vorkam. Der "Kladderadatsch" vom 7. Nov. 1852 formte es prophetisch um
in: "L'empire c'est l'épée".--
* * * * *
*Mac Mahon* (1808-92) schrieb am 9. Sept. 1855 im Krimkriege auf
dem erstürmten Malakoff, als ihm vom Oberbefehlshaber durch einen
Adjutanten mitgeteilt wurde, die Russen hätten Vorbereitungen
getroffen, um das Werk in die Luft zu sprengen, mit Bleistift auf ein
Stückchen Papier an den Oberbefehlshaber:
*J'y suis, et j'y reste.*
Ich bin da und ich bleibe da.
(vrgl. "Die französischen Marschälle der Gegenwart" von Hauptmann
~Zernin~ in der "Gegenwart", 1881, No. 24, S. 371).--
* * * * *
Im Kriegsmanifeste vom 3. Mai 1859 verhiess *Napoléon III.* (reg.
1852-70) "ein freies Italien bis zum Adriatischen Meere", eine
Verheissung, die in der Form
*Frei bis zur Adria*
ein geflügeltes Wort geworden ist. In der Vorrede zu "Frei bis zur
Adria. Österreichische Regierungsgeschichte in Italien" von ~Gustav
Rasch~ (Berlin 1860) wird das Wort als Wahlspruch Italiens angeführt.--
* * * * *
Auf eine Interpellation von Thiers am 14. April 1867 im gesetzgebenden
Körper über die auswärtigen Beziehungen antwortete Eugène *Rouher*
(1814-84) am 16. unter anderm:
"Der Tag vom 3. Juli (Schlacht bei Sadowa) war ein schwerer für
die Männer, welche die Geschicke dieses Landes leiten. Sowohl das
Militär wie die öffentliche Meinung hatte geglaubt, Preussen werde
seinen kühnen Versuch teuer bezahlen müssen; man hielt es für
gewiss, dass es eine Schlappe erleiden werde. Seinem Erfolge, diesem
unvorhergesehenen Ereignisse gegenüber, fühlten wir
*patriotische Beklemmungen*"
"*angoisses patriotiques".*"