Objekten seiner ersten Liebeswahl mache. Aber seine Libido soll nicht an
diese ersten Objekte fixiert bleiben, sondern sie späterhin bloß zum
Vorbild nehmen und von ihnen zur Zeit der definitiven Objektwahl auf
fremde Personen hinübergleiten. Die _Ablösung_ des Kindes von den Eltern
wird so zu einer unentrinnbaren Aufgabe, wenn die soziale Tüchtigkeit
des jungen Individuums nicht gefährdet werden soll. Während der Zeit, da
die Verdrängung die Auslese unter den Partialtrieben der Sexualität
trifft, und später, wenn der Einfluß der Eltern gelockert werden soll,
der den Aufwand für diese Verdrängungen im wesentlichen bestritten hat,
fallen der Erziehungsarbeit große Aufgaben zu, die gegenwärtig gewiß
nicht immer in verständnisvoller und einwandfreier Weise erledigt
werden.
Meine Herren! Urteilen Sie nicht etwa, daß wir uns mit diesen
Erörterungen über das Sexualleben und die psychosexuelle Entwicklung des
Kindes allzu weit von der Psychoanalyse und von der Aufgabe der
Beseitigung nervöser Störungen entfernt haben. Wenn Sie wollen, können
Sie die psychoanalytische Behandlung nur als eine fortgesetzte Erziehung
zur Überwindung von Kindheitsresten beschreiben.
V.
Meine Damen und Herren! Mit der Aufdeckung der infantilen Sexualität und
der Zurückführung der neurotischen Symptome auf erotische
Triebkomponenten sind wir zu einigen unerwarteten Formeln über das Wesen
und die Tendenzen der neurotischen Erkrankungen gelangt. Wir sehen, daß
die Menschen erkranken, wenn ihnen infolge äußerer Hindernisse oder
inneren Mangels an Anpassung die Befriedigung ihrer erotischen
Bedürfnisse in der _Realität_ versagt ist. Wir sehen, daß sie sich dann
in die _Krankheit flüchten_, um mit ihrer Hilfe eine Ersatzbefriedigung
für das Versagte zu finden. Wir erkennen, daß die krankhaften Symptome
ein Stück der Sexualbetätigung der Person oder deren ganzes Sexualleben
enthalten, und finden in der Fernhaltung von der Realität die
Haupttendenz, aber auch den Hauptschaden des Krankseins. Wir ahnen, daß
der Widerstand unserer Kranken gegen die Herstellung kein einfacher,
sondern aus mehreren Motiven zusammengesetzt ist. Es sträubt sich nicht
nur das Ich des Kranken dagegen, die Verdrängungen aufzugeben, durch
welche es sich aus den ursprünglichen Anlagen herausgehoben hat, sondern
auch die Sexualtriebe mögen nicht auf ihre Ersatzbefriedigung
verzichten, solange es unsicher ist, ob ihnen die Realität etwas
Besseres bieten wird.
Die Flucht aus der unbefriedigenden Wirklichkeit in das, was wir wegen
seiner biologischen Schädlichkeit Krankheit nennen, was aber niemals
ohne einen unmittelbaren Lustgewinn für den Kranken ist, vollzieht sich
auf dem Wege der Rückbildung (_Regression_), der Rückkehr zu früheren
Phasen des Sexuallebens, denen seinerzeit die Befriedigung nicht
abgegangen ist. Diese Regression ist anscheinend eine zweifache, eine
_zeitliche_, insofern die Libido, das erotische Bedürfnis, auf zeitlich
frühere Entwicklungsstufen zurückgreift, und eine _formale_, indem zur
Äußerung dieses Bedürfnisses die ursprünglichen und primitiven
psychischen Ausdrucksmittel verwendet werden. Beide Arten der Regression
zielen aber auf die Kindheit und treffen zusammen in der Herstellung
eines infantilen Zustands des Sexuallebens.
