"Glaub mir--ich liebe Berlioz, mag er sich auch misstrauisch
und eigensinnig von mir entfernt halten: er kennt mich nicht;
aber ich kenne ihn. Wenn ich mir von Einem etwas erwarte, so ist
dies von Berlioz: nicht aber auf dem Wege, auf dem er bis zu den
Geschmacklosigkeiten seiner Faust-symphonie gelangte--denn geht er dort
weiter, so kann er nur noch vollständig lächerlich werden. Gebraucht
ein Musiker den Dichter, so ist diess Berlioz, und sein Unglück ist,
dass er sich diesen Dichter immer nach seiner musikalischen Laune
zurechtlegt, bald Shakespeare, bald Goethe, sich nach seinem Belieben
zurichtet. Er braucht den Dichter, der ihn durch und durch erfüllt, der
ihn vor Entzücken zwingt, der ihm das ist, was der Mann dem Weibe ist."