Arzt der Gegend allein, und zwar schriftlich mit angeführten Gründen
dispensiren darf) anderthalb Jahr die Brust seiner Amme trinken;
und damit es, und zugleich die Amme während der ganzen Zeit seines
Aufenthalts, unter gehöriger Aufsicht sey, so müssen die Verwalter
in den Orten, wo sich Findlinge befinden, sie der Oberaufsicht eines
rechtschaffenen Mannes übergeben. Es gibt ja doch der guten Menschen
noch viele, die Vormundschaften Und andre beschwerlichen Geschäfte zum
Wohl der Unmündigen annehmen; es wird sich daher gewiß auch überall
jemand finden, der sich den Findling die Woche ein paarmal zeigen läßt,
und dafür sorgt, daß das, was das Institut vorschreibt, an dem Kinde
geschieht. -- Ueberhaupt ist dieser Punct leicht zu berichtigen. Es
gibt in jedem Orte, vorzüglich in den kleinen Landstädtchen, so viele
gutherzige Müßiggänger, die aus Mangel an Beschäftigung Neuigkeiten in
jedem Hause umtauschen, und sich ein Vergnügen daraus machen würden,
(wenn der Staat sie nur bemerkt) so etwas sehr pünctlich zu verrichten.
--
Die Findlinge sind aber auch oft venerisch, wovon sich manchmal erst
nach einigen Wochen, und später, die Spuren zeigen. Gibt man nun
sogleich das gefundene Kind einer Amme nach Hause; so kann man leicht
Schuld daran seyn, daß diese (vielleicht mit mehrern eignen Kindern)
auch angesteckt werde! Ich glaube, daß man es dennoch kühn wagen darf,
wenn man nur folgende Vorsorge dabei trifft; man nimmt ein Glas mit
einem doppelten Boden, wovon der untere so concav ist, daß die Brust
gewissermaßen hineinpaßt. In seiner Mitte ist eine kleine Oeffnung, um
die Warze hinein zu lassen. Die beiden Böden stehen ungefähr zwey Zoll
weit überall von einander ab. Oben an dem convexen Boden nicht weit
vom Rande ist eine Oeffnung, worin eine biegsame +pickelsche+
Röhre befestigt ist, die die Länge hat, daß die Amme das Mundstück
bequem in den Mund nehmen kann. In der Mitte dieses Bodens ist eine
andre Oeffnung, worin sich eine gebogene gläserne Röhre befindet, die
in dem Zwischenraume zwischen den beiden Böden bis beinahe unten an
den Rand reicht, und höchstens anderthalb Linie im Durchmesser hat.
An dieser Röhre ist ein eben so durchbohrtes kleines Stück Elfenbein
befestigt, das sich in einen kleinen Knopf endigt, der mit einigen
feinen Löchern durchbohrt, und dann mit Leder überzogen ist. Zwischen
dieser künstlichen Warze, und dem Glase ist in dem Stückchen Elfenbein
ein kleiner Krahn, um die Verbindung mit der Brust herzustellen oder
zu verhindern. Wenn die Amme nun dem Kinde zu trinken geben will; so
macht sie den kleinen Krahn zu, und säugt an der obern Röhre. Sie sieht
nun, wie viel Milch in dieses Glas fließt, und hört auf, wenn sie
glaubt, daß es genug sey; sie öffnet denn den Krahn, und läßt das Kind
an der künstlichen Warze trinken. Sie sieht hier genau, wie viel das
Kind trinkt; sie läuft auch keine Gefahr angesteckt zu werden; da sie
nie mit ihm in unmittelbare Verbindung kömmt, und sie kann diese ganze
Vorrichtung immer ohne Mühe recht rein halten.
Mit einer solchen künstlichen Brust soll nun jeder Findling wenigstens
fünf bis sechs Wochen gestillt werden, damit man sieht, ob er
angesteckt ist; ist er das nicht: so kann jetzt die Amme ihn ohne diese
Vorrichtung stillen. -- Ist er angesteckt; so muß ihn der Arzt der
Gegend behandlen.
