Kieselsäure 25,800 47,06
Schwefel 31,715 44,44
Kupfer 24,640 16,64
Antimon 8,206 5,12
Arsen 7,539 4,65
Eisen 1,837 1,84
Kalk Spuren
(Verlust) 0,263 0,25
======= ======
100,000 100,00
[166] Nach den bei uns geltenden Preisen würde sich der Werth auf
etwa 12 Dollar berechnen, der Werth der analysirten Probe (S. 143)
auf 14 1/4 Dollar.
[167] In Daét galten damals 6 Nüsse 1 cuarto, in Naga, das zu Wasser
nur 15 Leguas entfernt, hofften die Leute 2 für 9 c. zu verkaufen
(das 27fache); eine Nuss kostete damals in Naga 2 c., 12mal so viel
als in Daét.
[168] Seitlich blühende Palmen können eine lange Reihe von Jahren
ununterbrochen oder indem man sie zeitweis Früchte tragen lässt,
abgezapft werden.
[169] N. Loney versichert in einem seiner trefflichen Berichte, dass es
bei angemessener Bezahlung nie an Arbeitern fehle. Als beispielsweise
zum Ausladen von Schiffen in Yloilo viele Leute auf einmal gebraucht
wurden, lockte die geringe Lohnerhöhung von 1 auf 1 1/4 r. deren
mehr herbei als beschäftigt werden konnten. Der belgische Konsul
berichtet seinerseits, dass in den Provinzen, wo das Abaca wächst,
die gesammte männliche Bevölkerung bei dieser Kultur betheiligt ist
in Folge einer geringen Lohnerhöhung.
[170] Ein unvollendeter Kanal soll vom Bicol- zum Pasacaofluss führen,
wie man glaubt vor Zeiten von Chinesen gegraben, deren Schiffe dort
zahlreich verkehrten. (Arenas S. 140.)
[171] La Situation économique de l'Espagne, Delmarre pg. 7.
[172] Lesage Coup d'oeil, in Journ. des Economistes Sept. 68.
[173] Nach meinen Barometermessungen:
Goa am Nordabhang des Ysarog 32m.
Uaclóy, Ygorroten-Ansiedlung 161m.
Schlucht Basira 1134m.
Gipfel des Ysarog 1966m.
[174] Ein von einem erschlagenen Ygorroten herrührender Schädel
hat nach Prof. Virchow's Untersuchung eine gewisse Aehnlichkeit mit
Malayen-Schädeln von den benachbarten Sundainseln, namentlich mit
Dayakschädeln.
[175] Pigafetta fand Amboina von Mohren (Muhamedanern) und Heiden
bewohnt »aber die ersten sitzen am Seegestade, die zweiten im
Innern«. Im Hafen von Brune (Borneo) sah er zwei Städte, eine von
Mohren, und eine, grösser als jene und ganz in Salzwasser stehend,
von Heiden bewohnt. Wie der Herausgeber bemerkt, fand Sonnerat später
(Voy. aux Indes) dass die Heiden vom Meer verdrängt, sich in die
Berge zurückgezogen hatten.
[176] Leg. ult. I. 256 §. 75.
[177] Auf Coello's Karte sind diese Verhältnisse falsch angegeben.
[178] Java, seine Gestalt, .. II. 125.
[179] Auch ein intelligenter Mestize besuchte mich öfter während
meiner Krankheit. Nach seiner Aussage wird dicht bei Caramúan ausser
dem bereits S. 145 erwähnten Kupfer, an drei Stellen Kohle gefunden;
auch Gold und Eisen soll vorhanden sein. Demselben Manne verdanke
ich auch die von Prof. Virchow im Anhange besprochenen Schädel
von Caramúan, die angeblich aus einer Höhle bei Umang, 1 Legua von
Caramúan stammen. Auch auf der Spitze der Halbinsel, bei der Visita
Paniniman und auf einer kleinen Insel, dicht bei der Visita Guiálo,
sollen ähnliche Schädel vorkommen.
[180] Sie bestehn aus Bambus.
[181] Der wild wachsende Pili hat ungeniessbare Früchte. Vergl. Anm. 48
S. 79.
[182] Sor Inspector por S. M.
Nosotros dos Capnes actuales de Rancerias de Lalud y Uacloy
comprension del pueblo de Goa prova de Camarines Sur. Ante los pies
de vmd postramos y decimos. Que portan de plorable estado en que nos
hallabamos de la infedelidad recienpoblados esta visitas de Rancerias
ya nos Contentamos bastantemente eu su felis ilegada y suvida de este
eminente monte de Ysarog loque havia con quiztado industriamente
de V. bajo mis consuelos, y alibios para poder con seguir a doce
ponos (i. e. arboles) de cocales de mananguiteria para Nuestro uso y
alogacion a los demas. Ygorotes, o montesinos q. no quieren vendirnos;
eta utilidad publica y reconocer a Dios y a la soberana Reyna y Sora
Doña Isabel 2a (que Dios Gue) Y por intento.
A. V. pedimos, y suplicamos con humildad secirva, proveer y mandar,
si es gracia segun lo q. imploramos etc. Domingo Tales . Jose
Laurenciano .
[183] Dendrobium ceraula n. sp. Reichenbach fil.
[184] Rafflesia Cumingii R. Brown nach Dr. Kuhn.
[185] Nach E. Bernaldez (Guerra al Sur) betrug die Zahl der innerhalb
30 Jahren geraubten und getödteten Spanier und Indier 20,000.
[186] Die reichbeladene Nao machte es eben so. s. S. 16.
[187] Auszug aus einem Brief des Alkalden an den Generalkapitän
20. Juni 60:
Seit 10 Tagen liegen zehn Seeräuberboote ungestört auf der Insel
S. Miguel, 2 Leguas von Tabaco, und unterbrechen den Verkehr mit
der Insel Catanduanes und dem östlichen Theil von Albay .. sie haben
viele Räubereien begangen, 6 Menschen fortgeschleppt .. Es ist ihnen
nichts anzuhaben, da es den Dörfern gänzlich an Feuerwaffen fehlt;
die beiden einzigen Falúas sind in der San Bernardino-Strasse durch
Stürme zurückgehalten.
Brief vom 25. Juni: Ausser den obigen Seeräuberbooten sind 4 grosse
Pancos und 4 kleine Vintas in der Bernardino-Strasse erschienen
... ihre Besatzung beträgt 450 bis 500 Mann, sie haben ... zusammen
16 Menschen getödtet, 10 geraubt, 1 Schiff gekapert.
[188] Zu Chamissos Zeit war es schlimmer: »Die Expeditionen auf
bewaffneten Booten, die von Manila aus geschickt werden um gegen den
Feind (die Seeräuber) zu kreuzen, ... fröhnen nur dem Schleichhandel
und Christen und Mauren weichen dabei einander aus mit gleichem Fleiss
(v. Ch. Bemerkungen und Ansichten S. 73). Mas (I. IV. 43) berichtet
dasselbe nach Notizen aus dem General-Sekretariat in Manila und fügt
hinzu, dass die Kreuzer sogar die ihnen anvertrauten königl. Waffen und
Munitionen verkauften, wovon viel in die Hände der Mohren gelangte. Die
Alkalden sollten die Befehlshaber der Kreuzer, diese die Alkalden
überwachen, sie machten aber gewöhnlich gemeinschaftliche Sache. --
Lapérouse erzählt sogar (II. S. 357), dass die Alkalden eine sehr
grosse Anzahl der von den Seeräubern (in den Philippinen) gemachten
Sklaven kauften, so dass diese nicht nach Batavia gebracht zu werden
brauchten, wo sie viel weniger galten.
[189] Nach dem Diario de Manila 14. März 1866 hat die Seeräuberei
zwar abgenommen, aber nicht aufgehört. Paragua, Calamiánes, Mindoro,
Mindanao, die Bisayas, haben noch darunter zu leiden. Häufig werden
auch Räubereien und Menschenraub von Handelsprauen ausgeführt, wenn
die Gelegenheit günstig. Solche Gelegenheitspiraten sind am schwersten
auszurotten. Nach meinen neuesten Berichten ist die Seeräuberei wieder
im Zunehmen.
