Zum Text. Die vielen, manchmal sehr starken Anakoluthien wie

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No. 121. Dritte Folge No. 1.

_Deutsche Litteraturdenkmale_

des 18. und 19. Jahrhunderts

_herausgegeben von August Sauer_

* * * * *

VERTHEIDIGUNG DES HERRN WIELAND

GEGEN DIE WOLKEN

VON DEM VERFASSER DER WOLKEN

(1776)

VON

J. M. R. LENZ

HERAUSGEGEBEN

VON

ERICH SCHMIDT

[Illustration]

BERLIN W. 35

B. BEHR'S VERLAG

1902

_Inhalt_.

Seite

Vorbemerkung V

Vertheidigung des Herrn W. gegen die Wolken von dem

Verfasser der Wolken 1

_Beilagen_.

I. Aus der Handschrift des »Pandämonium Germanicum« 29

II. Aus den »Meynungen eines Layen« 32

Vorbemerkung.

Der Kampf der Geniezeit gegen Wieland, im göttingischen Kreise von

»Nonsensesängern« gegen »Wollustsänger« (Lichtenberg), zumal durch Voss

sittenrichterlich geschürt, im rheinischen durch Goethes »Götter, Helden

und Wieland« entfacht, bedarf einer umfassenden Darstellung, die wir von

Seuffert nach seinem trefflichen Aufsatz (Zs. für deutsches Altertum 26,

252 ff.) erwarten. Im April 1774 hatte Jacob M. R. Lenz in Kehl Goethes

übermütige Satire drucken lassen, und so war ein von Wieland am 29.

Januar 1773 Gottern zugeraunter Wunsch ganz anders erfüllt worden:

»Könnten Sie sich entschliessen eine kleine Parodie, etliche

Aristophanische Scenen zu machen, worin Sie nicht den Bacchus, sondern

den Apollo ... zu den Schatten herabsteigen liessen, um Opitzens,

Canitzens, Hagedorn's, Liscows etc. Seelen wiederzuhohlen. Unsre

Liederdichter könnten das Chor der Frösche dabey vorstellen. Ich möchte

gar zu gerne dass diesem Geschmeisse auf ein oder die andere Art ein

Ende gemacht, und die guten Köpfe erweckt würden, was anders als Lieder

zu machen.«

Goethe wurde durch Wielands überaus kluge und geistreiche Haltung, die

im Juniheft des Teutschen Merkur 1774 den schalen Götz-Recensenten

eingehend desavouierte, doch auch jene Farce heiter hinnahm, und durch

die erste persönliche Anknüpfung mit Weimar dem Kampfplatz entzogen. Wir

hören sein lebendiges Wort unmittelbar aus dem köstlichen von Johanna

Fahlmer niedergeschriebenen Gespräch (Goethe-Jahrbuch 2, 379), aber

trotzdem noch 1775 mehr als eine kriegerische Drohung, und es ist Lenz,

den Goethe damals für den gefährlichsten Widersacher des »Nachbar

Gorgias« hält. Bei Lenz wirkten ethische Grillen mit dem Zorn über

Recensionen im Teutschen Merkur zusammen. Zwar muss er selbst gestehen,

es sei ihm glimpflich begegnet worden: die Anzeige der »Lustspiele nach

dem Plautus« (September 1774, S. 355 f.) und des »Hofmeisters« (ebenda

S. 356-8) sind vorwiegend sehr günstig; auch »Der neue Menoza« (November

1774) könnte leicht viel übler fahren, und in der scharfen Recension des

göttingischen Almanachs (Januar 1776, S. 86) finden die »kleinsten

Schnitzen« aus Goethes oder Lenzens Brieftasche neben Klopstock und

Claudius ihr Platzrecht. Der Verfasser des »Leidenden Weibes«, Klinger,

wird freilich (August 1775, S. 177) ein Nachahmer Lenzens genannt mit

dem Zusatz: »Der Nachahmungssucht schreibe ich auch die unartigen

Ausfälle zu, die der rüstige Knabe auf Wieland gethan.« Die

»Unterredungen zwischen W** und dem Pfarrer zu ***«, deren Abwehr des

Vorwurfs, Wieland stelle gewisse Laster verführerisch reizend dar, Lenz

selbst später anerkennt, erschienen vom April 1775 an, also gerad in der

Zeit, wo Lenz den mörderischen Kampf betrieb. Ihre überlegnen Worte

gegen den »redlichen, die Tugend mit Enthusiasmus liebenden Jüngling

Voss« (S. 82), Aussprüche wie dieser: dass »ein junger unerfahrner

Neuling in der Welt unmöglich ein Sokrates seyn kann« (S. 83) samt der

Wendung von »unreifen muthwilligen Jungen, die sich zu Richtern

aufwerfen« waren nicht danach angethan, den Ehrgeiz und die

Neusüchtigkeit eines Herolds der vorrückenden Generation alsbald zu

dämpfen.

Lenz fühlte sich schwer gekränkt durch den Hohn, den Wieland einer

ausdrücklich Lenz, nicht Goethe als Verfasser nennenden leeren

Recension der »Anmerkungen übers Theater« (Januar 1775, S. 94 f.;

Schmid) beigefügt hatte, obwohl diese dramaturgischen Rhapsodien gegen

Aristoteles und die Franzosen ihn aus dem Spiele lassen, ja seine

Übersetzung des »Julius Caesar« ruhig citieren. Der »W.« unterzeichnete

»Zusatz des Herausgebers« lautet (S. 95 f.):

Der Verfasser der A. ü. Th. mag heissen wie er will, traun! der

Kerl ist 'n Genie, und hat blos für Genien, wie er ist geschrieben,

wiewohl Genien nichts solches nöthig haben. Sollt ihm dies aber

nicht erlaubt gewesen seyn? Durft er doch schreiben, was gar

niemand, was er selbst nicht verstunde! Wer konnt's ihm wehren?

Fürs Publikum ist so was freylich nicht. Denn was soll dies damit

machen? Wie soll es dem Genie seine Räthsel _errathen_? oder

_ergänzen_, was der geheimnissreiche Mann nur halb sagt? oder ihm

in seinen Gemssprüngen von Klippe zu Klippe nachsetzen? -- Sein Ton

ist ein so fremder Ton, seine Sprache ein so wunderbares

Rothwelsch, dass die Leute dastehn, und 's Maul aufsperren, und

recken die Ohren, und wissen nicht ob sie süss oder sauer dazu

sehen sollen; -- sehen also Höflichkeits halben, und _um sicher zu

gehen_, lieber _süss_, wie die meisten Zeitungsschreiber und

Recensenten. -- Sein Ton ist nicht der Ton der Welt; es ist auch

nicht der Ton der _Untersuchung_; _Schulton_ ist's auch nicht;

_Kenner_ haben sonst auch noch nie so gesprochen. Was ist's denn?

