Ein Besitztum auf immer.--

2, 45 lässt ~Thucydides~ den Perikles zu den Witwen der gefallenen

Athener Folgendes sprechen: "τῆς τε γὰρ ὑπαρχούσης φύσεως μὴ χείροσι

γενέσθαι ὑμῖν μεγάλη ἡ δόξα καὶ ἦς ἂν ἐπ' ἐλάχιστον ἀρετῆς περὶ

ἢ ψόγου ἐν τοῖς ἄρσεσι κλέος ἦ." "Ihr werdet grossen Ruhm

ernten, wenn Ihr Euch nicht schwächer erweiset, als die Natur Euch

schuf, und am meisten Die, von der unter den Männern im Guten wie im

Bösen am Wenigsten gesprochen wird!" Dadurch wurde das Wort gebildet:

*Die beste Frau ist die, von der man am Wenigsten spricht.--*

* * * * *

Als in des *Aristophanes* (um 444-380) "Vögeln" unter dem Schwarm auch

eine Eule herbeifliegt, fragt (V. 301) Euelpides: "τίς γλαῦκ' Ἀθήναζ'

ἤγαγε"; "Wer hat die _Eule_ nach _Athen_ gebracht?" sc.: "wo

schon so viele sind"; denn die Eule, kein seltener Vogel dort, war

Athenes Wappentier und prangte auf den Münzen der Stadt, die (nach V.

1106: "Γλαῦκες ὑμᾶς οὔποτ' ἐπιλείψουσι" ... "An Eulen wird

es euch nie mangeln") schlechtweg "Eulen" hiessen. So ward denn wohl

*Eulen nach Athen (tragen)*

im Sinne von "etwas Überflüssiges leisten" ein griechisches Sprichwort

(vrgl. Suidas: "Γλαῦκα εἰς Ἀθήνας"), welches uns zum "geflügelten

Wort" wurde durch ~Aristophanes~ und ~Cicero~ ("Γλαῦκ' εἰς Ἀθήνας"

v. "Fam." 6, 3; 9, 3; "Quint. fr." 2, 16).--

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 234 / 438 题