Lieber Peter Altenberg,
weshalb sagen Sie mir das über die „göttliche Vollkommenheit meines
Leibes“, den _Sie_ unbedingt unter allen Hüllen _nackt_ sehen?! Ich habe
doch schon _alle Untugenden_, die unser Stand, unsere Sorgenlosigkeit,
unsere Verwöhnung von früh bis abends, mit sich bringen ohne unser
Hinzutun!? Jetzt kommt noch die Begeisterung eines Dichters hinzu, also
eines Menschen, der nichts will als begeistert, berauscht, gerührt
sein?! So ein Beschenker! Sie werden mich nicht eitel machen, Edler, ich
werde nur denken: „Vielleicht verhilft es ihm zu einem Gedichte, das
wieder anderen hilft, wenn sie es lesen!?“ Und dennoch habe ich mich
abends in dem Stehspiegel angeschaut und gedacht: „Dichter wissen doch
alles!“