Es ist der Ton eines _Sehers_, der Gesichte sieht, und mit unter

der Ton eines _Quomebaccherapistuiplenum_, der seinen Mund weit

aufthut, um etwas _herrliches, funkelneues, noch von keinem

Menschensohn gesagtes_, zu sagen, und dann gleichwohl (wie Horaz in

seinem Rausche) gerade nichts sagt, das sich der Müh verlohnte, das

Maul so weit aufzureissen. Mag seyn, dass ein solcher begeisterter

Seher oder Genie allerley Dinge sieht, die wir andern Leute, die

ihrer Sinnen mächtig sind, nicht sehen -- auch wohl _zwoo Sonnen,

zwoo Theben_ für eine -- aber das Unglück ist, dass der Leser

selten gewiss werden kann, _was_ der Mann gesehen hat, und ob er

auch _recht_ gesehen hat. Ein solch Büchlein, so klein es ist, den

Lesern, die keine Genien sind, verständlich zu machen, zu prüfen,

das Korn von der Spreu zu scheiden, und zu zeigen, was darinn

gesunde Kritik, und was eitel schaales Persiflage ist, was würklich

neugedacht, und was nur durch die Affectation seltsamer Wendungen,

Wortfiguren und Nothzüchtigung der Sprache den Schein einer

unerhörten Entdeckung bekommen hat, wiewohl Andre das lange vorher

kürzer, deutlicher und richtiger gesagt haben, -- Alles dies zu

thun, müsste man ein Buch in Folio schreiben; und wer soll's

schreiben? oder, wenn's geschrieben wäre, wer soll's lesen?

Uebrigens, wenn unsre Leser sich mit ihren sehenden Augen

überzeugen wollen, dass es auch schon im Jahre 1773, und also

wenigstens ein Jahr vorher, eh der Verfasser der Anmerkungen der

Welt sein Lichtlein leuchten liess, Leute gab, welche wussten,

worinn _Shakespears_ grosser Vorzug besteht: so ersuchen wir sie

nur im 3ten Band des T. Merkurs die 184 und 185ste Seite zu lesen

[August 1773 S. 183-188 Wielands enthusiastischer Aufsatz »Der

Geist Shakespears«], und dann -- das Buch wieder zuzumachen.

Lenz wollte diesen dem jungen Geschlecht, seinen Göttern und Götzen

vermeintlich unholden Inhaber der einflussreichen bellettristischen

Recensieranstalt, diesen falschen bethörenden Graziendichter, diesen

undeutschen Makler fremden Giftes, wie er ihn sich karikierte, in den

Staub strecken und Wieland nicht bloss mit Schrotschüssen des Epigramms

(»Der Archiplagiarius«; Weinhold, Gedichte von J. M. R. Lenz 1891, S.

105) oder kleineren Satiren (»Menalk und Mopsus« ebenda S. 90, »Éloge de

feu Monsieur **nd« S. 99), nicht bloss mit einer grobwitzigen

persönlichen Episode des »Pandämonium Germanicum« (s. Beilage I),

sondern auch mit der vollen Ladung einer modernen Aristophanischen

Komödie treffen. Warum musst' ich, fragt er in einem Brief, gerad über

Aristophanes sitzen, als Wieland mich beleidigte? Diese »Wolken« hat

uns, nach Andeutungen Jegórs v. Sivers (»J. M. R. Lenz. Vier Beiträge zu

seiner Biographie und zur Litteraturgeschichte seiner Zeit«, Riga 1879),

Karl Weinhold durch genaue kritische Zusammenstellung der

Briefnachrichten und den Abdruck spärlicher Reste näher gebracht. Ich

wiederhole nicht, was in seinem Buche »Dramatischer Nachlass von J. M.

R. Lenz« 1884, S. 313 ff. zu lesen ist.[A] Die Handschriften vom Sommer

1775 und vom nächsten Frühjahr sind unwiederbringlich verloren, der bei

Helwing in Lemgo bis zum März 1776 durch Boies Vermittelung hergestellte

Druck ist auf Lenzens Wunsch völlig zerstört worden. Den ersten Anstoss

dazu gab die Rücksicht auf Wielands Jugendgeliebte Sophie v. La Roche

und die Kunde, Wieland habe ihren Sohn erzogen.

Der Vorgang, dass jemand eine gar nicht erschienene Satire selbst

öffentlich ablehnt, ist wohl unerhört und sogar dem litterarischen

Maskenspiel Hamanns fremd. Die »Vertheidigung« muss im Spätjahr 1775

geschrieben sein; den Plan wird Lenzens Wort an Boie (September?)

andeuten: »Ich habe ein Mittel, alles das bei Wieland und seinem Publiko

wieder gut zu machen, das ich aber in petto behalte.«

Briefe an Boie, dem durch Lenz auch eine Polemik Schlossers gegen die

»Abderiten« und durch Weygand Goethes Wertherische »Anekdote« gegen

Nicolai (Waldmann, Lenz in Briefen 1894, S. 50) für das Deutsche Museum

angehängt werden sollte, und an Zimmermann unterrichten uns über den

äusseren Verlauf. In demselben Brief (empfangen am 12. Febr. 1776), wo

Lenz die Unterdrückung der »Wolken« oder wenigstens den Ersatz deutscher

Namen durch griechische bedenkt, bittet er die »Vertheidigung« nicht

beizugeben, sondern »als Palinodie, nicht als prämeditirte versteckte

Apologie« für sich zu drucken. Sie soll auch ohne die »Wolken« ausgehen:

»Desto origineller ist sie. Man kann dazusetzen, der Vf. habe den Druck

der W. verhindert und weil viele sie im Mskpt gelesen, diess zu seiner

Vertheidigung geschrieben. Ich will nichts dafür.« Unmittelbar darauf

betreibt er nach ganz ähnlichen Worten den Druck der »Vertheidigung«,

die Wielands »Hauptgesinnungen mehr schaden wird als alle

Anschuldigungen. Ich kenne mein Publikum -- und jetzt ist es Zeit. Wenn

das Eisen ausgeglüht hat, fällt der Hammer zu spät.« Am 20. Februar

empfängt Boie von Lenz den S. 2 mit winzigen Abweichungen gedruckten

Entwurf einer Vorrede des Verlegers Helwing in Lemgo. »Die Wolken sind

unterdrückt,« beteuert der Herausgeber der »Flüchtigen Aufsätze«,

Kayser, der im Oktober 1775 die Publikation insgeheim in Ulm hatte

besorgen wollen, nun am 3. März aus Zürich; »Die Vertheidigung der

Wolken wird hier unter uns circuliren. Schlosser schrieb darunter: Helas

tais-toi Jean Jaq [so] ils ne t'entendront pas -- und das ist herrlich

wahr.« Bald ging ein wunderlicher Bitt- und Mahnbrief Lenzens, der

sehnsüchtige Blicke nach Weimar warf, an Wieland ab. Diesem sollten ein

paar Exemplare der »Vertheidigung« anonym zugehn, »damit er sie desto

eher bekommt und sein Misstrauen gegen uns entwaffnet wird« (an Boie,

11. März). Boie meldet (8. März), dass bei dem Todesurteil über die

»Wolken« der erste »angedruckte« Bogen der »Vertheidigung« umgedruckt

werden musste, wovon auch am 22. März (Waldmann S. 45) wiederum die Rede

ist; Wieland solle zwei Exemplare kriegen. Wir erfahren, dass Helwing

noch immer die »Vertheidigung« für ein Werkchen Goethes hielt, der

übrigens von den »Wolken« gar nichts wusste (Waldmann S. 48). Lenz

empfing Anfang Mai die »Vertheidigung« gleichzeitig mit der dem

Buchhändler zum Schadenersatz für die »Wolken« überlassenen Komödie »Die

Freunde machen den Philosophen« und konnte, begeistert für Weimar und

für Wieland, die verabredete Sendung an diesen eben noch bei Boie

widerrufen.