[190] Die Spanier versuchten die Eroberung der Suluinseln 1628, 1629,
1637, 1731, 1746. Später haben häufig Expeditionen stattgefunden,
um Repressalien zu üben. Auch im Oktober 1871 wurde eine grosse
Expedition gegen Sulu ausgesandt, um die in neuer Zeit wieder
sehr überhand nehmende Seeräuberei zu bändigen, ein oder zwei
Jahre vorher hatten sich die Piraten bis in die Nähe von Manila
gewagt. Im April dieses Jahres (1872) kehrte die Flotte aber wiederum
unverrichteter Sache nach Manila zurück. Die Spanier hatten zu dieser
Unternehmung fast die ganze Seemacht der Kolonie, vierzehn Schiffe,
meist Kanonendampfer, aufgeboten; sie bombardirten die Hauptstadt,
ohne besonderen Schaden anzurichten, die Moros zogen sich in's Innere
zurück und erwarteten die Spanier, die indessen nicht zu landen wagten,
mit einem wohl ausgerüsteten Heer von 5000 Mann. Nach monatelanger
Unthätigkeit brannten die Spanier einen wehrlosen Küstenplatz nieder,
verübten dabei viele Grausamkeiten, zogen sich aber zurück, als die
Krieger zum Kampfe heranrückten. Die Häfen des Suluarchipels sind
jetzt durch Dekret dem Handel verschlossen, doch ist es fraglich ob
alle Schiffer dies berücksichtigen werden. Vor nicht langer Zeit hat
der Sultan von Sulu dem Könige von Preussen die Oberherrschaft über
sein Gebiet angetragen, sein Anerbieten ist abgelehnt worden.
[191] Das Diario de Manila vom 9. Juni 1866 berichtet: Gestern hat
die durch Verordnung vom 3. August 1865 eingesetzte Militärkommission
ihre Thätigkeit eingestellt. Es funktioniren wieder die ordentlichen
Gerichte. Die zahlreichen Banden von 30, 40 und mehr, bis an die
Zähne bewaffneten Individuen, die ihre Spuren von Blut und Feuer an
den Thoren von Manila und an so vielen andern Orten zurückgelassen,
sind vernichtet ... Mehr als 50 Räuber haben ihr Verbrechen am Galgen
gebüsst, 140 sind zum Presidio (Zwangsarbeit) oder zu andern Strafen
verurtheilt worden.
[192] Nach Arenas (Memorias 2 1) hiess Albay früher Ibalon; Tayabas,
Calilaya; Batangas, Comintan; Negros, Buglas; Cebu, Sogbu; Mindoro,
Mait; Samar, Ybabao; Basilan, Taguima, Mindanao wird von B. de la
Torre Cesarea; Samar in R. Dudleo, Arcano del mare (Florenz 1761)
Camlaia genannt. In Hondiv's his map of the Indian Ilands, (Purchas
605) wird Luzon Luconia; Samar, Achan; Leyte, Sabura; Camarines, Nebui
genannt. In Albo's Tagebuch heisst Cebu Suba, Leyte Seilani. Pigafetta
erwähnt eine Stadt Cingapola auf Zubu, Leyte ist auf seiner Karte im
Norden Baybay, im Süden Ceylon benannt.
[193] Im Estado geogr. der Franziskaner, Manila 1855, ist nichts
davon erwähnt.
[194] Kleine Schiffe, die keine Kanonen haben, sollen Krüge, mit Wasser
und den Früchten der Arenga sacharifera gefüllt an Bord nehmen, in
der Absicht mit der ätzenden, heftiges Brennen verursachenden Brühe,
die Seeräuber bei einem etwaigen Angriffe zu bespritzen. Dumont
d'Urville erzählt, dass die Bewohner von Solo bei seinem Besuch die
Brunnen mit dergleichen Früchten vergiftet hatten. Die in Zucker
eingemachten Kerne sind ein angenehmes Konfekt.
[195] Es wurden noch gewählt ein Teniente mayór (Stellvertreter
des Gobernadorcillo), ein Juéz mayór (Oberrichter) für die Felder,
immer ein Excapitan, ein zweiter Richter für die Polizei, ein dritter
Richter für Streitigkeiten, die das Vieh betreffen, ein zweiter und
dritter Teniente und erster und zweiter Polizeidiener; endlich noch
für jede Visita ein Teniente, ein Richter, ein Polizeidiener. Alle
drei Richter können Excapitano's sein, kein Excapitan kann Teniente
werden. Der erste Teniente muss aus der Principalía sein; die übrigen
können dieser oder der Plebe angehören; die Polizeidiener (Alguacíls)
sind immer aus letzterer.
[196] G. Squier (States of Central Amerika 192) erwähnt einen
Mahagonyblock, 17 Fuss lang, der im unteren Queerschnitt 5 Fuss 6
Zoll im Geviert, im Ganzen 550 Cubikfuss maass.
[197] Nach Dr. v. Martens: Modiola striatula Hanley, der denselben
Zweischaler auch zu Singapore in Brackwasser bedeutend grösser
fand. Reeve bildet die von Cumming in den Philippinen, ohne nähere
Ortsangabe gesammelte Art auch grösser ab (38 mm), die vom Catarman
hat 17mm.
[198] In Sumatra sah Wallace in der Dämmerung einen Lemur einen
Baumstamm hinauf laufen, und dann in schiefer Richtung durch die Luft
nach einem andern Stamm gleiten, den er nahe dem Boden erreichte;
die Entfernung beider Bäume betrug 210 Fuss, der Höhenunterschied
nicht über 35 oder 40 Fuss, also weniger als 1 : 5. (Malay Archipelago
I. 211.)
[199] Die dem Berliner Herbar eingesandten Exemplare sind nicht
aufzufinden.
[200] Nach W. Peters Tropidolaenus philippinensis Gray.
[201] v. Martens erkannte unter den Tertiär-Muscheln der Thonbänke
die noch jetzt im indischen Ozean lebenden Arten Venus (Hemitapes)
hiantina Lam., V. squamosa L., Arca cecillei Phil., A. inaequivalvis
Brug., A. chalcanthum Rv. und die Gattungen Yoldia, Pleurotoma,
Cuvieria, Dentalium; ohne ihre Uebereinstimmung mit lebenden Arten
verbürgen zu können.
[202] Tarsius spectrum Tem., in der Landessprache: Mago.
[203] Schon der alte Pater Camel führt an, dass das Thierchen
angeblich nur von Kohlen lebe, dies sei indessen ein Irrthum, es
frässe Ficus indica (worunter hier wohl Bananen zu verstehn) und
andere Früchte. (Camel de quadruped. Philos. trans. 1706/7 London). --
Auch über den Kaguang (s. S. 194) giebt Camel einen interessanten
noch heut passenden Bericht. ibid. 2. S. 2197.
[204] Nachstehende Mittheilung ist zuerst in den Sitzungsberichten
der Berliner Anthropologischen Ges. erschienen, nur waren meine
Besucher dort Paláosinsulaner genannt. Da aber Prof. Semper, der
längere Zeit auf den eigentlichen Paláos (Pelew)-Inseln zugebracht
hat, im Corresp.-Bl. f. Anthropol. 1871 No. 2 mit Recht hervorhebt,
dass Uliai zur Gruppe der Carolinen gehöre, so habe ich hier den
allgemeineren Ausdruck Mikronesier gewählt, obwohl jene Männer,
über deren Herkunft aus Uliai kein Zweifel bestand, sich nicht
Carolinen-Insulaner, sondern Paláos nannten. Wie mir Dr. Gräffe
mittheilt, der viele Jahre in Mikronesien verweilte, ist Paláos ein
ähnlich loser Begriff wie Kanaka und so viele andere und bezeichnet
durchaus nicht ausschliesslich die Bewohner der Pelewgruppe.
[205] Dumont d'Urville, Voy. pole sud. V. 206 bemerkt, dass die
Eingeborenen ihre Insel Gouap oder Ouap, aber niemals Yap nennen,
und dass der Ackerbau dort alles übertreffe, was er je in der Südsee
gesehn hatte.
[206] Die Reisen der Polynesier wurden auch durch die Tyrannei
der siegreichen Parteien veranlasst, welche die Ueberwundenen zur
Auswanderung zwangen (Ausland 29. Jan. 70.).
[207] Pigafetta S. 51.
[208] Morga f. 127.
[209] »Die Bisayer überziehn ihre Zähne mit glänzend schwarzem oder
feuerfarbenem Firniss, und so werden ihre Zähne schwarz oder roth wie
Zinnober, und in der oberen Reihe machen sie eine kleine Oeffnung und
füllen sie mit Gold, das auf dem schwarzen oder rothen Grunde um so
mehr glänzt« (Thévenot, Religieux 54). Ein König aus Mindanao, der
Magellan auf Massana besucht: »in ogni dente haveva tre machie d'oro,
che parevano fosseno legati con oro«, woraus Ramusio gemacht hat:
in ciascun dito avea tre anelli d'oro. (Pigafetta S. 66). Vergl. auch
Carletti Viaggi 1. 153.