Je tiefer Sie in die Pathogenese der nervösen Erkrankung eindringen,
desto mehr wird sich Ihnen der Zusammenhang der Neurosen mit anderen
Produktionen des menschlichen Seelenlebens, auch mit den wertvollsten
derselben, enthüllen. Sie werden daran gemahnt, daß wir Menschen mit den
hohen Ansprüchen unserer Kultur und unter dem Drucke unserer inneren
Verdrängungen, die Wirklichkeit ganz allgemein unbefriedigend finden und
darum ein Phantasieleben unterhalten, in welchem wir durch Produktionen
von Wunscherfüllungen die Mängel der Realität auszugleichen lieben. In
diesen Phantasien ist sehr vieles von dem eigentlichen konstitutionellen
Wesen der Persönlichkeit und auch von ihren für die Wirklichkeit
verdrängten Regungen enthalten. Der energische und erfolgreiche Mensch
ist der, dem es gelingt, durch Arbeit seine Wunschphantasien in Realität
umzusetzen. Wo dies nicht gelingt infolge der Widerstände der Außenwelt
und der Schwäche des Individuums, da tritt die Abwendung von der
Realität ein, das Individuum zieht sich in seine befriedigendere
Phantasiewelt zurück, deren Inhalt es im Falle der Erkrankung in
Symptome umsetzt. Unter gewissen günstigen Bedingungen bleibt es ihm
noch möglich, von diesen Phantasien aus einen anderen Weg in die
Realität zu finden, anstatt sich ihr durch Regression ins Infantile
dauernd zu entfremden. Wenn die mit der Realität verfeindete Person im
Besitze der uns psychologisch noch rätselhaften _künstlerischen
Begabung_ ist, kann sie ihre Phantasien anstatt in Symptome in
künstlerische Schöpfungen umsetzen, so dem Schicksal der Neurose
entgehen und die Beziehung zur Realität auf diesem Umwege
wiedergewinnen.[18] Wo bei bestehender Auflehnung gegen die reale Welt
diese kostbare Begabung fehlt oder unzulänglich ist, da wird es wohl
unvermeidlich, daß die Libido, der Herkunft der Phantasie folgend, auf
dem Wege der Regression zur Wiederbelebung der infantilen Wünsche und
somit zur Neurose gelangt. Die Neurose vertritt in unserer Zeit das
Kloster, in welches sich alle die Personen zurückzuziehen pflegten, die
das Leben enttäuscht hatte, oder die sich für das Leben zu schwach
fühlten.
[18] Vgl. O. _Rank_, Der Künstler, H. Heller, Wien 1907.
Lassen Sie mich an dieser Stelle das Hauptergebnis einfügen, zu welchem
wir durch die psychoanalytische Untersuchung der Nervösen gelangt sind,
daß die Neurosen keinen ihnen eigentümlichen psychischen Inhalt haben,
der nicht auch beim Gesunden zu finden wäre, oder wie _C. G. Jung_ es
ausgedrückt hat, daß sie an denselben Komplexen erkranken, mit denen
auch wir Gesunde kämpfen. Es hängt von quantitativen Verhältnissen, von
den Relationen der miteinander ringenden Kräfte ab, ob der Kampf zur
Gesundheit, zur Neurose oder zur kompensierenden Überleistung führt.
Meine Damen und Herren! Ich habe Ihnen die wichtigste Erfahrung noch
vorenthalten, welche unsere Annahme von den sexuellen Triebkräften der
Neurose bestätigt. Jedesmal wenn wir einen Nervösen psychoanalytisch
behandeln, tritt bei ihm das befremdende Phänomens der sogenannten
_Übertragung_ auf, d. h. er wendet dem Arzt ein Ausmaß von zärtlichen,
oft genug mit Feindseligkeit vermengten Regungen zu, welches in keiner
realen Beziehung begründet ist und nach allen Einzelheiten seines
Auftretens von den alten und unbewußt gewordenen Phantasiewünschen des
Kranken abgeleitet werden muß. Jenes Stück seines Gefühlslebens, das er
sich nicht mehr in die Erinnerung zurückrufen kann, erlebt der Kranke
also in seinem Verhältnisse zum Arzte wieder, und erst durch solches
Wiedererleben in der »Übertragung« wird er von der Existenz wie von der
Macht dieser unbewußten sexuellen Regungen überzeugt. Die Symptome,
welche, um ein Gleichnis aus der Chemie zu gebrauchen, die Niederschläge
von früheren Liebeserlebnissen (im weitesten Sinne) sind, können auch
nur in der erhöhten Temperatur des Übertragungserlebnisses gelöst und in
andere psychische Produkte übergeführt werden. Der Arzt spielt bei
dieser Reaktion nach einem vortrefflichen Worte von S. _Ferenczi_[19]
die Rolle eines _katalytischen Ferments_, das die bei dem Prozesse frei
werdenden Affekte zeitweilig an sich reißt. Das Studium der Übertragung
kann Ihnen auch den Schlüssel zum Verständnis der hypnotischen
Suggestion geben, deren wir uns anfänglich als technisches Mittel zur
Erforschung des Unbewußten bei unseren Kranken bedient hatten. Die
Hypnose erwies sich damals als eine therapeutische Hilfe, aber als ein
Hindernis der wissenschaftlichen Erkenntnis des Sachverhaltes, indem sie
die psychischen Widerstände aus einem gewissen Gebiet wegräumte, um sie
an den Grenzen desselben zu einem unübersteigbaren Wall aufzutürmen.
