Meine liebe Warwara Alexejewna!
Ihre Aufträge habe ich alle gewissenhaft ausgeführt. Madame Chiffon
sagte, daß sie auch schon an Tamburinstickerei gedacht habe: das sei
vornehmer, sagte sie, oder was sie da sagte – ich habe es nicht ganz
begriffen, aber es war so etwas. Ja und dann, Sie hatten dort etwas von
einer Falbel geschrieben, da sprach sie denn auch von dieser Falbel. Nur
habe ich, mein Kind, leider vergessen, was sie mir von der Falbel sagte.
Ich weiß nur noch, daß sie sehr viel über diese Falbel zu sagen hatte.
Solch ein schändliches Weib! Was war es doch? Nun, sie wird es Ihnen
heute noch alles selbst sagen. Ich bin nämlich, mein Kind, ich bin
nämlich ganz wirr im Kopfe. Heute bin ich auch nicht in den Dienst
gegangen. Nur ängstigen Sie sich, meine Liebe, ganz unnötigerweise. Für
Ihre Ruhe und Zufriedenheit bin ich bereit, in alle Läden Petersburgs zu
laufen. Sie schreiben, daß Sie sich fürchten, in die Zukunft zu blicken,
oder an sie auch nur zu denken. Aber heute um sieben werden Sie doch
alles erfahren. Madame Chiffon wird selbst zu Ihnen kommen. – Also
verzweifeln Sie deshalb nicht. Hoffen Sie, Kind, vielleicht wird sich
doch noch alles zum besten wenden. Nun ja, aber da ist nun wieder diese
verwünschte Falbel, die kommt mir nicht aus dem Sinn, das geht nur so –
Falbel, Falbel, Falbel! ...
Ich würde auf ein Augenblickchen zu Ihnen kommen, mein Engelchen, würde
unbedingt auf ein Weilchen vorsprechen, ich habe mich auch schon zweimal
Ihrer Tür genähert, aber Bükoff, das heißt, ich wollte sagen, Herr
Bükoff ist immer so böse, und da ist es wohl nicht gerade angebracht ...
Nicht wahr? ...
Ihr
Makar Djewuschkin.