[210] In einer dieser Klippen, 60 Fuss über dem Meer, fanden sich
Muschelbänke: Ostrea, Pinna, Chama .. nach Dr. v. M.: O. denticulata
Bron., O. cornu copiae Chemn., O. rosacea Desh., Chama sulfurea Reeve,
Pinna nigrina Lam.(?).
[211] Im Athenaeum 7. Jan. 71 ist nach Capt. Ullmann eine Todtenfeier
(Tiwa) der Dayaks beschrieben, die in vielen Punkten mit der der
alten Bisayer übereinstimmt. Der Sarg wird vom nächsten männlichen
Anverwandten aus einem Baumstamme ausgehöhlt, so eng, dass der
Leichnam hineingepresst werden muss, damit nicht bald darauf ein andres
Familienglied sterbe, um die Lücke zu füllen. Es werden möglichst viele
Habseligkeiten auf den Todten gehäuft, um seinen Reichthum darzuthun,
und sein Ansehn in der Geisterstadt zu erhöhen, unter den Sarg wird
ein Gefäss mit Reis, eines mit Wasser gestellt.
Eine der Hauptfeierlichkeiten des Tiwa bestand vormals (auch jetzt
noch an einigen Orten) in Menschenopfern. Wo die holländische
Regierung gebietet, können solche nicht stattfinden, es werden aber
zuweilen Büffel oder Schweine auf grausame Weise getödtet, mit deren
Blut die Hohepriesterin Stirn, Brust und Arme des Familienhauptes
bemalt. Aehnliche Opfer von Sklaven oder Schweinen mit eigenthümlichen
Zeremonien durch Priesterinnen (Catalona's) fanden bei den alten
Philippinern statt. (s. Informe I. 2. 16.)
[212] Ein Aufsatz von Professor Virchow über die von mir aus den
Philippinen mitgebrachten Schädel befindet sich im Anhange.
[213] In dem Kapitel de Monstris et quasi monstris ... des Pater
Camel, Lond. Philos. Trans. Bd. XXV. p. 2269 wird erwähnt, dass in
den Bergen zwischen Guíuan und Borongan Fusstapfen, dreimal so gross,
als die gewöhnlicher Menschen, gefunden worden seien. Vielleicht
haben die sehr breit gedrückten, mit einer dicken Kalksinterkruste
überzogenen Schädel von Lánang, die Riesenschädel, Veranlassung zur
Sage der Riesenfussspuren gegeben.
[214] Hemiramphus viviparus W. Peters (Berl. Monatsb. 16. März 1865).
[215] Lehrbuch der Pharmakognosie des Pflanzenreichs S. 608.
[216] Philos. trans. 1699 No. 249. S. 44, 87.
[217] In Boróngan kostet die Tinája von 12 Gantas 6 r. (ein Quart
etwa 10 Pfennige), das Gefäss 2 r., die Fracht nach Manila 3 r.,
oder wenn der Produzent als Matrose mitgeht, 2 1/2 r. Der Preis in
Manila bezieht sich auf die Tinája von 16 Gantas.
[218] Frisch bereitetes Kokosöl dient zum Kochen, es wird aber schnell
ranzig. Als Brennöl findet es sehr allgemeine Verwendung. In Europa,
wo es selten flüssig erscheint, da es erst bei 16° R. schmilzt,
dient es zur Darstellung von Kerzen, besonders aber von Seife, wozu
es vorzüglich geeignet; denn Kokosseife ist sehr hart, glänzend-weiss
und leichter als alle andre Seifen in Salzwasser löslich. In neuerer
Zeit wird auch der ölhaltige Kern unter dem Namen Copperah, namentlich
aus Brasilien in England eingeführt und heiss ausgepresst.
[219] In Legaspi, dem besuchtesten, im Sommer leicht zugänglichen
Hafen kostete im Juni 1 Kokosnuss 8 bis 10 c., d. h. 50 bis 60 mal
so viel als in Daet oder Buhi, Plätze die leicht zu erreichen sind.
[220] Auf Pigafetta's Karte ist Leyte in zwei Theile getheilt,
der nördliche heisst Baibay, der südliche Ceylon. Als Magellan in
Massana (Limasana) nach den bedeutendsten Handelsplätzen der Gegend
fragt, nennt man ihm Ceylon (d. h. Leyte), Calagan (Caraga) und Zubu
(Cebu). Pigaf. 70.
[221] Nach Dr. Gerstäcker: Oedipoda subfasciata de Haan, Acridium
manilense Meyen. Meyen's Name, den die Systematiker übersehn haben
müssen, hat die Priorität vor dem de Haan's, müsste aber in Oedipoda
manilensis umgeändert werden, da die Art nicht zur Gattung Acridium
im modernen Sinne gehört. Sie kommt auch in Luzon und in Timor vor
und ist nahe verwandt mit unserer europäischen Wanderheuschrecke,
Oedipoda migratoria.
[222] Nachdem sich der König zurückgezogen, .. »wurde Zuckerwerk und
Kuchen in Fülle gebracht, auch gebratene Heuschrecken, die den Gästen
als grosse Delikatessen aufgenöthigt wurden«. (Col. Fytche Mission
to Mandalay Parlament. Papers June 1869.)
[223] Die Namen dieser beiden Ortschaften sind auf Coello's Karte
vertauscht, Buráuen liegt S. von Dagami.
[224] 950 Brazas südlich vom Kastel von Abuyog mündet ein kleiner
Fluss.
[225] Gobius Giuris Buch. Ham
[226] Der See hatte damals nur einen Ausfluss; in der nassen Jahreszeit
mag er aber wohl mit dem Mayo in Verbindung stehn, da sein NO-Rand
ganz flach ist.
[227] Pintados oder Bisayos, nach einem einheimischen Worte,
welches dasselbe bedeutet, sollen die Bewohner der Inseln zwischen
Luzon und Mindanao von den Spaniern genannt worden sein, weil sie
die Gewohnheit hatten sich zu tatuiren. Crawfurd (Dict. 339) meint,
diese Thatsache stehe nicht fest, sicherlich werde sie von Pigafetta
nicht erwähnt. Pigafetta sagt aber S. 80: Egli (il re di Zubu) era
... dipinto in differente guisi col fuoco. -- Purchas (Pilgrimage
fol. I. 603): the king of Zubut had his skinne painted with a hot iron
pensill, und Morga f. 4: traen todo el cuerpo labrado con fuego. Danach
scheinen sie sich nach Art der Papuas, durch Einbrennen von Flecken und
Streifen in die Haut, tatuirt zu haben. Aber an einer andern Stelle
(f. 138) berichtet Morga: Sie unterscheiden sich (von den Bewohnern
Luzons) durch ihr Haar, das die Männer zu einem Zopf schneiden
nach der alten spanischen Art und bemalen ihre Körper mit vielen
Mustern ohne das Gesicht zu berühren. Der Gebrauch des Tatuirens,
der mit Einführung des Christenthums aufgehört zu haben scheint,
denn schon der oft zitirte Geistliche (Thévenot S. 4) erwähnt ihn als
verschollen, kann aber nicht für ein Kennzeichen der Bisayer gelten;
Stämme des nördlichen Luzons tatuiren sich noch heut.
[228] Mezzeria, (Italien), Metayer, (Frankreich).
[229] Bei uns kostet der Scheffel Kartoffeln durchschnittlich auf
dem Lande 10, in der Stadt 20 Sgr.
[230] In China wird aus den Samen von Vernicia montana ein Oel
gewonnen, das durch Zusatz von Alaun, Bleiglätte und Steatit bei
gelinder Wärme leicht in einen kostbaren Firniss übergeht, der,
mit Harz vermischt, zum Wasserdichtmachen der Schiffsböden verwendet
wird. (P. Champion Indust. anc. et mod. de l'Emp. Chinois 114.)
[231] Petzholdt (Kaukasus I, 203) erwähnt, dass in Bosslewi so viel
Maiskörner als ein Thongefäss fassen kann, seinen Preis bestimmen.
[232] Wie allgemein derartige Missbräuche, geht aus einem auf dem
Papier vorhandenen, aber nicht in die Praxis gedrungenen Gesetz von
1848 (Leg. ult. I. 144) hervor, welches wucherische Kontrakte mit
Dienern oder Gehülfen verbietet, und diejenigen mit strengen Strafen
bedroht, die unter dem Vorwande, Vorschüsse geleistet, oder Schulden
oder die Kopfsteuer, oder Ablösung von Frohnden gezahlt zu haben,
Eingeborene oder ganze Familien in immerwährender Abhängigkeit bei
sich erhalten, und ihre Schuld fortwährend erhöhen, indem sie ihnen
für ihre Leistungen keinen hinreichenden Lohn gewähren.
