Tom wird wahrscheinlich Merere hier als Sultan einsetzen, um ihn mit
zu dem großen Schlag benutzen zu können. Seine Leute sollen sich hier
in der Nähe ansiedeln, damit sie an der Station einen Halt haben. Den
ganzen Tag starker Regen.
Vorgestern waren wir im Garten und freuten uns, wie hier alles gedeiht,
Weizen, Kartoffeln, alle Gemüsearten, sogar Rosenkohl, Salate,
Radieschen, Rettich haben angesetzt. Auch die von der katholischen
Missionsstation in Mrogoro geschenkten Apfelsinen-, Zitronen-
und Mangobäumchen setzen Triebe an. Mapera, Papayen und Bananen
selbstverständlich, auch das von Kisaki von uns mitgebrachte Gras und
der Kaktus.
Ein vorzüglicher Boden ist hier: als Fata Morgana sehe ich schon alles
mit Weißen besiedelt. So hatten wir im Garten einen Kohlkopf von 15
Pfund Gewicht. Rosen- und Kaffeebäumchen hat uns die Mission später
auch geschickt.
Heute kam die Nachricht, daß zwei Soldaten und sieben Träger
totgeschlagen seien auf dem Wege zu Kiwanga. Es ist furchtbar! Aber
wenn ich bedenke, wie uns die erste Mordtat aufregte, kann ich uns
beinahe gleichgültig der Nachricht gegenüber nennen. Nur ein Gedanke
steht jetzt im Vordergrund: wie ist dem Zustand abzuhelfen? Was wird
der nächste Tag bringen? Die Wahehe fördern immer neue Überraschungen
zutage!