Um aber die wohlthätige Wirkung eines solchen Hauses noch zu
vergrößern, sollte man die Einrichtung treffen, daß jede unglückliche
Mutter wenigstens vier bis sechs Wochen vor ihrer Entbindung schon da
seyn und dort niederkommen dürfte. Der Staat würde dadurch verhüten,
daß nicht manche Unglückliche mit ihrem Kinde wegen Mangel und
Elend nach der Niederkunft umkäme. Er würde einem solchen Findlinge
mehr, als seine Amme, er würde ihm -- seine Mutter zum Stillen geben
können. Nach der Geburt müßte sie mit ihrem Kinde heraus, und der
Fond müßte ihr monatlich etwas geben, um die Amme ihres Säuglings zu
werden. Stirbt ihr Kind; so weiß der Arzt des Instituts, ob er sie
dem Publicum als eine taugliche Amme empfehlen kann. Unter diesen
ankommenden Gebährenden sind auch venerische; diese müssen ihre Kinder
selbst stillen, und dabei, wenn die Zahl nicht gar zu groß ist, die
Kinder unter sich vertheilen, die von dem Arzte bei ihrer Ankunft
für angesteckt gehalten werden; denn das ist ja ohne dies einer der
sichersten Wege, durch welchen man diese unglücklichen Kinder heilen
kann.
Nach vier Jahren soll der Findling in das Erziehungshaus zurück.
Nun ist er der gemeinschaftlichen Erziehung fähig geworden. Die
Hauptepoche, wo die Mortalität der Kinder so groß ist, ist jetzt
vorüber. -- Wenn die Macht des Beispiels unwiderstehlich ist, die
Kinder zu verführen und sie zu schlechten Menschen zu machen; so
ist sie nicht minder wirksam, sie gutmüthig, gelehrig und fleißig
zu machen; daher bin ich sehr dafür, daß in diesem Zeitpuncte die
Findlinge in einer öffentlichen Anstalt vereinigt leben; wo es so
leicht zu machen ist, daß Alles ungezwungene Heiterkeit und gefälligen
Frohsinn athmet, daß überall ein zufriedenes, genügliches Wesen
herrscht. Daher soll er nicht, wie an den meisten Orten der Fall ist,
seine ganze Zeit unter immerwährendem Bethen, Singen und in die Schule
Gehen zubringen. Auch der Findling soll natürlich erzogen werden. Die
Bewegung, diese wesentliche Bedingung zur Gesundheit des Kindes, darf
ihm hier nicht fehlen. Er soll rauh, brauchbar für den Staat; aber
nicht grausam, nicht sclavisch erzogen werden. Seine Kleidung soll aus
wohlfeilem Zeuge bestehen; sie muß aber so eingerichtet seyn, daß Kopf,
Brust, Arme und Füße unbedeckt bleiben.
Vorzüglich sehe man in einem solchen Institut auf Reinlichkeit, und
sorge dafür, daß in Rücksicht des Badens u. s. w. alles das pünctlich
beobachtet werde, was oben gesagt worden ist; denn werden gewiß die
garstigen und den Findlingshäusern eignen Hautkrankheiten diese
Unglücklichen nicht mehr verunstalten und elend machen.
Viermal des Tags müssen solche Kinder essen. Die Kost kann wohlfeil und
doch gesund seyn. Ich glaube, der Vorschlag, den ich schon vor mehrern
Jahren machte[124], bei Armeen im Felde die _tablettes de bouillon_
(aus Knochen bereitet) einzuführen, würde auch hier ganz anwendbar
seyn. Man wirft so viele Knochen in jeder Stadt weg, die, gehörig
benutzt, alle Armen desselben Ortes hinreichend ernähren könnten. Wie
leicht würde also Findlingen eben derselbe Bestandtheil aus den Knochen
zu gesunder Nahrung gegeben werden können, den man gewöhnlich nur im
Fleisch zu finden glaubt, besonders wenn man die nun in ganz Europa
bekannten +Rumford'schen+ Suppen zugleich damit verbände[125].
