Wahr, wahr. Doch ich habe gebüßt. Ich habe gebüßt, indem ich verachten
lernte. Ich habe gebüßt, indem meine Seele immer schmerzlicher nach mir
selber schrie. Kennst du diesen geheimnisvollen Zustand, der jedes
Verweilen friedlos, jedes Nachdenken bitter macht? Es ist als ob man
nach der Heimat reisen wolle und scheugewordene Pferde stürmten mit
einem nach fernen wüsten Ländern. Was für ein rätselhaftes Ding ist es
doch, das im Innern der Brust wohnt. Es hat eine Stimme, die den
schrillsten Marktlärm übertönt, und bist du dann in der Einsamkeit, so
schweigt es unvermutet, als wolle es sich rächen dafür, daß du ihm nicht
früher gehorchtest. Immer aufmerksamer, immer stiller mußt du werden, um
die Stimme nicht zu verlieren, nicht Weib und Kind und Geld und Gut
darfst du festhalten, wenn sie es nicht will.