[233] Früher scheinen sie anders gewesen zu sein: »Diese Bisayer sind
Leute, dem Ackerbau weniger zugethan, gewandt in der Schifffahrt,
lüstern nach Krieg und Seezügen, wegen der Plünderungen und Prisen,
welche sie Mangubas nennen, was dasselbe ist, wie Ausziehn um zu
stehlen.« Morga f. 138.
[234] Der Missbrauch dauert fort, obwohl ein strenges Gesetz ihn
verbietet und die Alkalden, welche unterlassen es anzuwenden mit
100 Dollar Geldbusse für jeden einzelnen Fall bedroht werden. In
manchen Provinzen zahlt der Bräutigam, ausser der Aussteuer, eine
Entschädigung an die Mutter der Braut für die von letzterer genossene
Muttermilch (Bigay susu). Nach Colin (Labor evangelico S. 129) betrug
der Penhimuyat, das Geschenk, welches die Mutter für die Nachtwachen
und Sorgen bei Erziehung der Braut empfing, ein Fünftel der Aussteuer.
[235] Eigentliche Menschenfresser werden in den Philippinen von den
alten Schriftstellern nicht erwähnt. Pigafetta (S. 127) hat gehört,
dass an einem Fluss, am Cap Benuian (N.-Spitze von Mindanao), Leute
wohnen, die von ihren gefangenen Feinden nur das Herz und zwar mit
Zitronensaft essen. Dr. Semper (Philippinen 62) fand denselben Brauch
mit Ausnahme des Zitronensaftes an der Ostküste von Mindanao.
[236] Der Anito kommt bei den Völkern des malayischen Archipels
als Antu vor, der Anito der Philippinen ist aber wesentlich ein
Schutzgeist, der malayische Antu mehr dämonischer Art.
[237] Mir sind dergleichen Götzenbilder nie vor Augen gekommen. Die
in Bastian und Hartmann's Zeitschrift für Ethnologie B. I. Tafel
VIII. abgebildeten »Idole aus den Philippinen«, deren Originale
sich im Berliner ethnographischen Museum befinden, sind zwar in den
Philippinen erworben, gehören aber nach A. W. Franks unzweifelhaft
den Salomons-Inseln an. Im Katalog des Prager Museums Abth. II-VIII
S. 46 sind aufgeführt: vier hölzerne Götzenköpfe von den Philippinen,
welche der böhmische Naturforscher Thaddäus Hänke, der im Auftrage
des Königs von Spanien im Jahre 1817 die Südseeinseln bereiste,
mitgebracht hat. Die auf meinen Wunsch von der Direktion des Museums
gütigst hergestellten Photographien entsprechen aber durchaus nicht
obiger Beschreibung, deuten vielmehr auf die Westküste von Amerika, das
Hauptfeld der Thätigkeit Hänke's. Auch die aus seinen nachgelassenen
Papieren hervorgegangenen Reliquiae botanicae geben keinen Aufschluss
über die Herkunft jener Idole.
[238] Als beispielsweise wegen des erwarteten Angriffes von Cogseng
(s. unten), alle verfügbaren Kräfte, auch die von Zamboánga, um Manila
zusammengezogen worden waren, fielen die Moros mit 60 Schiffen über
die Inseln her, während sonst ihre Ausrüstungen 6 bis 8 Schiffe nicht
zu übersteigen pflegten. Torrubia S. 363.
[239] Hakl. Morga Append. 360.
[240] Nach der Revista minera, Madrid 1866 XVII. 244 sind die Kohlen
vom Berge Alpacó, im Gebiet von Nága in Cebú, trocken, rein und fast
frei von Schwefelkiesen; sie brennen leicht und mit starker Flamme. Bei
den, im Laboratorium der Bergschule zu Madrid angestellten Versuchen
gaben sie 4% Asche und eine Heizkraft von 4825 Calorien, d. h. durch
Verbrennung von 1 Gewichtstheil wurden 4825 Gewichtstheile Wasser um 1°
C. erwärmt -- gute Steinkohle giebt 6000 Cal. Die ersten Kohlengruben
in Cebú wurden im Massángathal betrieben, die Arbeiten aber 1859,
nachdem bedeutende Kosten darauf verwendet, wieder eingestellt. Später
entdeckte man im Thal von Alpacó und im Berg Oling bei Nága vier
Schichten von beträchtlicher Mächtigkeit.... »Die Kohle von Cebu ist
anerkannt besser, als die von Australien und Labuan, besitzt aber
nicht hinreichende Heizkraft um ungemischt für längere Seereisen
verwendet zu werden.«
Nach dem Katalog der Produkte der Philippinen (Manila 1866) haben die
Kohlenschichten in Cebú an vielen Stellen des NS. durch die ganze Insel
streichenden Gebirges eine durchschnittliche Mächtigkeit von 2 m. Die
Kohle ist von mittlerer Güte, sie wird in den Regierungsdampfern,
mit Cardiffkohle gemischt, verbrannt. Ihr Preis in Cebú ist
durchschnittlich 6 Dollar per Tonne.
[241] Engl. Konsular Bericht 217.
[242] In Jaró hat sich der Pachtzins in 6 Jahren verdreifacht, Vieh,
das 1860 10 Dollar galt, kostete 1866 25 Dollar. Grundstücke an der
Ria von Yloilo sind in wenigen Jahren von 100 Dollar auf 500, sogar
auf 800 Dollar gestiegen (Diario Febr. 1867).
[243] 1855 führte Yloilo, einschliesslich 3000 Picos von Negros, 11,700
Picos aus, 1860 schon 90,000 P., 1863: 176,000 P. (in 27 ausländischen
Schiffen), 1866: 250,000 P., 1871: 312,379 Picos von beiden Inseln.
[244] Der für den englischen Markt bestimmte Zucker kostete in
Manila 1868/69 15 bis 16 £ per Ton und stellt sich in London auf
20 £. Best gereinigter, wie ihn Manila für Australien bereitet,
wäre in London wegen des höheren Zolles nur 3 £ per Ton mehr werth,
aber 5 £ theurer als der schlechte, der mithin eine Prämie von 2 £
geniesst. Manila exportirt hauptsächlich den Zucker von Pangasinán,
Pampánga und Lagúna. (Nach Privatberichten.)
[245] The Islands of the East-Indian Archip. 1868. S. 340.
[246] Catalogue de l'Expos. perman. des Colonies françaises
1867. S. 80.
[247] Rapport du Jury, Exp. 1867 IV. 102.
[248] Die Indier Süd-Amerika's verwenden angeblich schon lange die
Bananenfaser zur Anfertigung von Kleiderstoffen (The Technologist
Sept. 1865 S. 89. ohne Quellenangabe.) und in Lu-tschu soll von der
Banane fast nur die Faser benutzt werden. (Faits commerciaux No. 1514
S. 36.)
[249] Fibrous plants of India.
[250] Das Abacá nimmt auch keinen Theer an, und kann daher nur zu
laufendem nicht zu stehendem Tauwerk gebraucht werden.
[251] Eine Pflanzung im vollen Betriebe liefert jährlich 30 Zentner
Bandála vom Preuss. Morgen. Vom Morgen Lein gewinnt man nur 2 bis
4 Ztr. reinen Flachs, 2 bis 8 Ztr. Samen. Lein kann aber, da er den
Boden erschöpft, nicht alle Jahre gebaut werden.
[252] Wie mir Dr. Wittmack mittheilt, kann man auch vom Hanf nur
Fasern oder Samen gewinnen, da der reife Hanf zu spröde, grobe Fasern
besitzt. Beim Flachsbau wird freilich häufig Same und Faser verwerthet,
doch sind dann beide von geringer Güte.
[253] Flora de Filipinas.
[254] Lupis wurde 1868 in London 100 £ per Tonne bezahlt, jedoch nur
in geringer Menge, etwa 5 Tons jährlich, eingeführt und angeblich in
Frankreich zu einer besonderen Art von Unterröcken verwendet; die Mode
soll bald wieder aufgehört haben. Quitol, eine geringe Sorte Lupis,
soll 75 £ bezahlt worden sein.
[255] Die Starrheit ist allen Fasern von Monokotyledonen eigen,
weil sie aus dickwandigeren Zellen bestehn, während die eigentlichen
Bastfasern der Dikotyledonen (Flachs z. B.) geschmeidiger sind.
