Neapel, den 10. Januar 1848./29. Dezember 1847.
Ich bin in deiner Schuld, lieber Freund! Jeden Tag nehme ich mir vor, zu
schreiben -- aber eine unbegreifliche _Unlust_ hindert mich immer wieder
daran. Wieder liegen Neapel, der Vesuv und das Meer vor mir! Die Tage
fliehen in steter Beschäftigung dahin, die Zeit vergeht so schnell, daß
man nicht weiß, wie man eine Stunde erübrigen soll. Ich lerne wie ein
Schuljunge und hole alles nach, was ich in der Schule zu lernen
unterlassen habe. Aber wozu soll ich davon erzählen! Ich möchte davon
sprechen, wovon ich mit dir allein sprechen kann: nämlich von unserer
lieben _Kunst_, für die ich lebe und um derentwillen ich jetzt arbeite
und lerne wie ein Schulknabe. Da ich jetzt vor einer Reise nach
Jerusalem stehe, möchte ich dir mein Herz ausschütten; wem gegenüber
könnte ich das auch tun, wenn nicht dir gegenüber? Die Literatur hat ja
doch fast mein ganzes Leben ausgefüllt, und hier liegen meine
Hauptsünden.
Nun sind es bald zwanzig Jahre, daß ich, ein Jüngling, der kaum ins
Leben getreten war, zum erstenmal zu _dir_ kam, der bereits den halben
Weg auf diesem Felde zurückgelegt hatte. Das war im Schlosse von
Schepelejow. Das Zimmer, wo diese Begegnung stattfand, existiert bereits
nicht mehr; aber ich sehe es noch deutlich und in allen Einzelheiten --
bis auf das kleinste Möbelstück und die geringsten Sachen, die darin
standen, vor mir, wie wenn es heute wäre. Du reichtest mir die Hand und
warst ganz erfüllt vom Verlangen, dem künftigen Mitkämpfer zu helfen.
Wie wohlwollend und liebevoll war dein Blick! ... Was war es, das uns,
zwei Menschen von so verschiedenem Alter, zusammenführte? Es war die
Kunst! Wir fühlten, daß zwischen uns eine Verwandtschaft bestand, die
stärker war als die gewöhnliche Blutsverwandtschaft. Und woher kam das?
Weil wir beide etwas von der Heiligkeit der Kunst verspürt hatten.
Es ist nicht meine Sache, zu entscheiden, in welchem Maße ich Dichter
bin; ich weiß nur das eine, daß ich, noch ehe ich die Bedeutung und das
Ziel der Kunst verstehen lernte, schon wie durch einen geheimen Instinkt
meiner ganzen Seele empfand, daß sie was Heiliges sein müsse. Und so
wurde sie denn, wohl von dieser unserer ersten Begegnung ab, das
_Erste_, die _wichtigste Angelegenheit_ meines Lebens, während alles
andere an die zweite Stelle rückte. Es schien mir so, als ob ich mich
von nun ab durch keine anderen Bande mehr an die Erde fesseln lassen
dürfte, weder durch die Familie, noch durch das amtliche Leben des
Bürgers, und daß die literarische Laufbahn auch eine Art Dienst sei.
Noch gab ich mir keine Rechenschaft (konnte ich sie mir denn damals auch
geben?), was der Gegenstand meiner literarischen Tätigkeit sein müsse,
aber schon regte sich die schöpferische Kraft in mir und ich wurde durch
die näheren Lebensumstände selbst auf bestimmte Gegenstände hingewiesen.
Dies alles spielte sich gleichsam unabhängig von meiner eigenen (freien)
Willkür ab. So dachte ich zum Beispiel niemals daran, daß ich einmal ein
satirischer Schriftsteller werden und meine Leser zum Lachen reizen
würde. Allerdings hatte ich schon in der Schule bisweilen eine gewisse
Neigung zur Lustigkeit und ich plagte meine Mitschüler mit unpassenden
Scherzen. Aber das waren vorübergehende Anwandlungen; im allgemeinen
hatte ich eher einen melancholischen Charakter und ein zum Nachdenken
neigendes Wesen. Später kamen noch Krankheit und Hypochondrie dazu, und
diese Krankheit und Hypochondrie waren die Ursache jener ausgelassenen
Lustigkeit, die sich in meinen ersten Werken bemerkbar macht. Um mich
selbst zu zerstreuen, pflegte ich mir ohne jede weitere Absicht und ganz
planlos gewisse Charaktere auszudenken, die ich dann in komische
Situationen versetzte -- und das war der Ursprung meiner Erzählungen!
