Çavitri

Maha-Barata.

Einst schwor Çavitri, um zu retten den Gemahl,

Daß sie drei ganze Nächte und drei ganze Tage,

Wie es Vyaça ihr befohlen, ohne Klage

Sich unbeweglich halten wolle wie ein Pfahl.

Nicht hat Curyas sengend heiße Mittagsglut,

Nicht hat der schlaffe Traum, der in der Nächte Mitte

Auf Tschandras Wink erscheint mit geisterhaftem Schritte,

Den festen Willen ihr bezwungen und den Mut.

Ob uns Vergessenheit zum bittern Lose fiel,

Ob schwarzer Neid und Mißgunst uns umtosen täglich,

Wir harren gleich Çavitri stumm und unbeweglich,

Steht vor der Seele uns, wie ihr, ein hohes Ziel.

Französische Lyrik alter und neuer Zeit in deutschen Versen · 第 82 / 211 题