Der Unterricht soll ihnen in faßlicher Sprache ertheilt werden, und
vorzüglich Bildung des Herzens betreffen. Vor allem soll man sich
bestreben, ihnen einzuprägen, was jederman und vorzüglich der Findling
dem Vaterlande schuldig ist. Lesen und Schreiben ist von dem ganzen
wissenschaftlichem Krame alles, was sie zu wissen nöthig haben. Die
übrige Zeit sollen die Kleinern unter Aufsicht der Vorgesetzten in
einem freien, offnen Platze sich balgen, spielen und ihre Glieder
üben. Und bricht denn auch zuweilen einer, was doch sehr selten
geschehen wird, einen Arm oder ein Bein; so ist doch bei weitem dieser
Schade nicht so groß, als wenn man, um solches sicher zu verhüten, sie
alle so erzieht, daß keiner in der Folge einen Arm oder ein Bein -- zu
brauchen weiß. --
Wenn sie zwölf Jahre alt sind; so kann man allmählig anfangen, sie
arbeiten zu lassen. Im Menschen liegt aber, wie nicht zu läugnen ist,
ein natürlicher Hang zur Faulheit, und Unthätigkeit; und obgleich die
Gewöhnung zum Fleiße, wie alle Gewohnheiten, die Uebung desselben
leicht und angenehm macht, so mühevoll und beschwerlich sie anfänglich
auch war; so wählt doch niemand in keinerlei Verhältniß die Arbeit um
ihrer Selbstwillen. Immer nur die Furcht vor einem größern Uebel oder
die Hoffnung eines angenehmen Genusses locket, oder treibt die Menschen
an, wenn sie sich mit anstrengenden Geschäften befassen. Diese nicht zu
bezweifelnde Wahrheit halte man also ja stets vor Augen, wenn man den
Kindern Lust zur Arbeit beibringen will!
Es ist ein großer Fehler, daß man diese Kinder meist immer zu
ungesunden Handwerken und Fabriken bestimmt. Warum sollen sie nicht
(Knaben und Mädchen) den Bauernstand recrutiren? Dieser Stand nimmt (so
wichtig er auch ist) doch alle Jahre ab, weil unsre Bauern nur zu oft
die armselige Ambition haben, ihre Söhne -- Gelehrte, oder Handwerker
u. s. w. werden zu lassen; da im Gegentheil kein andrer Stand seine
Kinder zu Bauern macht. Ueberdies sind unsre Landleute keine Schäfer
mehr; ihr Leben ist kein Schäferleben! In manchem Winkel der Erde sind
sie aus eigner oder fremder Schuld so verdorben, daß es durchaus nicht
anders, als vortheilhaft seyn kann, wenn man ihnen öfter moralisch-
und physischgute Menschen zumischt. Auch gibt es ja noch in jedem
Lande so viele nicht ganz bebaute Gegenden, daß man wahrlich dort der
arbeitenden Hände noch lange nicht zu viel hat.
Doch müssen auch natürlich die Findlinge die ersten seyn, die Soldaten
werden, wenn ihr Vaterland sie braucht; denn nicht bloß die reichere
Klasse, sondern die Städter überhaupt suchen sich ohnedies dieser
wichtigen, aber freilich schweren Pflicht immer mehr und mehr zu
entziehen, obschon erstere natürlich weit mehr zur Vertheidigung
ihres Vaterlands beizutragen schuldig sind. Der Enthusiasmus für das
allgemeine Wohl ist in den Städten mitten unter den Künsten in manchen
Gegenden beinahe ganz verloschen. Daran war bis hieher zuverlässig
unsre schlechte, weichliche Erziehung Schuld. -- Es ist aber deswegen
sehr nöthig, Zuneigung für diesen unentbehrlichen Stand in den Herzen
der Jugend anzufachen, und das wird vorzüglich gut bei Findlingen Statt
haben. -- Das, was so manchen von der Vertheidigung des Vaterlandes
zurückzieht, ist ein weichlicher, verzärtelter Körper, Hang zur
Familie und zum väterlichen Hause; das alles fällt hier ganz weg.
Der Findling ist gesund erzogen; sein Körper ist daher dauerhaft und
stark, und sein Vater und Mutter -- sind das Vaterland. Er wird also
durch seine bessere physische und moralische Erziehung nicht allein mit
Vergnügen diese Last übernehmen, sondern durch seine Treue, durch seine
Anhänglichkeit, durch seine warme Liebe zum Vaterland, und so gar durch
sein Beispiel diesem Stande die wesentlichsten Vortheile verschaffen.
+Köln+,
gedruckt bei +J. M. Heberle+ und Gebr. Mennig.
Fußnoten:
[1] Daher, sagt +Robinet+ _(Paralléle de la Condition et des facultés
de l'homme avec la Condition et les facultés des autres animaux p.
