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Jean *Rotrou* (1609-50) schrieb in seiner zuerst 1636 gegebenen Komödie
"Les Sosies" (IV, 4):
"Point point d'Amphytrion (sic!), où l'on ne disne point",
"Amphitryon ist hin, wenn er uns nicht mehr sättigt".
Dieser Vers wurde wohl dadurch angeregt, dass bei ~Plautus~
("Amphitruo" III, 3, 13 s. auch 2, 70) Jupiter unter des Titelhelden
Maske den Blepharo durch Sosias zum Frühstück bitten lässt, und er rief
~Molières~ Worte hervor ("Amphitryon" 1668, III, 5):
"Le véritable Amphitryon
Est l'Amphitryon où l'on dîne".
Amphitryon, der echte rechte,
Ist der Amphitryon, bei dem man tafelt".
So wurde denn "L'Amphitryon où l'on dîne" in Frankreich "geflügelt" und
danach erlangte auch bei uns, ohne Beziehung auf Plautus,
*Amphitryon*
die Bedeutung eines gefälligen Gastgebers.--
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*Die Kastanien aus dem Feuer holen,*
*Tirer les marrons du feu,*
entlehnen wir der Fabel Jean de *La Fontaine*s (1621-95), 9. Bch., 17
"Der Affe und die Katze". Der Affe Bertram bewegt die Katze Raton,
geröstete Kastanien aus dem Feuer zu holen, die er sofort verspeist,
bis eine Magd dazu kommt, worauf beide Tiere fliehen. "Raton war nicht
zufrieden, sagt man", schliesst die Fabel, welche schon im 16. Jahrh.
von Sim. ~Majoli~ in "Dies caniculae" lateinisch und von Noël du ~Fail~
in "Eutrapel" französisch, im 17. von Jac. ~Regnerius~ lateinisch und
von Guil. ~Bouchet~, Pierre ~Deprez~, Is. ~Benserade~ französisch
erzählt wurde, vrgl. Fabel 17 in des Armeniers ~Vartan~ († 1271)
Fabelsammlung (Paris 1825).--
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Nach *Molière*s (Jean Baptiste ~Poquelin~ 1622-73) Komödie "Le dépit
amoureux" (1656) reden wir von einem
*dépit amonreux,*
verliebtem Trotze.--
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Aus ~Molières~ "l'Amour médecin" (1665) 1, 1 dienen Sganarelles Worte
an den Goldschmied Josse:
*Vous êtes orfèvre, Monsieur Josse*