Glauben Sie übrigens nicht, daß das Phänomen der Übertragung, über das
ich Ihnen leider hier nur zu wenig sagen kann, durch die
psychoanalytische Beeinflussung geschaffen wird. Die Übertragung stellt
sich in allen menschlichen Beziehungen ebenso wie im Verhältnis des
Kranken zum Arzte spontan her, sie ist überall der eigentliche Träger
der therapeutischen Beeinflussung, und sie wirkt um so stärker, je
weniger man ihr Vorhandensein ahnt. Die Psychoanalyse schafft sie also
nicht, sie deckt sie bloß dem Bewußtsein auf, und bemächtigt sich ihrer,
um die psychischen Vorgänge nach dem erwünschten Ziele zu lenken. Ich
kann aber das Thema der Übertragung nicht verlassen, ohne hervorzuheben,
daß dieses Phänomen nicht nur für die Überzeugung des Kranken, sondern
auch für die des Arztes entscheidend in Betracht kommt. Ich weiß, daß
alle meine Anhänger erst durch ihre Erfahrungen mit der Übertragung von
der Richtigkeit meiner Behauptungen über die Pathogenese der Neurosen
überzeugt worden sind, und kann sehr wohl begreifen, daß man eine solche
Sicherheit des Urteils nicht gewinnt, solange man selbst keine
Psychoanalysen gemacht, also nicht selbst die Wirkungen der Übertragung
beobachtet hat.
[19] S. _Ferenczi_, Introjektion und Übertragung. Jahrb. f.
psychoanal. u. psychopath. Forschungen, I. 2. 1909.
Meine Damen und Herren! Ich meine, es sind von der Seite des Intellekts
besonders zwei Hindernisse gegen die Anerkennung der psychoanalytischen
Gedankengänge zu würdigen: Erstens die Ungewohnheit, mit der strengen
und ausnahmslos geltenden Determinierung des seelischen Lebens zu
rechnen, und zweitens die Unkenntnis der Eigentümlichkeiten, durch
welche sich unbewußte seelische Vorgänge von den uns vertrauten bewußten
unterscheiden. Einer der verbreitetsten Widerstände gegen die
psychoanalytische Arbeit -- bei Kranken wie bei Gesunden -- führt sich
auf das letztere der beiden Momente zurück. Man fürchtet durch die
Psychoanalyse zu schaden, man hat Angst davor, die verdrängten sexuellen
Triebe ins Bewußtsein des Kranken zu rufen, als ob damit die Gefahr
verbunden wäre, daß sie dann die höheren ethischen Strebungen bei ihm
überwältigen und ihn seiner kulturellen Errungenschaften berauben
könnten. Man merkt, daß der Kranke wunde Stellen in seinem Seelenleben
hat, aber man scheut sich dieselben zu berühren, damit sein Leiden nicht
noch gesteigert werde. Wir können diese Analogie annehmen. Es ist
freilich schonender, kranke Stellen nicht zu berühren, wenn man dadurch
nichts anderes als Schmerz zu bereiten weiß. Aber der Chirurg läßt sich
bekanntlich von der Untersuchung und Hantierung am Krankheitsherd nicht
abhalten, wenn er einen Eingriff beabsichtigt, welcher dauernde Heilung
bringen soll. Niemand denkt mehr daran, ihm die unvermeidlichen
Beschwerden der Untersuchung oder die Reaktionserscheinungen der
Operation zur Last zu legen, wenn diese nur ihre Absicht erreicht, und
der Kranke durch die zeitweilige Verschlimmerung seines Zustands eine
endgültige Hebung desselben erwirbt. Ähnlich liegen die Verhältnisse für
die Psychoanalyse; sie darf dieselben Ansprüche erheben wie die
Chirurgie; der Zuwachs an Beschwerden, den sie dem Kranken während der