22._) ist die Sterblichkeit der Kinder bei den weichlichen Völkern
auf ihrem höchsten Grade, und ist bei andern um so viel geringer, je
einfacher die Sitten, je thätiger oder geschäftiger, oder rauher die
Lebensart ist. Wenn unter uns eine so große Anzahl von Kindern stirbt,
so muß man nicht nur die üble Beschaffenheit der Aeltern, und den
Einfluß auf jener ihre Gesundheit, als wodurch sie unfähig werden,
den Veränderungen, die während der Entwicklung des Körpers in ihnen
vorgehen, zu widerstehen, anklagen; sondern man muß auch die üble
Beschaffenheit der ersten Kindheit, wo man fast allzeit das Gegentheil
von dem thut, was die Natur haben will, dazu rechnen: wo hingegen der
bloße Instinct alle anderen Thiere mit weit größerer Gewißheit ihres
Davonkommens auferziehen hilft.
[2] _Nec Virgines festinantur. Eadem juventa: similis proceritas:
pares, validique miscentur, ac robora parentum liberi referunt. Tacit.
C. 20._
[3] +Plato+ von den Gesetzen B. 5 +Iselin+ Geschichte der Menschheit B.
1 S. 51 _+Machiavel+ Discours politiques L. 1. Chap. 1._
[4] Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit von +Herder+
2ter Th. S. 6.
[5] Am angef. Orte S. 29.
[6] Am angef. Orte S. 55.
[7] Nachrichten von Kalifornien. Mannheim 1773.
[8] _+Zimmermann+ Specimen Zoologiae geographicae quadrupedum domicilia
et emigrationes sistens. L. B. 1777, C. 1, §. 2._
[9] Bemerkungen über die natürlichen und geimpften Blattern etc. 2te
Auflage S. 435.
[10] _Il faut, que le corps ait de la vigueur pour obeïr à l'ame: un
bon serviteur doit être robuste. Je sais, que l'intemperance excite les
passions: elle extenue aussi le corps à la longue; les macerations, les
jeûnes produisent souvent le même effet par une cause opposée. Plus
le corps est faible, plus il commande. Toutes les passions sensuelles
logent dans des corps effeminés: ils s'en irritent d'autant plus,
qu'ils peuvent moins les satisfaire. +Emile+ Tom. 1. p. 62._
[11] _Traité de la Conversation des Enfants, Tome III. p. 57._
[12] Anfangsgründe der practischen Arzneikunst 4ter Band, 2te Ausgabe,
Leipz. 1789.
[13] +Marcard+ sagt mit Recht, daß bey dem unbedingten Gebrauche der
kalten Bäder einige Kinder gesund und stark werden, und bleiben,
beweißt nichts mehr, als es beweißt: daß auch sehr viele Kinder bey
andern großen Fehlern in ihrer physischen Erziehung gesund sind, und
stark werden. Ueber die Natur und den Gebrauch der Bäder. Hanover 1793.
S. 423.
[14] _Essai sur la Santé, et sur l'Education medicinale des filles
destinées au mariage. Iverdon 1776._
[15] _Education medicinale des Enfans._
[16] _Essai de perfectionner l'espece humaine._
[17] _De Sanitate tuenda Lib. 1 Cap. 7._
[18] _+Bermingham+ Manière de bien nourir et soigner les Enfans
nouveaux-nés. Paris 1750. „Quelle obligation une mère veut elle, que
les enfans lui aient, pour les avoir conçus et mis au monde? elle a
fait l'un pour son plaisir, elle a fait l'autre par nécessité: mais
qu'elle les eut allaités, ce seroit un bienfait de son choix, dont ils
pourroient et devroient lui tenir compte.“_
[19] Morgenländische Reisen S. 65.
[20] Reisen durch verschiedene Provinzen des russischen Reichs. 1ter
Theil.
[21] _Loc. cit. C. XX._
[22] _Practical remarks on the various diseases of pregnant, and
lyingin Women._ S. 225.
[23] Abhandlung von Krebsschäden.
