Dunkel. Der Bub schnarcht und hustet abwechselnd. Die Hand --

Nachtkälte kriecht durch das Fenster und Tagwärme schleicht in sie

hinein. Die Hand legt sich an die Kehle, den Daumen eigentümlich scharf

weg.

Gertrud und die Mutter im Nebenzimmer atmen schwer. Stöhnen. Die Hand

würgt.

Schwarz. Aber aus den Knochen heraus, aus dem zarten Mark bricht es

dunkel glühend, ächzend. Gestalt, Klang, tasten, berühren, drängen,

steigen, sich heben. Die Poren saugt es hinaus in die kalte Luft. Und

ist doch drinnen, noch im Mark, flammend rot, brennend --

Ach wozu liegen, tot sein. Wer kann sterben, wenn das Innerste leben

will.

In schwarzen Ballen fällt es aus sich heraus, in blutigen Brocken.

Gedrückt von fremden, arbeitsamen Fingern. Eine brühende Masse schwelt

in den Gliedern. Kocht, brodelt und schmeißt sich nach oben --

daß die Haut sich dehnt der steinharten Knochen.

Gewalt.

Die Vergiftung · 第 19 / 30 题