Behandlung zumutet, ist bei guter Technik ungleich geringer, als was der
Chirurg ihm auferlegt, und überhaupt gegen die Schwere des Grundleidens
zu vernachlässigen. Der gefürchtete Endausgang aber einer Zerstörung des
kulturellen Charakters durch die von der Verdrängung befreiten Triebe
ist ganz unmöglich, denn diese Ängstlichkeit zieht nicht in Betracht,
was uns unsere Erfahrungen mit Sicherheit gelehrt haben, daß die
seelische und somatische Macht einer Wunschregung, wenn deren
Verdrängung einmal mißlungen ist, ungleich stärker ausfällt, wenn sie
unbewußt, als wenn sie bewußt ist, so daß sie durch das Bewußtmachen nur
geschwächt werden kann. Der unbewußte Wunsch ist nicht zu beeinflussen,
von allen Gegenstrebungen unabhängig, während der bewußte durch alles
gleichfalls Bewußte und ihm Widerstrebende gehemmt wird. Die
psychoanalytische Arbeit stellt sich also als ein besserer Ersatz für
die erfolglose Verdrängung geradezu in den Dienst der höchsten und
wertvollsten kulturellen Strebungen.
Welche sind überhaupt die Schicksale der durch die Psychoanalyse
freigelegten unbewußten Wünsche, auf welchen Wegen verstehen wir es, sie
für das Leben des Individuums unschädlich zu machen? Dieser Wege sind
mehrere. Am häufigsten ist der Erfolg, daß dieselben schon während der
Arbeit durch die korrekte seelische Tätigkeit der ihnen
entgegenstehenden besseren Regungen aufgezehrt werden. Die _Verdrängung_
wird durch eine mit den besten Mitteln durchgeführte _Verurteilung_
ersetzt. Dies ist möglich, weil wir zum großen Teil nur Folgen aus
früheren Entwicklungsstadien des Ichs zu beseitigen haben. Das
Individuum brachte seinerzeit nur eine Verdrängung des unbrauchbaren
Triebes zu stande, weil es damals selbst noch unvollkommen organisiert
und schwächlich war; in seiner heutigen Reife und Stärke kann es
vielleicht das ihm Feindliche tadellos beherrschen. Ein zweiter Ausgang
der psychoanalytischen Arbeit ist der, daß die aufgedeckten unbewußten
Triebe nun jener zweckmäßigen Verwendung zugeführt werden können, die
sie bei ungestörter Entwicklung schon früher hätten finden sollen. Die
Ausrottung der infantilen Wunschregungen ist nämlich keineswegs das
ideale Ziel der Entwicklung. Der Neurotiker hat durch seine
Verdrängungen viele Quellen seelischer Energie eingebüßt, deren Zuflüsse
für seine Charakterbildung und Betätigung im Leben sehr wertvoll gewesen
wären. Wir kennen einen weit zweckmäßigeren Vorgang der Entwicklung, die
sogenannte _Sublimierung_, durch welchen die Energie infantiler
Wunschregungen nicht abgesperrt wird, sondern verwertet bleibt, indem
den einzelnen Regungen statt des unbrauchbaren ein höheres, eventuell
nicht mehr sexuelles Ziel gesetzt wird. Gerade die Komponenten des
Sexualtriebes sind durch solche Fähigkeit zur Sublimierung, zur
Vertauschung ihres Sexualzieles mit einem entlegeneren und sozial
wertvolleren besonders ausgezeichnet. Den auf solche Weise gewonnenen
Energiebeiträgen zu unseren seelischen Leistungen verdanken wir
wahrscheinlich die höchsten kulturellen Erfolge. Eine frühzeitig
vorgefallene Verdrängung schließt die Sublimierung des verdrängten
Triebes aus; nach Aufhebung der Verdrängung ist der Weg zur Sublimierung
wieder frei.