Einen langen sehr interessanten Erguss Lenzens an F. L. Stolberg (April

oder Mai 1776) über seinen herrlichen Verkehr mit Wieland, »dem einzigen

Menschen, den ich vorsätzlich und öffentlich beleidigt habe«, hat Dumpf

1819 im Vorwort des »Pandämonium Germanicum« mitgeteilt. Ich habe ihn

jüngst aus diesem Versteck hervorgezogen (Lenziana S. 15,

Sitzungsberichte der kgl. preuss. Akademie der Wissenschaften 41, 993)

und wiederhole hier nochmals den Bericht, soweit er sich nicht auf das

Persönliche, sondern Wielands eigenen Worten gemäss auf die

litterarisch-sittlichen Grundsätze bezieht und damit auch der

»Vertheidigung« vollends den Garaus macht:

In der That, bester Freund, ist ein wesentlicher Unterschied unter

einem _schlüpfrigen_ und einem _komischen_ Gedicht, wie Wielands

Erzählungen und Ritterromane sind. In den ersten werden die

Unordnungen der Gesellschaft ohne Zurückhaltung mit bacchantischer

Frechheit gefeiert und ihnen, dass ich so sagen mag, Altäre

gesetzt, wie Voltaire und Piron thaten; in diesen werden die

Schwachheiten und Thorheiten der Menschen mit dem Licht der

Wahrheit beleuchtet und (wie könnte ein Philosoph sie würdiger

strafen) dem Gelächter weiterer Menschen Preis gegeben. Mich

deucht, der Unterschied ist sehr kennbar, und nur Leidenschaft

konnte mich bisher blenden, ihn nicht zu sehen.

Man wirft ihm vor, dass seine komischen Erzählungen zu reitzend,

gewisse Scenen darin zu ausgemalt sind. Ein besonderer Vorwurf!

Eben darin bestand sein grösstes Verdienst, und der höchste Reiz

seiner Gemälde ist der _ächteste Probierstein für die Tugend seiner

Leser_. Tugend ohne Widerstand ist keine, so wenig als einer sich

rühmen darf, reiten zu können, wenn er nie auf etwas anders, als

auf ein Packpferd gekommen. Eine solche furchtsame, träge,

ohnmächtige Tugend ist bey der ersten Versuchung geliefert. Will

also einer an diesem Eckstein sich den Kopf zerschellen, anstatt

sich an ihm aufzurichten, so thut er's auf seine Gefahr. Dasselbe

würde ihm bey der ersten schönen Frau begegnet seyn; darf er

deswegen den Schöpfer lästern, der sie gemacht hat? Setzen wir

diese nun auch in hundert noch reitzendere Verhältnisse, der Reine,

dem alles rein ist, und der seinen Entschluss und seine Hoffnungen

unwandelbar im Busen fühlt, wird, wenn wir sie zu Hunderten

gruppirten, mit der Trunkenheit eines Kunstliebhabers, wie unter

Griechischen Statuen vorbeygehn, ohne einen Augenblick zu

vergessen, dass nur eine ihn glücklich machen kann. Überhaupt

schweigt der thierische Trieb, je höher wir auch die Reitze der

körperlichen Schönheit spannen, und verliert sich unvermerkt in die

seelige Unruhe und Wonne des Herzens, das alsdann von neuen,

menschenwürdigern, entzückendern Gefühlen schwillt, wohin ihn

Wieland, an hundert Stellen seiner komischen Gedichte, so geschickt

hinaufzubegleiten wusste. Welche Wohlthat er dem menschlichen

Geschlechte dadurch erwiesen, wird ihm erst die Nachwelt danken:

falls seine Gedichte etwa nicht, unglücklicherweise, anders gelesen

werden sollten, als er sie gelesen haben will.

So war Lenzens »ewiger« Hass flugs in die schrankenloseste Bewunderung

umgeschlagen. Wieland benahm sich mit vollendeter weiser Bonhommie. Der

Widerruf geschah auch vor allem Volke, denn das Dezemberheft des

Deutschen Museums brachte 1776 die »Epistel eines Einsiedlers an

Wieland« (Weinhold S. 205). Sie war in Berka entstanden. Dort hat der

Waldbruder wohl auch das zuerst im Morgenblatt 1855 S. 782 gedruckte

rührende Billet an Wieland geschrieben:

Es scheint, Lieber, du weisst nicht oder willst nicht wissen, wer

die Ursache des ganzen literarischen Lärmens gegen dich war. Ich

liess Götter, Helden und Wieland drucken, und ohne mich hätten sie

das Tageslicht nimmer gesehen.

Ich hätte dir's in Weymar gesagt; ich fürchtete aber, es würde

zuviel auf einmal geben. Einmal aber muss es vom Herzen ab, und so

leb' wohl! Lenz.

Ob er auch über die »Wolken« Generalbeichte gethan hat? Jedesfalls

begreift man seine den zuverlässigen Mittelsmann Boie (Waldmann S. 54)

beleidigende Angst, der Druck möchte doch nicht spurlos zerstört sein.

Ende Juni dankt er Zimmermann, auf dessen Rat er die Bekanntmachung

sowohl der »Wolken« als der »Vertheidigung« sich sehr ernsthaft verbeten

habe; »Zudem habe ich in der Vertheidigung Druckfehler gefunden, die dem

ganzen Dinge ein schiefes und hässliches Ansehen geben, 'gefühllos'

statt 'gefühlig', gewiss ich müsste selbst gefühllos seyn wenn ich die

Bekanntmachung einer so nachtheiligen Vertheidigung W. ertragen könnte.

Statt N. ist J. [gedruckt] und andere dergleichen Späsgen die mir den

ganzen Zweck der Schrift verderben, die überhaupt bey unsrer

gegenwärtigen Lage wenig Wirkung thun wird.« Später wird noch durch

Boie dem wackeren Helwing eine Ehrenerklärung gegeben und die

Zurückziehung der »hoffentlich nicht verkauften Exemplare der

Vertheidigung« wie das Autodafé der »Wolken« in Zimmermanns Gegenwart

gefordert. Es war zu spät. Der Leipziger »Almanach der deutschen Musen

auf das Jahr 1777« S. 9 (nichtssagende Notiz), des herausgeforderten

Nicolai Allgemeine deutsche Bibliothek (Anhang zu Bd. 25-36, S. 774 f.;

unterzeichnet A., d. h. nach Parthey: Beckmann), Schubarts Teutsche

Chronik (18. Juli 1776; 58. Stück, S. 461 f.) bringen Recensionen. Diese

beiden widersprechenden mögen hier folgen. Das Berliner Organ sagt über

»Vertheidigung« und »Éloge«:

