Wie Greuze Bauern einst geschildert, sind sie nicht,
In zarten Farben hingehaucht beim Tanz im Freien,
Schmuck angezogen und mit rosigem Gesicht,
Ein heiteres Motiv, gleich andern Spielereien,
Für Rokoko-Salons, sehr zierlich in Pastell.
Grob sind sie, viehisch, plump. Die Zeichnung ist reell.
In ihrem Dorfe sind sie eingepfercht. Die Leute
Im Flecken nebenan, die sind für sie schon fremd,
Eindringlinge, des Hasses wert, willkommene Beute,
Die man betrügen darf und plündern bis aufs Hemd.
Das Vaterland ...! o weh, soll das sie gar begeistern,
Das ihre Söhne nimmt und zu Soldaten macht?
Das gilt die Erde ihnen nicht, die sie bemeistern,
Die ihre Saaten bis zur Reife treu bewacht.
Das Vaterland ist ihnen garnichts oder wenig;
In einem Eckchen ihres dumpfen Hirnes wohnt
Der König höchstens, eine Art von Märchenkönig,
Der mit der Krone auf dem Haupt im Purpur thront.
Ein bunter Flitterkram, ein Schloß, wo Fahnen wehen,
Mit Wappenschildern, funkelnd in dem Glanz des Lichts,
Wo die Soldaten mit Gewehren Posten stehen,
Das wissen sie vom Staat, vom Vaterland. Sonst nichts.
Im übrigen beschwert sie keiner Weisheit Bürde,
Denn Bücher, bis auf den Kalender, sind vervehmt.
Der Holzschuh könnte Freiheit, Recht und Menschenwürde
Zertreten ohne Wahl. Instinkt ist's, was sie lähmt.
Wenn in der Stadt des Aufruhrs rote Blitze zucken,
Wenn ferner Donner grollt, sie bleiben unbewegt,
Gewohnt, in dieses Lebens Schlachten sich zu ducken,
Weil den, der aufrecht steht, das Wetter niederschlägt.