[256] Auch bei andern Ackerbauerzeugnissen pflegen Mestizen und
Indier sich die Arbeit ihrer Landsleute zu sichern, indem sie diesen
Vorschüsse machen und sie erneuern, bevor die alten abgetragen
sind. So gerathen Unbesonnene immer tiefer in Schulden und werden
thatsächlich zu Sklaven ihrer Gläubiger, wenn es ihnen nicht gelingt,
zu entfliehn. Dasselbe findet bei Antheilkontrakten statt, wo der
Grundbesitzer dem Bauer Boden, Ackergeräth und Zugvieh zu liefern
hat, oft schiesst er dann auch noch Kleidung und Nahrungsmittel für
die ganze Familie vor; bei Theilung der Ernte deckt der Antheil des
Bauers nicht seine Schuld. Gesetzlich sind die Indier freilich nur
bis zu 5 Dollar haftbar, ein besonderes Gesetz verbietet überdies
ausdrücklich dergleichen wucherische Geschäfte, sie sind aber allgemein
in Gebrauch. s. S. 234 Anm. 127.
[257] Dieser Neid hätte beinahe die Schliessung der neuen Häfen
(s. Kap. 23) bald nach ihrer Eröffnung zur Folge gehabt.
[258] Rapport Consulaire Belge XIV. 68.
[259] Im Agricultural Report für 1869, S. 232 wird eine andre Faser
sehr gepriesen, die von einer dem Sesal sehr nahe verwandten Pflanze
(Bromelia sylvestris) stammt, vielleicht nur eine Abart derselben;
ihren einheimischen Namen jxtle soll sie wegen der Aehnlichkeit ihrer
flachen, stacheligen Blätter mit den gezähnten Obsidianmessern (iztli)
der Azteken erhalten haben.
[260] Die Bananen sind bekanntlich eine der allerwerthvollsten Pflanzen
für den Menschen, sie liefern unreif Stärkemehl, reif eine angenehme
nahrhafte Frucht, die selbst in Menge genossen weder widerlich wird,
noch nachtheilige Folgen hat. Einige der besten essbaren Abarten tragen
schon Früchte 5 oder 6 Monate nachdem sie gepflanzt worden und treiben
immer neue Schösse aus der Wurzel, so dass sie eine unausgesetzte
Fruchtfolge geben und die Mühe des Menschen fast auf das Umhauen der
alten Pflanzen und das Pflücken der Früchte beschränkt ist. Die breiten
Blätter gewähren andern jungen Pflanzen den in tropischen Ländern so
nöthigen Schatten, werden vielfach in der Haushaltung verwendet und
manche Hütte hat es nur ihrem Bananengärtchen zu danken, wenn sie
die Feuersbrunst übersteht, die gelegentlich das Dorf in Asche legt.
Ich möchte hier auf einen Irrthum aufmerksam machen, der einige
Verbreitung erlangt hat. In Bischof Pallegoix's trefflichem Werke
Description du royaume Thai on Siam I. 144 heisst es: L'arbre à vernis,
qui est une espèce de bananier et que les Siamois appellent rak,
fournit ce beau vernis qu'on admire dans les petits meubles qu'on
apporte de Chine. -- Als ich in Bangkok den fast neunzigjährigen
liebenswürdigen Greis über diese auffallende Angabe zur Rede stellte,
meinte er kopfschüttelnd, das könne er nicht geschrieben haben; --
ich zeigte ihm die Stelle. -- »Ma foi j'ai dit une bêtise; -- j'en
ai dit bien d'autres«, flüsterte er mir in's Ohr, indem er die Hand
vorhielt, als fürchtete er behorcht zu werden.
[261] 1862 bezog England aus Spanien 156 Tons, 1863: 18,074 t., 1866:
66,913 t., 1868: 95,000 t. Die Lumpeneinfuhr fiel von 24,000 t., 1866;
auf 17,000 t., 1868. In Algier wächst auch sehr viel Sparto (Alfa), der
Transport nach Frankreich ist aber zu theuer, um es dort zu verwenden.
[262] Der englische Konsul schätzt die Einnahme aus diesem
Monopol für das Jahr 1866/67 auf 8,418,939 Dollar, sämmtliche
Ausgaben auf 4,519,866, den Reinertrag also auf 3,899,075 Dollar. Im
Kolonialbudget für 1867 war der Gewinn am Tabak auf 2,627,976 Dollar,
die Gesammtausgaben der Kolonie, nach Abzug der durch die Tabakregie
veranlassten, auf 7,033,576 veranschlagt. Nach den amtlichen Tabellen
des Chefs der Regie, Manila 1871 betrugen die Gesammteinnahmen der
Tabakregie in den Jahren 1865/69 durchschnittlich 5,367,262 Doll.,
die wegen mangelnder Spezialrechnungen nicht genau festzustellenden
Ausgaben wenigstens 4 Million Dollar, so dass nur ein Reingewinn von
1,367,262 verbleibt.
[263] Instruccion general para la direccion, administracion y
intervencion de las rentas estancadas 1849.
[264] Memória sobre el desestanco del tabaco en las islas filipinas
.. Don J. S. Agius Binondo (Manila) 1871.
[265] Von den Philippinen scheint der Tabak nach China gekommen zu
sein: »Die von Wang-tao entdeckten Notizen lassen keinen Zweifel, dass
er zuerst in Süd-China im 16. und 17. Jahrhundert von den Philippinen
aus eingeführt wurde; wahrscheinlich über Japan. (Notes & Queries China
und Japan, May 31 67.) Nach Schlegel, Batavia, wurde er 1573-91 von
den Portugiesen nach Japan gebracht, und verbreitete sich in China
so schnell, dass schon 1638 der Verkauf mit der Strafe des Köpfens
bedroht wurde. Nach N. & Q. Chin. Jap. 31 Juli 67, war der Gebrauch
des Tabaks 1641 im Mantchu-Heer allgemein. In einem chinesischen Werk
Naturgeschichtliche Miscellen heisst es: Yen-t'sao (die Rauchpflanze)
wurde gegen Ende der Regierung Wan-li zwischen 1573-1620 in Fukien
eingeführt und auch Tan-pa-ku (von Tombaku) genannt.
[266] West-Cuba erzeugt den besten Tabak, die berühmte Vuelta abajo
400,000 Ztnr. zu 20 bis 140 Thlr. Ausgewählte Sorten werden bis zu 800
selbst 1000 Thlr. p. Zentner bezahlt. Cuba produzirt 640,000 Ztnr. Die
in Paris 1867 ausgestellten Zigarren waren im Werth von 35 bis 570
Thlr. das Tausend. Die jährliche Zigarren-Ausfuhr wird auf 500 Million
geschätzt. (Rappt. Jury V. 375) ... In Jenidje-Karasu (Salonich)
werden jährlich 17,500 Ztnr. gewonnen, wovon 2500 erster Qualität,
2 Thlr. 12 Sgr. die Oka (etwa 1 Thaler das Pfd.) gelten. Ausgewählte
Sorten werden bis 5 Thlr. per Pfd. und höher bezahlt. Salaheddin Bey
La Turquie à l'Exposition S. 91.
[267] In Cuba ist die Tabakindustrie durchaus frei. Der
ausserordentliche Aufschwung des Gewerbes, die zunehmende Güte der
Waare werden zum grossen Theil dem regen Wetteifer der Fabrikanten
zugeschrieben, die von der Regierung keinen andern Schutz als den
ihrer Fabrikzeichen erhalten. (Rappt. Jury 67. V. 375.)
[268] Handschriftlicher Bericht an den Kolonial-Minister, März 1868.
[269] Basco führte auch den Seidenbau ein und pflanzte in Camarínes
4 1/2 Million Maulbeerbäume, die man alsbald nach seinem Rücktritt
wieder eingehn liess.
[270] Nach Lapérouse rief diese Maassregel auf allen Punkten der
Insel Empörungen hervor, die durch bewaffnete Macht unterdrückt werden
mussten. Ebenso veranlasste das um dieselbe Zeit in Amerika eingeführte
Monopol gefährliche Aufstände, brachte Venezuela an den Bettelstab
und wurde eine Hauptursache des späteren Abfalls der Kolonien.
