Seit dem 27. Februar liegt Tom an schwerem Bronchialkatarrh zu Bett;
inzwischen kam Leutnant Orthmann zurück, er hat sich einen tüchtigen
Gelenkrheumatismus geholt, mit dem er drei Wochen lang sich durch die
unwegsamen Berge schleppen mußte; heute kam noch _Dr._ Stierling, mit
ihm Leutnant Kuhlmann, der an Milzanschwellung mit starkem Fieber
leidet. Sergeant Richter laboriert an seiner Schußwunde, die Wunde
eitert noch, und zuletzt wird Lazarettgehilfe Schuster von der 3.
Kompagnie auch noch krank, starker Bronchialkatarrh mit hohem Fieber.
Von den acht Europäern der Station sind nur zwei gesund.
Tom hat jetzt eine annähernd genaue Liste von Quawas Anhängern
aufgestellt: Es müssen deren jetzt noch etwa 250 sein. Sein Häuptling
Kimulimuli, der sich seinerzeit mit Mpangire gestellt hatte, dann aber
wieder heimlich zu Quawa zurückging, ist jetzt bei diesem gestorben;
seine Frau hat sich dann erhängt, um ihrem Herrn und Gebieter in
den Tod zu folgen. -- Als Mpangire noch Sultan war, sollen diese
und Kimulimuli den zur Unterwerfung bereiten Quawa mit Gewalt davon
abgehalten haben. Wie viel Blutvergießen wäre vermieden worden, wenn
Quawa damals mit Tom persönlich hätte verhandeln können.