3. Mos. 20, 4 steht für "gegen Einen nachsichtig sein": dem Menschen

*Durch die Finger sehen.--*

3. Mos. 24, 11-16 (vrgl. Daniel 7, 25) lesen wir von Einem, der "des

Herrn Namen lästert" und danach 2. Macc. 13, 6 das Wort:

*Gotteslästerer*

und 2. Macc. 15, 24, wie Matth. 26, 25; Mark. 2, 7; 3, 28; 14, 64; Luk.

5, 21:

*Gotteslästerung.*

Hier giebt der Grundtext:

*Βλασφημία,*

*Blasphemie*,

was bei den Hellenen lediglich "Lästerung" bedeutete.--

3. Mos. Kap. 25 ist überschrieben "Feier- und Jubeljahr", und es wird

darin den Kindern Israel befohlen, jedes fünfzigste Jahr mit dem

Schall der Posaune (hebräisch: jobel) als ein Erlassjahr anzukündigen,

"da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll". Eigentlich müsste

es also "Jobeljahr" heissen; aber schon im 6. Jahrh. n. Chr. nennt

~Arator~ ("de actib. Apostol." II, 677) dieses jüdische Festjahr "annus

iubilaeus". Wir sagen nun von einer seltenen Wiederholung, sie komme

"_alle_ *Jubeljahr'* _mal_",

und die katholische Kirche feiert noch heute alle fünfundzwanzig Jahre

ein gewinnbringendes Jubel- und Gnadenjahr, welches zuerst Bonifacius

VIII. i. J. 1300 für eine hundertjährige Wiederkehr eingesetzt hatte.

Die Worte "Jubel, jubeln, jubilieren, Jubelfest, Jubiläum, Jubilar,

Jubelgreis ", sind alle davon herzuleiten.--

Geflügelte Worte: Der Citatenschatz des deutschen Volkes · 第 40 / 438 题