[271] Ein Fardo (Pack) enthält 40 Manos (Bund). 1 Mano = 10 Manojítos,
1 Manojíto = 10 Blätter. Reglement §. 7.
[272] Reglement für alle Sammelstellen von Luzon: §. 1. Der Tabak
wird nach vier Klassen bezahlt. §. 2. Zur I. Klasse gehören Blätter
von wenigstens 18 Zoll von Burgos (0m 418) Länge, zur II. solche
von 18 bis 14 Zoll (0m 325), zur III. von 14 bis 10 Zoll (0m 232)
zur IV. Blätter von wenigstens 7 Zoll (0m 163); kleinere werden nicht
angenommen. (Letztere Beschränkung ist jetzt aufgehoben. Da sich die
Qualität des Tabaks in den Händen der Regie immer mehr verschlechtert,
so sind jetzt noch zwei geringere Klassen (V. und VI.) eingeführt). --
Ein Fardo I. Kl. wiegt 60 Pfd. und wurde von der Regierung (1867) bezahlt 9 Doll 50 C.
,, ,, II. Kl. ,, 46 Pfd. ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, 6 ,, - C.
,, ,, III. Kl. ,, 33 Pfd. ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, 2 ,, 75 C.
,, ,, IV. Kl. ,, 18 Pfd. ,, ,, ,, ,, ,, ,, ,, 1 ,, - C.
(Bericht engl. Kons.)
Folgende Tabelle giebt die von der Regierung fabrizirten Sorten,
und die Preise, zu welchen sie 1867 im Estanco zu haben waren.
Menas (Klassen). Folgenden PREIS Zahl der
Habana-Klassen einer von 1000 einer Zigarren
assimilirt. Arroba Zigarren Zigarre in einer
Doll. Doll. Cents. Arroba.
Imperiales derselben Klasse 37,50 30 4,80
Prima veguéro do. do. 37,50 30 4,80
Segunda do. Regalía 26
Prima superiór
filipino Regalía 26
Segunda do. do. ohne Assimilirung 38 19 3,4
Tercéra do. do. Lóndres 15
Prima filipino Superiór habano 21 15 2,40 1400
Segunda do. Segunda superiór
habano 24 8,57 1/8 1,37 3/8 2800
Prima corládo derselben Klasse 21 15 2,40 1400
Segunda do. derselben Klasse 24 8,57 1/8 1,37 3/8 2800
Mista Segunda batído 20,50
Prima batído lárga ohne Assimilirung 18,75 1,66 2/3 1800
Segunda do. do. do. do. 18,75 0,80 3750
[273] Es gehn im Mittel 407 1/2 Million Zigarren und 1,041,000
Kg. Rohtabak jährlich in's Ausland, zusammen dem Gewichte nach etwa
56,000 Quintales, abgesehn von dem geschenkten Tabak.
[274] ... Der in diese Lage gebrachte Bauer findet es schwer seine
Familie zu erhalten, ist gezwungen Geld zu übertriebenen Zinsen zu
borgen und geräth immer tiefer in Schulden und Elend .. die Furcht
vor Geld- und Körperstrafen, mehr als die Aussicht auf hohe Preise,
ist die Haupttriebfeder, durch welche die Lieferungen aufrecht erhalten
werden können .. (Bericht des engl. Konsuls.)
[275] Von Dezember 1853 bis November 1854 hatte die Kolonie
4 General-Kapitäne (2 effektive und 2 provisorische). 1850 soll
ein neu ernannter Oidor, (Mitglied des obersten Gerichtshofes) mit
seiner Familie den Weg nach Manila um das Kap genommen und bei seiner
Ankunft bereits seinen inzwischen über Suez gereisten Nachfolger im
Amte getroffen haben. Solche Zustände werden nicht befremden, wenn
man damit vergleicht, wie es in Spanien selbst zugeht. Nach einem
Aufsatz in der Revue nationale April 1867 hat Spanien von 1834 bis
1862, d. h. seit dem Regierungsantritt Isabella's 4 Konstitutionen,
28 Parlamente, 47 Premierminister, 529 Minister mit Portefeuilles,
darunter 68 Minister des Innern gehabt, so dass jeder der letztern
durchschnittlich nur 6 Monate im Amte war. Die Finanzminister sollen
seit 10 Jahren nicht länger als 2 Monate geblieben sein. Seitdem und
namentlich seit 1868 erfolgen die Wechsel viel schneller.
[276] Der Grund des hohen Silberagios lag darin, dass die Chinesen
alle spanischen und mexikanischen Dollar aufkauften, um sie nach
China auszuführen, wo sie mehr gelten als andre Dollar, weil sie,
von den Reisen der Nao her, seit alten Zeiten bekannt sind und
auch in den innern Provinzen Kurs haben. (Am höchsten werden dort
Carlos III. bezahlt). Eine seitdem in Manila errichtete Münzanstalt,
die sich selbst erhält, wenn sie auch der Regierung keinen andern
Nutzen abwirft, hat jenen Uebelstand gänzlich beseitigt. Die Chinesen
pflegen das Silber und Gold gewöhnlich als Geld mit ausländischem
Gepräge nach Manila zu bringen, indem sie Landesprodukte dafür kaufen,
die einheimischen Kaufleute lassen es umprägen. Anfänglich waren in
Manila fast nur Silberunzen vorhanden, Goldunzen äusserst selten. Das
hohe Agio, das sie genossen, hatte eine so starke Einfuhr zur Folge,
dass sich das Verhältniss umkehrte, in den Regierungskassen wurde
aber die Goldunze immer der Silberunze gleich gerechnet.
[277] »Es haben vor der Zeit diese Insulen alle in gemein gehört
vnder die kron China, sie haben sich aber umb gewisse vrsachen daruon
abgesondert, Dannen her kein Regiment oder Policey ordnung vnder
ihnen war, vnd diejenige welche am mächtigsten waren, behielten
die Oberhandt, lebten vndereinander wie dz Viehe ... Die von China
treiben in den Insuln gross Gewerb«. (J. H. Lindschotten 1596, deutsch
Gebr. Brey Frkft. 1613 S. 58). Vergl. auch The Dutch memor. Embassies
I. 140; Morga Hakl. 18, Anm.; Purchas 602; Don Juan Grav y Monfalcon
Mem. al Rey No. 6; Calendar of State Papers, China & Japan No. 266;
Manrique Itinerario de las Misiones, Roma 1653 S. 282.
[278] In den Philippinen werden die Chinesen gewöhnlich Sangleyes
genannt. Nach Professor Schott: sang-lúi (im Süden szang-lói auch
senng-lói) mercatorum ordo; sang heissen besonders die ambulanten
Händler, im Gegensatz zu den Kù, tabernarii.
[279] .. Es ist ein schlechtes lasterhaftes Volk, .. und da
ihrer so viele, und sie grosse Esser sind, so vertheuern sie die
Lebensmittel und verzehren sie ... es ist wahr, dass die Stadt ohne
die Chinesen nicht bestehn kann, denn sie sind die Arbeiter in allen
Beschäftigungen, sie sind sehr fleissig und schaffen um geringen Lohn,
aber dafür würde eine geringere Anzahl ausreichen. (Morga f. 349.)
[280] Recopilacion Lib. IV. Tit. XVIII. ley 1.
[281] Informe I, III. 73.
[282] Die Chinesen durften nicht in der Stadt, sondern nur in einem
besondern Bezirk Parian wohnen.
[283] Velarde 274.
[284] s. folgendes Kapitel.
[285] Zuniga XVI.
[286] Autos acordados II. 272. 279.
[287] Kein einzelnes Volk in Europa kann sich auch nur entfernt mit
der Bevölkerung Californiens messen, die aus allen Ländern auserlesen,
in den ersten Jahren wenigstens nur aus strebsamsten Männern in der
Fülle ihrer Kraft bestand, ohne Greise, ohne Weiber, ohne Kinder, --
deren Thätigkeit in einem Lande, wo alles geschaffen werden musste, (da
auf hunderte von Meilen kein zivilisirter Nachbar wohnte) und wo alles
Schaffen märchenhaften Gewinn brachte, auf die äusserste Grenze des
Möglichen gesteigert war. Ohne hier auf Einzelheiten ihrer Leistungen
einzugehn, mag nur daran erinnert werden, dass sie in 25 Jahren einen
mächtigen Staat gegründet, dessen Ruf die ganze Welt erfüllt, an dessen
Rändern ringsum junge Territorien kräftig aufsprossen, deren zwei schon
zu Staaten herangewachsen sind. Nachdem die Californischen Goldgräber
die Konfiguration des Bodens ganzer Provinzen geändert, indem sie
mit Titanengewalt die Erdmassen ausgedehnter Hügellandschaften ins
Meer schwemmten, um sich durch sinnreich ersonnene Vorrichtungen
die feinsten darin enthaltenen Goldstäubchen anzueignen, setzen sie
die Welt jetzt in Erstaunen als Ackerbauer, deren Erzeugnisse auf
die fernsten Märkte gehn und überall unbestritten den ersten Rang
einnehmen. So Grosses hat ein Volk geleistet, dessen Gesammtzahl
heut wohl kaum eine halbe Million übersteigt, und dennoch wird es
ihm nicht leicht, den Wettkampf mit den Chinesen zu bestehn.