[24] _Ballexerde l. c. l. Dissert. sur l'éducat. phys. des enfans. p:
37._
[25] Sieh Graunt's Berechnung in den Anmerkungen der Todtenzettel der
Stadt London. Wargentin setzt nach gesammelten Berechnungen an mehrern
Orten beinahe als eine gewisse Regel fest, daß ein Viertel von Gebornen
in dem ersten Jahre sterbe, s. die _Act. Suec._, und die _Comment. de
rebus in scient. et med. gest. Vol. VI. p. 202_. in den physikalischen
ökonomischen Auszügen B. 2. S. 303. und B. 4. S. 653. bemerkt man: daß
in den zwei ersten Jahren mehr, als ein Drittel von Gebornen das Leben
einbüße.
[26] Süßmilch göttl. Ordnung. 1. Theil S. 514.
[27] _Vandermonde Essai de perfectionner l'espèce humaine. Comment. de
reb. in senat. et med. gest. Vol. VI. p. 451. Lüder. de Educ. §. 10.
Brouzet Education medicin. des Enfans_, in der Vorrede S. 41.
[28] Vermuthlich dachte Herr Brouzet nicht daran, daß Grönland,
Sibirien etc., wo die Kinder mit Kühmilch ernährt werden, sehr arm an
Einwohnern sind.
[29] Bergius Versuche mit der Frauenmilch in den schwed. Abhandlungen
B. 34. S. 40. Crells neueste Entdeckungen, B. I. S. 57. _Spielmann
Diss. de opt. inf. rec. nat. aliment. Voltelen obs. chemico med. de
lacte humano, ejusque cum asino et ovillo comparatio. Traject. ad
Rhen. 1775._ Samml. Ferris über die Milch -- aus dem Englischen von O.
Michelis. Leipz. 1784. Macquer's chemisches Wörterbuch mit Zusätzen
von Leonhardi. Zweite Ausgab. 4. Th. Art. Milch. Parmentier und Deyeux
vergleichende Untersuchung der Frauen- Küh- Ziegen- Eselinnen- Schaaf-
und Stuttenmilch in den _Mémoires de la Société de med. à Paris, pour
1787 et 1788_, und in Crell's chemischen Annal. 1793. 3tes St. S. 272.
4tes St. S. 359. 5tes St. S. 440. Meine eigne Analise der Weibermilch
in Wolfs _Diss. de metast. lactea. Bonnae 1796_.
[30] Der Arzt, Wochenschrift, B. I.
[31] _Principles of Midwifery or puerperal medicine 3d. edit. enlarged,
and illustrated with engraving. London 1786._
[32] Frank's Abhandlung über eine gesunde Kinder-Erziehung. S. 28.
[33] Ballexerde: _Une nourrice doit habiter un lieu, ou l'on respire un
bon air, un pays des plaines, ou de petites monticules, une maison un
peu haute, que le soleil éclaire dès le matin, et surtout éloignée des
marais et de toutes exhalations putrides._ (Wie übertrieben, und wie
sehr gegen alle Erfahrung!)
[34] Roseen von Rosenstein Anweisung zur Kenntniß und Kur der
Kinderkrankheiten aus dem Schwed. von Murray.
[35] _Les regles_ (sagt Levret) _arrivent plus souvent aux nourrices,
qui nourrissent sur lieu, qu'à celles qui nourrissent chez elles, par
la raison, qui étant mieux nourries, plus soignées, et faisant moins
d'exercice, les sucs viennent suraboudans, aussi deviennent -- elles
ordinairement plus grasses, qu'elles ne l'étoient auparavant, en sorte
qu'on peut dire, que les regles, qui surviennent alors sans rien
changer aux fonctions animales, sont une espèce de crise salutaire, qui
survient spontanement pour eviter des accidens, que la plenitude des
vaisseaux sanguins pourrelt occasionner._
[36] _Van Swieten Comment. Tom. IV. p. 674._
[37] Tode medizinisch-chirurgische Bibliothek, B. I, 3 St.
[38] _Act. Acad. Chirurg. T. I. p. 105. Haller Element. physiol. Tom.
II. p. 88. Huxham de febribus p. 82._
[39] Am angef. Orte 5te Auflage S. II Dieselbe Meinung ist vertheidigt
in dem _Systeme physique et morale de la femme_.
[40] _L. c. p. 674._
[41] _De natura lactis p. 102._
[42] Göttl. Ordn. _V. c. §, 95. 253._
[43] Beobachtungen über die epidemische Krankheiten, S. 72.
[44] Krünitz ökonomische Encyklopädie. Th. 2. S. 386. Th. II. S. 338.