Meine Leidenschaft für die Menschenbeobachtung, die mich schon seit den
frühesten Tagen meiner Kindheit erfüllte, verlieh meinen Gestalten etwas
Natürliches; man sagte sogar von ihnen, es seien getreue Porträts nach
der Natur. Dazu kommt noch ein anderer Umstand: mein Lachen hatte
anfänglich etwas Gutmütiges, ich dachte gar nicht daran, irgendein Ding
in einer ganz bestimmten Absicht zu verspotten, und ich war aufs höchste
erstaunt, wenn ich hörte, es fühle sich jemand gekränkt oder ganze
Gesellschaftsklassen und -stände zürnten mir darob, so daß ich
schließlich nachdenklich wurde. »Wenn die Macht des Gelächters so groß
ist, daß man es fürchtet, so darf man es nicht mißbrauchen.« Ich
entschloß mich also, alles Schlechte, das mir bekannt war, zu sammeln,
in einem Ganzen zusammenzufassen und dann dieses Ganze dem Gelächter
preiszugeben -- so entstand der »Revisor«. Das war mein erstes Werk, das
aus der Absicht entsprang, einen heilsamen Einfluß auf die Gesellschaft
auszuüben, was mir übrigens nicht gelungen ist: man hat aus der Komödie
die Absicht herauserkennen wollen, die gesetzliche Ordnung und unsere
Regierungsform zu verspotten, während ich nur die eigenmächtige
Übertretung dieser rechtmäßigen und gesetzmäßig sanktionierten Ordnung
durch einzelne Personen verspotten wollte. Ich zürnte sowohl meinen
Zuschauern, die mich nicht verstanden hatten, als auch mir selbst, der
die Schuld daran trug, daß ich nicht verstanden worden war. Ich wollte
entfliehen und alles im Stiche lassen. Meine Seele dürstete nach der
Einsamkeit, ich hatte das Bedürfnis, aufs ernsthafteste über meinen
Beruf und meine Tätigkeit nachzudenken. Schon lange trug ich mich mit
dem Gedanken an ein _großes Werk_, in dem alles Gute und Böse, das es im
russischen Menschen gibt, dargestellt und in dem die _Eigenart_ unseres
russischen Wesens möglichst klar und deutlich sichtbar gemacht werden
sollte. Ich sah und konnte wohl viele von den Teilen einzeln erfassen,
aber der Plan des Ganzen wollte sich mir nicht zu voller Klarheit
gestalten und so bestimmte Formen annehmen, daß ich ans Werk gehen und
mit der Niederschrift beginnen konnte. Bei jedem Schritt fühlte ich, daß
mir noch vieles fehlte, daß ich es noch nicht verstand, den Knoten der
Vorgänge und Begebenheiten zu schürzen und ihn wieder zu lösen, und daß
ich erst bei den großen Meistern in die Schule gehen und von ihnen
lernen mußte, wie man ein großes Werk aufbauen und komponieren muß. Ich
begann also die großen Meister zu studieren und machte zunächst den
Anfang mit unserem lieben Homer. Schon kam es mir so vor, als ob ich
etwas zu verstehen begann und sogar anfing, mir ihre Methoden und sogar
ihre Kunstgriffe zu eigen zu machen, -- allein die schöpferische
Fähigkeit wollte sich noch immer nicht einstellen. Mein Kopf tat mir weh
von all der Anstrengung. Nur unter Aufwendung großer Mühen gelang es
mir, wenigstens den ersten Teil der »Toten Seelen« herauszugeben,
gleichsam um hierbei zu erkennen, wie weit ich noch von dem Ziele
entfernt war, nach dem ich strebte. Danach aber wurde ich wieder von
einer unfruchtbaren Stimmung erfaßt. Ich kaute an meiner Feder, meine
Nerven und alle meine Kräfte waren in einem Zustande der Erregung -- und
es kam nichts zustande, ich glaubte schon, ich hätte die Fähigkeit zum