Ein Paar elende Scharteken. Hr. _Lenz_, von dem eine Zeitlang

einige Leute ein gewaltiges Lärm [so] machten, als ob er, wer weiss

was für ein Genie wäre, schreibt auf Herrn _Wieland_ ein Pasquill,

die _Wolken_ betitelt. Er nimmt nachher, _aus wichtigen Gründen_,

wie er sagt, den heilsamen Entschluss, den _Druck_ dieses Pasquills

zu _hintertreiben_. Er weiss aber den Schritt, den er im

_Aristophanischen Spleen zu weit_ gethan, nicht anders _gut zu

machen_, als dass er eine Vertheidigung _Wielands_ gegen eben diese

_Wolken_ schreibt, deren sehr unnöthige Existenz wir sonst gar

nicht wusten, und erst hierdurch erfahren. Es ist wohl ein Zeichen

der gewaltigen Eitelkeit des Verf. dass er auch der Welt einen

solchen ungedruckten Wisch hat ankündigen wollen. Er schwatzt dabey

über allerley Sachen ins Gelag hinein, als ob er sie verstände,

unter andern auch über die _allgemeine deutsche Bibliothek_,

wowider es nicht der Mühe werth ist ein Wort zu verlieren. Dabey

ist es sehr possierlich, mit wie vielem Eigendünkel er S. 32 mit

Hrn. W. rechtet, und vermeynet, Hr. W. hätte es an ihm verdienet,

dass er noch schlimmer mit ihm verführe. »Mit alledem ...

gescholten hätte« [hier 20,_{14-32}. Zu dem Wort »Kunstrichter«

Fussnote: »Hr. L. muss wohl glauben, er könne beyde Mienen sehr

leicht annehmen.«] Als ob, wenn auch alles dieses wahr wäre, seine

_verfehlte Schakespearische_ Manier dadurch im geringsten besser

würde. Aber solchen Leuten kommt es nur darauf an, das _Fleckchen_

zu finden, wo es am wehesten thut.

Unter dem Titel _Eloge_ stehen drey sehr mittelmässige Gedichte ...

womit auch W. soll _wehe gethan_ werden. Es ist aber alles so

übertrieben und so platt, dass auch da, wo d. V. einigermassen

wider W. recht haben [mag], niemand auf seine Seite treten wird.

Dagegen urteilt Schubart, denn er ist es offenbar selbst:

Vor einiger Zeit gieng eine Komödie, die Wolken betitelt, im Msct.

herum, worinnen Wieland und Nikolai mit Aristophanischer Bosheit

misshandelt wurden. Da entschuldigt sich nun dessfalls der

Verfasser in einem Bogen und legt sein Glaubensbekänntniss vom

Wieland und mit unter auch von Nikolai ab, so, dass der erste damit

zufrieden seyn, der leztere aber schreyen muss über den harten

schmerzhaften Angrif eines Mannes, der ihm an Genie so weit

überlegen ist. So kühn, so steif [so] und gutsinnig, so

gedankenvoll und tiefsinnig, so im Feuerstrome ausgegossen, ist

noch wenig geschrieben worden, wie hier diese drey Bogen. Am Ende

räth er Wielanden zur Strafe für viele seiner sittenverderbenden

Schriften -- _in seinem Alter_ Dichterruhe auf Lorbeern an. Sind

40. Jahre schon das Greisenalter des Dichters? -- Nicht doch! Homer

schrieb seine Odyssee im fünfzigsten Jahr. Klopstock einige seiner

vortreflichsten Stücke vom 40. bis zum 50sten Jahr, und Young seine

Nächte gar im 80sten Jahr. Dass Wielands Phantasie noch bey weitem

nicht ausgetrocknet sey, beweisen seine neusten poetischen Stücke

im Merkur, die gröstentheils voll Lebensfeuer sind.

Indessen wirds jeder Leser (versteht sichs, wer lesen kann) gar

leicht sehen, dass diese Bogen einen unsrer ersten und

vortreflichsten Köpfe zum Verfasser haben. Feuer muss da seyn, wo

einem die Flamm' ins Gesicht schlägt.

* * * * *

Sachlicher Erläuterungen bedarf es im einzelnen nur ganz wenig.

4,_{6} Aristophanes, Ritter V. 637 νυν μοι θρασος και γλωτταν

εùπορον δοτε φωνην τ' αναιδη. _{28} Hesiod, Werke u. Tage V. 25 και

κεραμευς κεραμει κοτεει και τεκτονι τεκτων και πτωχος πτωχω φθονεει

και αοιδος αοιδω. 6,_{32} Vgl. an Sophie v. La Roche o D.

(Euphorion 3, 538): »Sie sehen, warum ich Wieland als Menschen

lieben, als komischen Dichter bewundern kann, aber als Philosophen

hasse und ewig hassen muss.« 10,_{28} ff. Nicolai, 12,_{14} In der

»Gelehrtenrepublik« (5. Morgen) sagt ein »Ausrufer«, nach den

Gesetzen habe jeder freilich nur Eine Stimme -- »aber, der Wirkung

nach, haben wir viele Stimmen; sind wir Richter.« _{35} Wielands

sauersüsses Nachwort zu der »Crudität«: »Über das Ideal einer

Geschichte«, anonym im T. Merkur Mai 1774, S. 195-213; Nachwort S.

214-217. 13,_{1} Nicolai. _{32} Diels verweist mich

freundschaftlich auf Demosthenes, Kranzrede 5 παντων μεν γαρ

αποστερεισθαι λυπερον εστι και χαλεπον, μαλιστα δε της παρ' hυμων

ευνοιας και φιλανθρωπιας, ὁσωπερ και το τυχειν τουτων μεγιστον

εστιν. _{33} Herder. 14,_{10} Der Δικαιος λογος, »Wolken« V. 906.

16,_{1} Nicolai. _{4} Sebaldus Nothanker. 17,_{3} »Das Urtheil des

Midas«, T. Merkur Januar 1775. _{16} »Wetterhahn«, s. auch Anm.

übers Theater S. 14. _{32} »Uebersetzung einer Stelle aus dem

Gastmahl des Xenophons« (6,1), mit heftigem Protest gegen den

»bübischen Aristophanes«, verlesen in der Strassburger Gesellschaft

am 1. Februar 1776, noch ungedruckt. 20,_{23} Wieland betont

namentlich in seiner so unbefangenen Götz-Recension die Forderungen

der Schaubühne, T. Merkur Juni 1774 S. 324 ff. _{28} »rüstigen

Knaben« wohl Anspielung auf T. Merkur August 1775, S. 177. _{29}

Alceste. _{33} Die »Geschichte des Philosophen Danischmende«

erschien seit dem Januar 1775 im T. Merkur. 22,_{36} Werthers

Leiden. 24,_{30} Vgl. den Schluss der »Soldaten«. 25,_{27} Vgl. »An

mein Herz«, Gedichte ed. Weinhold S. 109 ff. (110 V. 58

»vertaubt«).

Zum Text. Die vielen, manchmal sehr starken Anakoluthien wie

18,_{1-17}, 22,_{18}-23,_{1} oder Zerfahrenes wie 21,_{26} ff.

bleiben natürlich bestehen; auch allerlei Schwankungen der

Orthographie, soweit nicht der Zufall eine vereinzelte Abnormität

bietet. 6,_{7} =auf dem fett= 7,_{6} =Endtzwecke=; in den Anm.

