II.

Die Wüste .... Furcht und Schrecken,

Nur Sand und nichts als Sand,

Wie weit mag sie sich strecken,

Versengt, verdorrt, verbrannt!

Nichts Lebendes will weilen,

Die Hügel selbst zerteilen

Im Winde sich, enteilen

Wie Flugsand auf dem Strand.

Es ziehen Karawanen

Nach Mamre und Ophir,

Frech kreuzen ihre Bahnen

Das heilige Revier.

Schwer schleppt durch heiße Dünen,

Wo keine Halme grünen,

Verwegenheit zu sühnen,

Sich keuchend Mensch und Tier.

Der Wüste tiefes Schweigen

Hört Gott der Herr allein,

Ihm ist sie erb und eigen,

Er markt sie ohne Stein,

Läßt Dünste sich erheben,

Die dieses Meer umschweben,

Sie zittern und sie beben

Und hüllen alles ein.

Französische Lyrik alter und neuer Zeit in deutschen Versen · 第 31 / 211 题