literarischen Schaffen völlig verloren. Da ließen mich plötzlich
Krankheit und schwere seelische Zustände dies alles, ja sogar jeden
Gedanken an die Kunst vergessen und lenkten mich wieder auf das hin,
wozu ich schon früher, noch ehe ich Schriftsteller geworden war, immer
Lust verspürt hatte -- nämlich auf die Beobachtung des inneren Menschen
und der _Menschenseele_. Oh, um wieviel tiefer ist die Erkenntnis, die
einem aufgeht, wenn man mit seiner eigenen Seele beginnt! Auf diesem
Wege trifft man auch ganz unwillkürlich _näher_ mit _Ihm_ zusammen, Der
allein unter allen Menschen, die bisher auf Erden wandelten, in Seiner
Person eine volle Erkenntnis der Menschenseele an den Tag gelegt hat;
selbst wenn die Welt Seine Göttlichkeit leugnen wollte, diese
Eigenschaft könnte sie Ihm niemals abstreiten, es sei denn, daß sie
nicht bloß _blind_, sondern ganz einfach _dumm_ geworden wäre. Durch
diese schroffe Wendung, die nicht mit meinem Willen geschah, wurde ich
dazu veranlaßt, überhaupt tiefer in die Seele hinabzublicken, um zu
erfahren, daß es höhere Grade und höhere Erscheinungsformen des
Seelischen gibt. Von da ab begann die schöpferische Fähigkeit wieder in
mir zu erwachen: wieder beginnen lebendige Gestalten in voller Klarheit
vor mir aus dem Nebel emporzutauchen, ich fühle, daß die Arbeit mir
glücken, ja, daß selbst meine Sprache korrekt und klangvoll werden und
daß mein Stil erstarken wird. Vielleicht wird noch einmal ein künftiger
Kreisschullehrer unmittelbar nach einer Seite aus einem Werke von dir
seinen Schülern eine Seite aus meiner künftigen Prosa vorlesen und
erklärend hinzufügen: »Beide Schriftsteller haben richtig geschrieben,
obwohl sie einander nicht gleichen.« Die Herausgabe meines Buches
»Briefwechsel mit meinen Freunden«, mit der ich mich (aus lauter Freude,
daß meine Feder wieder einmal in Schwung gekommen war) so beeilt habe,
ohne zu überlegen, daß ich, bevor ich mit diesem Buche jemand zu nützen
vermochte, mit ihm vielen Leuten den Kopf verwirren konnte, hat mir
selbst manchen Vorteil gebracht. An diesem Buche ist es mir klar
geworden, wo und in welchem Punkte ich ein Opfer jener Maßlosigkeit und
des Überschwangs geworden bin, dem in dem Übergangszustande, in dem sich
die Gesellschaft gegenwärtig befindet, fast jeder vorwärtsschreitende
Mensch verfällt. Trotz der Parteilichkeit, mit der dieses Buch beurteilt
wurde, und trotz der Widersprüche in der Beurteilung, kam doch
schließlich die allgemeine Stimme zur Geltung, die mir meinen Platz
anwies und mich auf die Grenzen aufmerksam machte, die ich als
Schriftsteller nicht überschreiten durfte. In der Tat, es ist nicht
meine Aufgabe, durch Predigen zu belehren. Die Kunst ist auch ohnedies
schon eine Lehrmeisterin. Meine Aufgabe ist es, durch _lebendige Bilder_
und nicht in der Form der Beweisführung zu den Menschen zu sprechen. Ich
muß das _Leben_ selbst und _als solches_ darstellen und nicht
Betrachtungen _über_ das Leben anstellen. Das ist eine völlig evidente
Wahrheit. Aber es ist die Frage: hätte ich auch ohne diesen großen Umweg
ein würdiger Vertreter der Kunst und ein schöpferischer Künstler werden
können? hätte ich das Leben so in seinen Tiefen darstellen können, daß
es den Menschen wirklich zur Belehrung dienen konnte? Wie vermöchte man