Wir dürfen es nicht versäumen, auch den dritten der möglichen Ausgänge
der psychoanalytischen Arbeit ins Auge zu fassen. Ein gewisser Anteil
der verdrängten libidinösen Regungen hat ein Anrecht auf direkte
Befriedigung und soll sie im Leben finden. Unsere Kulturansprüche machen
für die meisten der menschlichen Organisationen das Leben zu schwer,
fördern dadurch die Abwendung von der Realität und die Entstehung der
Neurosen, ohne einen Überschuß von kulturellem Gewinn durch dies Übermaß
von Sexualverdrängung zu erzielen. Wir sollten uns nicht so weit
überheben, daß wir das ursprünglich Animalische unserer Natur völlig
vernachlässigen, dürfen auch nicht daran vergessen, daß die
Glücksbefriedigung des einzelnen nicht aus den Zielen unserer Kultur
gestrichen werden kann. Die Plastizität der Sexualkomponenten, die sich
in ihrer Fähigkeit zur Sublimierung kundgibt, mag ja eine große
Versuchung herstellen, durch deren immer weiter gehende Sublimierung
größere Kultureffekte zu erzielen. Aber so wenig wir darauf rechnen, bei
unseren Maschinen mehr als einen gewissen Bruchteil der aufgewendeten
Wärme in nutzbare mechanische Arbeit zu verwandeln, so wenig sollten
wir es anstreben, den Sexualtrieb in seinem ganzen Energieausmaß seinen
eigentlichen Zwecken zu entfremden. Es kann nicht gelingen, und wenn die
Einschränkung der Sexualität zu weit getrieben werden soll, muß es alle
Schädigungen eines Raubbaues mit sich bringen.
Ich weiß nicht, ob Sie nicht Ihrerseits die Mahnung, mit welcher ich
schließe, als eine Überhebung auffassen werden. Ich getraue mich nur der
indirekten Darstellung meiner Überzeugung, indem ich Ihnen einen alten
Schwank erzähle, von dem Sie die Nutzanwendung machen sollen. Die
deutsche Literatur kennt ein Städtchen _Schilda_, dessen Einwohnern alle
möglichen klugen Streiche nachgesagt werden. Die Schildbürger, so wird
erzählt, besaßen auch ein Pferd, mit dessen Kraftleistungen sie sehr
zufrieden waren, an dem sie nur eines auszusetzen hatten, daß es soviel
teuern Hafer verzehrte. Sie beschlossen, ihm diese Unart schonend
abzugewöhnen, indem sie seine Ration täglich um mehrere Halme
verringerten, bis sie es an die völlige Enthaltsamkeit gewöhnt hatten.
Es ging eine Weile vortrefflich, das Pferd war bis auf einen Halm im Tag
entwöhnt, am nächsten Tage sollte es endlich haferfrei arbeiten. Am
Morgen dieses Tages wurde das tückische Tier tot aufgefunden; die Bürger
von Schilda konnten sich nicht erklären, woran es gestorben war.
Wir werden geneigt sein zu glauben, das Pferd sei verhungert, und ohne
eine gewisse Ration Hafer sei von einem Tier überhaupt keine
Arbeitsleistung zu erwarten.
Ich danke Ihnen für die Berufung und für die Aufmerksamkeit, die Sie mir
geschenkt haben.
ANMERKUNGEN ZUR TRANSKRIPTION
Das Inhaltsverzeichnis in diesem elektronischem Buch entstand aus den
Überschriften im ursprünglichen Buch.
Nach dem Korrekturlesen auf PGDP, wurden die folgende Korrekturen
vorgenommen.
Seite 32: fehlende Fußnote Markierung
Seite 42: unbeanständet -> unbeanstandet
Seite 57: Unbebewußten -> Unbewußten
Seite 61: urursprünglich -> ursprünglich
TRANSCRIBER'S NOTES
The table of contents in this eBook was created from the page headers in
the original.
After proofreading on PGDP, the following corrections were made.
Page 32: missing footnote marker
Page 42: unbeanständet -> unbeanstandet
Page 57: Unbebewußten -> Unbewußten
Page 61: urursprünglich -> ursprünglich