Bester Makar Alexejewitsch!
Ich möchte Ihnen so gern etwas zu Liebe tun, um Ihnen meinen Dank für
Ihre Mühen und die Opfer, die Sie mir gebracht, zu bezeigen, darum habe
ich mich entschlossen, aus meiner Kommode mein altes Heft
hervorzusuchen, das ich Ihnen hiermit zusende. Ich begann diese
Aufzeichnungen noch in der glücklichen Zeit meines Lebens. Sie haben
mich so oft mit Anteil nach meinem früheren Leben gefragt und mich
gebeten, Ihnen von meiner Mutter, von Pokrowskij, von meinem Aufenthalt
bei Anna Fedorowna und schließlich von meinen letzten Erlebnissen zu
erzählen, und Sie äußerten so lebhaft den Wunsch, dieses Heft einmal zu
lesen, in dem ich – Gott weiß wozu – einiges aus meinem Leben erzählt
habe, daß ich glaube, Ihnen mit der Zusendung dieses Heftes eine Freude
zu bereiten. Mich aber hat es traurig gemacht, als ich es jetzt
durchlas. Es scheint mir, daß ich seit dem Augenblick, in dem ich die
letzte Zeile dieser Aufzeichnungen schrieb, noch einmal so alt geworden
bin, als ich war, zweimal so alt! Ich habe das Ganze zu verschiedenen
Zeiten niedergeschrieben. Leben Sie wohl, Makar Alexejewitsch! Ich habe
jetzt oft schreckliche Langeweile und nachts quält mich meine
Schlaflosigkeit. Ein höchst langweiliges Genesen!