Menschen darzustellen, wenn man nicht vorher erkannt hat, was die _Seele
des Menschen_ ist? Ein Schriftsteller muß, wenn er bloß die
schöpferische Gabe besitzt, eigene Gestalten und Bilder zu produzieren,
erst einen Menschen und Bürger seines Landes aus sich machen; erst dann
darf er zur Feder greifen! Sonst wird ihm alles mißlingen. Was hilft's,
die Verächtlichen und Lasterhaften zu treffen, indem man sie vor allen
Menschen an den Pranger stellt, wenn das Ideal ihres Widerparts, das
Ideal des schönen Menschen in uns selbst noch nicht zur Klarheit und
Deutlichkeit gediehen ist? Wie soll man die Fehler und das Unwürdige im
Menschen darstellen, wenn man sich selbst noch nicht die Frage vorgelegt
hat: worin besteht denn eigentlich die Menschenwürde? und so lange man
noch keine einigermaßen befriedigende Antwort auf diese Frage gefunden
hat? Wie soll man die Ausnahmen verspotten, wenn man sich noch nicht
ganz über die Regeln klar ist, deren Ausnahmen die dargestellten Objekte
bilden? Das hieße doch das alte Haus einreißen, ehe man die Möglichkeit
hat, ein neues an seiner Stelle zu erbauen. Aber Kunst hat nichts gemein
mit Zerstörung. In der Kunst liegt ein Keim des Schöpferischen, ein
aufbauendes Element und nicht ein Element der Zerstörung. Das hat man
stets empfunden, selbst in Zeiten der allgemeinen Finsternis und
Unwissenheit. Bei den Klängen der orphischen Leier wurden Städte erbaut.
Trotz des noch ungeklärten und ungeläuterten Begriffs, den unsere
Gesellschaft von der Kunst hat, hört man doch schon allgemein sagen:
»Die Kunst versöhnt mit dem Leben.« Das ist wirklich wahr. Ein echtes
Kunstwerk enthält etwas Beruhigendes, Versöhnendes in sich. Während wir
es lesen, erfüllt sich unsere Seele mit einer ebenmäßigen Harmonie, und
wenn man es zu Ende gelesen hat, fühlt sie sich befriedigt: man wünscht
nichts mehr, man verlangt nach nichts, es regt sich kein Zorn und keine
Entrüstung wider unseren Bruder in unseren Herzen, eher noch ergießt
sich in ihm der Balsam einer alles vergebenden Liebe zu unseren Brüdern;
überhaupt regt sich kein _Tadel_ gegen die Handlungsweise der anderen in
uns, sondern alles fordert uns zur _Betrachtung_ unseres eigenen Ichs
auf. Wenn vom Werk des Künstlers keine solche Wirkung ausgeht, so ist es
nichts als die edle Regung einer glühenden Seele, die Frucht einer
vorübergehenden Stimmung des Autors. Es wird wohl weiterleben, wie eine
beachtenswerte Erscheinung, aber sich nicht den Namen eines Kunstwerks
verdienen. Und das mit Recht. Die Kunst ist eine Macht, die mit dem
Leben versöhnt.
Die Kunst soll unsere Seele mit Harmonie und Ordnung erfüllen und nicht
Verwirrung und Verstimmung in sie hineintragen. Die Kunst soll uns die
Menschen unserer Erde so darstellen, daß ein jeder das Gefühl hat: das
sind _lebendige_ Menschen, die demselben Leibe entstammen und aus
demselben Stoffe geschaffen sind wie wir. Die Kunst soll uns alle edlen
Züge und Eigenschaften unseres _Volks_charakters vor Augen führen,
selbst die nicht ausgenommen, denen es an einem Spielraum für ihre freie
Entfaltung fehlte und die daher noch nicht von allen beachtet und in dem
Maße gewürdigt sind, daß jeder sie in sich selbst entdeckt und von dem
glühenden Wunsche ergriffen wird, das bisher von ihm Vernachlässigte und
längst Vergessene zu pflegen und zur Entwicklung zu bringen.
