Auf Grund der Angaben eines Spitzels namens Paul _Reichardt_ wurde der
Flensburger Kommunist Paul _Hoffmann_ am 28. Dezember 1920 auf Befehl
des Kommandeurs der Flensburger Sicherheitspolizei, Major _v. Plüskow_,
verhaftet, weil er einen Putsch vorbereitet habe. Nachts wird er zur
Kaserne gebracht. Als er am Morgen ins Untersuchungsgefängnis geführt
werden sollte, hat Hoffmann angeblich dem Wachtmeister einen Stoß vor
die Brust gegeben, um entfliehen zu können. Darauf habe die
Wachbegleitmannschaft nach dreimaligem Haltrufen zwei Schüsse abgegeben.
Hoffmann war sofort tot. Eine strenge Untersuchung wurde von der
Regierung zugesagt. Major v. Plüskow wurde strafversetzt. (»Deutsche
Allgemeine Zeitung«, 4. Januar 1921; »Voss. Zeitung«, 4. Januar 1921;
Minister Severing, Reichstag, 14. Januar 1921.) Sonst geschah nichts.