*Saepe stilum vertas,*
Oft wende den Griffel,
d.h. "feile den Ausdruck" (indem du mit dem oberen breiteren Ende des
Griffels verwischest, was du mit dem unteren spitzen in die Wachstafel
gegraben hast).
"Satir." II, (wahrscheinlich 30 v. Chr.) 1, 27 steht:
" ... quot capitum vivunt, totidem studiorum
Milia"--
woraus mit Anlehnung an des Terenz ("Phormio" 2, 4) "Quot homines, tot
sententiae" gebildet wurde:
*Quot capita, tot sensus!*
So viel Köpfe (es giebt), so viele Meinungen (giebt es);
II, 2, 17 u. 18:
--cum sale panis
Latrantem stomachum bene leniet,
"Brot mit Salz wird den bellenden Magen gut besänftigen",
woraus wir entnehmen:
*Bellender* _oder_ *knurrender Magen.*
II, 3, 243 lesen wir von den Söhnen eines Reichen, die das Teuerste,
Nachtigallen, massenhaft zu vertilgen liebten:
*Par nobile fratrum,*
Ein edles Brüderpaar, so wie man höhnisch sagt: "ein Paar nette
Burschen!"
II, 6, 1 steht:
*Hoc erat in votis;*
Dies gehörte zu meinen Wünschen!