Frank Med. Poliz. B 2. S. 209.
[45] Mediz. praktisches Handbuch der Frauenzimmer-Krankheiten. B. 1, S.
32.
[46] _Mem. of the medical Society of London. Vol. 1. 1787._
[47] Frank Abhandlung über eine gesunde Kinder-Erziehung. S. 73.
[48] _„On dit, que plusieurs sages-femmes prétendent en pétrissant la
tête des enfans nouveaux-nés, lui donner une forme plus convenable:
et on le souffre! Nos têtes seroient mal de la façon de l'Auteur de
notre être: il nous les faut façonnés au dehors par les sages femmes,
et au dedans par les philosophes! Les Caraibes sont de la moitié plus
heureux, que nous.“ J. J. Rousseau Emile. Tom. 1. p. 22._
[49] Teutscher Merkur, März 1785.
[50] Am angeführten Orte S. 457.
[51] Zimmermann von der Erfahrung in der Arzneikunst. S. 329.
[52] _Backers Chronicle, p. 8. 53._
[53] _Philosophical transactions. Tom. III._
[54] _Opera Tom. II._
[55] Ballexerde leitet das beengte Athemholen, welches oft das ganze
Leben zurückbleibt, von der durch die Kohlen verdorbenen Luft her.
[56] Teutscher Merkur, a. a. O. „Von hundert Menschen haben neun und
fünfzig die Venusseuche wenigstens einmal gehabt.“
[57] _Meth. med. Lib. VIII. c. 7._
[58] Versuch einer Geschichte des Lichtes in Rücksicht seines
Einflusses auf die gesammte Natur, und auf den menschlichen Körper,
außer dem Gesichte besonders. Von +Ebermayer+. Ueber die Wirkungen des
Lichts auf den lebenden menschlichen Körper, mit Ausnahme des Sehens.
Von +Horn+.
[59] _+Séances des écoles normales, Tom. 2. Paris+: l'An. 3. p. 192.
„la lumière exerce aussi son influence sur les animaux; elle brunit la
peau de l'homme; car celui qui exerce à l'abri de la lumière un art,
qui exige une grande chaleur, n'éprouve pas la même alteration dans le
teint, que celui, qui est exposé au soleil. L'insolation est peut être
l'une des causes, qui contribuent à donner de la rigueur aux organes de
la jeunesse étiolée, que la mollesse a cherché à garantir du soleil.“_
[60] _„Quand il commence à se fortifier, laissez le ramper par la
chambre, laissez lui developper ses petits membres, vous le verrez se
renforcer de jour en jour.“ J. J. +Rousseau Emil. tom+. 1. p. 86._
[61] _Hist. nat. tom. IV. p. 191._
[62] Allgemeine Historie der Reisen. 12ter B.
[63] Die Gewohnheit der Bewohnerinnen des kleinen Dorfes Mosca Lucia
am Fuße des Aetna, ihre Kinder nur aus einer Brust zu stillen, und die
andre austrocknen zu lassen, ist lächerlich. Sie glauben, daß dadurch
ihre Milch an Güte gewinne, und den Kindern zuträglicher sey. S.
+Bartels+ Briefe über Kalabrien und Sizilien, 2ter Th. S. 338. (Warum
hätte denn die Natur unsren Weibern zwei Brüste gegeben?)
[64] Neueste Annalen der französischen Arzneikunde, und
Wundarzneikunst, von Hufeland, B. I. S. 397.
[65] _Recherches sur les vegetaux nourissans par +Parmentier+._
+Chaptal's+ Anfangsgründe der Chemie. 3ter Th. S. 99
[66] Zimmermann a. a. O. S. 442.
[67] Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, von Herder.
2ter Th. S. 29.
[68] _Recherches philosophiques sur les Americains, par Mr. de P***
Tom. I._
[69] Unzer a. a. D. Th. I. S. 398.
[70] _The natural method of Curing the diseases of the body, and the
disorders of the mind depending on the body by +Cheyne+, Lond. 1742. p.
11. p. 81. §. 4._
[71] _Element. tom. 2._
[72] _Ita namque ad animi quoque affectus nonnihil lucri faciet, ipsa
nimirum recta victus ratione, mores quoque probos reddente. Galenus de
sanitate tuenda. Lib. 1. cap. 7._
[73] _Aph. S. 2 A. 39._
[74] +Unzer's+ Arzt, Hamb. 1769. Th. I. S. 397. _+Dalrymple+_ im
_Oriental repertory published at the charge of the East-india Comp.
