In einem Dorf lebte eine Frau ganz allein in einer Hütte. Eines Abends, als
die Leute im Tanzhaus versammelt waren, ging ein Mann zu der Frau und
löschte ihre Lampen aus. Nachher kam er jede Nacht, zur Zeit als die Leute
im Tanzhaus waren. Die Frau wollte erfahren, wer er sei. Sie fragte ihn
oft, aber er nannte seinen Namen nicht, noch gab er einen Laut von sich. Da
sie ihn nicht zum Sprechen bringen konnte, nahm sie zu einer List ihre
Zuflucht. Eines Tages, nachdem er gekommen war, rieb sie ihre Finger auf
dem Boden einer ihrer Töpfe und dann über die linke Seite seines Gesichts.
Nach einer Weile verließ er sie. Sie folgte ihm gleich und als sie aus dem
Hause kam, hörte sie ein großes Gelächter im Tanzhaus. Sie ging hinein und
sah dort, daß die Leute über ihren eigenen Bruder lachten, der die Spuren
ihrer Finger in seiner linken Gesichtshälfte trug. Da nahm sie ein Messer,
schnitt ihre linke Brust ab und bot sie ihm an mit den Worten: »Iß das!«.
Sie hob ein Stück Holz auf, wie man es braucht, um Lampen zu putzen und
zündete es an. Er nahm auch einen Kienspan in seine Linke und folgte ihr.
Sie ging aus dem Haus, und lief, von ihrem Bruder verfolgt, darum herum.
Schließlich fiel letzterer. Die Flamme seines Spans ging aus, während ihrer
hell weiter brannte. Sie wurde in den Himmel erhoben und in die Sonne
verwandelt. Er wurde der Mond. --