Du meines Lebens süße Labe,
Genossin meines armen Seins,
Der ich mich ganz ergeben habe,
Du allerletzte, wir sind eins.
Komm her zu mir, ich will Dich küssen,
Ich halte sicher Dich und fest,
Wir lieben uns, weil wir es müssen,
Bis zu des Bechers letztem Rest.
Liebe mich,
Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.
Du hast nur Deine beiden Hände,
Arm bin ich wie die Kirchenmaus,
Wir sehen auf die kahlen Wände
Und führen kein zu großes Haus.
Und doch sproßt immer uns das gleiche,
Dasselbe Glück aus unserer Lust,
Ein König bin ich, meine Reiche,
Sie liegen tief in Deiner Brust.
Liebe mich,
Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.
Nach unsern großen Liebesnächten
Erstrahlt mir heller stets der Tag,
Du liebst mich mit der reichen, echten,
Der Liebe, die nicht feilschen mag;
Neu gießest Du in meine Säfte,
In meine Adern Feuerwein,
Es hauchen Deine Zauberkräfte
Mir eines Gottes Odem ein.
Liebe mich,
Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.
Was Du einst warst, mich soll's nicht stören,
Und was ich bin, geht keinen an,
Dir will für immer ich gehören,
Nur Gutes hast Du mir getan.
Das Leid, das wir gemeinsam tragen,
Macht uns von Schuld und Sünde frei,
Die Welt verstößt uns! was die sagen,
Wenn Du mich liebst, ist's einerlei.
Liebe mich,
Ohne Dich
Ist die Welt
Mir vergällt.