Lasst, Vater, genug sein das grausame Spiel,*

gewöhnlich citiert in der Form:

*Lass, Vater, genug sein des grausamen Spiels.--*

Ebenda stehen (S. 221) "Die Worte des Glaubens", worin im Anfange der

zweiten Strophe:

*Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei,

Und würd' er in Ketten geboren,*

und am Schlusse der dritten, mit Benutzung des 1. Kor. 1, 19

vorkommenden "Verstands der Verständigen":

(_Und_) *was kein Verstand der Verständigen sieht,

Das übet in Einfalt ein kindlich Gemüt.--

Aus der Ballade "Die Kraniche des Ibykus" (ebenda S. 267) wird citiert:

*Wer zählt die Völker, nennt die Namen?

Es steigt* (_nicht: es ragt_) *das Riesenmass der Leiber

Hoch über Menschliches hinaus.*

und

*Sieh' da, sieh' da, Timotheus,

Die Kraniche des Ibykus!--*

Aus dem "Gang nach dem Eisenhammer" (ebenda S. 306):

Str. 7:

*Red'st du von Einem, der da lebet?*

Str. 14:

*Dess freut sich das entmenschte Paar.*

Str. 25 u. 28:

*Der ist besorgt und aufgehoben.*

Str. 28:

*Herr, dunkel war der Rede Sinn.*

Str. 30:

*Dies Kind, kein Engel ist so rein.--*

* * * * *

In seinem im Okt. 1798 bei Wiedereröffnung der Schaubühne in Weimar

gesprochenen "Prolog" zu "Wallensteins Lager" schuf ~Schiller~ die

Worte:

*Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze,*

(_Denn_) *wer den Besten seiner Zeit genug

Gethan, der hat gelebt für alle Zeiten.*

(s. unten Horaz: "principibus placuisse ..." u.s.w.)

*Im engen Kreis verengert sich der Sinn,

Es wächst der Mensch mit seinen grössern Zwecken.*

(vrgl. ~Seneca~: "Natur. quaest." III, praef.: "Crescit animus,

quoties coepti magnitudinem attendit".)

*Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt,

Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte;

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 161 / 438 题