übers Theater steht =Entzweck= 20 =zeigen=, nicht »zeugen von« ist

bei Lessing u.s.w., Goethe u.s.w. nicht selten 8,_{36} =öftern=

9,_{14} =sich= ist wohl aus Versehen, da das obige nachklang,

ausgefallen _{32} =Punkt mit dem=, Lenz wollte dann »verbinden«

oder »vereinigen« schreiben 10,_{26} =Richtscheid= als Masc. wie

Entscheid 11,_{10} =dem= _{37} =Ebenheurer= 12,_{2} =Gesicht, das=

_{8} =Las=; Lenz mag ja in der Eile so geschrieben haben, wie er

sogar 'Parnas' schreibt _{23} =Fischglocke= _{25} =gleichfals=,

sonst hier nie _{31} =daß Wir= _{36} =Skiagraphie= zu ändern ist

nicht geboten, da Lenzens Griechisch manchmal inkorrekt erscheint

13,_{23 } =sollten=. -- _{25} =heimsucht= 14,_{33} =wovon= fett

15,_{22} =seyn=: seyen, wie bei Kant, Herder u.s.w. _{34} =sobald=

16,_{1} J. Lenz moniert den Druckfehler, an Zimmermann s. o.

17,_{4} =konnte, die Leben= 18,_{21} Komma fehlt _{32} =Verdienste=

nicht fett 19,_{10} =Amadisse, daß= _{18} =und die= 22,_{1} =Wohl

dem= _{19} =den= =ersten= 24,_{24} =glaubt= zu ändern? 25,_{16}

=ihre V., ihre= _{17} =ihre= _{20} =Sie= _{34} =seit ab= gegen

28,_{2} 26,_{3} =thönen= gegen die Norm (auch Anm. übers Theater S.

8) 27,_{22} =erborgtes= läge näher _{29} =gefühligen= korrigiert

Lenz selbst statt des Druckfehlers =gefühllosen=, an Zimmermann

s.o. 28,_{6} =ihre= _{17} =ihr=

_Beilagen_. 1. »_Pandämonicum Germanicum_.« Die Scene ist aus der in

einem zu Weinholds Doktorjubiläum 1896 als Privatdruck von Berliner

Germanisten mit den Varianten des Dumpfischen Manuskriptes und einem

Kommentar herausgegebenen Maltzahnischen Handschrift; beides nun in der

Kgl. Bibliothek vereinigt. Tieck und Sauer wiederholen den Nürnberger

Druck, an dessen lässigen und willkürlichen Abweichungen nicht Dumpf,

sondern der Verleger Campe die Schuld trägt. Vgl. zur Überlieferung noch

Falck, Sterns Litterarisches Bulletin der Schweiz V 1896, No. 1 f.

29,_{11} πω und 30,_{23} =danzen= schreibt Lenz auch sonst 31,_{1}

Sophie v. La Roche.

2. »_Meynungen eines Layen_ den Geistlichen zugeeignet. Stimmen eines

Layen auf dem letzten theologischen Reichstage im Jahre 1773. Leipzig in

der Weygandschen Buchhandlung. 1775« 189 S. Vgl. über diese anonyme

Schrift, deren Einkleidung auf Klopstocks »Gelehrtenrepublik« weist,

deren Tendenzen in erster Linie von Herder ausgehen, einstweilen meine

Notiz, Lenziana 1901, S. 5 f. (Sitzungsberichte der kgl. preuss.

Akademie der Wissenschaften 41, 983 f.). Die ästhetisch-ethische

Abschweifung berührt den Gedanken- und Tendenzenkreis der

»Vertheidigung«.

33,_{5.6} =er= nicht in »es« zu ändern, da Lenz für =Kind der

Natur= in Gedanken »Mensch« substituiert; auch ist 34,_{2}

=dauerhaftern= nicht geboten 34,_{14} vgl. Anm. übers Theater S. 28

_{18} im dritten Absatz »Von deutscher Baukunst«.

Vertheidigung

des

Herrn W.

gegen die Wolken

von dem

Verfasser der Wolken.

=Nec sum adeo informis.=

=_Virg. Eccl. 2. v. 25 & sq._=

1776.

Nachricht des Verlegers.

Der Verfasser dieser kleinen Schrift hatte mir eine Handschrift

zugesandt, deren Druck er nachher aus wichtigen Gründen zu

hintertreiben für gut fand. Da diese Schrift aber doch durch

verschiedene Hände gegangen war, fürchtete er, sie könte bei einigen

seiner Leser nicht nur widrige Eindrücke gegen die darin vorkommenden

Personen, sondern auch wider den Verfasser selbst, der, als er

sie schrieb, seiner Einbildungskraft und seinen Leidenschaften

Zügel anzulegen nicht im Stande war, zurückgelassen haben. Diese

auszulöschen schrieb er folgende Vertheidigung der in den Wolken

vorgestellten Personen und seiner selbst, weil er einen Schritt, den

er im Aristophanischen Spleen zu weit gethan, auf keine andre Art gut

zu machen wuste, um zugleich durch sein Beispiel allen seinen jungen

Landesleuten, die in ähnliche Umstände kommen könten, einen Wink der

Warnung zu hinterlassen.

Da sich sogar in der Katholischen Kirche, die eine Unfehlbarkeit des

Pabstes zum ersten Grundsatz ihres Glaubens annimmt, von dem übel

unterrichteten zum besser unterrichteten Pabst appelliren läßt, so

wird hoffentlich einen großen Theil meiner Leser nicht befremden,

wenn ein Dichter, der gewiß nicht mit kaltem Blut schrieb, bei

gelassenerm Nachdenken manche Schritte, die sein Flügelroß gemacht,

hernach selbst, wo nicht mißbilligt, doch entschuldigt und dafür um

Nachsicht bittet. Er übersah seinen Weg, und das Ziel, wohin er kommen

wollte, vorher, hernach setzte er =nulla habita ratione= über Stock

und Stein, dahin zu gelangen; er sieht sich um, und findt, daß er von

der Landstraße abgeirret, durch manche Sümpfe gesetzt, sich und andere

mit Koth bespritzt, und nun zittert er, wohl gar durch sein Beyspiel

andere Strudelköpfe zu seiner Nachah-[4]mung bewogen, und wieder sein

Wissen und Willen in die äußerste Gefahr gestürzt zu haben, im Sumpf

unterzusinken und dem Auge der Sterblichen entzogen zu werden.

Es ist nichts leichter als eine Aristophanische Schmähschrift

geschrieben, es möchte aber in manchen Fällen ein wenig schwer werden,

sie zu vertheydigen. Zum ersten gehört weder sehr ausgeschliffener

Witz, noch sehr kühne und schöpferische Phantasie, noch auch großer

Scharfsinn, sondern nur ein hoher Grad von Unverschämtheit, alles zu

sagen, was einem in den Mund kommt, und viel Boßheit und Grobheit sich

durch keine Rücksichten zurückhalten zu lassen, mögten sie auch noch

so erheblich und der menschlichen Gesellschaft noch so heilig seyn. Es

ist dieselbe Kunst, die ein dreister Bube besitzt, dem ersten besten

wohlgekleideten Mann Koth, Steine, Erdschollen und was ihm zu Handen

kommt, ins Gesicht zu werfen. Die Vertheidigung aber, die Darlegung der

Ursachen, die uns nothgedrungen haben, eine so unanständige Handlung zu

begehen, und wie Aristophanes (aber mit großem Unrecht) an einem Ort

sagt, alle Schaam bey Seite zu setzen, ist eine so leichte Sache nicht,

und wenn wir Unrecht haben, unmöglich.

