*Kohl*
für "langweiliges Geschwätz" (~Weigand~ nahm dies in der 1. Aufl.
d. "Wörterbuches" an, während er in der 2. Aufl. das Wort aus der
Gaunersprache herleitet. ~Grimms~ "Deutsch. Wörterb." hält aber die
Beziehung auf Iuvenal aufrecht).
Das Wort des ~Juvenal~ enthält eine Anspielung anf das griechische
Sprichwort "δὶς κράμβη θάνατος", "zweimal hintereinander
Kohl ist der Tod" (vrgl. ~Basilius Magnus~, † 379, vol. 3, epist.
186 u. 187, ed. Hemsterhuys, und ~Suidas~ unter "κράμβη").
Jedoch in Deutschland drang diese Anschauung nicht durch. So singt
z.B. Wilhelm Busch in "Max und Moritz" von dem Kohl der Witwe Bolte:
"Wofür sie besonders schwärmt,