Die Kunst muß uns auch alle schlechten Züge und Eigenschaften unseres
Volkscharakters so vor Augen führen, daß jeder von uns ihre Keime vor
allem in sich selbst wiederfindet und veranlaßt wird, darüber
nachzudenken, wie er zunächst einmal in sich selbst alles, was die hohe
Würde unseres Wesens verdunkelt, ausrotten könne. Erst dann und erst auf
diese Weise wird die Kunst ihre Bestimmung erfüllen und Ordnung und
Harmonie in die menschliche Gesellschaft hineintragen.
So laß uns denn, nachdem wir zu Gott gebetet und seinen Segen auf uns
herabgefleht haben, kraftvoller als je wieder an unsere liebe Kunst
gehen. Was mich anbetrifft, so will ich alles andere auf eine künftige
Zeit verschieben (wenn ich je durch Gottes Gnade dessen im geringsten
würdig werden sollte) und mich in intensivster Weise den »Toten Seelen«
widmen. Ich will nach Jerusalem reisen (dies muß ich um jeden Preis tun,
denn ich müßte mich schämen, wenn ich es nicht täte). Ich will dort, so
gut ich kann, Gott meinen Dank für alles Vergangene aussprechen; ich
will dort beten, daß meine Seele gekräftigt werde und meine Fähigkeiten
und Geisteskräfte sich sammeln und konzentrieren mögen, und dann mit
Gott an die Arbeit gehen. Wie lebhaft und innig wünschte ich, daß Gott
uns wieder einmal zusammenführen möge, und daß wir wieder einmal eine
Zeitlang in Moskau nahe beieinander leben könnten. Jetzt wäre es noch
notwendiger, uns das von uns Geschriebene noch einmal vorzulesen und
übereinander zu Gericht zu sitzen. Sodann gratuliere ich dir zum neuen
Jahr. Gebe Gott, daß es für uns beide ein recht fruchtbares Jahr werde,
weit fruchtbarer als die verflossenen Jahre. Und nun leb' wohl, mein
Lieber! Ich küsse dich und umarme dich innig. Schreibe mir. Dein Brief
wird mich noch in Neapel erreichen. Vor dem Februar gedenke ich nicht
aufzubrechen.
Ich umarme deine ganze liebe Familie sowie die Reuterns.
Dein G.
Wenn du findest, daß dieser Brief einigen Wert hat, so hebe ihn auf. Man
könnte ihn in der zweiten Auflage des »Briefwechsels« an die Spitze des
Buches, d. h. an die Stelle des »Testaments« stellen, das fortgelassen
werden soll, und ihm den Titel geben: »_Die Kunst ist die Macht, die uns
mit dem Leben versöhnt._«
Ich will dich immer noch etwas fragen und vergesse es jedesmal: besitzt
du nicht die lateinische Übersetzung der Odyssee mit untergelegtem Text,
die neulich in Paris erschienen ist. Es ist eine sehr schöne Ausgabe.
Der ganze Homer in einem Bande Groß-Oktav _editore Ambrosio Firmin Didot
Parisiis 1846_. Ich hatte den Eindruck, daß die Übersetzung recht
anständig sei, und sie könnte dir weit mehr nützen als alle anderen.
Meine Adresse lautet: Neapel, _poste restante_, oder noch besser, _Hôtel
de Rome_; damit jedoch der Brief nicht nach der _Stadt_ Rom gesandt
wird, muß das Wort Neapel recht deutlich und in die Augen fallend
geschrieben werden.
Betrachtungen
über die
Heilige Liturgie
1845-1852.
Vom Moskauer Geistlichen Zensur-Komitee zum Druck
genehmigt.
Moskau, den 9. Februar 1889.
Der Zensor: Priester Grigori Djatschenko.