17. Februar 1897, 10 Uhr abends.

Jetzt fängt es aber doch an, ungemütlich zu werden, vor allen Dingen,

wo mein Mann nicht hier ist. Wo man hinhört, Aufruhr, Empörung! Heute

nachmittag brachte mir _Dr._ Stierling die Nachricht, daß von Mage bis

hierher alles in Aufregung sei, der Schmied habe viele neue Speere

geschmiedet, und Quawa sei mit einer großen Heeresmacht nur 12 Stunden

von der Station entfernt. Heute abend 8 Uhr rückte _Dr._ Stierling

dahin ab.

Das Dorf ist in großer Aufregung, und die Kriegsegoma wird geschlagen,

viele sind betrunken.

Ich ritt heute nach einer Tembe des Msagira Kimali Mali, doch war alles

ausgeflogen, also wahrscheinlich auch bei Quawa.

Ich werde jetzt schlafen gehen, mich aber nicht ausziehen, denn man

kann nicht wissen, wie es kommt. Den Revolver habe ich stets bei mir.

Übrigens, noch eins! Die Karawane eines Arabers nach hierher ist bei

Mage geplündert, der Araber getötet worden, gewiß auch der kleine

Jumbe Mangatua mit seinem Anhang. Die Weiber, die er hier bekommen

hatte, sollen in Quawas Hände gefallen sein.

Eine deutsche Frau im Innern Deutsch-Ostafrikas Elf Jahre nach Tagebuchblättern erzählt · 第 40 / 132 题