Battista. Marinelli.
Battista (eiligst). Die Mutter, Herr Kammerherr.
Marinelli. Dacht' ich's doch!--Wo ist sie?
Battista. Wann Sie ihr nicht zuvorkommen, so wird sie den Augenblick
hier sein.--Ich war gar nicht willens, wie Sie mir zum Schein geboten,
mich nach ihr umzusehen: als ich ihr Geschrei von weitem hörte. Sie
ist der Tochter auf der Spur, und wo nur nicht--unserm ganzen
Anschlage! Alles, was in dieser einsamen Gegend von Menschen ist, hat
sich um sie versammelt; und jeder will der sein, der ihr den Weg
weiset. Ob man ihr schon gesagt, daß der Prinz hier ist, daß Sie hier
sind, weiß ich nicht.--Was wollen Sie tun?
Marinelli. Laß sehen!--(Er überlegt.) Sie nicht einlassen, wenn sie
weiß, daß die Tochter hier ist?--Das geht nicht.--Freilich, sie wird
Augen machen, wenn sie den Wolf bei dem Schäfchen sieht.--Augen? Das
möchte noch sein. Aber der Himmel sei unsern Ohren gnädig!--Nun was?
die beste Lunge erschöpft sich, auch sogar eine weibliche. Sie hören
alle auf zu schreien, wenn sie nicht mehr können.--Dazu, es ist doch
einmal die Mutter, die wir auf unserer Seite haben müssen.--Wenn ich
die Mütter recht kenne--so etwas von einer Schwiegermutter eines
Prinzen zu sein, schmeichelt die meisten.--Laß sie kommen, Battista,
laß sie kommen!
Battista. Hören Sie! hören Sie!
Claudia Galotti (innerhalb). Emilia! Emilia! Mein Kind, wo bist du?
Marinelli. Geh, Battista, und suche nur ihre neugierigen Begleiter zu
entfernen.