[288] Sämmtliche Schienen in einer Gesammtlänge von fast 103,000 Fuss
Rh. und von 20,000 Ztr. Gericht wurden von acht Chinesen gelegt, die
in Gruppen von vier Mann einander ablösten. Aus zehntausend Arbeitern
waren sie als die tüchtigsten ausgewählt.
[289] Am 27. April fiel Magellan, von einem vergifteten Pfeil
getroffen, auf der kleinen Insel Mactan, vor dem Hafen von Cebu. Sein
Lieutenant Sebastian de Elcano umschiffte das Kap der guten Hoffnung,
brachte am 6. September 1522 eines der fünf Schiffe, mit denen Magellan
1519 aus San Lúcar ausgelaufen, und 18 Mann, darunter Pigafetta,
nach demselben Hafen zurück und vollendete so die erste Weltreise,
in 3 Jahren weniger 14 Tagen.
[290] Morga f. 5. -- Nach späteren Schriftstellern sollen sie schon
von Villalobos 1543 also benannt worden sein.
[291] Nach Morga (f. 140 v.) gab es in jenen Inseln weder Könige
noch Herren, sondern in jeder Insel und Provinz viele Vornehme,
deren Anhänger und Unterthanen in Quartiere (Barrios) und Familien
eingetheilt waren. Solchen Häuptlingen wurden Abgaben von der Ernte
(Buiz) und Frohnden geleistet, ihre Verwandten aber waren von den
Leistungen der Plebejer (Timauas) befreit. Die Häuptlingschaften waren
erblich, der Adel ging auch auf die Frauen über. Zeichnete sich ein
Häuptling besonders aus, so folgten ihm die Uebrigen, behielten aber
die Herrschaft über ihre durch besondere Beamte verwaltete Barangays.
Ueber das unter den Eingeborenen bestehende System der Sklaverei
berichtet Morga (f. 141 -- abgekürzt): Die Bewohner dieser Inseln
zerfallen in drei Klassen: Adelige, Timauas oder Plebejer, und Sklaven
der Adeligen und der Timauas. Es giebt verschiedene Arten von Sklaven,
einige in ganzer Sklaverei (Saguiguilires); sie dienen im Hause,
ihre Kinder desgleichen. Andre bewohnen mit ihren Familien eigene
Häuser und leisten ihrem Herrn Dienste zur Saat- und Erntezeit,
auch als Ruderknechte und beim Hausbau etc. Sie müssen kommen so oft
sie gerufen werden, und diese Dienste leisten ohne Bezahlung oder
Entschädigung, sie heissen Namamahayes, ihre Verpflichtungen gehn
auf ihre Nachkommen über. Von diesen Saguiguilires und Namamahayes
sind einige Vollsklaven, andre Halbsklaven und andere Viertelsklaven.
Wenn nämlich der Vater oder die Mutter frei war, so wird der einzige
Sohn halb frei und halb Sklave; bei mehreren Söhnen erbt der erste den
Stand des Vaters, der zweite den der Mutter, bei unpaarigen Kindern,
ist das letzte halb frei und halb Sklave; die Nachkommen solcher
Halbsklaven mit einem oder einer Freien sind Viertelsklaven. Die
Halbsklaven, gleichviel ob Saguiguilires oder Namamahayes, dienen
ihrem Herrn einen um den andern Monat. Halb- und Viertelsklaven
können auf Grund des freien Theiles, der in ihnen ist, ihren Herrn
zwingen sie für einen festgesetzten Preis frei zu lassen. Vollsklaven
haben dieses Recht nicht. Ein Namamahaya gilt halb so viel als ein
Saguiguilir. Alle Sklaven sind Eingeborene.
f. 143 v.: Eine Sklavin, die von ihrem Herrn Kinder hatte, wurde
dadurch frei sammt diesen Kindern. Letztere galten aber nicht für
wohlgeboren, nahmen nicht an der Erbschaft Theil, auch die Vorrechte
des Adels, falls der Vater diesem Stande angehörte, gingen nicht auf
sie über.
[292] Sehr wahrhafte und gewisse Beschreibung von dem, was
neulich bekannt geworden über die neuen Inseln des Westens ... von
H. R. Sekretär der Regierung dieser Inseln. Sevilla 1574. Morga
Hakl. 389.
[293] Relation et Mém. de l'estat des isles Ph. Thévenot 28.
[294] Bulle Gregor XIV. 18. Apr. 1591.
[295] Morga Hakl. 328.
[296] v. Chamisso (Bemerkungen und Ansichten S. 72) weiss es dem
Uebersetzer des Zuñiga Dank, dass er ihn der Pflicht überhoben bei
dieser eklen Geschichte zu verweilen; doch ist Zuñiga's Erzählung immer
noch verhältnissmässig kurz und sachlich; die mit Recht abgekürzte
engl. Uebersetzung enthält viele Fehler.
[297] Herzog von Almodovar Informe I. III. 199.
[298] Ich erlaube mir ein Beispiel anzuführen: Als ich mich 1861 an der
Westküste von Mexico befand, bestand der zur Zeit durch die Invasion
europäischer Mächte vereitelte Plan ein Dutzend nordamerikanischer
Hinterwäldlerfamilien im Yaquithal (Sonora), einer Oase in der Wüste,
anzusiedeln. Grosse einheimische Hacendéros erwarteten die Ankunft
dieser Einwanderer, um sich unter ihrem Schutz anzusiedeln. Der
Bodenwerth war nach Verlautbarung des Projektes beträchtlich gestiegen.
[299] Morga f. 156.
[300] 1867 wurde die Zahl der gewerbesteuerpflichtigen Chinesen auf
2589 geschätzt, davon gehörten 30 zur 1ten, 517 zur 2ten, 812 zur
3ten, 746 zur 4ten Steuerklasse. Von einer Gesammtbevölkerung von
18600 waren etwa 525 Landbauer. (Engl. Kons. 1869.)
[301] Zu Morga's Zeit wurde den spanischen Beamten und Geistlichen
wöchentlich eine Anzahl Leute zugewiesen (Polistas), die ihnen für
geringen Lohn (1/4 r. täglich und Reis) häusliche Dienste verrichten
mussten.. Alle übrigen, Spaniern geleisteten Dienste, auch bei der
Schifffahrt, bei Bauten u. s. w. waren freiwillig und nach Verabredung
zahlbar. (Morga 156 v.)
[302] Crawfurd (Dict. 345) verweist auf die Aehnlichkeit der Barangays
mit den angelsächsischen Hundreds and tithings.
[303] Diese Zentralkasse (caja central = caja del ramo = caja
real) enthält zu Zeiten bis 40 Millionen Realen (fast 3 Millionen
Thlr.). Dieser, aus den Ueberschüssen entstandenen Kasse entlehnt
die spanische Regierung Geld, wenn sie es gebraucht, beispielsweise
war der Bestand der Kommunalkasse im Oktober 1866 = 83,137 Esc.,
der der Propios und Arbitrios = 413,534 Esc., zusammen = 4,966,710
Realen. Eine mir zur Einsicht mitgetheilte R. O. vom 6. März 1866
befahl Anstalt zu treffen, um eine vom Staatsschatz geschuldete Summe
von 2,250,364 Realen an die Zentralkasse der Kolonie zurückzuzahlen.
[304] Die Verordnung von 1786 ist nie zur Ausführung gekommen,
weil sie dem Wesen der spanischen Kolonialpolitik widerspricht;
thatsächlich werden solche Ueberschüsse nach Madrid gesandt und
dort zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse verwendet. In den
Philippinen wird fast nichts, wie bereits mehrfach erwähnt, für
produktive Anlagen verausgabt.
[305] (Sinibaldo Mas) La Chine et les puissances chrétiennes,
Paris 1861.
[306] Vermuthlich Lei-tschi, Nephelium litchi Wight.
[307] Es schien angemessen hier nur den Flächeninhalt der grösseren
Inseln zu geben. Die mehrere Seiten umfassende, von einem Hülfsarbeiter
des Generalstabes, auf Grundlage der Coello'schen und der spanischen
hydrographischen Karte ausgeführten Berechnungen sämmtlicher Inseln
haben nur für Geographen Interesse, und sollen daher unverkürzt in
einem der nächsten Hefte der Berliner Zeitschrift der Gesellschaft
für Erdkunde erscheinen.
