Ganglienzelle.+ Nach ~Bütschli~.]

[Illustration: Fig. 41. +Zwei Zellkerne aus den Spinndrüsenzellen

der Raupe von Picris brassicae.+ Die Grundsubstanz der Kerne

zeigt eine feinkörnige Struktur (Mikrosomen). In ihr liegen die

Chromatinkörperchen (Makrosomen) eingelagert. Nach ~Korschelt~.]

Alle diese Strukturen sind aber nur charakteristisch für den

sogenannten Ruhezustand der Zelle. Sobald die Zelle sich anschickt,

sich durch Teilung zu vermehren, treten ganz eigentümliche und sehr

komplizierte Veränderungen in der Struktur der Kernsubstanzen ein, auf

die wir erst später in einem anderen Kapitel näher eingehen wollen.

Allgemeine Physiologie · 第 80 / 283 题