[5] Man wundre sich nicht, daß ich die Vertheidigung des Herrn W. mit

einer Vertheidigung der Wolken anfange. So scheinbar dieser Widerspruch

ist, so ist er in der That doch keiner, weil ich mich, wie billig, erst

vor meinem Vaterlande legitimiren muß, ehe Herr W. oder ein anderer in

meine Vertheidigung einen Werth setzen können. Sonst könnte der erste

beste von dem niedrigsten Gelichter aufstehen, und die Ehre eines

sonst um die Nation verdienten Mannes ungescheut antasten, unter dem

Vorwande, durch seine Vertheidigung alles wieder gut machen zu wollen.

Wenn bloß jugendlicher Kützel und Leichtsinn mich zu einem solchen

Schritt gebracht hätten, so wäre er in aller Absicht unverzeyhbar,

wäre es Rache für empfangene Beleidigungen gewesen (die freylich bey

den alten Griechen für kein Laster gehalten wurde) so wäre er, ich

gestehe es, mehr klein als strafbar; beydes ist mein Fall nicht. Herr

W. hat sich gegen mich gerechter als gegen alle andere angehende

Schriftsteller bewiesen. Wäre es, was schon Hesiod an den Dichtern

gerügt hat, Handwerksneid -- erlauben meine Leser, daß ich hier Othem

hole -- -- Herr W. hat in der That seinen andern Zeitverwandten, denen

doch die [6] öffentliche Stimme der Nation auch Gaben des Himmels

zuerkannte, die Luft ziemlich dünne gemacht, und in einer zu subtilen

Atmosphäre können nur Sylphen leben. So viele sind unter seiner alles

verzehrenden Influenz ohnmächtig hingesunken, ohne einen Laut von sich

zu geben, wenn nun die Wolken ein Schrey gegen Unterdrückung gewesen

wären, welcher Tyrann wollte aufstehen und sie Henkershänden übergeben?

-- Indessen, das waren sie meines Orts nicht. Herr W. wie gesagt, hat

sich gegen mich billiger erwiesen, als gegen andere, und der nagende

Vorwurf einer Unerkenntlichkeit, gänzlichen Unhöflichkeit vielmehr, war

der schlimmste aller Geyer, die ich zu überwinden hatte.

Indessen, was ich niemals für mich gethan hätte, das that ich für

andere, deren stillschweigend selbstübernommenes Loos (was die

galante Welt so gern Schicksal nennt) mir durch die Seele gieng.

Die Einbildungskraft, meine Leser! ist der Fonds, von dem wir alle

leben sollen, dieser unter dem blendenden Vorwande des Geschmacks

alles absprechen wollen, heißt allen Dichtern einer Nation das Leben

absprechen: sehen Sie da die Ursache des Verfalls _alles Geschmacks_

bey erloschenen Na-[7]tionen, und damit diesem Uebel bey uns an

der Wurzel vorgegriffen werde[B], sehen Sie da dringenden Anlaß zu

einem gewaltsamen und entscheidenden Schlage. Sobald einer allein

das Geheimniß besitzt, durch gewisse Reize, die sich andere oft

nicht erlauben können, öfter aber nicht erlauben wollen, den großen

Haufen Lacher auf seine Seite zu ziehen, und sodann nur das Geschmack

nennt, was in seinen Kram gehört, das heißt, was seine anderweitigen

eigennützigen Absichten befördert, so ist dieses Monopolium gerade

der Untergang alles wahren Geschmacks und ein gräßlicher Rabe, der

dem nahen Winter entgegen kräht. Mag er alsdenn für seine Person ein

noch so treflicher Mensch seyn, er ist der Republik gefährlich, und

um so gefährlicher, je hervorstechender und glänzender seine Talente

sind, und das erste beste Mittel seinem Geist beyzukommen, _ohne

seinen Glücksumständen oder der persöhnlichen Hochachtung, die man ihm

schuldig ist_, zu nahe zu treten, muß jedem wahren Patrioten immer gut

genug seyn.

Man mache hier, ich bitte, nicht so geschwinde die Anwendung auf

Herrn W. ich bin [8] nicht da, ihn zu beschuldigen, sondern ihn zu

rechtfertigen. Die Umstände haben sich vielleicht ohne sein Mitwürken

so gefügt, und die jedem Menschen anklebenden Schwachheiten haben die

Augenblicke der Versuchung überrascht, ihm das Ansehen eines _ganz

allein_ auf dem Parnaß glänzen wollenden Diktators zu geben, auch hat

er, welches das meiste ist, in unzählig vielen Dingen dieses Ansehen

zu guten und treflichen Endzwecken angewandt. Absichten zu beurtheilen

ist keine menschliche Sache, genug der _Erfolg redt für ihn_. Desto

größer, wenn er ihn sich allein zuzuschreiben hat. Er hat, daß ich so

sagen mag, auf einer Seite unserer vaterländischen alten Steifigkeit,

_Langsamkeit_ und Pedanterey, auf der andern der glänzenden

Unwissenheit vieler nach falschen Mustern gebildeten Gesellschaften

von sogenanntem guten Ton mit wahrer deutscher Mannhaftigkeit und

Muth die Stange gehalten, und selbst die Ausschweifungen seiner Muse

von der äussersten angestrengtesten Schwärmerei zu der zügellosesten

Leichtfertigkeit waren zu diesen Endzwecken nothwendig. Ja ich möchte

sagen, dieser große Mann war vielleicht der Einzige unter allen

Gebohrnen, der Durst nach Erkenntniß, Feinheit der Gefühle und in einem

gewissen Grad Güte des [9] Herzens unter den allerdisparatesten Ständen

und Beschaffenheiten seiner Landsleute von den Kabinettern bis zur

niedrigsten Klasse seiner Leser gäng und gebe machen konnte. Um so viel

mehr war er zu fürchten -- sobald er um ein Haar aus seinem Geleise

trat.

Ich schrieb einst einem meiner Freunde, ich habe nichts wider W. aber

alles gegen die W. die nach ihm kommen werden. Einem andern: ich liebe

W. als Menschen, ich bewundre ihn als komischen Dichter, aber ich hasse

ihn als Philosophen, und werde ihn unaufhörlich hassen. Ich führe

diese Ausdrücke hier darum wieder an, um zu beweisen, daß nicht die

Nothwendigkeit mich zu vertheidigen, sondern anderweitige Beherzigungen

diese widrigen Empfindungen gegen ihn schon seit langer Zeit in

mir veranlaßt. Zugleich bitte ich aber auch meine Leser, mit Geduld

anzuhören, wie ich diese meine Ausdrücke verstanden wissen will.