Lond. 1791. nr. 5_. Göttingisches Magazin von +Meiners+ und +Spittler+.
B. _VI_. Göttingen 1789. S. 356.
[75] Unzer a. a. O. Th. I. S. 396.
[76] _Vide, quantum rerum per unam gulam transiturarum permisceat
luxuria, terrarum, marisque vastatrix. -- Dii boni, quantum hominum
pistorum, coquorumque unus venter exercet! +Sen.+ Epist. 95._ (Wie sehr
paßt das nicht auch auf unsre Zeiten!)
[77] Ueber die Gesundheit des Menschen. Göttingen 1793. S. 49.
[78] _Locke de l'éducation des enfans; traduit de l'anglois par Mr.
Coste. Amsterdam 1730. „Il n'y a rien, qui soit d'une plus dangereuse
consequence et pour le corps et pour l'esprit, que de laisser
accoutumer les enfans aux liqueurs fortes.“_
[79] Am angef. Ort. S. 102.
[80] Warum sagt +Montaigne+ (_Essais Liv. 1._) „sollten unsre Decken
nicht hinreichen, gleich andern erschaffenen Wesen, auch uns zu
schützen?“ (So viel ich weiß -- ist diese Frage noch nicht beantwortet
worden.)
[81] +Camper's+ kleine Schriften über die Arznei, und Wundarznei-Kunst,
und fürnemlich die Naturgeschichte betreffend, I. B. 2 St. S. 123.
+Rougemont+, Etwas über Kleidertracht, in wiefern sie einen
nachtheiligen Einfluß auf die Gesundheit hat etc. S. 21.
[82] „_Licurgue avoit sans donte observé, que l'homme ne s'est convert,
qu'après s'être cor rompû: que ses vetêments se sont multipliés à
proportion de ses vices; que les beautés, qui le seduisent, perdent
souvent leurs attraits à force de se montrer; et qu'enfin les regards
ne souillent, que les ames déja souillées._“ -- _+Voyage du jeune
Anacharsis. Tom.+ IV. p. 216_
[83] +Sömmering+. Ueber die körperliche Verschiedenheit des Negers vom
Europäer. S. 31.
[84] _De bello gallico. L. VI. c. 21._
[85] _+Tacitus+ l. c. C. 17._
[86] G. +Forster's+ Neu-Holland, und die brittische Kolonie in
Botany-Bay in +Sprengel's+ allg. hist. Taschenb. für 1787. etc. S. 49.
[87] _„Heureux si on ne l'a pas serrè au point de l'empecher de
respirer, et si on a eu la précaution de le coucher sur le coté, afin
que les eaux, qu'il doit rendre par la bouche, puissent tomber d'elles
mêmes. Car il n'auroit pas la liberté de tourner la tête sur le coté
pour en faciliter l'écoulement.“ +Buffon+ Hist. nat. Tom. IV. p. 190._
[88] _+Buffon+ l. c._
[89] _Au moment, que l'enfant respire en sortant de ses enveloppes,
ne souffrez pas, qu'on lui en donne des autres, qui le tiennent plus
à l'étroit. Point de têtieres, point de bandes, point de maillot; des
langes flottans et larges qui laissent tous ses membres en liberté. --
+J. J. Rousseau Emile Tom.+ I._
[90] +Schrebers+ neue Cameratschaften, 5ter Theil. S. 304. Halle 1755.
[91] _-- -- Nudae (quoad) brachia, ac lacertos, sed et proxima pars
pectoris patet. +Tacit.+ Cap. 17. Suetonii Jul. Caesar. Lugdun. 1645.
p. 45._
[92] _Herodotus L. III. Thalia pag. 79. Colon. 1537._
[93] Die Wärterinnen bei den Römern bedeckten den kleinen Kindern die
Köpfe, wenn sie im Mondschein gingen, damit nicht das Mondlicht in
ihren ohnedies mit Feuchtigkeiten angefüllten Köpfen noch mehr Nässe
entwickelte. _Macrobius Satyr. 2. lib. VII. Cap. XVI._ Nudov. vom
Schlafe. S. 211.