Ein jäher Stoß erschütterte mit einem Male die Pforte. Und ein zweiter

und dritter, daß sie entsetzt auffuhr und in das furchtbare Dunkel

starrte. Und neue donnernde Stöße, daß das ganze hohe stolze Gebäude

erzitterte und die einsamen Lampen wie feurige Augen durch das Dunkel

rollten. Wie hilfloses Schreien gellte das Feilen des gesprengten

Türriegels durch den leeren Raum, dessen Wände sich die schaurigen

Geräusche wirr und heftig zuwarfen. Gieriger Zorn vieler Menschen

hämmerte an der Pforte, und ein Brausen erregter Stimmen dröhnte in die

hohle Einsamkeit, als hätte das Meer donnernd alle Dämme zerrissen und

stände mit seinen anprallenden Wogen vor den ächzenden Türen des

schlafenden Gotteshauses.

Esther horchte verstört, wie aus einem Traume geschreckt. Aber da

schmetterte endlich das Tor nieder. Ein dunkler Strom Menschen quoll

heftig herein und füllte mit jähem Johlen und Toben die gewaltige Halle.

Und mehr, immer mehr. Tausende schienen draußen noch zu warten und sie

anzufeuern. Und trunkene Fackeln funkelten plötzlich hoch auf wie

gierige Hände, und ihr irrer blutiger Schein fiel auf wilde, von

blindem Eifer verzerrte Gesichter, aus denen die Augen heiß quollen wie

sündige Begierden. Nun ahnte Esther erst dumpf die Absicht der finsteren

Rotten, denen sie unterwegs begegnet war. Und schon knatterten die

ersten Axtschläge nieder in das Holz der Kanzel, Bilder sausten zu

Boden, Statuen knickten um, Flüche und Hohnworte wirbelten auf aus

diesem dunklen Schwall, über dem die Fackeln unruhig tanzten, wie

erschreckt von dem wahnwitzigen Gebaren. Wirr ergoß sich die Flut gegen

den Hauptaltar, plündernd und vernichtend, schändend und entweihend.

Hostien flatterten zu Boden nieder wie weiße Blüten, eine ewige Lampe

sauste von wilder Faust geschleudert wie ein Meteor durch das Dunkel.

Und immer mehr Gestalten drängten nach, die Fackeln flackerten häufiger

und häufiger. Ein Bild fing Feuer und die Flamme leckte hoch auf wie

eine züngelnde Schlange. Irgend einer hatte die Orgel gepackt; die irren

Töne ihrer zerschmetterten Pfeifen schrieen gell und hilfesuchend durch

das Dunkel. Und Gestalten tauchten auf wie aus wirren und wahnsinnigen

Träumen. Ein toller Geselle mit einem blutigen Gesicht schmierte sich

unter dem tierischen Jubel der andern die Stiefel mit dem heiligen Öle,

zerlumpte Schelme stolzierten in reichbestickten Bischofstogen, eine

kreischende Dirne trug in ihrem wirren schmutzigen Haar einer Statue

goldenen Heiligenreif. Diebe tranken sich Wein zu aus den heiligen

Gefäßen, und am großen Altar kämpften zwei mit blinkenden Messern um

eine edelsteingeschmückte Monstranze. Dirnen tanzten geile und trunkene

Tänze vor den Heiligtümern, Trunkene spieen in die Weihebecken, Zornige

zerschmetterten mit ihren blinkenden Äxten, gleichgültig, was es traf,

vor sich hin. Das Lärmen schwoll in ein Chaos polternder Laute und

kreischender Stimmen; wie ein ekler und dichter Pestdunst qualmte das

Toben empor zu den schwarzen Höhen, die finster auf das springende

Leuchten der Fackeln herabblickten und unbeweglich, unerreichbar

schienen für diesen verzweifelten Menschenhohn.

Esther hatte sich halb ohnmächtig in den Schatten des Altars versteckt.

Ihr war, als müsse dies alles geträumt sein und plötzlich verschwinden,

wie ein trügerischer Spuk. Aber schon stürmten die ersten Fackeln in die

Seitengänge. Gestalten, die in fanatischer Leidenschaft bebten, wie im

Rausche, sprangen über die Gitter oder zerhieben sie mit dröhnenden

Streichen, stürzten die Statuen und rissen die Bilder von den Schreinen.