So lange das Ansehen, das sich dieser Mann gab, zur Erreichung edler

Endzwecke nothwendig war, so mußte es jedem andern Erdensohne,

besonders aber dem, der auch nur [10] einen Schimmer von diesen

Endzwecken abzusehen im Stande war, heilig bleiben. Sobald er aber --

man erlaube mir diese dreiste Zumuthung -- die Endzwecke erhalten, zu

deren Erreichung er von höhern Mächten zum Mittel schien ausersehen zu

seyn, so trete er in die Reyhe der übrigen um ihre Nation verdienten

Männer zurück, und erwarte, welch einen Kranz ihm das von seinem Werth

gerührte Vaterland zuwerfen wird. Ein solches Mißtrauen aber in seine

Landsleute zu setzen, sich alles zuzueignen, was sie ihm freiwillig

würden gegeben haben und das mit Vernachtheiligung und subtiler

Verunglimpfung anderer, die, nachdem sie gehandelt hatten, schwiegen --

das zeigt, mein Gegner verzeyhe mir, von einer Seele, die ihr erstes

Gepräge ein wenig auslöschen lassen, und vielleicht durch physische,

vielleicht durch oekonomische Ursachen zu Mißtrauen und Kleinmuth

herabgewürdiget worden. Wie glücklich, wenn ich sie ihrem Vaterlande

wieder schenken, oder vielmehr die gehörige Erkennung zwischen ihr und

ihrem Vaterlande durch alle meine tölpischen Streiche befördern helfen

könnte.

Man erlaube mir doch hier, allen künftigen Dichtern oder Nachtretern

und Nachbetern [11] unserer Dichter, wenn es möglich wäre, mit der

Stimme des Mars, als er verwundet war, oder wollen sie lieber mit der

Stimme Silens des Eselreiters zuzurufen, daß _Uneigennützigkeit_ der

große, der ewige Probierstein aller wahren Dichter gewesen ist, ist

und bleiben wird. Hier ins Kleine zu gehen, wird man mir erlassen:

ich weiß, daß auch Dichter Leben und Othem haben müssen, und daß wohl

niemand mit mehrerem Recht auf Belohnungen der Republik Ansprüche zu

machen habe, als ein Dichter, der ausgedient hat. Wo sind die Zeiten

hin, da die Anführer wilder Horden in den Schottischen Gebirgen hundert

Barden mit sich führten, ihnen bey frölichen Schmäusen ihre Lieder

vorzusingen? Und was kann wohl erbärmlicher seyn, als einen Dichter,

der doch, wenn er ächt seyn will, _durch so vieles gegangen seyn muß_,

am Ende seines Lebens einen Karren ziehen, oder ein Mühlrad umdrehen zu

sehen wie Plautus. Ach, daß die Liebe zur Unsterblichkeit den Sporn für

die Fürsten nie verlieren möge, nicht sich Schmeichler zu dingen, wie

Horatz war, sondern um ihr Vaterland verdiente Männer _zu belohnen_,

die höchste Schmeichelei, die sie sich selber machen können.

[12] Fern also, Herrn W. sein glückliches Schicksal zu beneiden, fern

irgend einige Ansprüche auf ein ähnliches zu machen, ehe ich einen

ähnlichen Grad des Verdienstes oder ein Alter erreicht, in welchem

Erschöpfung der Kräfte und Hülflofigkeit von selbst, wo nicht zur

Belohnung, doch zu menschenfreundlichem Beystande einladen werden: so

wünschte ich vielmehr, durch meine unmanierliche Art von den Sachen zu

reden seine wahren Verdienste in ein desto helleres Licht zu setzen,

und sie durch den Schatten, den ich drauf geworfen, daß ich so sagen

mag, desto besser abstechen zu machen, und den Leuten vor die Augen zu

bringen, zugleich aber auch Herrn W. durch die gerechten Belohnungen

seines Vaterlandes ein für allemal die Hände zu binden, daß er durch

allzulebhafte Anmaßungen nicht Eingriffe in die Rechte anderer thue,

sondern aufkommen und gedeyhen lassen wolle, was dem Vaterlande gut und

nütze seyn kann, wenn es gleich nicht durch ihn gepflanzt und gesäet

worden. Bisweilen ist auch die zu gar große Begierde, von dem Seinigen

und zwar vor aller Welt Augen was dazu zu thun, die sich so gar zu

gern in Patriotismus und Menschenliebe einkleidet, den jungen Pflanzen

schädlich und verderblich, die durch allzu öftere [13] und bisweilen

rauhe Berührung gern welk werden.

»Wer soll aber den Geschmack ausbreiten und der Verwilderung oder

Verwahrlosung desselben vorbauen, wenn es nicht die thun, die es schon

selbst in einer Kunst zu einem Grad der Fürtreflichkeit gebracht?«

Ich fühle das ganze Gewicht dieser Frage, meine Leser! aber erlauben

Sie mir, Ihnen zu sagen, daß Poeten als Kaufleute anzusehen sind,

von denen jeder seine Waare, wie natürlich, am meisten anpreist.

Wie ungerecht, wenn da einer aus ihren Mitteln _entscheiden_, die

letzte Stimme geben soll! Und wenn er ein Engel wäre, wie ungerecht!

Alle Plane, die er anlegt, alles Lob, das er austheilt, werden, wie

natürlich, zu seinem Endzwecke führen, welcher ist, sich allen andern

vorgezogen zu sehen und die andern aufs höchste nur als Trabanten in

seiner Atmosphäre [sich] umdrehen zu lassen. Wem soll also das Urtheil

über uns zustehen, wenn es nicht dem zusteht, für den wir da sind,

dessen Beyfall uns leben und athmen lässet, ich meyne _dem ganzen

Volk_. Ich nehme hier das Wort im gemilderten Verstande, so daß ich den

Pöbel, der weder Dichter noch Gelehrte anders als vom Hörensagen kennt,

davon aus- [14] schließe. Dagegen zähle ich auch _die Väter des Volks_

zum Volke, die wie alle _Helden und großen Männer des Alterthums_ auch

in ihren Vergnügungen sich bis zum Volk herunterlassen, da sie wohl

wissen, daß dieses von jeher das _einzige und höchste Mittel war, sich

seiner freywilligen Treue und Ergebenheit in allen auch den schwersten

Erfordernissen zu versichern_.

