Die Groteske «Sneewittchen, der Apfel in» ist lediglich der Überschrift
wegen geschrieben worden. (. . worden??)
Diese Überschrift ist grandios!
Ehrenwort!
Mein Freund, der Dr. Kurt Lange, hat es bestätigt.
Diese Überschrift ist eine Parodie (für die Hartköpfe sei's gesagt).
Die Überschrift ist derartig . . . . schön, daß es sich erübrigt, den Text
dazu herzuschreiben.
Als guterzogener Mensch will ich wenigstens andeuten, um was es sich bei
«Sneewittchen, der Apfel in» handelt. Oder vielmehr handeln sollte (es
handelt sich gar nicht!).
Die Sache ist die: Sneewittchen kriegt von der Frau Königin einen Apfel
angeboten. Zum Beweise dessen, daß er nicht vergiftet sei -- na, wenn sie
das schon sagt, da soll ein Mensch nicht stutzig werden! --, schneidet sie
den Apfel (sie -- die Königin) in zwei Hälften. Aber die eine ist _doch_
giftig, und die andere nicht, und die giftige verspachtelt Sneewittchen.
Das ist ein dunkler Punkt.
Denn ein kleines bissel Gift wird mindestens in die ungiftige Hälfte
gedrungen sein -- -- _wenn sich ein halbgiftiger und halbungiftiger Apfel
überhaupt anfertigen läßt!_
* * * * *
Nachwort: Das Tollste in «Sneewittchen» oder besser «>Sneewittchen<, das
Tollste in» ist indessen die eigenartige Tatsache, daß die verschluckte
Apfelhälfte -- -- ach, das ganze Märchen taugt nichts! Ich werde es
revidieren und neu herausgeben unter dem Titel «>Sneewittchen<, ein für
fortgeschrittene Kinder nach den Resultaten moderner medizinischer
Forschung umgearbeitetes Märchen».