Dolche blitzten wie feurige Schlangen im zuckenden Fackellicht und

zerbissen zornig Schränke und Bilder, die mit zerschmetterten Rahmen zu

Boden sausten. Näher und näher taumelte die Schar mit ihren qualmenden,

zuckenden Leuchten. Esther blieb atemlos und preßte sich tiefer ins

Dunkel. Ihr Herz hörte auf zu schlagen vor Angst und quälender

Erwartung. Noch wußte sie nicht recht, die Geschehnisse zu deuten und

fühlte nur Furcht, jähe unbändige Furcht. Ein paar Schritte kamen heran.

Und ein stämmiger wüster Kerl zerhieb mit einem Schlage das Gitter.

Schon glaubte sie sich entdeckt. Aber erst im nächsten Augenblicke

erkannte sie die Absicht der Eingedrungenen, als am Nebenaltare eine

Statue der Madonna mit gellem Todesschrei zersplittert zu Boden sank.

Die Angst wurde in ihr wach, man wolle auch ihr Bild, ihr Kind

vernichten, und sie wurde Gewißheit, als Bild um Bild, im unsichern

Fackelschein unter Jubel und Hohn herabgezerrt, zerstoßen und zertreten

wurde. Ihr ganzes Denken strömte brausend zusammen in die furchtbare

blitzartig aufzuckende Idee, man wolle das Bild ermorden, das in ihren

wirren Träumen längst eines war mit ihrem eigenen lebendigen Kinde. In

einer Sekunde flammte alles auf wie in blendendes Licht getaucht. Ein

Gedanke, der Gedanke all ihrer Tage, tausendfach gedacht in diesem einen

Augenblicke, entzündete ihr Herz: Das Kind zu retten, _ihr_ Kind. Und in

dieser Sekunde umfingen sich in ihr Traum und Wirklichkeit mit

verzweifelter Inbrunst. Schon stürmten die zelotischen Zerstörer auf den

Altar zu. Eine Axt flog hoch auf in der Luft -- und in diesem

Augenblicke verlor sie alles wache Besinnen und sprang schützend mit

ausgebreiteten Armen vor das Bild....

Und wie ein Zauber war es. Dumpf schmetterte die Axt aus der kraftlos

niedersinkenden Hand zu Boden. Und aus des andern erstarrenden Faust

zischte die Fackel verlöschend nieder. Wie ein Blitz fuhr es unter diese

berauschten lärmenden Menschen. Alles war verstummt, nur einem erstarb

in der Kehle der gurgelnde Ruf: »Die Madonna ... die Madonna.«

Kreidefahl und zitternd standen sie alle. Ein paar fielen betend in die

schlotternden Kniee. Keiner war, der nicht ins tiefste erschauert wäre.

Überwältigend war die wundersame Täuschung. Denn für sie gab es keinen

Zweifel, daß sich hier ein oft beglaubigtes und erzähltes Wunder

ereignet hatte, daß die Madonna, die offenbarlich des Bildes Züge trug,

ihr Bild beschützt hatte. Ihr aufgepeitschtes Gewissen riß sie mit, als

sie die Züge des Mädchens sahen, die ihnen nicht anderes schien als das

verlebendigte Bild. Und nie waren sie gläubiger, als in diesem raschen

und flüchtigen Augenblick.

Aber da stürmten schon andere herbei. Fackeln erhellten die erstarrte

Gruppe und das Mädchen, das sich halberstarrt an den Altar preßte. Lärm

überflutete das Schweigen. Rückwärts kreischte eine Dirnenstimme:

»Vorwärts ... das ist ja nur das Judenmädel des Wirts.« Und jählings

war der Zauber gebrochen. In Scham und Wut stürmten die Gedemütigten

hinauf. Eine rauhe Faust stieß Esther zur Seite, daß sie taumelte. Aber

sie raffte sich auf; sie kämpfte für das Bild, als gelte es wirklich

eigenes blutwarmes Leben. Blindwütend und in altem Trotze schlug sie mit

einem schweren silbernen Leuchter gegen die Bilderstürmer; einer stürzte

auffluchend hin, aber einer sprang erbittert vor. Ein Dolch zuckte wie

ein kurzer roter Blitz und Esther taumelte nieder. Und schon regneten

die Splitter und Stücke des Altars auf sie herab, die keinen Schmerz

mehr fühlte. Das Bild der Madonna mit dem Kinde und das der Madonna mit

dem wunden Herzen, beide fielen sie unter einem einzigen wütenden

Axthieb.