Dieses Volk muß aber geführt werden, da es sonst in seinem Geschmack

eben so unbestimmt und schwankend seyn würde, als es in seinen

Handlungen zu seyn pflegt, es muß sich _in einem Punkt dem verfeinerten

und bessern Geschmack der Edlern anschließen können_, das einzige Band

zwischen Großen und Kleinen, Beherrschern und Unterthanen, das einzige

Geheimniß aller wahren Staatskunst, ohne welches alle bürgerliche

Verhältnisse und Beziehungen auseinander fallen, ohne welches der

Bürger immer den Staat als den Unterdrücker und der Staat den Bürger

als den Rebellen ansehen wird. Sehen Sie da die Nothwendigkeit _der

wahren Gelehrten_, am meisten aber derjenigen _Philosophen_, die das

ganze Reich der Wissenschaften durchwan- [15] dert und von diesen

Wanderungen mit den schärfsten und reichhaltigsten Einsichten und dem

feinsten Geschmack, aber auch mit dem unverdorbensten zärtesten Gefühl,

für alle Rechte der Menschheit und auch für den geringsten Eingriff

in dieselbigen zurückgekommen sind, etwa wie Herodot, Solon, Lykurg,

und später Demokrit und Pythagoras im Alterthum waren. Diesen und nur

der vereinten Stimme dieser überlasse man es, ein _Endurtheil_ über

den Dichter zu fällen, der mit dem Volk stehen und fallen muß. Diese

allein sollten den heiligen Namen der Rezensenten tragen, der freylich

in unserm Jahrhundert an so unzähligen Stirnen schon ein Brandmal

geworden ist. Auf dieser, und je nachdem sie sich durch anhaltenderes

Streben und Leiden als bewährtere Freunde des Vaterlandes bewiesen

haben, auf dieser ihre Stimme allein, harre und zähle die Nation, wenn

sie über den Werth und Unwerth neuerschienener Produkte _entscheiden

will_. _Aber auch diese müssen belohnet werden._ Wir haben solche

Zeiten in Deutschland gehabt. Als noch Abbt, Mendelsohn, Hamann und

ihres gleichen gehört wurden[C], da war noch [16] sicherer Richtscheid

des Geschmacks derer, die ihr Gefühl an den aufwachsenden Sängern

ihres Vaterlandes übten. Was soll man aber zu einem Dichter sagen, der

mehr Buchhändler als Dichter auf diesen Grund fortbaute, das heißt

Kunstrichter aus ganz Deutschland zusammenmiethete, um endlich auf

diesen ungeheuren Obelisk sein Bild mit desto mehrerer Sicherheit

aufstellen zu können, der alle Offizinen und Druckerpressen auf gewisse

Art in Anspruch nahm, um nichts in seinem _Vaterlande ans Licht kommen

zu lassen_, das nicht von ihm und seinem Geschmacksrath vorher war

gestempelt worden. Denn er hatte die Wahl der Rezensenten, die er nach

seinen einseitigen Absichten so geschickt zu vertheilen wußte, daß die

Guten die Schlechten unterstützen, und da _sie alle ohne Nahmen waren_,

so ganz in der Stille, unwahrgenommen und ungerügt, für einen Mann

stehen, das heißt -- sein Buchhändlerinteresse befördern mußten. Eine

herrliche Aussicht für unsere Gelehrsamkeit, eine herrliche freye Luft

für Gelehrte -- den edelsten Theil der Nation -- darin zu athmen. So

triumphirten von jeher kaufmännische Kunstgriffe und niedrige kleine

Streiche über den wahren Adel des Herzens gewisser auf diesen _Punkt

[17] einfältigen Weisen_, die die Vortheile des Lebens verachteten,

und aus zuweit getriebener Sorglosigkeit dafür sich _auch die Mittel

abschneiden ließen_, ihren Brüdern nützlich zu seyn.

Ich verdenke es Herrn W. nicht, daß er, um Ansehen dem Ansehen,

Kunstgriffe den Kunstgriffen entgegenzusetzen, eine kritische Bude von

ähnlicher Art, wiewohl doch mit mehrerem Geschmack, errichtete. Er war

bisher von diesen gemietheten Kritikern, die _nur lobten, weil sie sich

sonst beym Volk nicht hätten erhalten können_, zu sehr gemißhandelt

worden, als daß er nicht auf ein Mittel bedacht seyn sollte, sich ihrem

unleidlichen, ganz und gar nur Merkantilischen Joch zu entziehen.

Welcher Gelehrte, der die Würde seiner Seele fühlt, könnte auch anders

als mit Verachtung daran denken? Dieser Ostrazismus von Stimmen aus

dem Vaterlande, die ein einziger, der zugleich Kunstrichter, Dichter,

Buchhändler und alles in allem seyn will, einsammelt und in seinem

geheimen Topf durcheinander schüttelt -- dieses schändliche Gewerbe von

Lob und Tadel, zu dem ihm einige der Edelsten der Nation die Kräfte

leihen, um alles, was Freyheit, Tu- [18] gend und Ehre athmet, zu

unterdrücken, oder wenigstens, so viel an ihm ist, nicht zu Kräften

kommen zu lassen, es sey denn, daß es zu seinen Privatabsichten diene,

dieser Ebentheurer, mit den Mienen der Weißheit im Gesicht, der

Eigensucht und Schalkheit im Herzen trägt, und vermittelst der ersteren

durch diese zwey verborgenen Triebfedern unser ganzes Vaterland in

Bewegung setzt, und von niemand abhängig, alles von sich abhängig

machen will -- das unser Tribunal? -- von dem sich nicht appelliren

ließe? -- das die bewährten Zeugen unseres Werths? -- Warum nennen sie

sich nicht? -- Laß sie hervortreten, wenn das Vaterland ihnen glauben

soll -- und wenn es sie sonst kennt, wird es ihre Stimme ehren, so

aber sind sie durchs Fenster hineingestiegen und Miethlinge, denen der

Nutzen des Vaterlandes so fremd ist, als dem darauf lauernden Wolfe.

Wenn nun diese mit den allergrößten Anmaßungen von der Welt, und

immer, wie Herr Klopstock unbezahlbar erinnert hat, anstatt ihre

_einseitige_ Stimme zu geben, mit einem Egoismus, der alle Grenzen der

Schaamhaftigkeit übersteigt, und eben deswegen ungerügt bleibt, als

Repräsentanten der [19] ganzen Nation sprechen, eine Stimme für die

Stimme aller ausgeben, um die Blöden zu übertölpeln, die Einfältigen

fortzureißen, die Weiseren aber, die zu stolz sind, sich mit ihnen in

Verbindungen oder zu ähnlichen Kunstgriffen herab zu lassen, wie die

Tischglocke den guten Homer um ihr Auditorium zu bringen: wer kann es

Herrn W. verdenken, daß er gleichfalls um Ansehen dem Ansehen entgegen

zu setzen, er, der es gewiß mit mehrerem Rechte thun konnte, sich des

unleidlichen _Wir_ bediente, das er doch an andern Schriftstellern

als ein unverzeyhbares Verbrechen verdammte[D]. Da es nun aber so

weit gekommen ist, daß sein Wir nicht mehr gilt, als jedes andern

ehrlichen Mannes von seinem Werth, so ist es auch billig, das Wir eines

prätendirten Ausschusses der Nation, der es aber mit eben dem Recht ist

als jener, der Karln dem Ersten den Kopf absprach, auf sein erstes Ich

zurückzubringen: Ich der Buchhändler N. der das Kunststück versteht,

eine Gesellschaft Gelehrte, die einander nicht kennen und sich gänzlich

unähnlich sind, [20] einen durch den andern hinters Licht zu führen,

etwa wie jener geschickte Taschenspieler, der in eine Gesellschaft

unbekannter Leute hereintrat, von denen jeder glaubte, er sey der

Freund des andern, und ihm alle mögliche Hochachtung bezeugte, die er

denn so gut zu nutzen wußte, daß er mit dem ganzen Silberzeuge, auf dem

sie gegessen, davon gieng.

Vertheidigung des Herrn Wieland gegen die Wolken, von dem Verfasser der Wolken Deutsche Litteraturdenkmale des 18. und 19. Jahrhunderts, No. 121, Dritte Folge No. 1 · 第 1 / 3 段