13. Juli, vormittag. Sie ging, in weißem Kleide, langsam den Wiesenweg
hinauf. Ich sah sie; und sah sie wieder nicht. Sie grüßte, und ein
Gebüsch verdeckte sie. Dann sah ich sie wieder. Langsam sah ich ihr
weißes Kleid und ihre blonden Haare dem Wald zuschweben. Ich stand
gebannt und grüßte nicht. Sie wußte, wie mir zumut war. Sie grüßte noch
einmal. Wie wenn man sagte: „Du bist der erste, der gebannt steht und es
vergißt, zu grüßen — — —!“
Sie wußte dennoch nichts von ihrer heiligen, schrecklich-süßen Macht.
Ich aber warf mich aufs Bett und weinte — — —. Dann kam sie zurück. Ich
sah ihr weißes Kleid und ihre blonden Haare. Gebüsch verbarg sie, mochte
sie entschwinden. Dann sah ich sie wieder. Ich verneigte mich. Sie ging
vorüber; und wie eine Regenwolke kam es über die lichte Landschaft
— — —.