Und weiter stürmte das Rasen; von Kirche zu Kirche eilten die Plünderer,

die Straßen mit heillosem Lärm erfüllend. Eine furchtbare Nacht sank auf

Antwerpen herab. Schrecken und Beben schlich in die Häuser mit der

Kunde, hinter den verriegelten Toren schlugen ängstliche Herzen. Aber

die Flamme des Aufruhrs flaggte wie eine Fahne über das ganze Land. --

Auch der alte Maler erschauerte in dieser Nacht in unbändiger Angst, als

er die Nachricht vom Bildersturm vernahm. Seine Kniee zitterten, und er

faßte mit flehenden Händen ein Kruzifix, um die Rettung des Bildes zu

beschwören, das ihm doch Gottes offenbare Gnade geschenkt. Eine wilde

und finstere Nacht quälte ihn der fürchterliche Gedanke. Und im

frühesten Morgengrauen hielt es ihn nicht länger zu Hause.

Vor der Kirche schlug seine letzte Hoffnung nieder, wie eine gefällte

Gestalt. Die Tore waren zerbrochen, Fetzen und Splitter, wie blutige

Spuren deuteten den mitleidslosen Weg der Bilderstürmer. Mühsam tappte

er durch das Dunkel zu seinem Bilde. Seine Hände griffen nach dem

Schrein. Aber sie irrten, irrten ins Leere. Und sanken müde herab. Das

Vertrauen in seiner Brust, das viele Jahre sein frommes Lied zu Gottes

Dank und Gnade gesungen, verflog jäh, wie eine gescheuchte Schwalbe.

Endlich faßte er sich und schlug ein Licht an. Ein flüchtiger Schein

zuckte vom Zündsteine auf und hellte ihm einen Anblick, der ihn taumelnd

zurückfahren ließ. Auf dem Boden zwischen Trümmern lag des italienischen

Meisters traurig-süßes Madonnenbild, die Madonna mit dem blutenden

Herzen, vom Schwertstoß durchdrungen. Aber nicht das Bild, sondern die

Gestalt, die Madonna selbst.... Kalter Schweiß stand auf seiner

Stirne, als das schnelle Aufleuchten wieder erlosch. Er glaubte einen

bösen Traum zu leben. Aber als er wiederum das Licht entflammte,

erkannte er Esther, die mit tödlicher Wunde hingestreckt war. Und durch

ein seltsames Mirakel offenbarte sie, die sein Madonnenbild im Leben

verkörpert, des fremden Meisters Madonnenzüge und ihr blutendes

Schicksal im Tode.....

Es war dies ein Wunder, ein offenbares Wunder. Aber der alte Mann wollte

an keine Wunder mehr glauben. In dieser Stunde, da er sie, seiner

letzten Lebenstage mildleuchtende Blüte tot sah, neben seinem

zerschmetterten Bilde war die gläubig klingende Saite seiner Seele

zerbrochen. Er verleugnete den Gott seiner siebzig Jahre in einer

Minute. Konnte dies denn des weisen und milden Gottes Hand sein, die so

viel Schöpferseligkeit und werdende Pracht nur schenkte, um sie wieder

zwecklos ins Dunkel zu reißen. Dies konnte kein Wille sein, nur das

Spiel eines tändelnden Willens! Nur ein Wunder des Lebens und nicht

Gottes, ein Zufall, wie Tausende durch den Tag rauschen, sich

verschlingend und sich wieder lösend. Nicht mehr! Könnten denn Gott die

guten und lauteren Seelen so wenig sein, daß er sie hinwarf im lässigen

Spiel? Zum ersten Male stand er in einer Kirche und verzweifelte an

Gott, weil er ihn groß und gütig geglaubt hatte und nun seine Wege nicht

mehr verstand.

Lange sah er nieder zu der jungen Toten, die so viel frommes Abendlicht

über seine letzten Jahre gegossen. Und er ward milder und gerechter, als

er die verhaltene Seligkeit um ihre gebrochenen Lippen sah. Demut kam

wieder über sein gütiges Herz. Durfte er denn wirklich fragen, wer dies

seltsame Wunder vollbracht, daß dieses einsame Judenmädchen für der

Madonna Ehre in den Tod gegangen war? Durfte er rechten, ob Gott, ob das

Leben dies gefügt? Durfte er die Liebe mit Worten umkleiden, die er

nicht wußte, durfte er sich gegen Gott auflehnen, weil er sein Wesen

nicht verstand?

Der alte Mann erschauerte. Er fühlte sich sehr arm in dieser einsamen

Stunde. Er fühlte, daß er in den langen Jahren einsam geirrt war

zwischen Gott und dem Leben, daß er zwiefach hatte begreifen wollen, was

einfach und doch undeutbar war. Waren es denn nicht gleiche wundersam

wirkende Sterne gewesen über dem tastenden Wege dieser aufknospenden

Frauenseele -- waren sie denn nicht in ihr und in allem Eines gewesen,

Gott und die Liebe?...