[308] F. B. Engelhardt, Der Flächenraum der einzelnen Staaten in
Europa und der übrigen Länder auf der Erde. Berlin 1853.
[309] Rechnet man hierzu, wie im Anuario, die thatsächlich unabhängigen
Inseln Basilan 23.2, Sulu 14.5, Taui-taui etc., zusammen 27.5
quadr. M., so erhält man 6365.5 quadr. M.
[310] Bemerkungen und Ansichten auf der Entdeckungsreise von O. von
Kotzebue 1821.
[311] Geognostische Beobachtungen auf der Reise von O. von Kotzebue
1829.
[312] Reise um die Erde. Berlin 1835.
[313] Constitucion geognostica de las Islas filipinas. Anales de
minas. 2. 197-212. 1841. Spätere Bände habe ich nicht einsehen können.
[314] Voyage de la Bonite. Géologie. Paris 1844.
[315] U. S. Exploring expedition under the command of
C. Wilkes. Geology by Dana. Philadelphia 1849.
[316] Wiener Akad. Ber. 36. 121. 1859.
[317] Zs. geol. Ges. 14. 358. 1862.
[318] Zs. f. allgem. Erdkunde. N. F. 10. 249. 1861 u. 13. 81. 1862.
[319] Kosmos. Bd. 4. 405.
[320] Auch auf Java fand L. Horner (J. Miner. 1838. 2) in einigen
der Südsee zufallenden Flüssen »granitische, syenitische und
dioritische Gesteine«, über welche ich bei Junghuhn keine Angabe
finde. Vgl. Jahrb. geol. Reichsaust. 9. 291 und 294. 1858.
[321] Die Lage des Serangani in oder bei Mindanao erscheint nicht
sicher festgestellt. Ob der Vulkan von Davao, an der Bai von Davao
oder Tagloc, und der von Sujut (O. der Bai von Ilana) thätig sind
oder nicht, ist ungewiss. Von einem Vulkan auf der zwischen Mindanao
und Negros gelegenen Insel Siquijor oder de Fuegos ist nichts Genaues
bekannt.
[322] Semper Skizzen, p. 14.
[323] Horsburgh (Citat in Berghaus, geohydrographischem Memoir von
den Philippinen 1832) spricht von einer Lava oder Cap islet genannten
Insel mit Lavamassen, nördlich vom Cabo Engaño. Bezieht sich diese
Angabe auf Camiguin?
[324] Vom Mainit, der eng verbunden zu sein scheint mit dem Maquiling,
sagt de la Gironière (Citat in Perrey Documents sur les tremblements
de terre dans l'archipel des Philippines), dass er bisweilen Flammen
und Rauch ausstösst. Dieser Berg wäre demnach in die Reihe der thätigen
Vulkane zu stellen.
[325] Entdeckungsreise. II. 137.
[326] Vgl. auch Zs. f. allg. Erdkunde. N. F. 6. 71. 1859.
[327] Dana l. c. 545 sah dort Blöcke zelliger Lava und graue Tuffe,
denen von Manila ähnlich.
[328] A. von Humboldt. Kosmos IV. 522 u. 287.
[329] S. die Abbildung in Choris Voyage pittoresque. 1820.
[330] U. S. Explor. Expedition V. 317.
[331] Bull. soc. géogr. 19. 79. 1842, im Auszuge in d'Archiac
hist. d. progrès de la géologie. 1. 544. 1847.
[332] Description physique des îles Canaries. Paris 1836. 437.
[333] Citat bei Chevalier p. 227.
[334] d'Archiac histoire de la géologie 3. 520.
[335] Die Nummuliten von Borneo beschrieb Verbeek im
Jahrb. Miner. 1871. 1.
[336] Zs. f. allg. Erdkunde. N. F. 13. 86.
[337] l. c. 204.
[338] Vgl. die Angabe von Itier. S. 7.
[339] Vgl. die krystallographischen Bestimmungen von
Dauber. Wien. Akad. Ber. 42. 26.
[340] Es liegt dort gewonnenes Kupfer vor.
[341] Weiter östlich sollen 6 Stunden von Lauang flussaufwärts bei
Binontuan marmorartige Kalke anstehen.
[342] Die Zähne sind etwas zahlreicher und schmaler als bei
A. inaequivalvis Brug.
[343] M. Thévenot, Rélations de divers voyages curieux. Paris
1591. (Wie später angeführt wird, war die Jahreszahl irrig.)
[344] Die Makrocephalen im Boden der Krym und Oesterreichs. Mém. de
l'acad. imp. des sciences de St. Pétersbourg. Sér. VII. T. II. No. 6.
[345] L. A. Gosse, Essai sur les déformations artificielles du
crâne. Annal. d'hygiène publique et de méd. légale. Paris 1855. Juill.
[346] Da seit Thévenot kein neuerer Autor von der Flathead-Mode auf
den Philippinen spricht, so wird man diese Schädel mindestens nicht
hinter das 16. Jahrhundert verlegen. Die Kalkincrustation konnte sich
in einigen Jahrhunderten ganz wohl gebildet haben, doch ist es auch
denkbar, dass nach ihrer Bildung die Schädel beliebig lange unverändert
bleiben, und dass sie dennoch einer sehr viel älteren Zeit angehören.
[347] Für zwei Schädel von Madura bei J. van der Hoeven
(Catal. craniorum p. 38) berechne ich den Breitenindex zu 80,4 und
78,4, den Höhenindex zu 79,7 und 84,6.
[348] Meyen (Nova
Act. Acad. Leop. Car. 1834. Vol. XVI. suppl. I. p. 47), der auch
den Schädel einer Tagalin von Manila abbildet, rechnet diesen Stamm
nebst den Bewohnern der Carolinen, Marianen u. s. w. zur Rasse der
Oceanier. Schetelig (Transact. Ethnol. Soc. 1868. VII.) stellt die
Luzonesen bestimmt zu den Malaien. Nach seinen Messungen hat ihr
Schädel einen Breitenindex von 83,5 bei einem Höhenindex von 77;
Davis habe bei Bisayer-Schädeln 80 und 79 berechnet.
[349] Welcker berechnet für diese einen Breitenindex von 75 bei einem
Höhenindex von 77. Einer der Dajak-Schädel bei van der Hoeven hat
einen Breitenindex von 75,2, ein zweiter von 78,7.
[350] Schädel und Skelet gehören jedoch offenbar nicht zusammen.
[351] Der eine trägt die Inschrift Semarrona Ilamada Omang, der andere
Semarron Ilamado Baringeag (?).
[352] Die von Hrn. Jagor geäusserte Meinung, dass dieser Berg identisch
mit dem Vulkan Yriga sein müsse, der in der Provinz Camarines auf
Luzon am See Bugi oder Buhi liegt, ist später von Hrn. Schetelig
bestätigt worden. In einem früheren Briefe nennt Hr. Schetelig den
Häuptling Capitän Juan Galapnid.
[353] Das Os femoris ist 38 Centim. lang, die Tibia 30,5, das Os
humeri 27, der Radius 21.
[354] Die Stelle steht in Relations de divers voyages curieux, Paris
1664, II., und zwar in der Relation des Isles Philipines, faite
par un religieux qui y a demeuré 18 ans, p. 6. Es heisst daselbst:
ils auoient accoustumé dans quelques-unes de ces Isles, de mettre
entre-deux ais la teste de leurs enfans, quand ils venoient au monde,
et la pressoient ainsi, afin qu'elle ne demeura pas ronde, mais
qu'elle s'estendit en long; ils luy applatissoient aussi le front,
croyant que c'estoit un trait de beauté de l'auoir ainsi.
[355] Pour ce qui est des dents, elles (les femmes) imitent en tout
les hommes: ils se les liment dès leur plus tendre jeunesse, les vns
les rendent par là esgales, les autres les affilent en pointes, en
leur donnant la figure d'une scie, et ils couvrent d'un vernis noir
et lustré, ou de couleur de feu, et ainsi leurs dents deuiennent
noires ou rouges comme du vermillon; et dans le rang d'en haut,
ils font vne petite ouuerture qu'ils remplissent d'or, qui brille
d'avantage sur le fond noir ou rouge de ces vernis.
[356] Nach einer Mittheilung des Hrn. Semper feilen nur die Negritos
von Mariveles und der Nachbarbezirke die Zähne in der angegebenen
Weise. Bei den übrigen Negrito-Stämmen, welche er besuchte, fand er
diese Sitte nicht.