Die Selaginellen, nahe Verwandte der Bärlappe, sind zum größten Teil nur
unter Glas zu kultivieren, weil sie vor allem feuchte Luft brauchen.
[Illustration: Selaginella Martensii]
Eine Ausnahme macht nur _*Selaginella Martensii Spring_ aus Brasilien,
welche auch frei im Zimmer gehalten werden kann, wenn man sie recht häufig
mit dem Zerstäuber benetzt. Alle Selaginellen verlangen eine sehr
humusreiche lockere Erde und nicht zu starke Sonne, da sie in derselben
rot werden. Im Glaskasten können einzelne zur Rasenbildung verwendet
werden, wozu sich besonders schön die amerikanische _*Selaginella apus
Spring_, ferner _*Selaginella denticulata Lk._ und die prächtige
_*Selaginella uncinata Spring_ aus China mit hechtblauem Schimmer auf den
Blättern, eignen; andere Arten bilden nach Art der schon genannten
_Selaginella Martensii Spring_ schöne zierliche Büsche, wie _*S. Victoria
h. Bull._ von den Inseln des Stillen Ozeans. Noch andere Arten endlich,
wie _*S. erythropus Spring_ aus Brasilien klettern und eignen sich zur
Bekleidung von Felsen. Eine sehr zierliche Art, welche vor einigen Jahren
eingeführt wurde und sich im nicht zu warmen Zimmer ausgezeichnet hält,
ist _S. Watsoniana_ (9), welche sehr dichte Büschchen bildet, deren
Zweigspitzen silberweiß sind. — Die Vermehrung aller Selaginellen gelingt
leicht durch Stecklinge, welche meist schnell wurzeln; jedoch lassen sich
einzelne, wie _S. uncinata_ oft lange Zeit, bis sie zu wachsen beginnen.