Über den Fenstern glühte leise das erste Morgenrot. Aber es erhellte ihn

nicht, denn er hatte keine Sehnsucht mehr nach neuen werdenden Tagen,

nach dem Leben, das er in so langen Jahren durchschritten, berührt von

seinen Wundern und nie doch ganz durchleuchtet. Und ohne Bangen fühlte

er sich nun jenem letzten Wunderbaren nahe, das nicht mehr Täuschung und

Traum ist, sondern die ewige dunkle Wahrheit.

* * * * *

[ Im folgenden werden alle geänderten Textzeilen angeführt, wobei

jeweils zuerst die Zeile wie im Original, danach die geänderte

Zeile steht.

Gedichte von Paul Verlaine. Eine Antologie der besten

Gedichte von Paul Verlaine. Eine Anthologie der besten

so wenig erstaunt, das sie noch immer

so wenig erstaunt, daß sie noch immer

Menschen und hunderterlei Ablenkungen anderer Art, daß sie beinahe an

Menschen und hunderterlei Ablenkungen anderer Art, daß sie beinahe

einem jähen Weinkampfe löste sich ihre gesteigerte physische Erregung.

einem jähen Weinkrampfe löste sich ihre gesteigerte physische Erregung.

abgeleierten Volksweisen recht gut, und wenn sie einen besondres flotten

abgeleierten Volksweisen recht gut, und wenn sie einen besonders flotten

Laute mit den einfachen Empfindungen und Trieben, die sich nicht

Leute mit den einfachen Empfindungen und Trieben, die sich nicht

würde und sehnte sich darnach und fürchtete sich doch. Sie wollte es

würde und sehnte sich danach und fürchtete sich doch. Sie wollte es

dunkeln Nebel, die Stadt und die Felder. Und die Wolken da oben....

dunklen Nebel, die Stadt und die Felder. Und die Wolken da oben....

wußte nicht, daß auch der Glaube an diesem großen Frieden nur eine

wußte nicht, daß auch der Glaube an diesen großen Frieden nur eine

Sehnsucht ist, das innigste und unvergänglichste Begehren, daß uns nicht

Sehnsucht ist, das innigste und unvergänglichste Begehren, das uns nicht

griff. Sie harrte, bis endlich die erste Töne seiner Geige sich singend

griff. Sie harrte, bis endlich die ersten Töne seiner Geige sich singend

finden. Ein rasche Gewißheit schaukelte sie in selige Träume. Sie

finden. Eine rasche Gewißheit schaukelte sie in selige Träume. Sie

aus schwindelnden Höhen atemlos, willenslos und widerstandsunfähig

aus schwindelnden Höhen atemlos, willenlos und widerstandsunfähig

auskosten bis zum letzten bittersten und vielleicht tötlichen Tropfen.

auskosten bis zum letzten bittersten und vielleicht tödlichen Tropfen.

ein schmerzhafter Pfeil in sein Herz bohrte: daß er um ihrerwillen starb

ein schmerzhafter Pfeil in sein Herz bohrte: daß er um ihretwillen starb

beiden ging durch die schmalen verwinckelten Gassen dem hellen Hafen zu,

beiden ging durch die schmalen verwinkelten Gassen dem hellen Hafen zu,

Heimkehr dacht ich nicht. Das Leben war mir leicht, wie meines Vaters

Heimkehr dacht' ich nicht. Das Leben war mir leicht, wie meines Vaters

war's, und manchmal fühl ich's heute noch so, als hätte sichtbarlich

war's, und manchmal fühl' ich's heute noch so, als hätte sichtbarlich

klebt die Fledermaus« lachte er. Die andern schlugen in die Hände, die

klebt die Fledermaus,« lachte er. Die andern schlugen in die Hände, die

sondern stürmte fort in die kalten Regennacht und schrie wie ein

sondern stürmte fort in die kalte Regennacht und schrie wie ein

Dies Wunder meint ich oftmals selbst zu sehn.«

Dies Wunder meint' ich oftmals selbst zu sehn.«

anderen Sektierer eifern gegen den Schmuck des Gotteshauses!«

andere Sektierer eifern gegen den Schmuck des Gotteshauses!«

begehrte -- muß Gottes Hand mit meinem Werke sein.«

begehre -- muß Gottes Hand mit meinem Werke sein.«

hatte ihn im tiefsten berührt, weil sie leise auch an ein eigenes

hatte ihn im Tiefsten berührt, weil sie leise auch an ein eigenes

Laien vollendet hätte. Und so irrte er gewöhnlich ratlos und rastlos in

Laien vollendet hatte. Und so irrte er gewöhnlich ratlos und rastlos in

Wunder, das viele bezeugten und wenige wirklich erschaut hatte. Noch

Wunder, das viele bezeugten und wenige wirklich erschaut hatten. Noch

dessen Rahmen ihn das verführerische Bild gesehn.

