An der hohen Meinung von dir selbst hat es dir nie so sehr gefehlt als
an der von den andern. Aber ich bin dir keineswegs böse. Im Gegenteil
muß ich gestehen, daß mich dein Feuer seltsam erwärmt und daß mir dabei
der Gedanke aufsteigt, wie gleichgültig, fern und matt all dies
eifervolle Mühen um Dinge ist, die doch, man könnte fast glauben mit
einem spöttischen Lächeln, ihre eigenen Wege gehen. Der Mensch ist
alles, das Lebendige ist alles, und eine Natur, mit Sehnsucht, Mut und
Schöpferwillen begabt, wird, sei sie noch so eng, stets den Nörgler
beschämen. Aber es würde mich nun interessieren, wie du dir die Zukunft
deiner Kunst denkst, denn aus deinen Reden atmen mir Revolutionen
entgegen.