dessen Rahmen er das verführerische Bild gesehn.

den nicht einmal der verlorene Ausdruck ihren träumerischen Augen

den nicht einmal der verlorene Ausdruck ihrer träumerischen Augen

eine Flut kauderwälscher Worte. Alles, was ich von seinem Judendeutsch

eine Flut kauderwelscher Worte. Alles, was ich von seinem Judendeutsch

vergessen. Das Kind behielt ich: es tat mir leid, dann hofft ich auch,

vergessen. Das Kind behielt ich: es tat mir leid, dann hofft' ich auch,

Der Wirt kratzte sich verlegen den Kopf. »Wißt ihr, hub er dann an

Der Wirt kratzte sich verlegen den Kopf. »Wißt Ihr,« hub er dann an,

schneiige Milde dieses Hauptes umfaßte, und vergessene Glocken schlugen

schneeige Milde dieses Hauptes umfaßte, und vergessene Glocken schlugen

und kann ich dich nicht. Willst du also, Esther?

und kann ich dich nicht. Willst du also, Esther?«

und den Wert der alten Stunden erneuen. Und bald verband ein geheimes

und den Wert der alten Stunden erneuern. Und bald verband ein geheimes

mehr wußte, ward in dämmernden Farben wieder wach und erfüllten sie mit

mehr wußte, ward in dämmernden Farben wieder wach und erfüllte sie mit

unfertige Gestalt mit wundersamen Liebreiz, der auch Esther unbewußt

unfertige Gestalt mit wundersamem Liebreiz, der auch Esther unbewußt

werdenden Lebens eines Glanz des Unnahbaren und ein Brausen des

werdenden Lebens einen Glanz des Unnahbaren und ein Brausen des

des Lichtes so verschwistert hatte und gleichsam aus fernen Traume fiel

des Lichtes so verschwistert hatte und gleichsam aus fernem Traume fiel

erschauerten in wildem und unverständlichen Schmerz. Sie fühlte die

erschauerten in wildem und unverständlichem Schmerz. Sie fühlte die

geliebt, mit Bedauern und heimlichen Zorn. Unruhe wühlte in der Stadt.

geliebt, mit Bedauern und heimlichem Zorn. Unruhe wühlte in der Stadt.

benerken.

bemerken.

vorrüberrauschte. Er sah in Esthers Augen. Sie waren nicht mehr verweint

vorüberrauschte. Er sah in Esthers Augen. Sie waren nicht mehr verweint

umrauscht ist von den Gerüchten vieler vollbrachten Wunder, auf ihre

umrauscht ist von den Gerüchten vieler vollbrachter Wunder, auf ihre

quäkender Stimme den Prediger nach, anderen grüßten das Bildnis mit

quäkender Stimme den Prediger nach, andere grüßten das Bildnis mit

Seitenpforte ein! Es war ganz dunkel in den hohen lichtlosen Gängen,

Seitenpforte ein. Es war ganz dunkel in den hohen lichtlosen Gängen,

Ekstatik und werdende Muttersehnsucht spannnen zusammen das lügnerische

Ekstatik und werdende Muttersehnsucht spannen zusammen das lügnerische

ersten Axtschläge schon nieder in das Holz der Kanzel, Bilder sausten zu

ersten Axtschläge nieder in das Holz der Kanzel, Bilder sausten zu

zerlumpte Schelme stolzierten in reichgeflickten Bischofstogen, eine

zerlumpte Schelme stolzierten in reichbestickten Bischofstogen, eine

Dolche blitzen wie feurige Schlangen im zuckenden Fackellicht und

Dolche blitzten wie feurige Schlangen im zuckenden Fackellicht und

in der Kehle der gurgelnde Ruf: Die Madonna ... die Madonna.«

in der Kehle der gurgelnde Ruf: »Die Madonna ... die Madonna.«

ihr Bild beschützt hatte. Ihr aufgepeitschte Gewissen riß sie mit, als

ihr Bild beschützt hatte. Ihr aufgepeitschtes Gewissen riß sie mit, als

zurückfahren ließ. Auf dem Boden zwischen Trümmern lag das italienischen

zurückfahren ließ. Auf dem Boden zwischen Trümmern lag des italienischen

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End of Project Gutenberg's Die Liebe der Erika Ewald, by Stefan Zweig

Die Liebe der Erika Ewald: Novellen · 第 11 / 11 段